Rudolf Vrba

 5 Sterne bei 7 Bewertungen

Alle Bücher von Rudolf Vrba

Als Kanada in Auschwitz lag

Als Kanada in Auschwitz lag

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Erschienen am 01.01.1999
Ich kann nicht vergeben

Ich kann nicht vergeben

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Erschienen am 13.01.2015
Ich kann nicht vergeben

Ich kann nicht vergeben

 (2)
Erschienen am 02.11.2017

Neue Rezensionen zu Rudolf Vrba

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Rezension zu "Ich kann nicht vergeben" von Rudolf Vrba

'Doch an jenem Juniabend glaubte ich daran und fasste neuen Mut.‘
sabatayn76vor 10 Stunden

‚Arbeit macht frei. Bald sollte diese Inschrift uns alle verhöhnen wie ein makaberer Aprilscherz. Doch an jenem Juniabend glaubte ich daran und fasste neuen Mut.‘ (Track 65)

Rudolf Vrba war 17 Jahre alt, als er seine slowakische Heimat verließ und schließlich nach Auschwitz deportiert wurde.

In ‚Ich kann nicht vergeben‘ erzählt er vom Alltag im Konzentrationslager Auschwitz I (Stammlager) und später in Auschwitz II-Birkenau, berichtet minuziös vom täglichen Überlebenskampf, von Freundschaft und Liebe, von Verrat und Verlust, von Krankheit und Tod, von Hunger und schwerer Arbeit, von der Untergrundbewegung und von seiner Flucht aus Auschwitz.

Durch die detaillierten Beschreibungen des Lebens im KZ ist der Leser beinahe mit vor Ort, was das Hörbuch gespenstisch, aber auch wertvoll und wichtig macht. Vrba erzählt oft auf fast lapidare Weise von extremer Gewalt und Grausamkeit, die er beobachtet, von der er gehört bzw. die er selbst erlebt hat, erwähnt diese beinahe beiläufig, was das Gehörte noch bewegender macht und was so typisch ist für die emotionale Abstumpfung, die bei schweren Traumata häufig auftritt, fürs Überleben so wichtig und für die Verarbeitung des Traumas so schwierig ist.

Zwar empfand ich das Hörbuch, das von Peter Bieringer ansprechend, mit angenehmer Stimme und mit passender Intonation exzellent gelesen wird, aufgrund der behandelten Thematik und der detailgetreuen Erzählweise als sehr düster und unheilvoll, aber Vrba berichtet auch von Hoffnung, von seinem starken Überlebenswillen, von Unterstützung, Freundschaft und Milde, was das (Hör-) Buch zu einem komplexen Augenzeugenbericht macht.

Vrba studierte nach dem Zweiten Weltkrieg Chemie und Biochemie in Prag, emigrierte nach Israel, lebte seit Mitte der 1970er Jahre in Kanada und starb 2006 an einer Krebserkrankung.

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Rezension zu "Ich kann nicht vergeben: Meine Flucht aus Auschwitz" von Rudolf Vrba

Rezension zu "Ich kann nicht vergeben: Meine Flucht aus Auschwitz" von Rudolf Vrba
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Schon im Jahr 1963, als in Deutschland der erste Auschwitz-Prozess begann und es noch vollkommen unklar war, wie er ausgehen würde, da wurde dieses hier neu auflegte Buch schon in England publiziert. Es ist der autobiographische Bericht von Rudolf Vrba, eines Slowaken, der mit siebzehn Jahren als Gefangener nach Auschwitz kam und dort überlebte.

Selten hat man eindrücklicher das System der Lagerhaft und der KZ`s in einem persönlichen Bericht eines Überlebenden beschrieben gelesen. Vrba dokumentiert auf bewegende Art, wie er immer wieder sich schützen konnte vor der willkürlichen Gewalt der Kapos und auch durch die Flexibilität seiner Jugend überlebte. Mehr noch: er schaffte es als einer von nur wenigen Häftlingen, zusammen mit seinem Freund Alfred Metzler, aus Auschwitz zu fliehen.

Zusammen mit ihm veröffentlichte er ein Dokument, durch das es gelang, die letzte geplante Vernichtungsaktion der Nazis, die Vernichtung der ungarischen Juden zu verhindern und rettete damit mehr als hunderttausend Menschen das Leben. Vrba schreibt spannend, macht das System der Lager auf eine bedrückende Weise anschaulich. Mit seinen Aussagen im schon erwähnten Frankfurter Auschwitzprozess konnte er nicht unwesentlich zur Verurteilung der Täter beitragen. Als 1964 bei Rütting und Loening dieses Buch zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht, war die Zeit für eine wirkliche Rezeption noch nicht reif. Vielleicht ist sie es heute, vier Jahre nach seinem Tod.

Rudolf Vrbas Buch wird ein wichtiges Dokument über das Vernichtungssystem Auschwitz bleiben für alle Zeit.

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