Rupert Isaacson Der Pferdejunge

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Inhaltsangabe zu „Der Pferdejunge“ von Rupert Isaacson

Eine Reise ans Ende der Welt – eine Reise in die Seele des eigenen Kindes Als Journalist hat Rupert Isaacson die entlegensten Winkel der Erde erkundet, die Welt seines eigenen Sohnes aber bleibt ihm verschlossen. Denn Rowan ist Autist. Verzweifelt versuchen seine Eltern, ihm zu helfen. Doch keine Therapie schafft es, eine Bresche in die unsichtbare Mauer zu schlagen, die Rowan umgibt. Bis Rupert ihn, einer Eingebung folgend, zum Reiten mitnimmt. Und nun geschieht, worauf niemand zu hoffen gewagt hat: Im Umgang mit Pferden öffnet Rowan erstmals einen Spalt breit das Tor zu seiner Welt. Rupert ist überzeugt: Der Weg in diese Welt führt über das tiefe Verständnis zwischen Rowan und den Pferden. So bricht er mit seinem Sohn – gegen viele Widerstände – zu einer abenteuerlichen Reise auf. In der Mongolei, bei Pferden und Schamanen, hofft er Heilung für Rowan zu finden. Was er aber schließlich erlebt, übertrifft selbst seine kühnsten Erwartungen.

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  • Leserunde zu "Schwarzweiß hat viele Farben" von Kathryn Erskine

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Knesebeck_Verlag

    Knesebeck_Verlag

    Liebe Bücherfreunde, habt Ihr Lust ein neues Buch zu entdecken? Wir laden euch herzlich zu einer Leserunde mit unserem neuen Titel "Schwarzweiß hat viele Farben" von Kathryn Erskine ein. Zum Inhalt: DAS LEBEN IST BUNT UND CHAOTISCH UND WUNDERSCHÖN Die zehnjährige Caitlin erlebt die Welt in einfachen Gegensätzen wie Schwarz und Weiß. Gefühle zu zeigen und Gesichtsausdrücke zu deuten, fällt ihr schwer, da sie an dem Asperger-Syndrom, leidet. Ihr Bruder Devon, der ihr geholfen hat, sich zurechtzufinden, ist bei einem Anschlag ums Leben gekommen. Caitlin beschließt, eine Lösung für ihre Trauer zu finden und das Geschehene zu verarbeiten. Das gelingt ihr besser als allen anderen Angehörigen, und sie lernt, wozu sie trotz ihres Andersseins fähig ist. Sie erlebt Mitgefühl und begreift, dass die Welt für uns alle die herrlichsten Farben bereithält. Wenn ihr Lust bekommen habt an der Leserunde teilzunehmen und eines der 15 Leseexemplare vor Erscheinen des Buches (20.Februar 2014) zu gewinnen, dann schreibt uns einfach kurz, warum ihr mehr über Caitlin und ihre Welt erfahren wollt. Mit der Leserunde beginnen würden wir gerne am 12.02.2014. Wir freuen uns auf eine spannende und diskussionsfreudige Leserunde und wünschen euch viel Glück! Euer Knesebeck-Team

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  • Leserunde zu "Ich liebe dich nicht, aber ich möchte es mal können" von Tessa Korber

