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Neue Rezensionen zu Rudolph von der Brüggen

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Wie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf das Buch aufmerksam. Es ist das erste Buch von Rudolph von der Brüggen, das ich lese. Nachdem es einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.

Wie finde ich Cover und Titel?
Cover und Titel sind nicht aufsehenerregend, passen aber.

Um was geht’s?
Ein Klassentreffen 50 Jahre nach dem Abitur klingt (für geschichtlich interessierte Leser) erst mal spannend. Anfangs werden die Schüler von damals kurz vorgestellt, wobei es unmöglich ist, sich alle zu merken. Viele Beschreibungen sind auch ziemlich uninteressant: Wer muss in einem Buch wissen, wie ausgeprägt jemand welchen Dialekt spricht und wer was zu essen/trinken bestellt? Später stellt sich jeder selbst vor und wird dabei entweder unterbrochen und regelrecht über den Mund gefahren und angehalten sich kurz zu fassen, erzählt also nicht die ganze (sicherlich interessante) Geschichte bzw. kann alles nur anreißen. Andere erzählen dafür detaillierter (bis ausschweifend) von der Zeit während und nach dem Krieg, von ihrer Evakuierung aus dem Kriegsgebiet oder Vertreibung aus der Besatzungszone. Sie schwelgen dabei in Erinnerungen, die nicht nur mit dem Krieg zu tun haben. Der Organisator des Klassentreffens kommt übrigens gar nicht zu Wort.

Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen (bis auf eine gewisse geschichtliche Vorbildung) und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil wirkt mit seinen unnötig verknoteten Sätzen und den nüchternen Beschreibungen irgendwie unbeholfen. Sehr nervig und übertrieben fand ich, dass sich alle mit liebe/lieber ansprechen.

Wie steht es mit der Fehlerquote?
Laut Vorwort soll das Buch überarbeitet worden sein, es hat aber nach wie vor zahlreiche Fehler und alte Rechtschreibung. Mich stört das leider beim Lesen.

Mein Fazit?
Das Buch konnte mich aufgrund seines allgemein schlechten Aufbaus
leider nicht erreichen, somit erhält es von mir 3 von 5 Sternchen. Die durchaus interessanten, wissen- und lesenswerten Geschichten der ehemaligen Klassenkameraden hätte man sicher besser verpacken können. Ich werde voraussichtlich keine weiteren Bücher von Rudolph von der Brüggen lesen.

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Rezension zu "Das Jubiläumsklassentreffen der Kriegskinder - Nachkriegskinder - Wunderkinder" von Rudolph von der Brüggen

50 Jahre nach dem Abitur - ein denkwürdiges Treffen
Bellis-Perennisvor 5 Monaten

Dieses Buch ist eine höchst interessante Geschichte! Ein Lehrer und seine Schülerinnen und Schüler treffen sich 2006 zum 50-jährigen Abituriententreffen. Obwohl man einige Jahre in einer Klasse war und oft auch nebeneinander gesessen ist, wissen die Teilnehmer nur wenig voneinander, gerade soviel, dass einige als Flüchtlinge im Gymnasium von Beerheim aufgenommen worden sind.  

So werden sie vom 96-jährigen ehemaligen Klassenvorstand aufgefordert, ihre Lebensgeschichte in Kurzform darzustellen. Was dann folgt, sind höchst emotionale Geschichten von Flucht und Vertreibung, von ermordeten Verwandten und anderen traumatischen Kriegserlebnissen.  

Dieses Buch habe ich mit großem Interesse gelesen, zumal ich in diesem Jahr mit meinen Klassenkameraden das 40-jährige Maturatreffen gefeiert habe. Allerdings weniger opulent und nicht wirklich emotional. Vielleicht ist dieses Buch ein Ansporn, das nächste runde (oder halbrunde) Jubiläum in ähnlicher Form zu begehen. 

Fazit:

Ein sehr persönliches Stück Zeitgeschichte, das hier im Rahmen eines Abituriententreffens erzählt wird. Gerne gebe ich diesem Buch 5 Sterne.




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Rudolph von der Brüggen hat diese interessante Geschichte schon 2014 unter dem Titel Das letzte Klassentreffen geschrieben.

„Das Jubiläumsklassentreffen der Kriegskinder - Nachkriegskinder – Wunderkinder“ hat er nur überarbeitet und neu verlegen lassen. Er gehört zu diesen Kriegs - und Nachkriegskindern. Allerdings sehe ich nicht das sie Wunderkinder sind.

Es ist keine Autobiografie, aber es lebt von den Erlebnissen des Autors.

Mich haben diese Geschichten schon immer gern gehört. Sie waren aufregender wie jedes Buch.

Der Autor hat seine „Mitschüler „ wunderbar erzählen lassen. Man erfährt das nach 50 und mehr Jahren die Erinnerungen noch nicht vergessen sind und immer wieder aufwühlen.
Der Roman ist ein Teil unserer Geschichte, die lesenswert ist.






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