Rudolf Steiner

 4,7 Sterne bei 124 Bewertungen

Lebenslauf

Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 geboren und starb am 30. März 1925. Sein Leben und Werk ist ein einzigartiges Phänomen des 20. Jahrhunderts, geprägt von rastlosem Reisen quer durch Europa und über 6.000 gehaltenen Vorträgen. Er studierte Natur- und Ingenieurwissenschaften in Wien, promovierte in Philosophie an der Universität Rostock, gab die naturwissenschaftlichen Schriften Goethes in Weimar heraus, begründete die Anthroposophie, die Waldorfpädagogik, die biologisch-dynamische Landwirtschaft, die anthroposophisch erweiterte Medizin und die Heilpädagogik.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge (ISBN: 9783727423611)

Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge

Erscheint am 31.05.2024 als Gebundenes Buch bei Rudolf Steiner Verlag.
Cover des Buches Heilpädagogischer Kurs (ISBN: 9783727431722)

Heilpädagogischer Kurs

Erscheint am 01.06.2024 als Gebundenes Buch bei Rudolf Steiner Verlag.
Cover des Buches Das architektonische Werk (ISBN: 9783727437106)

Das architektonische Werk

Erscheint am 30.06.2024 als Gebundenes Buch bei Rudolf Steiner Verlag.
Cover des Buches Vier Mysteriendramen (ISBN: 9783727401411)

Vier Mysteriendramen

Erscheint am 01.07.2024 als Gebundenes Buch bei Rudolf Steiner Verlag.

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Neue Rezensionen zu Rudolf Steiner

Cover des Buches Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit (ISBN: 9783727400513)
V

Rezension zu "Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit" von Rudolf Steiner

Gott is(s)t Honig
Vera-Seidlvor 2 Jahren

Als geborene Nützsche und bekennende Christin war Friedrich Nietzsches Geist für mich eine Herausforderung, der ich mich nur mit der Hilfe Rudolf Steiners zu stellen wagte.

Wie sehr war ich, die ich ein Buch mit dem Titel "Gott is(s)t Honig" geschrieben habe, erstaunt, als ich im ersten Teil des Buches las, was Rudolf Steiner Friedrich Nietzsche zuschrieb: "Er ist kein philosophischer Kopf, sondern ein 'Honigsammler des Geistes', der die 'Bienenkörbe' der Erkenntnis aufsucht und heimzubringen sucht, was dem Leben frommt."

So sehr ich mich bemüht habe, einen gravierenden Unterschied zwischen Nietzsches Geist und meinem konnte ich nicht finden.

Nach Nietzsche wandelt sich der Geist vom dienenden Kamel zum auflehnenden Löwen und schließlich zum unschuldigen Kind, welches die Welt unvoreingenommen betrachtet und das Leben darin wie Dionysis feiert.

"Singend und tanzend äußert sich der Mensch als Mitglied einer höheren Gemeinsamkeit: er hat das Gehen und Sprechen verlernt und ist auf dem Wege, tanzend in die Lüfte emporzusteigen. Aus seinen Gebärden spricht die Verzauberung." Nietzsche, Die Geburt der Tragödie

"Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." Marcus 10,15

Sprachlos erobert sich das singende und tanzende Kind das Gottesreich, welches Nietzsche als höhere Wirklichkeit bezeichnet, und wird dadurch zum Übermenschen, der im Schöpfer des kategorischen Imperativs und seiner Sittlichkeit nur einen verwachsenen Begriffskrüppel sehen kann und die Wahrheit des Atheisten als Ideal entlarvt, der er sich ebenso unterwirft wie der Christ einem Gott außerhalb seines Geistes.

"Du fragst warum? Ich gehöre nicht zu denen, welche man nach Ihrem Warum fragen darf."
Nietzsche, Also sprach Zarathustra
Die kausale Frage des Verstandes nach dem Warum weicht der Zielorientiertheit der sinnlichen und geistigen Triebe.
Nach Steiner forscht der dionysische Weise nicht, weil er Macht haben will, sondern er schafft.

Widerstände sind ihm auf seinem Weg willkommen. Steiner interpretiert Nietzsche, indem er sagt: "Der Starke liebt den Krieg, denn er braucht den Krieg, um seine Schöpfungen gegen die widerstrebenden Mächte durchzusetzen."
Mitleid schwächt, weil es zu erhalten sucht, was überwunden werden soll, nämlich Leid und Schwäche.
"Wer Mitleid braucht, kann nicht allein stehen, ..." Steiner, Friedrich Nietzsche: Ein Kämpfer gegen seine Zeit

Letztlich geht es bei den Widerständen jedoch nur darum, sie in christliche Nächstenliebe bzw. Feindesliebe zu wandeln, indem man sich ihnen hingibt, indem man dem Feind auch die andere Backe hinhält.
"Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.“
Carl Sandburg, irrtümlich Bertolt Brecht zugeschoben

Weil Nietzsche die Moral des Christentums so vehement ablehnte, fand er die Liebe nicht, die es in sich birgt. Steiner schreibt: "Er hat deshalb die Bedeutung des Bewußtseins für die Persönlichkeit unterschätzt."

Der höchste Wert des Buches "Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit" liegt für mich darin, dass Rudolf Steiner am Ende Nietzsche durch Zarathustra sprechen lässt, "siehe, wir wissen ..., daß alle Dinge ewig wiederkehren und wir selber mit, und daß wir schon ewige Male dagewesen sind, und alle Dinge mit uns", diese Aussage aber nicht bewertet.

Nietzsche lehnte das Jenseits ab, während Steiner dafür einstand. Welche Größe zeigt Letzterer, wenn er offen lässt, was offen ist.

Ich verneige mich mit Seelenruhe vor zwei großen Geistern, die dem meinem nicht so unähnlich sind.

 Vera Seidl 

 

Cover des Buches Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? (ISBN: 9783727401015)
E

Rezension zu "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?" von Rudolf Steiner

Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten
Egonralfschradervor 4 Jahren

Ein ehrliches aber mühsames Buch das Teil des eigenen Lebens wird-bei Bemühung mit langsamen Erfolgen-nicht auf die schnelle-Es trifft den mühsamen Kern

Cover des Buches Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? (ISBN: 9783727460012)
Rabenschnabels avatar

Rezension zu "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?" von Rudolf Steiner

Ein praktischer Weg zu tiefer Erkenntnis
Rabenschnabelvor 7 Jahren

Jeder, der sich auf dieses Buch wirklich einlässt, wird nach dem Lesen nicht mehr derselbe Mensch sein. Das folgende Zitat aus dem Buch sagt kurz und pägnant, worum es geht:
„Es schlummern in jedem Menschen Fähigkeiten, durch die er sich Erkenntnisse über höhere Welten erwerben kann. Der Mystiker, der Gnostiker, der Theosoph sprachen stets von einer Seelen- und einer Geisterwelt, die für sie ebenso vorhanden sind wie diejenige, die man mit physischen Augen sehen, mit physischen Händen betasten kann. Der Zuhörer darf sich in jedem Augenblicke sagen: wovon dieser spricht, kann ich auch erfahren, wenn ich gewisse Kräfte in mir entwickele, die heute noch in mir schlummern. Es kann sich nur darum handeln, wie man es anzufangen hat, um solche Fähigkeiten in sich zu entwickeln.“

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