Rudolph Wurlitzer Zebulon

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Inhaltsangabe zu „Zebulon“ von Rudolph Wurlitzer

Tot oder lebendig? Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts: Nachdem er im Kampf um eine Frau den Pferdedieb Lobo Bill erschossen hat, verlässt der abgebrannte Trapper und Fellhändler Zebulon Shook seine Hütte am Gila-Fluss in New Mexico und zieht Richtung Westen. Sein Weg führt ihn durch ein Land von wilder Schönheit, wo keine Gesetze gelten. Mit einer Kugel im Herzen reitet er dem letzten Sonnenuntergang entgegen.

Verwirrung pur, seltsamer Schreibstil, Logiklücken und sehr derbe Geschichte, nicht mein Fall...

— Maiximaix

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    Zebulon

    RobertPreis

    30. March 2013 um 10:49

    Die abenteuerliche Reise des Zebulon Shook durch die Welt der Goldsucher und Vertreter der Lynchjustiz gerät alsbald zur allzu platten Aneinanderreihung ähnlicher Erlebnisse. Es wird gespielt, gesofffen und geschossen. Dass Zebulon auf der Suche nach sich selbst ist, nicht weiß, ob er tot ist oder lebt, macht das ganze auch nicht viel spannender. Die Figur entwickelt sich kaum. Der Plot auch nicht. Schade eigentlich, ich hab mir mehr erwartet. Lediglich der Wilde Westen hat als Handlungsort wieder einmal gut getan.

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    Taya

    14. November 2012 um 19:49

    Rudolph Wurlitzer - Zebulon Gebundene Ausgabe: 304 Seiten Verlag: Residenz Verlag; Auflage: 1. (25. September 2012) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3701715963 ISBN-13: 978-3701715961 Preis: 22,90 € Klappentext/ Buchrücken: Zebulon Shook heißt der Held dieses Western ohne Helden: Nachdem er Lobo Bill im Kampf um eine Frau, halb Irin, halb Indianerin, erschießt, verlässt der abgebrannte Trapper und Fellhändler seine Hütte am Gila-Fluss in New Mexico und zieht Richtung Westen. Sein Weg führt ihn durch ein Land, wo kein Gesetz herrscht und Amerika noch nicht begonnen hat. In einem Bordell trifft er seinen Stiefbruder Hatchet Jack wieder, verliert beim Poker gegen die trickreiche und schöne Hure Delilah, fängt sich eine Kugel ein, und als er tags darauf erwacht, weiß er nicht, ob er noch lebt oder nur ein Geist ist unter Geistern. Auf der Suche nach seinem Vater macht er sich auf nach Kalifornien, wo der Goldrausch Exzesse von Gier und Gewalt feiert, trifft in einer Opiumhöhle Delilah wieder und wird als notorischer Outlaw von den Kräften von Recht und Ordnung gejagt. Schließlich stößt er an die letzte Grenze, wo die Welt endet und etwas anderes beginnt. Inhalt und Meinung: Ja.. worum geht es in dem Buch? Es ist die Geschichte von Zebulon und seinen REisen durch das Land und das, was er erlebt. Er trifft die verschiedensten Leute und macht auch einiges durch. DAzu kommt, dass er mit einem Fluch belegt ist, heißt, er kann nicht sterben, wandelt zwischen den Welten. Es war wirklich spassig und interessant zu lesen, auch wenn ich anfangs immer wieder ein wenig verwirrt war, da am Anfang ziemlich eilig geschrieben wurde. So kam es mir zumindest vor. Trotzdem finde ich den Schreibstil angenehm und auch die Story, die Rudolph Wurlitzer sich da ausgedacht hat, wirklich interessant. Ich finde es wirklich schwer, das Buch inhaltlich zusammenzufassen, ohne etwas zu verraten. Aber alle Charaktere die auftauchen, habe ich irgendwie ins Herzgeschlossen. Ob Ivan, Delilah, Zebulon oder Hatchet (der "Bruder" von Zebulon). Oder Zebulons Eltern. Sie alle sind was eigenes und irgendwie besonderes. Fazit: Wer gern in die Richtung von Reisen und ihren alten Geschichten liest, ein wenig Western mag, der sollte das Buch lesen. Von mir bekommt es auf jeden Fall 4 von 5 Sternen. ^^

