Rupert Neudeck

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Lebenslauf von Rupert Neudeck

Rupert Neudeck gründete 1979 das "Komitee Cap Anamur - Deutsche Notärzte" und 2003 die Organisation "Grünhelme". Cap Anamur engagierte sich in den letzten Jahren u.a. in Afghanistan, Sudan, Sierra Leone, Haiti, Kenia und Tschetschenien. Rupert Neudecks unkonventionellen Aktivitäten verdanken Tausende in Asien, Afrika und Lateinamerika ihr Leben. 2003 erhielt er für sein Engagement den Marion-Dönhoff-Preis. Rupert Neudeck starb am 31. Mai 2016 und erhält postum im September 2016 gemeinsam mit seiner Frau Christel den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Rupert Neudeck

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Cover des Buches Abenteuer Menschlichkeit (ISBN:9783426781579)

Abenteuer Menschlichkeit

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Erschienen am 30.03.2009
Cover des Buches Die Menschenretter von Cap Anamur (ISBN:9783453872752)

Die Menschenretter von Cap Anamur

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Erschienen am 01.03.2004
Cover des Buches In uns allen steckt ein Flüchtling (ISBN:9783406699207)

In uns allen steckt ein Flüchtling

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Erschienen am 15.09.2016
Cover des Buches Die Kraft Afrikas (ISBN:9783406598579)

Die Kraft Afrikas

 (1)
Erschienen am 16.03.2010
Cover des Buches Es gibt ein Leben nach Assad (ISBN:9783406654442)

Es gibt ein Leben nach Assad

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Erschienen am 23.08.2013
Cover des Buches Die Jahrhundertillusion (ISBN:9783924391287)

Die Jahrhundertillusion

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Erschienen am 04.03.2002
Cover des Buches Mutbürger (ISBN:9783880952157)

Mutbürger

 (0)
Erschienen am 22.06.2011
Cover des Buches Das unheilige Land (ISBN:9783451323676)

Das unheilige Land

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Erschienen am 10.03.2011

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Rezension zu "Die Kraft Afrikas" von Rupert Neudeck

Jenseits von Akrika
olli2308vor 6 Jahren

Mein erster Kontakt zu dem fremden Kontinent Afrika war die amerikanische Fernsehserie »Daktari« in den frühen 70er Jahren. Wilde Tiere, endlose Steppen, wilde schwarze Ureinwohner und edle weiße Entwicklungshelfer, die der unzivilisierten heimischen Bevölkerung zeigten, wie man die Natur richtig schützt. Das hat mein Bild von Afrika nachhaltig geprägt. Dann kam der Schmachtfetzen »Jenseits von Afrika« in den 80er Jahren in die Kinos, auch hier wurde kräftig idealisiert.

Interessiert sich heutzutage jenseits von kitschiger Romantik, Safariurlaub im Nationalpark und dem Helfersyndrom der Entwicklungshelfer noch wirklich jemand für die Belange Afrikas? Es sind wohl auch jetzt, nach der Fußballweltmeisterschaft, nur wenige.

Umso mehr hat mich das Buch von Rupert Neudeck aufgerüttelt und für das Sorgenkind Afrika sensibilisiert. Der Afrika-Kenner, der mit seinen »Grünhelmen« eine Entwicklungshilfe von unten leistet, schildert schonungslos die Wirtschaftsmisere auf dem Kontinent, die in den meisten Fällen eine Folge von korrupten Machteliten ist, die den Staat mit ihrem eigenen Bankkonto verwechselt haben. Der beliebten These, dass die afrikanische Mentalität die Hauptursache der verzögerten wirtschaftlichen Entwicklung ist, erteilt er eine klare Absage. Vielmehr habe »die Gier nach Macht und Reichtum der herrschenden Eliten der Misere eine besondere Ausprägung gegeben, der Aufbau Afrikas führte zu hemmungsloser Bereicherung.«

Das Buch gibt einen guten geschichtlichen Überblick über die Kolonialisierung, beschreibt die Geschichte einzelner afrikanischer Staaten, erläutert die Probleme in der Gegenwart und beschreibt sehr anschaulich, warum die Form der bisherigen Entwicklungshilfe scheitern musste.

Gibt es für Afrika eine Zukunft? Wenn es nach dem Gründer des »Komitee Cup Anamur« geht, unbedingt. Die Bedingung: »Die Europäer müssen aufhören, in kolonialen Kategorien zu denken und beginnen, Eurafrika aufzubauen. Für mich entscheidet sich die Zukunft Eurafrikas an dem Engagement, mit dem wir den afrikanischen Jugendlichen begegnen. Zwei von ihnen erfroren bei einer Flucht, als sie sich im Radlager eines Flugzeugs versteckt hatten, das von Guinea nach Brüssel flog. Sie hatten einen Zettel mit, auf dem stand: Helfen Sie uns, wir haben Probleme, die Probleme sind Krieg, Krankheit und Hunger, und Kinder haben keine Rechte. Wir bitten Sie, eine große Organisation zu gründen, die Afrika hilft, damit es Fortschritte machen kann.«

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