Rudolf Trefzer I Sapori del Piemonte. Rezepte, Geschichte und Geschichten

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Inhaltsangabe zu „I Sapori del Piemonte. Rezepte, Geschichte und Geschichten“ von Rudolf Trefzer

Es ehrt den Autor Rudolf Trefzer vorzüglich, dass er in seinem überaus schicklich und schön gestalteten Buch I sapori del Piemonte. Rezepte, Geschichte und Geschichten den nicht unwesentlichen Hinweis unterbringt, die Küche des Piemont sei durchaus eine Küche der armen Leute, obschon cisalpine Gourmets und solche, die sich dafür halten, die piemontesische Küche mit der weißen Trüffel in Verbindung bringen. Unsinn ist das. Und dem Reichtum der Küche tut man Unrecht an.
Trefzer führt eine feine Feder und weiß genussreich zu erzählen. Das ist viel für einen gastronomischen Autor, der sich die Mühe nimmt, eine italienische Region nicht nur im Stile der Reiseschriftstellerei zu beschreiben, sondern den Leser auch noch mit Rezepten zu beglücken, auf die man freilich ein Auge hätte werfen dürfen: So meint es Trefzer tatsächlich gut mit den Lesern, wenn er für vier bis sechs Personen Risotto gleich 400 Gramm Reis im Rezept aufführt -- und wer schon einmal Risotto in allen denkbaren Variationen gekocht hat, wird nach dieser Menge Reis keinen Bissen mehr verschlingen können. Da hat er sich noch an den Landarbeiterportionen des frühen 20. Jahrhunderts orientiert, und nicht an uns Bleichgesichtern, vor flimmernden Bildschirmen mit gekrümmten Rücken sitzend.
Nun, sein Buch ist aufgebaut wie ein traditionelles piemontesisches Essen -- allerdings über mehrere Gänge verteilt und ziemlich sättigend: Man spürt des Autors Liebe zur piemontesischen Küche auf jeder Zeile, und das ist schon mal viel Wert: Hier hat einer mit Lust und kenntnisreich über eine Region Italiens geschrieben und dabei viel Herzblut unter die Tinte gemischt, so dass man zuviel davon nicht auf einmal lesen kann -- weil einem schon nach zehn Zeilen der Mund wässerig wird. Wer vom Zauber der piemontesischen Küche nicht lassen kann und zu Ende lesen muss, dem helfen die Adressen im Anhang weiter. Und für einen Besuch des Piemonts gibt es wohl keine schönere Zeit als den Monat November, wenn der Nebel um die Hügel schleicht und man es sich abends in einer Kneipe womöglich mit Kaminofen gemütlich machen kann. Zum irdischen Glück fehlen dann nur weiße Trüffel, die über den Risotto gehobelt werden und wie Schneeflocken im dampfenden Teller zu schmelzen beginnen. --Carlo Bernasconi
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