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    VeroNefas

    Inhalt: Zebulon Shook, der Mann aus den Bergen, ist für den Tod der Halb-Shoshonin, Halb-Irin ‘Nicht-hier-nicht-da’ verantwortlich. Aus Rache verflucht sie ihn kurz vor ihrem Ableben, und von da an wandert der gesetzlose Mountainman, an der Grenze zwischen Leben und Tod, durch ein tristes und sprödes, dem Goldrausch verfallenes, Amerika, taumelt von einer Schießerei zur Nächsten, Poker hoch, gewinnt viel, verliert alles. Immer auf der Jagd nach und gleichzeitig auf der Flucht vor sich selbst, feiert er einen Exzess nach dem anderen, fängt sich eine Kugel ein und steht wieder auf, weiß nicht, ob er noch lebt oder längst ein Geist ist. Auf seinem Weg wird er von seinem Halbruder Hatchet Jack und der schönen Hure Deliah begleitet, die ihn verraten, verkaufen und wieder retten. Zebulon lebt immer am Limit, immer mit der Waffe im Anschlag und ist zu allem bereit. Kritik: Es gibt Bücher die liest man in einem Rutscht, verschlingt sie geradezu und denkt am Ende nur “WOW”. Es gibt Bücher, die man nach einigen Seiten genervt zur Seite legt und besser nicht noch einmal aufschlägt und es gibt “Zebulon” – ein Buch, das man in regelmäßigen Abständen aus der Hand legen will, weil es einen in fast in den Wahnsinn treibt und es nicht schafft, weil man sich dem Sog der Geschichte einfach nicht entziehen kann. Dabei kann man nicht mal genau definieren was es ist, das einen an der Geschichte festsaugt, Seite um Seite vorwärts treibt, dazu bringt mit dem Helden, der gar kein Held ist, durch dieses unwirkliche Amerika zu reisen, zur stolpern, zu jagen … Sind es die unwirklichen Szenen, der Hauch des mystischen, die nebulösen, faszinierenden Charaktere, die unzähligen Abenteuer oder ist es der Irrsinn, der an jeder Ecke lauert? Zu Beginn erinnerte mich das Buch ein bisschen an die Samstag-Nachmittage vor dem dem Fernseher, damals in meiner Kindheit, als ich mir zusammen mit meinem Vater Western ansah: Geschichten um schießwütige Kerle, schöne Frauen, große Helden und einsame Wölfe. Aber schon bald wird klar, dass man “Zebulon” mit diesen Filmen kaum vergleichen kann, auch wenn die Art des Erzählens unweigerlich solche Bilder im Kopf des Lesers entstehen lässt, die sich fast schon zu einem Film verdichten. Rudolph Wurlitzer schreibt mit einer solchen Intensität, dass man die Geschichte fast fühlen, riechen und schmecken kann. Somit ist dieses Buch nicht nur von der Handlung her, sondern auch sprachlich ein echtes Erlebnis. Der Stil des Autors ist zwar durchaus eigenwillig, aber sehr fesselnd, wenn man sich erstmal eingelesen hat. Da wären z.B. der leicht sarkastische Unterton, der sich durch viele Szenen des Buches zieht, die vielen unlogischen Dialoge, die einen aber nicht abschrecken oder das abtauchen in abstrakte, mystische Ebenen … Der Name der zu Beginn getöteten “Nicht-hier-nicht-da” schwebt permanent über der Story, wie ein leises Mantra und scheint dem Roman einen roten Faden zu geben, der sich konsequent durch die Seiten zieht. Man ist immer irgendwo, aber nie hier und nie da. “>>Weißt du wer ich bin?