Rudyard Kipling Kim

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Inhaltsangabe zu „Kim“ von Rudyard Kipling

Two men - Kim, a boy growing into early manhood and the lama, an old ascetic priest - are fired by a quest. Kim is white, a sahib, although born in India. While he wants to play the Great Game of Imperialism, he is also spiritually bound to the lama and he tries to reconcile these opposing strands, while the lama searches for redemption.

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  • Rezension zu "Kim (Collins Classics)" von Rudyard Kipling

    Kim
    Marcus_Krug

    Marcus_Krug

    02. August 2012 um 11:55

    Zum einhundertelften Jahrestag des vorliegenden Buches nun eine Rezension, auch von mir. Das Buch erschien 1901 und spielt vor dem Hintergrund des „Great Game“, dem Konflikt zwischen Russland und dem Britischen Empire um die Vorherrschaft in Zentralasien vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Kim, eigentlich Kimball O'Hara, ist Sohn eines irischen Soldaten gleichen Namens und einer armen weißen Mutter, über die recht wenig bekannt wird. Beide sind tot. So schlägt sich Kim auf den Straßen von Lahore durch. Dort trifft er eines Tages vor dem Lahore Museum auf Teshoo Lama, einen lamaistischen Mönch aus Tibet, der nach dem „Fluss des Pfeiles“ sucht. Der Legende nach hat Buddha, damals noch unter dem Namen Siddharta Gautama laufend, einen Pfeils verschossen; an dem Ort an dem der Pfeil die Erde traf, soll ein heiliger und heilender Fluss entsprungen sein. Kim hilft dem Lama in Lahore zurecht zu kommen, wo er ihn bei Mahbub Ali einem paschthunischen Pferdehändler über Nacht unterbringt. Dieser Pferdehändler beauftragt Kim, der schon öfter Aufgaben für Mahbub Ali erledigte, im Gegenzug den „Stammbaum“ eine weißen Hengstes nach Umballa (Ambala) zu bringen. Nach erfolgreicher Übergabe belauscht Kim im Garten des Colonel Sahib ein Gespräch das um einen Krieg im Norden geht. Während der Lama nach dem „Fluss des Pfeiles“ sucht, folgt auch Kim einer Prophezeiung, nach der er eines Tages auf einen „roten Bullen auf einem grünen Feld“ treffen wird. Der Lama nimmt Kim als seinen Schüler auf. Weiter auf der Suche nach des Pfeiles Fluss sieht Kim eines Nachts einen roten Bullen auf grüner Fahne, der Standarte der Irish Mavericks. Wie sich herausstellt ist dies die Einheit von Kims toten Vater. Anhand seiner Geburtsurkunde kann Kim identifiziert werden und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die Suche nach dem Fluss wird vorerst ausgesetzt, weil der Lama diese nicht ohne seinen Schüler fortsetzen möchte und Kim auf ein Internat geschickt wird, wo er eine „Ausbildung“ erhält – dabei haben sowohl Mahbub Ali als auch Colonel Sahib aus dem Garten (Colonel Creighton) seine Finger mit im Spiel. Kim absolviert die Schule in drei Jahren und wird als würdig befunden von nun an auf seinen Reisen mit dem Lama diverse Aufgaben zu erledigen... In dieser komplexen Geschichte, die schon oft als „Coming of age“-Roman oder Spionage- oder Abenteuergeschichte bezeichnet wurden, beschreibt Kipling das Indien jener Zeit (s.o.), voller unterschiedlicher Personen und vielfältiger Landschaften, voller Religion und Magie. Er gibt einen guten Einblick in das Indien unter britischer Kontrolle und so nimmt es nicht Wunder, dass die „Inder“ rassistische Stereotype von den englischen Sahibs haben und umgekehrt. Man wirft Kippling ja nicht umsonst vor, Rassist gewesen zu sein. Allerdings gilt anzumerken, dass er in diesem Buch Kim einen Sprössling irischer Abstammung sein lässt. Die Iren waren ihrerseits auch von den Engländern kolonisiert worden (Anerkennung der Unabhängigkeit Irlands im Jahre 1922, knapp 25 Jahre vor der indischen). Und Kipling lässt den irischen Kim nicht selten sagen, dass er ein Sahib sei, auch wenn er sich als Einheimischer kleidet und eine Mönchsrobe der Rotmützen trägt. Ich gehe dennoch nicht davon aus, dass Kipling mit Kim ein politisches Buch konzipierte, es bildet lediglich die damaligen Zustände ab. Einzig etwas merkwürdig muten die englischen Sahibs an, die hier nicht in einer Vormachtstellung dargestellt, sondern meist als eine der vielen Kasten der indischen Gesellschaft wahrgenommen werden. Trotz der komplexen und interessanten Geschichte, muss man bei vorliegendem Buch Abstriche machen. Da es sich hier um die englische Ausgabe handelt und das Buch, wie bereits erwähnt, über hundert Lenze zählt, hat der geneigte Leser mit einer Sprache zu tun, die zwar verständlich ist, aber Lesefluss hemmt. Hinzu kommt noch der inflationäre Gebrauch von Termini aus verschiedenen indischen Sprachen und auch der indische Duktus im Englischen. Daher ist das Buch trotz spannender Geschichte heute nur noch eingeschränkt zu empfehlen.

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