Rupert Mattgey

 4.3 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Im Kirschblütenweg, Der Teufel in Thannsüß und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rupert Mattgey

Rupert MattgeyIm Kirschblütenweg
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Im Kirschblütenweg
Im Kirschblütenweg
 (11)
Erschienen am 10.10.2012
Rupert MattgeyDer Teufel in Thannsüß
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Der Teufel in Thannsüß
Der Teufel in Thannsüß
 (7)
Erschienen am 29.09.2013
Rupert MattgeyFeuerturm
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Feuerturm
Feuerturm
 (1)
Erschienen am 20.07.2014

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Serkalows avatar

Rezension zu "Der Teufel in Thannsüß" von Rupert Mattgey

Düster, stimmungsvoll ... großartiger Mystery-Thriller
Serkalowvor einem Jahr

Düsterer, bildgewaltiger Mystery-ThrillerVerdammt dick aufgetragen der Klappentext, oder?

In diesem Fall stimmt der reißerische Satz am Ende aber.

Ich hatte einfach mal wieder Lust auf einen feinen Mystery-Thriller, etwas Übersinnliches, viel Atmosphäre und wie immer: Keinen Bock auf amerikanische Groß- oder Vorstadtlegenden. Ich hatte die Wahl zwischen zwei Büchern von Oliver Susami (denen ich mich noch widmen werde) und eben »Der Teufel von Thannsüß«.

Warum ich mich für das eher historisch anmutende Setting eines einsamen Dorfes in den Alpen, statt gegen Susamis »Vierter Stock Herbsthaus« entschied, lag im Moment nur daran, dass ich keine Lust auf »Ich-Erzähler« hatte.

»Der Teufel in Thannsüß« ist ein ziemlicher Wälzer. Das liegt daran, dass sich Rupert Mattgey sehr viel Zeit für Atmosphäre nimmt und somit eines der wichtigsten Kriterien für einen guten Mystery-Thriller erfüllt. Stimmung und Setting nehmen mehr Raum ein, als eine aktionsreiche Handlung. (An der es allerdings auch nicht mangelt, denn natürlich bekommt der Protagonist natürlich ordentlich was ab.)

Dem Autor gelingt es mit einer Sprachgewalt, die niederdrückende Stimmung, des über dem Dorf allzeit drohenden Gletschers, die Dunkelheit und die Kälte des herannahenden Winters, die Einsamkeit des neuangekommenen Lehrers, mit seinen inneren Dämonen und Alpträumen, das seltsame Verhalten der Dorfbewohner, das ewige Misstrauen, die unterschwellige Bedrohung, so plastisch darzustellen. All das begräbt den Leser regelrecht, dass man sich nicht sicher sein kann, ob man dem düsteren Geheimnis von Thannsüß entkommen kann, nur weil man am Ende das Buch zuklappt.

(Ohne zu Spoilern: Man kann es nicht, weil die existenziellen Fragen nach Schuld und Vergebung, die Mattgey hier in einer großartig inszenierte Geistergeschichte setzt, vor allem durch den Schluss, noch lange nachhallen.)

Ist man wirklich so neugierig, dass man dem Lehrer folgen will? Will man überhaupt erfahren, was in dem düsteren Ort, abgeschieden von moderner Zivilisation und beherrscht von christlichem Aberglauben überhaupt vor sich geht?

Natürlich will man. Denn darum liest man Horror und Mystery Geschichten. Und was Rupert Mattgey hier serviert, ist ein geniales, atmosphärisch dichtes Werk, dass seine Spannung aus der Zerrissenheit des Protagonisten, seinen inneren Dämonen und den unerklärlichen Ereignissen um ihn herum zieht.

Man fühlt es förmlich. Die Faszination, die diese mächtige Berglandschaft bei Tage und Sonnenschein ausüben kann. Ebenso den Schrecken, der Visionen und nächtlichen Besuche, wenn sich etwas aus den dunklen Wäldern erhebt, die Dorfbewohner einen mit leeren Augen anstarren und man nicht mehr zwischen Wahn und Wirklichkeit unterscheiden kann.

»Der Teufel in Thannsüß« ist ein bildgewaltiger, düsterer Mystery-Horror-Trip, der spielend die 5 Sterne-Marke erreicht.

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Lia_Lunas avatar

Rezension zu "Im Kirschblütenweg" von Rupert Mattgey

Kurzmeinung zu Im Kirschblütenweg
Lia_Lunavor einem Jahr

Eine Kurzgeschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.

Sopia Schönberger ist alleinerziehende Mutter und wird zusammen mit ihren 2 Kindern seit 10 Jahre von den Jugendlichen aus der Nachbarschaft im Kirschblütenweg, auf Grund der Behinderung eines ihrer Kinder, bis aufs Blut terrorisiert.
Sie wendet sich innerhalb dieser langen Zeit oftmals an die ortsansässige Polizei und den Sozialdienst.
Geholfen wird ihr jedoch nie oder zumindest nicht ausreichend genug.

So das schlussendlich etwas passiert, das zwar unendlich traurig ist, jedoch vermutlich verhindert hätte werden können, wenn die Behörden zeitnah und adequat eingegriffen hätten.

Fazit:
Ich finde es unendlich wichtig auf solch ein Thema wie Mobbing unter Nachbarn und dessen Folgen aufmerksam zu machen.
Daher einen Dank an den Autor, eine klare Leseempfehlung und glatte 5 Sterne für Im Kirschblütenweg - Die Hölle ist gleich nebenan.


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Edith_Hornauers avatar

Rezension zu "Im Kirschblütenweg" von Rupert Mattgey

Traurig aber wahr
Edith_Hornauervor einem Jahr

Das Leben einer allein erziehenden Mutter mit zwei Kindern, davon eines behindert. Sie erlebt den Horror schlechthin. Nachbarn werden zu Monstern, machen der Familie das Leben so schwer es nur geht.
Und das Schlimmste dabei ist, dass niemand hilft - weder Menschen, die es miterleben, noch Polizei. Hilfe-Anrufe werden ignoriert, nicht für ernst genommen, bis dann, ja bis dann etwas geschieht....
Dieses Buch trifft einen mitten ins Herz!!!

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