>Ich bin die eine, die in finsterer Nacht auf Erlösung ausgeht, die in den Träumen im inneren von Träumen gefangen ist. Weil ich meinen Weg verloren habe, bin ich die Geisel von allem, was zwischen den Welten schwebt. Dich eingeschlossen<<” (Zitat, Seite 138) Diesen Roman kann man kaum in Worte fassen. “Zebulon” ist eine Such nach sich selbst, nach dem Sinn des Lebens, nach dem Anfange und dem Ende, nach allem und noch viel mehr, nach nichts und noch weniger. Eine psychedelische Reise durch ein fast vergessenes, kaum noch vorstellbares Amerika in der Mitte des 20 Jahrhunderts, an der Seite eines wenig heldenhaften Protagonisten, der einen zugleich abstößt und unwiderstehlich anzieht. Zebulon Shook ist ein faszinierender Charakter, ein Mann, der sich durch nichts und niemanden von seinen Wünschen und Zielen abbringen lässt – schon gar nicht vom Tod. Selbst dann nicht, wenn er sein Ziel noch gar nicht kennt. Er kann warmherzig und gefühlvoll sein und nur eine Sekunde später, ohne Rücksicht auf Verluste, kalt und herzlos handeln. Er nimmt alles, wovon er denkt, dass es ihm gehört, er fragt nicht, er bittet nicht. Und trotz seines offensichtlich unsympathischen Wesen fühlt man sich mit ihm merkwürdig verbunden, leidet mit ihm, fiebert mit ihm mit, bangt um ihn und wünscht sich, ihn am Ende retten zu können. Fazit: Obwohl sich “Zebulon” mit DEM amerikanischen Thema, dem Mythos der Eroberung des (wilden)Westens, beschäftigt, spielt der Roman dennoch fernab jeder “Western- Romantik” Ohne Schönmalerei, ohne Helden, ohne Illusionen. Ohne Happy End? Es ist fraglich, ob der Roman überhaupt ein Ende hat, denn der Film läuft im Kopf noch weiter. Dieser Roman ist wie eine Zeitreise in ein längst vergessenes Amerika um 1950, ein unglaubliches, phantastisches Abenteuer auf dem Weg von Mexico nach Kalifornien. Auch wenn ich manchmal versucht war das Buch aus der Hand zu legen, oder es gar für ein paar Tage aus der Hand legen musste, um es zu verarbeiten, kam ich nicht umhin gebannt weiter zu lesen. Ich werde wohl noch den ein oder anderen Roman von Rudolph Wurlitzer in die Hand nehmen, auch wenn ich ihn auf Englisch werde lesen müssen, da “Zebulon” das bisher einzige Buch ist, das ins Deutsche übersetzt wurde. Und ich glaube auch, den Grund verstanden zu haben, warum die anderen Romane des Autors bisher nicht für den Deutschen Markt erschlossen worden sind. Ich denke, dass die Mehrheit der Leser sich auf einen solchen Roman gar nicht einlassen will, oder kann. Ich befürchte, dass es für unseren Raum in vielen Dingen “zu Amerikanisch” ist, zu abgehoben. Es bedarf schon einer Menge “Kopf abstellen”, um dieses Buch in vollen Zügen genießen zu können, um es wirklich zu erleben und zu verstehen- oder zumindest den Versuch unternehmen zu können es zu begreifen. Mit dieser Rezension habe ich über das Buch vielleicht nicht alles gesagt, was es zu sagen gibt, aber alles, was ich ihm Moment sagen kann und dennoch habe ich das Gefühl nichts gesagt zu haben. Trotz der 5 Sterne bin ich hier mit der Leseempfehlung vorsichtig. Es ist sicher kein Buch für den Mainstream, kein Buch für den Genussleser, der sich Abends berieseln lassen will, kein Buch für den Vielleser, der durch Bücher hindurch preschen will und kein Buch für den Wenigleser, der sich schon mit einem Groschenroman überfordert fühlt. Aber es ist ein Buch für alle, die offen sind etwas Neues zu wagen, sich auf diese hypnotische Reise und Zebulon Shook einzulassen.

