Rudolf Lill Die Macht der Päpste

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Inhaltsangabe zu „Die Macht der Päpste“ von Rudolf Lill

Die Macht der Päpste – ein schillernder Begriff.
In einem spannenden Gang durch die
wechselvolle Geschichte des Papsttums beleuchtet
Rudolf Lill die Abgründe päpstlichen
Machtstrebens und die Sternstunden der katholischen
Kirche gleichermaßen. Dabei wird
deutlich: Die gegenwärtige Macht der Päpste
ist vor allem das Ergebnis historischer Prozesse.
Kritisch und konstruktiv untersucht er, warum
nach dem Neuaufbruch des II. Vatikanischen
Konzils nun eine neue Welle der Restauration
päpstlicher Macht in Gang gekommen ist
und welche Chancen ein Christentum hat, das
Einheit in den Kernfragen mit Pluralismus zu
verbinden weiß.

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  • Rezension zu "Die Macht der Päpste" von Rudolf Lill

    Die Macht der Päpste

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. December 2011 um 22:09

    Leider nichts für Laien... * Ich bin immer neugierig darauf Neues zu erfahren, zu lernen und zu verstehen - und deshalb nutze ich auch gerne die Chance Sachbücher zu rezensieren, an denen ich sonst wohlmöglich ein Jahr lesen würde. Da mich die Politik der Kirche und die Rückschläge und Weiterentwicklungen schon immer interessiert haben - und ich auch noch für eine katholische Einrichtung arbeite - dachte ich mir, die Chance nutzt du und versuchst hinter die Fassade zu blicken... * Leider konnte mich Rudolf Lill mit seinem Werk "Die Macht der Päpste" nicht wirklich überzeugen - was jetzt aber nicht aussagen soll, dass das Buch schlecht ist. Nein ganz im Gegenteil, ich denke, dass "Die Macht der Päpste" für die richtige Leserschaft sehr lehrreich und informativ ist. Es ist gut recherchiert und steckt voller Informationen zur Entwicklung der Kirche, des vatikanischen Konzils, frühere Päpste bis hin zu Joseph Ratzinger. Aber für das Lesen und vor allem das Verstehen dieses Buches setze ich ein fundiertes Grundwissen voraus. Neben grundlegenden Verständnisproblemen meinerseits kam dann noch die Vielzahl von Fachbegriffen und Fremdwörten dazu, die mich sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen lassen. * Der Aufbau des Buches ist klar strukturiert, so dass man nach einem kurzen Blick ins Inhaltsverzeichnis direkt findet was man sucht - auch der zeitliche Verlauf bleibt immer klar zu erfassen. Ebenfalls sind die Anmerkungen am Ende des Buches hervorzuheben, sowie die Aufführungen der Päpste und Kardinalstaatssekretäre seit 1800. * Auch die Aufmachung des Buches samt Lesebändchen und die Umschlaggestaltung ist wirklich sehr passend gewählt. * Laien sollten nicht unbedingt mit diesem Buch beginnen, wenn sie sich über die Geschichte der Kirche und der Päpste einen Überblick verschaffen wollen - da in "Die Macht der Päpste" wirklich Basiswissen gefragt ist. Leser mit theologischem und historischen Fachwissen werden aber bestimmt ihre Freude an diesem informativen Buch haben.

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  • Rezension zu "Die Macht der Päpste" von Rudolf Lill

    Die Macht der Päpste

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. December 2011 um 20:22

    Am Anfang des Buches steht das übersichtlich gegliederte Inhaltsverzeichnis mit beschreibenden Titeln, so dass man schnell einen Überblick über die behandelten Themen bekommt. Es folgt ein Vorwort des Autors, in welchem er seine Motivation für dieses Buch darlegt, bevor der eigentliche Text beginnt. Das Buch bietet eine Fülle von Informationen über das Papsttum von der Spätantike bis heute. Dabei gibt es im ersten Kapitel einen allgemeineren Überblick über die Macht der Päpste. Das nächste Kapitel behandelt das 15. - 18. Jahrhundert näher. Diese Epoche wird im Gegensatz zu der Folgezeit eher kurz, jedoch ausreichend betrachtet. Die nächsten sieben Kapitel beschäftigen sich näher mit der Zeit vom 19. Jahrhundert bis zum aktuellen Papst Benedikt XVI. Hier nimmt sich Lill mehr Zeit, die einzelnen Päpste, ihre Denk- und Handlungsweisen und ihren Hintergrund vorzustellen. Zwischendurch bekommt man in Exkursen weiterführende Informationen, beispielsweise zu Papstwahl, Peterskirche, Vatikanstadt oder Debatten um Pius XII. Am Schluss sind im Anhang kurz die Karrieren der Päpste seit 1800 und für den gleichen Zeitraum alle Kardinalstaatssekretäre als Übersicht aufgeführt. Das Buch ist zweifellos sehr gut recherchiert. Schon im Vorwort schreibt Lill, der unter anderem Professor für Neue Geschichte war, von seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem Thema. Dies wird auch schnell bei der Lektüre des Textes deutlich. Dabei vertritt er einen durchaus kritischen Standpunkt, begründet seine Ansichten aber immer sachlich und nachvollziehbar. Er bettet die Handlungen der Päpste in die jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Situationen ein, wodurch man ihre Denkweisen gut nachvollziehen kann. Außerdem spricht er die Schwierigkeiten an, mit denen sich die katholische Kirche auseinandersetzten muss und für die sie Lösungen finden sollte. Dazu gehören sicher die Finanzprobleme und die nicht immer gelungene Ostpolitik, aber auch die oftmals sehr antiquierten Denkweisen, beispielsweise zu den Themen Zölibat und Frauenbild. Doch er verliert nie das Gesamtbild aus den Augen und verschweigt somit auch nicht die positiven Entscheidungen und Reformen. Leider ist es für Leser, die sich nicht in den Hintergründen des Papsttums auskennen, oft schwer, Rudolf Lills Ausführungen zu folgen. Dies liegt zum einen an den unzähligen Fachausdrücken und Abkürzungen, die größtenteils nicht näher erklärt werden, zum anderen an den vielen notwendigen Namen und Daten. Es ist und bleibt eben ein Fachbuch, dass für Theologen und Leser mit Kenntnissen in dieser Thematik sicher wunderbar geeignet und spannend zu lesen ist.

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