Rudolf Vrba

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Lebenslauf von Rudolf Vrba

Rudolf Vrba wurde 1924 im slowakischen Topol’čany geboren. Mit siebzehn Jahren versuchte er, sich der »Aussiedlung« in deutsche »Arbeitslager« durch Flucht nach England zu entziehen. An der Grenze zu Ungarn verhaftet, wurde Vrba über die Lager Nováky und Majdanek nach Auschwitz gebracht. Als Häftling Nr. 44070 war er dort fast zwei Jahre inhaftiert. Nach dem Krieg studierte Vrba in Prag und gelangte über Israel und England nach Kanada, wo er 2006 starb. Ich kann nicht vergeben, erstmals 1963 in England veröffentlicht, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Rudolf Vrba

Cover des Buches Als Kanada in Auschwitz lag (ISBN:9783492226943)

Als Kanada in Auschwitz lag

 (1)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Ich kann nicht vergeben (ISBN:9783868474206)

Ich kann nicht vergeben

 (2)
Erschienen am 02.11.2017

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Rezension zu "Ich kann nicht vergeben" von Rudolf Vrba

'Doch an jenem Juniabend glaubte ich daran und fasste neuen Mut.‘
sabatayn76vor einem Jahr

‚Arbeit macht frei. Bald sollte diese Inschrift uns alle verhöhnen wie ein makaberer Aprilscherz. Doch an jenem Juniabend glaubte ich daran und fasste neuen Mut.‘ (Track 65)

Rudolf Vrba war 17 Jahre alt, als er seine slowakische Heimat verließ und schließlich nach Auschwitz deportiert wurde.

In ‚Ich kann nicht vergeben‘ erzählt er vom Alltag im Konzentrationslager Auschwitz I (Stammlager) und später in Auschwitz II-Birkenau, berichtet minuziös vom täglichen Überlebenskampf, von Freundschaft und Liebe, von Verrat und Verlust, von Krankheit und Tod, von Hunger und schwerer Arbeit, von der Untergrundbewegung und von seiner Flucht aus Auschwitz.

Durch die detaillierten Beschreibungen des Lebens im KZ ist der Leser beinahe mit vor Ort, was das Hörbuch gespenstisch, aber auch wertvoll und wichtig macht. Vrba erzählt oft auf fast lapidare Weise von extremer Gewalt und Grausamkeit, die er beobachtet, von der er gehört bzw. die er selbst erlebt hat, erwähnt diese beinahe beiläufig, was das Gehörte noch bewegender macht und was so typisch ist für die emotionale Abstumpfung, die bei schweren Traumata häufig auftritt, fürs Überleben so wichtig und für die Verarbeitung des Traumas so schwierig ist.

Zwar empfand ich das Hörbuch, das von Peter Bieringer ansprechend, mit angenehmer Stimme und mit passender Intonation exzellent gelesen wird, aufgrund der behandelten Thematik und der detailgetreuen Erzählweise als sehr düster und unheilvoll, aber Vrba berichtet auch von Hoffnung, von seinem starken Überlebenswillen, von Unterstützung, Freundschaft und Milde, was das (Hör-) Buch zu einem komplexen Augenzeugenbericht macht.

Vrba studierte nach dem Zweiten Weltkrieg Chemie und Biochemie in Prag, emigrierte nach Israel, lebte seit Mitte der 1970er Jahre in Kanada und starb 2006 an einer Krebserkrankung.

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