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    Maus71

    04. November 2012 um 19:17

    Leider nicht mein Buch, deswegen kurz vor Ende abgebrochen. :-(

  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    Stephan M. Rother

    03. November 2012 um 15:44

    Zwielicht, das aus jeder Seite spricht. Leben oder Tod, Ort und Zeit, nichts ist verbindlich - am allerwenigsten die persönliche Identität.
    "Quién es?"
    Zebulon Shook ist ein Bastian Balthasar Bux in einem Wilden Westen, wie es ihn niemals gegeben hat, ausgenommen in Zelluloid gewordenen Träumen.

  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    Tru1307

    30. October 2012 um 23:38

    PENG! Schon beim Aufschlagen von Zebulon weiß der Leser, dass er ein ganz spezielles Buch vor sich hat, denn auf der fünften Seite findet sich tatsächlich ein Einschussloch. Oha, ein Western, dachte ich und war echt gespannt. Meine Western-Erfahrungen beschränken sich nämlich auf Winnetou und Spiel mir das Lied vom Tod. Auf meinem Blog ist dies die erste Rezension zu einem Western. Und was soll ich sagen? Ich denke, in den nächsten Monaten könnte der eine oder andere Western hinzukommen. Ich bin nämlich jetzt "angefixt", da Zebulon mir gut gefallen hat. Zebulon spielt zur Zeit des Goldrauschs. Der Pelzhandel liegt wegen eben diesem am Boden, so dass Zebulon Shook sich eine neue Beschäftigung suchen muss. Auf den Weg, den er beschreitet, darf der Leser ihn begleiten und so manches Abenteuer überstehen. Der Handlung kann man sehr gut folgen und eigentlich könnte das Buch genauso gut ein Film sein, denn die Geschichte ist so gut beschrieben, dass man die Handlung direkt vor Augen hat. Nicht immer bleibt es spannend - es gibt durchaus auch Hänger, aber danach folgen immer tolle Szenen, in denen richtig die Post abgeht und die für die Längen entschädigen. Alle Fäden laufen am Ende zusammen und es bleiben keine Fragen offen. Namensgeber des Romans ist Zebulon Shook. Er ist natürlich auch ein ganz harter Hund, so wie es sich in einem Western wohl gehört. Unzählige Narben und Pfeilwunden zeugen davon, dass er schon viele Abenteuer im Wilden Western überstanden hat. Und tatsächlich: Über das Buch hinweg betont er mehrfach, was er schon für Erfolge vorzuweisen hat. Ob das Bankraub, Viehdiebstahl, Pokern oder Mord ist - er hat alles schon erlebt und immer wieder schafft er es sich in neue prekäre Situationen zu bringen. Im Laufe der Geschichte trifft Zebulon eine Menge Menschen, einige davon auch öfter und so mancher wird auch eine Zeit lang zum Weggefährten. Ein Beispiel ist Delilah, die nie wirklich einzuschätzen ist und der Zebulon bald verfällt. Immer wieder treffen sie aufeinander, (obwohl sich ihre Wege genauso oft trennen), so als wäre es Schicksal. Mir hat die Verbindung zwischen den Beiden gut gefallen, da Zebulon immer irgendwie in größere Probleme gerät, wenn er Delilah begegnet. Aber neben Delilah und Zebulon Shook wimmelt es in Zebulon von interessanten Charakteren, die ecken und Kanten haben. Ich mochte so manchen Weggefährten sehr und hätte mir gewünscht, dass sie noch ein wenig öfter auftauchen. Sprachlich ist das Buch wunderbar. Immer wieder findet man Weisheiten, die man in einem Western so gar nicht erwartet hätte. Das Buch lässt sich gut lesen, da der Autor genau die richtige Menge an Details hinzugibt. Man kann also ganz in die Zeit des Goldrauchs eintauchen, wird aber nicht von zu vielen Informationen überschwemmt. Zur "Auflockerung" gibt es immer wieder kurze Lieder, die von den Charakteren gesungen werden und einen näheren Einblick in das jeweilige Seelenleben geben. Auf Grund der Perspektive wird man sonst mit keinem Charakter direkt warm. Man ist ein stiller Beobachter, was ich aber nicht für weiter schlimm finde. Ein Western muss meiner Meinung nach hart und kalt sein und da passt die Perspektive einfach perfekt. Bewertung Zebulon ist ein Buch, dass man nicht so eben mal weg liest. Als Schnelleser musste ich mich oft bremsen und das Buch ganz bewusst langsam lesen, denn der Spaß steckt hier im Detail. Komplexe, undurchsichtige Charaktere und ein gelungener Stil sorgend afür, dass man in den Wilden Westen eintauchen kann. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der gerne außergewöhnliche Geschichten liest.

