Rupert Mattgey Der Teufel in Thannsüß

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Inhaltsangabe zu „Der Teufel in Thannsüß“ von Rupert Mattgey

Ein Dorf am Fuße des Gletschers. Ein Geheimnis, gefangen im ewigen Eis. Eine Wahrheit, dunkler als die Nacht. 1956. Der junge Lehrer Erik Strauss tritt seine Anstellung in Thannsüß an, dem Dorf am Fuße des Grimboldgletschers. Er begibt sich auf die Suche nach seinem verschollenen Vorgänger Cornelius Piel. Doch je tiefer er im Dreck wühlt, desto finsterer werden die Dinge, die er ans Tageslicht zerrt. Menschen verschwinden, es kommt zu bizarren Todesfällen. Und manche behaupten, auf dem Gletscher gehe der Teufel um … Zu spät erkennt Erik, wie eng sein Schicksal mit dem des Dorfes verknüpft ist. Als er im ewigen Eis auf ein furchtbares Geheimnis stößt, versinkt Thannsüß in einem Strudel der Gewalt. Aber Erik ist bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um das Leben seiner Frau und seines ungeborenen Kindes zu retten. „Der Teufel in Thannsüß“ ist ein Meisterwerk der modernen Horror-Literatur: ein düsterer, atmosphärischer und kompromissloser Höllenritt von ungeheurer Wucht.

Teuflisch unlogisch

— VeroG
VeroG

Gute Idee, guter Stil. Allerdings hat das Buch einige Längen.

— MaariSkog
MaariSkog
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    Der Teufel in Thannsüß
    VeroG

    VeroG

    02. August 2016 um 21:33

    Am Anfang dachte ich, es ist eine Variation von "Das finstere Tal". Bis zur Hälfte machte die Geschichte ja noch halbwegs Sinn. Aber dann: Jeder hat irrationale Ängste, die selten konkretisiert werden, ein Haufen Psychopathen agiert im Umfeld von noch mehr geistig Verwirrten. Und dann kippt die Geschichte in ein Horror-Zombies-Szenario. Die Logik bleibt gezwungenermaßen auf der Strecke.Die Geschichte als solche wäre mir nur einen Stern wert gewesen. Der zweite Stern ist für Stil und Schreibtechnik. Die sind nämlich gut. Die Spannung hält sich ob der sinnfreien Geschichte allerdings in Grenzen.

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  • Der pure Horror - diesmal aus deutscher Feder

    Der Teufel in Thannsüß
    miki101

    miki101

    08. October 2013 um 11:16

    Und dieses Buch kann es wahrlich mit jedem amerikanischen, englischen, nordischen oder von sonstwoher kommenden Grauen aufnehmen! 6. Oktober 1954. Der junge Lehrer Erik Strauss begibt sich aus München ins "Exil" nach Thannsüss in den Alpen, am Fusse des Grossen Kirchners und 600 Meter unterhalb des Grimbold-Gletschers. Hat er sich doch geweigert, den Schülern an der Sankt-Augustin-Schule den rechten, den katholischen Glauben nahezubringen, hat sogar das Kruzifix im Klassenraum abgenommen! Allerdings hat Erik auch noch eine andere, wesentlich delikatere Aufgabe an seinem neuen Wirkungsort zu erfüllen: Er soll sich auf die Suche nach seinem verschollenen Vorgänger Cornelius Piel machen, der den alten und kranken Pfarrer von Thannsüss ersetzen sollte. Das ging anscheinend eine Weile ganz gut, dann brach jedoch jeglicher Kontakt zu ihm ab. Schon die Ankunft an seinem neuen Bestimmungsort steht unter keinem guten Stern, hat Erik doch eine Autopanne und muss sich die letzten Kilometer zum Dorf zu Fuss nähern und sieht eine unheimliche Erscheinung, die seinen Weg kreuzt... Im Gästehaus findet er dann bald auch eine Spur: Eine Pistole mit den Initialen CP. Bald muss Erik jedoch feststellen, dass nicht einmal die Schule benutzbar ist... Mitten auf dem Pfarrhof breitet sich ein riesiger schwarzer Fleck aus, übelriechend nach Schwefel wie ein Geschwür, ein Bombenkrater vom 15. April 1944, wird ihm erklärt. Ein deutsches Flugzeug sei an diesem Abend von einem Blitz getroffen mit letzter Kraft über das Dorf und den Gletscher hinweg geflogen, habe aber seine Bombe über Thannsüss fallen lassen... Bald schon muss Erik Strauss erkennen, dass es in dem Dorf nicht mit rechten Dingen zugeht. Und je tiefer er der Sache auf den Grund geht, desto finsterer werden die Dinge, die ans Tageslicht kommen: Menschen, die verschwunden sind, andere, die keine Seele zu haben scheinen, bizarre Todesfälle. Und manche behaupten, der Gletscher fresse Menschen, weil auf ihm der Teufel umgehen soll... Anfangs setzt sich Erik noch regelmässig mit seiner schwangeren Frau Marie, die ihm erst noch nachfolgen soll, telefonisch in Verbindung und schreibt auch fleissig. Doch dann muss Erik erkennen, wie tief er schon in den Strudel von Lügen und Gewalt verwickelt ist. Und als dann auch noch Marie ankommt, muss er bereit sein, bis zum Äußersten zu gehen, um das Leben seiner Frau und seines ungeborenen Kindes zu retten... >>Er blickte in den Abgrund, und der Abgrund blickte in ihn.<< Selten traf das Zitat Nietzsches auf eine Person besser zu als in diesem exzellenten Horror-Roman. Der Grimbold-Gletscher dominiert die Lage von Thannsüss wie auch die Menschen dort, ihre Handlungen und somit auch das Buch. Aber auch im Grossen Kirchner und seinem stillgelegten Bergwerk steht nicht alles zum Besten. Aber mehr zu verraten, wäre unfair, denn das Grauen soll sich schliesslich langsam aber sicher in den Lesenden breitmachen, sie infiltrieren und auf immer grössere Schrecken vorbereiten.

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