Rudolf Steiner

 4,6 Sterne bei 89 Bewertungen

Lebenslauf

Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 geboren und starb am 30. März 1925. Sein Leben und Werk ist ein einzigartiges Phänomen des 20. Jahrhunderts, geprägt von rastlosem Reisen quer durch Europa und über 6.000 gehaltenen Vorträgen. Er studierte Natur- und Ingenieurwissenschaften in Wien, promovierte in Philosophie an der Universität Rostock, gab die naturwissenschaftlichen Schriften Goethes in Weimar heraus, begründete die Anthroposophie, die Waldorfpädagogik, die biologisch-dynamische Landwirtschaft sowie die anthroposophisch erweiterte Medizin und Heilpädagogik.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Ernährung und Bewusstsein (ISBN: 9783772501531)

Ernährung und Bewusstsein

Erscheint am 01.08.2026 als Taschenbuch bei Freies Geistesleben.

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Neue Rezensionen zu Rudolf Steiner

Cover des Buches Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge (ISBN: 9783727423611)
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Rezension zu "Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge" von Rudolf Steiner

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Eine Weiterführung

Zu den grundlegenden Annahmen der Anthroposophie gehört ein vertieftes Verständnis von Reinkarnation und Karma. In dem hier vorliegenden zweiten von insgesamt sechs Bänden finden sich verschiedenste Vortragszyklen Rudolf Steiners, die sich genau diesem Thema widmen. Unterteilt ist das vorliegende Buch in fünf Vorträge, die sich mit karmischen Betrachtungen in Bezug auf geschichtliche Entwicklungen beschäftigen (06.04.1914 - 27.04.1924), vier Vorträgen zu karmischen Betrachtungen des individuellen Lebens (04.05.1924 - 11.05.1924), vier Vorträgen zur Karmabildung direkt beim rückläufigen Erleben des eigenen Lebens nach dem Tod (16.05.1924 - 30.05.1924) und vier Vorträgen zu der kosmischen Form von Karma und der individuellen Betrachtung karmischer Zusammenhänge (04.06.1924 - 29.06.1924). Die Vorträge wurden damals stenographisch mitgeschrieben und danach 1933, nach dem Tode Rudolf Steiners, zum ersten mal in schriftlicher Form veröffentlicht. Um den Inhalt der Vorträge gut nachvollziehen zu können ist ein vorher entwickeltes gutes Verständnis der Grundgedanken und der Terminologie der Anthroposophie dringend erforderlich, da dieses vom Vortragsredner als gegeben vorausgesetzt wird. Wer über dieses verfügt kann hier viele Impulse darüber aufnehmen geschichtliche Entwicklungen besser zu verstehen, das eigene Leben objektiver zu betrachten und durch das eigene Verhalten das zukünftige Karma zu beeinflussen. Wer sich grundlegend mit den Karmaverständnis der Anthroposophie beschäftigen möchte ist bei dieser Buchreihe definitiv richtig.

Grundlagen der Bildung karmischer Kräfte

Zu den grundlegenden Annahmen der Anthroposophie gehört ein vertieftes Verständnis von Reinkarnation und Karma. In dem hier vorliegenden ersten von insgesamt sechs Bänden finden sich verschiedenste Vortragszyklen Rudolf Steiners, die sich genau diesem Thema widmen. Unterteilt ist das vorliegende Buch in sechs Vorträge, die sich mit der Bildung karmischer Kräfte beschäftigen (16.02. - 02.03.1924) und sechs Vorträge, in denen das karmische Schicksal einzelner berühmter Persönlichkeiten näher betrachtet wird (08.03 - 23.03.1924). Die Vorträge wurden damals stenographisch mitgeschrieben und danach 1933, nach dem Tode Rudolf Steiners, zum ersten mal in schriftlicher Form veröffentlicht. Um den Inhalt der Vorträge gut nachvollziehen zu können ist ein vorher entwickeltes gutes Verständnis der Grundgedanken und der Terminologie der Anthroposophie dringend erforderlich, da dieses vom Vortragsredner als gegeben vorausgesetzt wird. Wer über dieses verfügt kann viel über die Ursachen des Karmas aus früheren Leben, das Hineinwirken verschiedenster geistiger Wesenheiten, den nicht bestehenden Widerspruch zwischen karmischer Notwendigkeit und Freiheit, die Bedeutung von Emotionen für künftiges Karma, und das Thema Gesundheit und Krankheit als Folge von Karma erfahren. Hinzu kommen Betrachtungen des Karmas von Persönlichkeiten wie Franz Schubert, Charles Darwin oder Friedrich Nietzsche. Wer sich grundlegend mit den Karmaverständnis der Anthroposophie beschäftigen möchte ist bei dieser Buchreihe definitiv richtig.