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    Blog_of_Books

    29. October 2012 um 13:08

    Inhalt: Ist Zebulon Shook ein Geist, lebt er noch oder hat er womöglich niemals existiert? Tatsache ist, egal welche der drei Möglichkeiten zutrifft, er ist wahrlich kein Held und kann sich nicht mit Lorbeeren schmücken. Schläft mit den Frauen anderer Männer, trinkt mehr als gut für ihn wäre und zieht auch noch einen Fluch auf sich – wer kann da mithalten? Kein Wunder, dass er im ganzen Lande gesucht wird. Auch mit der Liebe hat er es nicht so, womöglich ist jedoch der Fluch daran Schuld. Wer weiß das schon? Meine Meinung: Einigen mag die Zusammenfassung des Buches rätselhaft erscheinen und nur wenig aufschlussreich. Doch tatsächlich spiegelt dies den Inhalt von “Zebulon” sehr gut wider. Denn dies ist keine einfache Geschichte und noch weniger ist sie zu verstehen. Als Leser schlängelt man sich von einem Abschnitt zum nächsten, ohne überhaupt zu wissen worum es eigentlich geht. Tatsache ist allerdings, das Buch dreht sich um Zebulon Shook! Dieser Held (der eigentlich überhaupt kein Held ist, eher ein Looser) schafft es bereits nach den ersten Seiten absolut unsympathisch zu werden. Nachdem er zuvor sehr gastfreundlich wirkte, da er während eines Schneesturms einem Trapper und seiner Geliebten Unterschlupf gewährte, wendet sich das Blatt doch sehr rasant. Plötzlich “vögelt” er die vergebene Frau, wird von dem Mann erwischt, bringt diesen um und wird daraufhin von der Frau verflucht, die dann ebenfalls stirbt. Und dies passiert alles in genau 6 Seiten! Jetzt mag der ein oder andere denken: “Was für ein toller Anfang, da verspricht das Buch doch sehr wild zu werden!” Ich nehme euch die Illusion direkt und kann euch versprechen, dass dies tatsächlich nur die ersten sechs Seiten waren. Danach könnt ihr “Zebulon” getrost wieder ins Regal stellen und werdet weder Zeit verschwendet haben, noch werdet ihr beim Lesen etwas verpasst haben. Die darauffolgenden (fast 300!) Seiten füllen sich mit Inhalt, die man nach spätestens fünf Minuten wieder vergessen hat oder die man niemals verstanden hat. Zebulon Shook reist wahllos durch die Gegend, auf der Suche nach einer Frau, nach Geld und nach sich selbst. Keines dieser Dinge findet er, am wenigsten sich. Und dabei steht die ganze Zeit die Frage im Raum: “Lebt Zebulon überhaupt noch oder ist er schon tot?” Es hätte mich daher auch nicht gewundert, wenn am Ende des Buches gestanden hätte, dass Zebulon alles nur geträumt hat. Das wäre wahrscheinlich sogar noch das Beste an dem Buch gewesen und hätte auch erklärt, warum der gesamte Inhalt ziemlich wirr ist. Träume sind eben nicht ganz realistisch. Fazit: Den Kauf dieses Buches kann man sich getrost sparen, denn überteuert ist es auch noch. Wäre die Handlung wenigstens einigermaßen verständlich, wäre es vielleicht sein Geld wert. Selten habe ich so ein schlechtes Buch gelesen!

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    Nirena

    27. October 2012 um 11:22

    Bevor ich zum Inhaltlichen komme, möchte ich die Optik würdigen, wie sie es verdient. Denn die Gestaltung des Buches und des Schutzumschlags zeigen, dass sich dort jemand wirklich Gedanken gemacht hat - man bekommt direkt diesen "Westerneindruck" und der trügt wahrlich nicht. Der Schutzumschlag ist aus dickem Papier, das sich auch anfühlt wie Papier und direkt an die Fahndungsplakate aus den alten Western erinnert. Das Titelbild zeigt einen Mann im langen schwarzen Mantel mit Hut auf dem Kopf, der unter dem Schriftzug "Zebulon" einsam die Straße entlanggeht und wohin sein Weg ihn führt, ist nicht erkennbar. Der Roman ist aus einer Idee für ein Drehbuch entstanden, habe ich gelesen, und das erklärt so manches. Denn viele Dinge, die mich beim Lesen etwas verwirrt und teilweise gestört haben, würden in einem Film möglicherweise anders wirken. Zebulon Shook, ein sog. Mountain-Man, der seine eigene Auffassung von richtig und falsch hat, der erst schießt und dann spricht, der so rauh ist wie das Leben in den Bergen - unser Hauptprotagonist ist wahrlich kein Unschuldsengel. Von einem Halbblut zum Leben zwischen den Welten verflucht, irrt er durch Amerika, auf der Flucht vor sich selbst, so scheint es. Als er Delilah kennenlernt, hat er seine Nemesis gefunden - genauso verloren wie er, ist sie auf der Suche und weiß eigentlich nicht, wonach. Zebulon folgt ihr oder sie folgt ihm oder sie folgen einander - wer weiß das schon so genau....von Mexiko bis hin nach Kalifornien, wo gerade Millionen dem Goldrausch erliegen und darüber hinaus... An sich ist das eine interessante Geschichte, für meinen Geschmack bleibt allerdings zuviel ungesagt, nur angedeutet, im Nebel verschwommen - immer wieder taucht ein Hauch Mystik auf und verschwindet wieder, wir erleben Deja-vu's, die mit Saloons, Kugeln und dem Aufwachen in Abwassergräben zu tun haben - wir erfahren einiges, aber vieles eben auch nicht. Bis auf wenige Ausnahmen bleibt im Dunkeln, was die Protagonisten bewegt, weshalb sie sich verhalten, wie sie sich verhalten, was sie fühlen, denkenn und planen - das hat für mich das Lesen mitunter anstrengend und frustrierend gemacht - dennoch wollte ich das Ende nicht verpassen.