    Ich liebe dich nicht, aber ich möchte es mal können
    Bergey

    Bergey

    Im Namen von Tessa Korber eröffne ich diese Leserunde: Liebe Lovelybooks-Leserinnen und -leser. Im September erschien "Ich liebe dich nicht, aber ich möchte es mal können", mein Bericht über das Leben mit meinem autistischen Sohn. Seitdem haben mich viele Briefe erreicht von Betroffenen. Aber auch die Meinung von Menschen, die bislang nicht so viel über Autismus wissen, interessiert mich. Deshalb möchte ich Euch gerne zu einer gemeinsamen Leserunde einladen. Ich wünsche mir eine anregende Diskussion und freue mich auf Euch. „Manchmal liebe ich ihn leidenschaftlich, manchmal möchte ich in einen Zug steigen und einfach davonfahren. Ich könnte ihn nie aufgeben, er ist ein Teil von mir. Aber mit ihm zu leben, kostet mich alle Kraft. Schon oft habe ich davon geträumt, mit ihm ganz fest im Arm von einem Hochhaus zu springen.“ Tessa Korbers Sohn ist Autist. Man sieht Simon die Krankheit nicht sofort an. Wenn er sich im Supermarkt auf den Boden wirft und anfängt, laut zu schreien, erteilen ihr fremde Leute ungefragt Erziehungsratschläge. Von morgens um 5 bis nachts um 22 Uhr ist sie seine Aufpasserin, Antreiberin, Welt-Vermittlerin, Dolmetscherin. Immer muss sie damit rechnen, dass er plötzlich wie wild um sich schlägt. Wenn sie ihn umarmt, weiß sie nicht, was von ihrer Liebe bei ihm ankommt. Was bedeutet es, akzeptieren zu müssen, dass das eigene Kind zur ewigen Abhängigkeit verdammt ist? Wo bleiben die eigenen Gefühle, wo bleibt das eigene Leben? Tessa Korber erzählt schonungslos offen, wie die Erkrankung ihres Sohnes alles veränderte und warum sie sich trotzdem ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann. Bitte bewerbt Euch hier bis einschließlich Sonntag, 4.2., der Ullstein Verlag stellt freundlicherweise 10 Exemplare für unsere Leserunde zur Verfügung!

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  • Leserunde zu "Der Löwenzahnjunge" von Karen Kingsbury

    Der Löwenzahnjunge
    Arwen10

    Arwen10

    Heute möchte ich euch noch zu einer weiteren Neuerscheinung aus dem Brunnen Verlag einladen: Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare ! Der Löwenzahnjunge von Karen Kingsbury Zum Inhalt: Gegensätzlicher könnten Ella und Henry nicht sein: Ella ist der Star im Schulmusical. Henry Harris ist ein Achtzehnjähriger, der in seiner eigenen Welt gefangen ist, die einen schweren Code hat: „Autismus“. Klug, aber zurückgezogen. Freundlich, aber von der Clique der Schul-Baseball-Stars gemobbt – Henry hat es nicht leicht an der Highschool. Das macht auch seine Mutter unglücklich, deren Freunde sich nach Henrys Diagnose im Alter von drei Jahren immer weniger sehen lassen. Selbst Henrys Vater hält die Situation kaum aus und verdingt sich als Fischer vor der Küste Alaskas. Tracy tut alles für ihren Sohn – und bleibt dabei einsam, weil Henry kaum Reaktionen zeigt. Bis zu den Schulproben zu „Die Schöne und das Biest“. Henry fühlt sich angezogen von der Musik – und sitzt bei jeder Probe hinten im Saal. Und noch eine andere Anziehung ist spürbar: Ella muss immer wieder zu diesem Jungen mit der starken Ausstrahlung hinschauen – und weiß nicht, woher er ihr so vertraut vorkommt. So, wie sie nicht weiß, dass Henry betet – auch für sie. Irgendwann wird ihr klar, was er mit der Löwenzahnwiese zu tun hat, auf der sie als kleines Mädchen immer gespielt hat. Und wie eine Löwin beginnt sie, für ihn zu glauben und für ihn zu kämpfen ... Ein atemberaubendes Buch. Wunderbar, so eintauchen zu können in die Welt dieses besonderen ... Jungen! Barbara Doering Ich suche 2 Leser, die mit mir zusammen das Buch lesen und rezensieren. Wie immer sind zeitnahe Teilnahme an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension Vorraussetzung. Die Rezension soll darüber hinaus noch verbreitet werden bei amazon, buch de oder ähnlichen Verkaufsplattformen. Am Ende brauche ich alle Links, die ich dann an den Verlag weiterleiten werde. Bewerbt euch bitte bis zum 9.September, 12 Uhr, danach erfolgt die Bekanntgabe der Gewinner Heute möchte ich von euch wissen, ob ihr schon andere Bücher von Karen Kingsbury kennt ? Start der Leserunde, wenn die Gewinner ihr Buch haben.

