Rudolf Taschner Die Mathematik des Daseins - Eine kurze Geschichte der Spieltheorie

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Inhaltsangabe zu „Die Mathematik des Daseins - Eine kurze Geschichte der Spieltheorie“ von Rudolf Taschner

Das Leben ist ein Spiel, das mathematischen Regeln folgt; unsere Entscheidungen können berechnet, ihr größtmöglicher Nutzen kann für alle kalkuliert werden. Diese Idee der Spieltheorie hat im 20. Jahrhundert Wirtschafts-, Politik- und Kulturgeschichte geschrieben. Spieltheoretiker waren Berater im Kalten Krieg. Und ohne dass sie es ahnten, legten sie das Fundament für den Siegeszug des Homo oeconomicus. In seiner fulminanten Geschichte der Spieltheorie spannt Bestsellerautor Rudolf Taschner einen Bogen von der Erfindung der Wahrscheinlichkeitsrechnung im 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart der globalen Finanzmärkte. Ein Buch über die Mathematik als Sinnsuche – fesselnd wie ein Kriminalroman.

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  • Verständliche und faszinierende Erläuterung der Spieltheorie

    Die Mathematik des Daseins - Eine kurze Geschichte der Spieltheorie

    michael_lehmann-pape

    23. September 2015 um 13:13

    Verständliche und faszinierende Erläuterung der Spieltheorie Locker, verständlich und flüssig im Stil macht sich Rudolf Taschner in diesem Werk von Beginn an auf, „Spieler und Spiele“ der Spieltheorie anhand vieler Beispiele dem Leser nahe zu bringen. Schon wie er Carl Menger jr. Auf den Spuren der Lösung des „Wasser-Diamant-Problems“ auf den ersten Seiten folgt, zeigt auf, wie gut Taschner auch abstrakte Vorgänge dem Leser nahe zu bringen versteht. Eine Form, eine Vorgehensweise, die von Beginn an eine motivierende Lesehaltung vermittelt. Die Unterscheidung zur „Festlegung eines Preises“ für ein bestimmtes Gut anhand des „Grenznutzens“ dieser Güter und damit der relative Preis je nach Mangel oder Menge an Angebt des Gutes, da beginnt die dahinter liegende Spieltheorie bereits praktisch fassbar zu werden. Immer auch mit einem fast plaudernden Blick auf die Biographen der „Spieler“, der Entwickler der Spieltheorie und deren Verfeinerer führt Taschner im weiteren Verlauf der Lektüre immer weiter und tiefer in die mathematischen Dimensionen „des Daseins“ ein, benennt immer wieder für konkrete Probleme „Spieler und Spielzüge“ und zeigt die Lösungen durch die Spieltheorie von durchaus teils ganz praktischen, alltäglichen Situationen auf. Durch die Einbeziehung des „Nutzwertes“ konkreter Entscheidungen in konkreten Situationen lassen sich umgehend auch in komplexen Systemen Wahrscheinlichkeiten errechnen (auch bei Sherlock Holmes und seinem Gegenspieler Moriarty oder bei einem Pokerspiel nur mit zwei Karten inklusive der Einberechnung der Wahrscheinlichkeit eines Bluffs). Wie komplex dann aber selbst einfach klingende Aufgaben in der Berechnung werden können, welche graphischen Darstellungen und Formeln aus zwei Pokerkarten und der Möglichkeit eines Bluffs werden, das ist durchaus faszinierend und mit der Notwendigkeit einer hohen Konzentration verbunden im Buch zu lesen. Bekannte Figuren der Wahrscheinlichkeitsrechnung und damit der Spieltheorie nutzt Taschner dabei je als Anknüpfungspunkt, um im locker dialogischen Stil je konkrete Erkenntnisse und Problemstellungen vor Augen zu führen und die Lösung zu präsentieren. Nicht alles dabei ist im Leben vollends berechenbar, aber die „Maximin-Regel“, dass der Punkt höchster Wahrscheinlichkeit für die erfolgreiche Lösung eines Problems, eines Gewinns, einer Situation berechenbar ist, zeigt deutlich auf, dass diese mathematische Theorie tatsächlich das Leben abbildet und für die Lebenspraxis (auch auf gesellschaftlicher Ebene) wesentliche Impulse enthält. Eine anregende und verständliche Darlegung der Spieltheorie, in der Taschner vielleicht zu „grenzenlos“ von einer Sicherheit der Vorhersagen ausgeht, die aber den Zweck der Erläuterung der Spieltheorie umfassend erfüllt.

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