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    Nik75

    26. October 2012 um 18:08

    Heute stelle ich euch das Buch „Zebulon“ von Rudolph Wurlitzer vor. In Zebulon geht es um einen Art Cowboy, Mountain Man oder wie auch immer man diesen Mann namens Zebulon Shook nennen will. Er lebt in Amerika in der Zeit des Goldrausches und wird steckbrieflich gesucht, für Verbrechen die er begangen hat oder auch nicht. Er lebt immer an der Grenze zwischen Leben und Tod. Meine Meinung: Dieses Buch ist ganz schwer zu beschreiben. Es liest sich wie ein Western und doch nicht. Man weiß nicht ob was wahres dran ist an der Geschichte oder nicht. Lebt Zebulon wirklich oder ist er nur ein Geist? Der Text war einfach zu verstehen und dann hatte ich doch wieder Zweifel ob ich die Geschichte kapiert hatte. Ich wollte das Buch irgendwann abbrechen, konnte es aber nicht, denn irgendwie hat es mich doch in den Bann gezogen und ich wollte mehr von Zebulons Leben erfahren. Zebulon wird ja steckbrieflich für viele Taten, die er angeblich begangen hat gesucht. Andererseits kommt er mir wie ein Menschenfreund vor, der anderen hilft. Ich werde aus ihm nicht ganz schlau und habe nicht rausgefunden was für ein Mann er wirklich war. Er wurde verflucht und hat somit ein Leben zwischen Leben und Tod geführt. Er war auf alle Fälle in viele Schießereien verwickelt. Meist weil er Karten gespielt hat und irgendwer am Kartentisch betrog. Diese Szene kam des Öfteren vor und ich hatte dabei immer wieder ein deja vu Gefühl, denn nach so einer Schießerei landete Zebulon immer wieder halbtot im Graben. Es war ein Buch in dem viele Grausamkeiten des Lebens vorkamen, wie Mord und Todschlag, Diebstähle, Hurerei, Sklaverei und Verrat. Es war ein Buch darüber wie gesetzlos es in der Zeit des Goldrausches zuging und wie himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt alles war. Es war eine Zeit in der ich nicht leben hätte wollen und die glaube ich niemand missen wird. Der Autor hat hier ein Buch geschrieben, das einem abstößt und doch in seinem Bann zieht. Es ist eine ungewöhnliche und grausame Geschichte von einem ungewöhnlichen Mann. Von mir bekommt der Roman 3,5 Sterne.