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  • Leserunde zu "Gib den Jungs zwei Küsse: Die letzten Wünsche einer Mutter" von St John Greene

    Gib den Jungs zwei Küsse
    Daniliesing

    Daniliesing

    Heute möchte ich euch einen bewegendes Buch in Tagebuchform aus dem Marion von Schröder Verlag vorstellen, das gerade erst erschienen ist. "Gib den Jungs zwei Küsse" vom britischen Autor St John Greene erzählt die Geschichte seiner Frau, seiner Söhne und natürlich auch seine eigene. Eine wahre Geschichte also, die ihre Leser berührt. Mehr zum Inhalt: Kurz vor ihrem Tod schreibt Kate ihrem Mann eine Liste mit allem, was ihr für die Zukunft der Kinder wichtig scheint: »Bring ihnen bei, pünktlich zu sein. Lass sie nicht Motorrad fahren. Geh mit ihnen Glücksklee suchen. Zeig ihnen das Nordlicht. Gib den Jungs zwei Küsse, wenn ich nicht mehr bin – einen von dir, den zweiten von mir.« Als Kate ihren Kampf gegen den Krebs verliert, ist ihr Mann außer sich vor Schmerz. Doch das Vermächtnis seiner Frau hält ihn aufrecht und hilft ihm, auch in Zeiten der tiefsten Trauer für die Söhne zu sorgen. "Gib den Jungs zwei Küsse" ist sein Tagebuch und eine tapfere Liebeserklärung an seine Frau, die ihre Familie und das Leben mit ungeheurer Leidenschaft liebte. Seid ihr bereit für dieses wunderbare und emotionale Buch, die Liebeserklärung eines Mannes an seine Frau in geschriebenen Worten und zugleich die Geschichte eines Mannes, der fortan 2 Söhne allein großziehen muss? Dann könnt ihr euch ab sofort und bis einschließlich 03. Juni 2012 als einer von 25 Testlesern für "Gib den Jungs zwei Küsse" bewerben. Testleser kann jeder werden, der genug Zeit hat, sich gern mit anderen Lesern über das Gelesene hier austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchte. Für die Chance auf eines der Bücher gilt es nun noch eine Frage zu beantworten: Kate schrieb eine Liste mit Dingen, die ihr für die Zukunft ihrer beiden Söhne wichtig waren. Welche 3 Dinge sollten nach eurer Meinung unbedingt auf dieser Liste stehen und wieso? (Bitte beschränkt euch auf 3, auch wenn es natürlich noch viele mehr geben kann!)

