Rupert Neudeck Die Kraft Afrikas

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Inhaltsangabe zu „Die Kraft Afrikas“ von Rupert Neudeck

<p>Während andere einst zur „Dritten Welt“ gehörende Länder in den letzten Jahrzehnten an Wohlstand gewonnen haben, scheint die Mehrzahl der Staaten Afrikas trotz westlicher Entwicklungshilfe weiter zurückzufallen. Mit viel Empathie für die Betroffenen analysiert Rupert Neudeck die Hintergründe der heutigen Situation, berichtet von seinen eigenen Erfahrungen und fordert eine andere Afrikapolitik, die auf Eigeninitiative von unten setzt statt auf „Entwicklung“ von oben.<br /> Afrika hat Vieles, was wir in Europa als Entlastung und Ausgleich brauchen: Öl und wichtige Rohstoffe im Überfluss, eine wunderschöne Natur, gute landwirtschaftliche Produkte, die noch nicht durch Chemikalien verseucht sind und viel Sonne und Wind für alternative Energien. Und es besitzt zahlreiche Menschen, die ehrgeizig sind und ihre Situation verbessern wollen. Aber der Kontinent ist auch belastet durch das Erbe von Kolonialismus und Sklaverei und durch die Misswirtschaft der meisten afrikanischen Regierungen in den letzten 50 Jahren. Das Fehlen verantwortlicher politischer Eliten ist für Rupert Neudeck die wichtigste Ursache der afrikanischen Misere, aber auch die westliche Entwicklungspolitik ist reformbedürftig. Der Gründer von CAP ANAMUR kennt die Probleme der humanitären Hilfe seit vielen Jahren aus eigener Anschauung und spart nicht mit Kritik an der Selbstbezogenheit vieler Hilfsorganisationen. Vor allem aber plädiert er im Jahr der afrikanischen Fußballweltmeisterschaft dafür, endlich den kolonialen Blick abzulegen und mehr Vertrauen zu haben in die „Kraft Afrikas“.</p>

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  • Jenseits von Akrika

    Die Kraft Afrikas
    olli2308

    olli2308

    12. February 2014 um 12:57

    Mein erster Kontakt zu dem fremden Kontinent Afrika war die amerikanische Fernsehserie »Daktari« in den frühen 70er Jahren. Wilde Tiere, endlose Steppen, wilde schwarze Ureinwohner und edle weiße Entwicklungshelfer, die der unzivilisierten heimischen Bevölkerung zeigten, wie man die Natur richtig schützt. Das hat mein Bild von Afrika nachhaltig geprägt. Dann kam der Schmachtfetzen »Jenseits von Afrika« in den 80er Jahren in die Kinos, auch hier wurde kräftig idealisiert. Interessiert sich heutzutage jenseits von kitschiger Romantik, Safariurlaub im Nationalpark und dem Helfersyndrom der Entwicklungshelfer noch wirklich jemand für die Belange Afrikas? Es sind wohl auch jetzt, nach der Fußballweltmeisterschaft, nur wenige. Umso mehr hat mich das Buch von Rupert Neudeck aufgerüttelt und für das Sorgenkind Afrika sensibilisiert. Der Afrika-Kenner, der mit seinen »Grünhelmen« eine Entwicklungshilfe von unten leistet, schildert schonungslos die Wirtschaftsmisere auf dem Kontinent, die in den meisten Fällen eine Folge von korrupten Machteliten ist, die den Staat mit ihrem eigenen Bankkonto verwechselt haben. Der beliebten These, dass die afrikanische Mentalität die Hauptursache der verzögerten wirtschaftlichen Entwicklung ist, erteilt er eine klare Absage. Vielmehr habe »die Gier nach Macht und Reichtum der herrschenden Eliten der Misere eine besondere Ausprägung gegeben, der Aufbau Afrikas führte zu hemmungsloser Bereicherung.« Das Buch gibt einen guten geschichtlichen Überblick über die Kolonialisierung, beschreibt die Geschichte einzelner afrikanischer Staaten, erläutert die Probleme in der Gegenwart und beschreibt sehr anschaulich, warum die Form der bisherigen Entwicklungshilfe scheitern musste. Gibt es für Afrika eine Zukunft? Wenn es nach dem Gründer des »Komitee Cup Anamur« geht, unbedingt. Die Bedingung: »Die Europäer müssen aufhören, in kolonialen Kategorien zu denken und beginnen, Eurafrika aufzubauen. Für mich entscheidet sich die Zukunft Eurafrikas an dem Engagement, mit dem wir den afrikanischen Jugendlichen begegnen. Zwei von ihnen erfroren bei einer Flucht, als sie sich im Radlager eines Flugzeugs versteckt hatten, das von Guinea nach Brüssel flog. Sie hatten einen Zettel mit, auf dem stand: Helfen Sie uns, wir haben Probleme, die Probleme sind Krieg, Krankheit und Hunger, und Kinder haben keine Rechte. Wir bitten Sie, eine große Organisation zu gründen, die Afrika hilft, damit es Fortschritte machen kann.«

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