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    ina_kzeptabel

    24. October 2012 um 20:48

    "Delilah, Hatchet Jack, gefangen zwischen den Welten? Egal. Und egal auch, was seine Mutter, sein Vater oder irgendwer sonst gesagt oder gedacht oder getan hatte. Von jetzt an würde jede Hölle, die auf ihn wartete, eine sein, die er sich selbst ausgesucht hatte." (S. 119, f.) Die Story: Zebulon Shook ist kein gewöhnlicher Cowboy. Er selbst würde sich wohl eher als Trapper bezeichnen, ist er doch in den Bergen groß geworden. Dort lebte er mit seinen Eltern und seinem Ziehbruder Hatchet Jack, einem Halbblut den sein Vater beim Pokerspiel gewonnen hat. Die beiden wachsen zwar zusammen auf, dennoch bezeichnen sie sich nicht als Brüder. Nachdem Zebulon eines Tages sein zu Hause einfach verlässt, beginnt sein Leben als Verbrecher und Gesuchter. Doch allein ist er nie wirklich, auf seinen Reisen begegnet ihm nicht nur immer wieder Hatchet Jack, sondern auch die mystische Delilah und ihr Ehemann Graf Ivan Baranofsky. Ich hab mir zur Vereinfachung eine Zeitlinie gebastelt - die folgende Grafik beinhaltet Spoiler!! Der Stil: Eigen. Durch und durch eigen. Ich werde mal versuchen auf die verschiedenen Themen einzugehen, ohne dabei zu viel zu verraten. Vorweg: die Geschichte wird von einem Er-Erzähler "berichtet" und hat eine gute Aufteilung was Absätze und Kapitellänge angeht. Wie der Klappentext schon verrät, geht es bei Zebulon vor allem um das Mythische. Die Geschichte spielt zur Beginn der großen Goldsuche in Amerika, dementsprechend finden sich immer wieder Indianer im Buch. Einer von ihnen ist Plaxico, ein quasi stetiger Begleiter. Er versucht Zebulon und die anderen den richtigen Weg zu weisen oder es ihnen zumindest so erscheinen zu lassen. Dabei kommen verschiedene Rituale, Sprachgesänge und Drogen zum Einsatz. Alleine diese Passagen sind schon höchst interessant zu lesen. Sie erinnern mich immer an das typische Indianerbild, das man aus Filmen kennt (nur ohne den Kopfschmuck). Was aber garnicht typisch erscheint, sind die Cowboys. Denn diese gibt es so garnicht, jedenfalls nicht in dem Buch. Saloons und leichte Mädchen, Alkohol und Kartenspiele - diese Dinge bestimmen scheinbar, mal vom Goldrausch abgesehen, das Leben der Menschen. Es gibt kein Gut oder Böse, sondern fast nur das Böse. Selbst die Gesetzeshüter haben eine negative Aura. Dennoch hat der Autor es geschafft, alles sehr glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die Charaktere, so böse sie auch sein mögen, sind in sich schlüssig und man kann (fast immer) nachvollziehen, was in den jeweiligen Köpfen vor sich geht. Eine Ausnahme macht da Delilah. Doch was wäre eine Frau ohne Geheimnisse ;) Ein besonderes Element sind die vielen Lieder, die von Delilah vorgetragen werden. Diese sind fast ausschließlich auf Englisch und bleiben ohne Übersetzung. Dennoch ist es wichtig diese nicht einfach zu überfliegen, tragen sie doch immer einen guten Teil zur Geschichte bei. Zu den Charakteren wollte ich erst noch etwas schreiben, habe mich nun aber doch dagegen entschieden. Nicht das es unmöglich ist, aber ich würde damit einfach viel zu viel vorwegnehmen, und das möchte ich einfach nicht. Wer sich auf das Buch einlassen möchte, sollte offen sein - für alles! Mein Fazit: Ein psychedelischer Western. Das trifft zu fast 100% auf das Buch zu. Oft habe ich mich beim Lesen gefragt, ob die damalige Zeit wirklich voller Aberglaube steckte und Das Buch ist einfach so eigen, das ich garnicht richtig weiß wie ein Fazit ziehen oder es bewerten soll. Nach meinem eigenen Maßstab tendiere ich zwischen zwei bis fünf Legomännchen. Denn einerseits bin ich total begeistert und dann aber auch wieder so verwirrt durch das Gelesene... Da sich aber jeder selbst ein Bild machen muss (und das geht bei diesem Buch wirklich nicht anders), kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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  • Rezension zu "Zebulon" von Rudolph Wurlitzer