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    mabuerele

    mabuerele

    28. May 2012 um 21:18
  • Rezension zu "Der Pferdejunge" von Rupert Isaacson

    Der Pferdejunge
    mabuerele

    mabuerele

    04. June 2011 um 20:00

    „…Dein Glaube hat dir geholfen…“ Der Roman beginnt mit der Geburt von Rowan, Sohn des Reiseschriftstellers Rupert Isaacsons und seine Frau Kristin, eine Psychologin. Anfangs entwickelt sich der Junge wie jeder andere Säugling. Die stolzen Eltern träumen von seiner Zukunft. Doch nach circa 18 Monaten beginnt sich Kristin Sorgen zu machen. Und dann zerplatzen alle Träume, als bei dem Jungen Autismus diagnostiziert wird und die Entwicklung zurückgeht. Zwei Ereignisse bewegen die Eltern, eine ungewöhnliche Therapie zu versuchen. Zum einen vertritt Rupert Isaacson die Buschmänner Afrikas im Kampf um ihr Land und hat dadurch den Schamanismus kennengelernt. Zum andern beobachtet er, wie die Stute des Nachbarn sich dem kranken Jungen unterordnet. Es gibt ein Land, das beides bietet, Pferde und Schamanismus. Deshalb will Rupert mit seinem Jungen in die Mongolei reisen, im Herzen die Hoffnung auf Hilfe und Heilung… Das Buch ist Krankenbericht und Reisebeschreibung in einem. Detailgetreu berichtet der Vater von den Problemen, die mit der Krankheit entstehen, und von den Reaktionen der Umwelt. Der Bericht macht betroffen und nachdenklich. Während der Reise verändert sich der Junge. Jede Veränderung wird dokumentiert, aber auch jeder Rückfall in alte Verhaltensweisen. Im Mittelpunkt stand immer der Junge. Brauchte er Pause, wurde angehalten. Hat er einen Wunsch geäußert, wurde dem, falls möglich, nachgegeben. Die Zerrissenheit von Rupert I. wird immer dann deutlich, wenn er sich fragt, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist. Das Buch zeigt, dass die Krankheit eine enorme Belastung für das Familienleben ist, da die Eltern kaum noch Zeit für sich haben. Für Kristin bedeutete die Zustimmung zur Reise eine große Überwindung. Gleichzeitig kann der Autor nicht verleugnen, dass er Reiseschriftsteller ist. Vor meinen Augen entstand die Weite der mongolischen Steppe, die Unendlichkeit der Taiga, das Klicken der Rentierherden. Doch auch die Folgen der Zivilisation unter russischer Herrschaft werden deutlich: Verstädterung, Müllberge, verdreckte Seen. Vorsichtig deutet der Autor an, dass die Gefahren für das Land heute weit größer sind, denn die Mongolei verfügt über wertvolle Rohstoffe und einige Konzerne haben schon ihre Fühler ausgestreckt. Nicht ohne Grund habe ich meiner Rezi ein Bibelzitat vorangestellt. Der unbedingte Wille der Eltern, das Bestmögliche für den Jungen möglich zu machen, hatte Erfolg. Ob es das Wasser des Sees war, die heilende Quelle oder die Handlungen der Schamanen – wer weiß das schon. Wohlgemerkt, Rowan ist immer noch Autist. Aber er kann jetzt mit seiner Krankheit umgehen. Ein Teil der Belastungen ist weg. Interessant fand ich einige Aussage zur Krankheit. So äußerte ein afrikanischer Heiler „..es ist eine Krankheit der Weißen…“ . Eine Professorin, die selbst an der Krankheit leidet, sagte den Eltern, dass Autisten in Bildern denken. Ich denke, man muss das Buch auf sich wirken lassen. Wenn ich versuche, die Ereignisse rational zu betrachten, scheitere ich. Ich muss an den Schamanismus nicht glauben, aber akzeptieren, dass es Dinge gibt, die sich nicht mit dem Verstand begründen lassen. Hätte die Familie nicht diese Hoffnung gehabt, wäre Rowan nicht geholfen wurden.

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  • Rezension zu "Der Pferdejunge" von Rupert Isaacson

    Der Pferdejunge
    WildRose

    WildRose

    11. January 2011 um 12:33

    Dieses wahre Buch über einen Vater, der bereit ist, für seinen autistischen Sohn etwas ganz Besonders zu versuchen, trifft einfach mitten ins Herz. Das Buch ist so schön und ehrlich geschrieben, egal ob man die deutsche Ausgabe oder das englische Original liest. Außerdem wächst Rowan wohl jedem Leser richtig ans Herz. Ich kann nur sagen: ein großartiges Buch! Ach, ja: Taschentücher bereithalten!

  • Rezension zu "Der Pferdejunge" von Rupert Isaacson

    Der Pferdejunge
    hexlein

    hexlein

    14. March 2010 um 13:39

    Rupert Isaacson ist Vater des fünfjährigen Rowan. Rowan ist autistisch. Rupert erzählt vom Leben mit Rowan, von den Schwierigkeiten, die das Leben mit einem Autisten mit sich bringt. Rupert hat berufsbedingt schon mehrfach Begegnungen mit schamanischen Heilern gehabt. Als bei einem Zusammentreffen mit mehreren Schamanen sein Sohn Rowan dabei ist, bemerkt er positive Veränderungen, die später allerdings wieder verblassen. Der Vater bemerkt außerdem, dass Rowan eine außergewöhnliche Beziehung zu Tieren, insbesondere zu Pferden, hat. In ihm reift der Wunsch heran, mit seinem Sohn in die Mongolei zu bekannten Schamanen zu reisen. Die Eltern treten mit ihrem autistischen Sohn die Reise an, die für alle ein unvergessliches Ereignis wird. Es wird klar, unter welch schwierigen Bedingungen Eltern mit einem autistischen Kind den Alltag bewältigen müssen. Eine Reise wie diese ist eigentlich gar nicht vorstellbar mit einem Kind, das von einem Moment auf den anderen einen Anfall bekommen kann. Im Verlauf der Reise beginnt sich Rowans Verhalten zu verändern, kleine Fortschritte (für Eltern gesunder Kinder völlig normal-hier kleine Wunder) wie das Schließen von Freundschaften usw. lassen auf eine Genesung hoffen. Am Ende der Reise steht die Begegnung mit dem schamanischen Heiler Ghoste. Ein beeindruckender und ehrlicher Bericht, wie mir scheint. Sehr lesenswert. Was mir besonders gut gefällt ist, dass hier keinerlei Wertung über irgendwelche Heilverfahren zu finden ist. Nur die Offenheit, andere Wege zu gehen und zu erfahren, dass nicht alles erklärbar ist und auch nicht sein muss.