Cover des Buches Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit (ISBN: 9783727400513)

Rezension zu "Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit" von Rudolf Steiner

Ein LovelyBooks-Nutzer
Gott is(s)t Honig

Als geborene Nützsche und bekennende Christin war Friedrich Nietzsches Geist für mich eine Herausforderung, der ich mich nur mit der Hilfe Rudolf Steiners zu stellen wagte.

Wie sehr war ich, die ich ein Buch mit dem Titel "Gott is(s)t Honig" geschrieben habe, erstaunt, als ich im ersten Teil des Buches las, was Rudolf Steiner Friedrich Nietzsche zuschrieb: "Er ist kein philosophischer Kopf, sondern ein 'Honigsammler des Geistes', der die 'Bienenkörbe' der Erkenntnis aufsucht und heimzubringen sucht, was dem Leben frommt."

So sehr ich mich bemüht habe, einen gravierenden Unterschied zwischen Nietzsches Geist und meinem konnte ich nicht finden.

Nach Nietzsche wandelt sich der Geist vom dienenden Kamel zum auflehnenden Löwen und schließlich zum unschuldigen Kind, welches die Welt unvoreingenommen betrachtet und das Leben darin wie Dionysis feiert.

"Singend und tanzend äußert sich der Mensch als Mitglied einer höheren Gemeinsamkeit: er hat das Gehen und Sprechen verlernt und ist auf dem Wege, tanzend in die Lüfte emporzusteigen. Aus seinen Gebärden spricht die Verzauberung." Nietzsche, Die Geburt der Tragödie

"Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." Marcus 10,15

Sprachlos erobert sich das singende und tanzende Kind das Gottesreich, welches Nietzsche als höhere Wirklichkeit bezeichnet, und wird dadurch zum Übermenschen, der im Schöpfer des kategorischen Imperativs und seiner Sittlichkeit nur einen verwachsenen Begriffskrüppel sehen kann und die Wahrheit des Atheisten als Ideal entlarvt, der er sich ebenso unterwirft wie der Christ einem Gott außerhalb seines Geistes.

"Du fragst warum? Ich gehöre nicht zu denen, welche man nach Ihrem Warum fragen darf."
Nietzsche, Also sprach Zarathustra
Die kausale Frage des Verstandes nach dem Warum weicht der Zielorientiertheit der sinnlichen und geistigen Triebe.
Nach Steiner forscht der dionysische Weise nicht, weil er Macht haben will, sondern er schafft.

Widerstände sind ihm auf seinem Weg willkommen. Steiner interpretiert Nietzsche, indem er sagt: "Der Starke liebt den Krieg, denn er braucht den Krieg, um seine Schöpfungen gegen die widerstrebenden Mächte durchzusetzen."
Mitleid schwächt, weil es zu erhalten sucht, was überwunden werden soll, nämlich Leid und Schwäche.
"Wer Mitleid braucht, kann nicht allein stehen, ..." Steiner, Friedrich Nietzsche: Ein Kämpfer gegen seine Zeit

Letztlich geht es bei den Widerständen jedoch nur darum, sie in christliche Nächstenliebe bzw. Feindesliebe zu wandeln, indem man sich ihnen hingibt, indem man dem Feind auch die andere Backe hinhält.
"Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.“
Carl Sandburg, irrtümlich Bertolt Brecht zugeschoben

Weil Nietzsche die Moral des Christentums so vehement ablehnte, fand er die Liebe nicht, die es in sich birgt. Steiner schreibt: "Er hat deshalb die Bedeutung des Bewußtseins für die Persönlichkeit unterschätzt."

Der höchste Wert des Buches "Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit" liegt für mich darin, dass Rudolf Steiner am Ende Nietzsche durch Zarathustra sprechen lässt, "siehe, wir wissen ..., daß alle Dinge ewig wiederkehren und wir selber mit, und daß wir schon ewige Male dagewesen sind, und alle Dinge mit uns", diese Aussage aber nicht bewertet.

Nietzsche lehnte das Jenseits ab, während Steiner dafür einstand. Welche Größe zeigt Letzterer, wenn er offen lässt, was offen ist.

Ich verneige mich mit Seelenruhe vor zwei großen Geistern, die dem meinem nicht so unähnlich sind.

 V.S. 

 

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