    Zebulon

    LightningAres

    22. October 2012 um 17:02

    Inhalt: Zebulon lebt zu Zeiten des Goldrausches. Tausende strömen in Richtung der Westküste, um dort ihr großes Glück zu machen. Aber Zebulon lebt nur für den Moment, ohne einen wirklichen Plan. Er reist hin und her, ohne ein Ziel zu kennen. Er weiß nichts, ist er schon tot oder doch lebendig? Wichtig sind ihm nur der Alkohol, Wetten und Frauen. Doch durch die ein oder andere Prügelei wird er bald zum meist gesuchten Mann und muss aufpassen was er tut. Am wichtigsten aber ist von nun an die Frage, wem er trauen kann - doch wer ist er selbst? Was ist das Ziel seiner Reise? Sprache: Der Schreibstil des Autors gefällt mir ziemlich gut. Das liegt zum einen daran, dass er sich sehr flüssig lesen lässt, da die Wortwahl meist eher schlicht und einfach ist. Zum anderen ist der Schreibstil aber auch beschreibend, was den Leser perfekt in die Welt des Zebulon Shook eintauchen lässt. Man kann sich die Umgebung und die Atmosphäre dadurch richtig gut vorstellen. Wenn man derart in eine "Welt" einsinken kann, macht das Lesen unheimlich viel Spaß. Insbesondere die Darstellung der eher düsteren und grausamen Umständen gefällt mir sehr gut! Etwas ganz besonderes sind aber auch die Lieder, die zwischendurch gesungen werden. Sie spiegeln die Gefühle oder die Situation einer Person wieder und kommen einem inneren Monolog recht nahe. Ich finde dies so schön, weil der Leser dadurch die Distanz zu den Figuren aufgibt und sich besser mit ihnen identifizieren kann. Charaktere: Obwohl man sich schnell mit einigen Charakteren identifizieren kann oder zumindest ihre Gefühle nachvollziehen kann, gibt es Figuren, die es einem zunächst nicht so einfach machen. Zebulon ist zum Beispiel sehr komplex gestaltet und durch seine erfundenen Erlebnisse sehr schwer zu durchschauen. Hier dauert es dann schon etwas länger, die Figur richtig zu erfassen. Aber eben dieser geheimnisvolle Aspekt hat mich fasziniert: Man konnte nie wirklich voraussagen, was er als nächstes tun würde. Ich finde es richtig toll, mal wieder ein Buch zu haben, das viele Überraschungen bietet! Bei den anderen Charakteren ist es so, dass Nebencharaktere natürlich nicht zu detailliert beschrieben werden, weil es die Geschichte ausbremsen würde. Allerdings muss ich hier noch erwähnen, dass mir die Vielfalt der Charaktere sehr gut gefällt - dadurch kann man sich die Gesellschaft des Goldrausches sehr gut vorstellen. Eine wichtige Sache hierbei ist zum Beispiel die Rolle der Frau, welche in dem Buch auch sehr deutlich wird. Handlung: Es dauert ein wenig bis die Handlung endlich ins Rollen kommt. Das hat aber auch seine Gründe, denn zunächst muss man sich an Zebulons Lebensstil gewöhnen. Aber der Autor macht es dem Leser zum Glück einfach! Man findet sich also schnell in der Welt des Goldrausches zurecht und kann sich dann ganz auf die Geschehnisse konzentrieren, ohne dass irgendwelche Fragen auftreten. Generell ist es auch so, dass die Handlung absolut schlüssig ist, was mir sehr wichtig ist. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch, dass sehr viele Weisheiten in dem Buch versteckt sind. Es hat mir persönlich sehr viel Freude bereitet sie zu lesen! Das einzige Problem des Buches ist, dass die Spannung immer wieder nachlässt. Zwischendurch kommen dann zwar trotzdem sehr actionreiche und spannende Szenen vor, aber manchmal hängt man ein wenig fest. Sobald man die Passage geschafft hat, wird man aber immer belohnt! Was mir wiederum sehr gut gefällt, ist dass das Buch sehr geschlossen und abgerundet ist. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und man erfährt, was aus den einzelnen Charakteren wird. Dabei wird einem aber keinesfalls die Fantasie geraubt, sondern man wird sogar dazu angeregt, die Geschichte weiterzuspinnen. Außerdem gibt es am Ende Situationen und Gespräche, die vorherigen sehr ähnlich sind. Diese haben mich zum lächeln gebracht, weil man die Charaktere in der Zwischenzeit viel besser kennengelernt hat und manche Worte eine ganz andere Bedeutung bekommen haben. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und insbesondere Westernfans wird es gefallen. Die Charaktere und die Atmosphäre sind etwas ganz besonderes und man entdeckt Tiefgang, den man von so einem Buch gar nicht erwartet hätte.

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