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  • Rezension zu "Der Pferdejunge" von Rupert Isaacson

    Der Pferdejunge
    savanna

    savanna

    23. November 2009 um 12:59

    Den meisten Menschen wird die Bezeichnung „Autist“ vor allem durch den Hollywoodfilm „Rain Man“ mit Dustin Hofmann in der Hauptrolle bekannt sein. Autisten gelten als in sich gekehrte Persönlichkeiten, die ein deutliches Defizit in ihren sozialen Kontakten, dafür aber ein überdurchschnittliches Gedächtnis aufweisen. Auch Rowan, die Hauptperson dieses Buches, lebt den größten Teil des Tages in seiner eigenen Welt, zu der seine Eltern keinen Zugang finden. Als Fünfjähriger geht er keine Freundschaften mit anderen Kindern ein, spricht kaum und bringt sein Umfeld mit hysterischen Anfällen und nervenaufreibenden Ticks täglich an den Rand der Verzweiflung. Da Rowans Vater als Autor eine Dokumentation über Schamanismus im südlichen Afrika begleitet und er über die Pferde seines Nachbarn zufällig die wunderbare Wirkung dieser Tiere auf seinen Sohn beobachtet, plant Rupert Isaacson eine anstrengende und kostspielige Reise. Am Nordrand der Mongolei soll es starke Schamanen geben, die das Wissen ihrer jahrhundertealten Kultur der Naturheilung bewahrt haben. Da die Mongolei zudem als das Reiterland schlechthin gilt, wagt die Familie eine Reise zu Pferd, um den so sehr erhofften Zugang zu ihrem Sohn zu erreichen. Besondere Kinder verlangen besondere Maßnahmen. Die amerikanische Familie wird bei Ihrer Tour in die äußere Mongolei begleitet von einem befreundeten Kameramann und einigen Mongolen, die als Organisatoren, Führer und Übersetzer unterstützen. Das Buch „Der Pferdejunge. Die Heilung meines Sohnes“ ist eines der Ergebnisse, die die Entwicklungen von Rowan dokumentieren. Ein Film und Isaacsons Webseite runden das Paket ab, über welches diese außergewöhnliche Reise Dank einiger Sponsoren zu finanzieren war. Ob der Film, der in den USA bereits vielfach ausgezeichnet wurde, auch in Deutschland zu sehen sein wird, steht aktuell leider noch nicht fest. Es ist eine Mischung aus Erlebnisbericht und Reiseaufzeichnungen, die Isaacson da zu Papier gebracht hat. Eine Reihe von Fotos bringt die Familie und die Reise dem Leser sehr nahe. Kaum ein Leser wird von den Anstrengungen der Reisegruppe und den Veränderungen in Rowans Verhalten nicht beeindruckt sein. Es ist sehr nachvollziehbar, warum der Vater und Autor diese Erlebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollte: Der Heilungsprozess in so kurzer Zeit ist viel mehr, als die Eltern zu hoffen wagten. Es ist unerklärlich, aber dokumentiert. Dieses Buch liefert Beschreibungen und Erfolge, aber keine Erklärungen – denn weder die kontaktierten Mongolen noch die Reisegruppe können das Warum wirklich erklären. Vor allem, dass auch die Eltern den Veränderungen ihres eigenen Sohnes fast sprachlos gegenüber stehen, macht die Geschichte mehr als glaubwürdig. Eine feine Portion Galgenhumor und das Fehlen jeglicher Beschönigungen einer sehr anstrengenden Zeit machen das Buch bis zur letzten Seite so gefühlvoll und ergreifend.

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