Russ Harris Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei

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Inhaltsangabe zu „Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei“ von Russ Harris

Ausstieg aus der Glücksfalle: Besser leben als dem Glück nachjagen Kann das sein? Dass unsere Vorstellungen über das Glück uns unglücklich machen? Dieses spannende Umdenkbuch beruht auf einem bahnbrechenden Ansatz in der Psychologie: der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Die in kürzester Zeit erlernbaren Techniken haben ihre Wirksamkeit in vielen wissenschaftlichen Studien bewiesen. Die Folge: Sorgen und Stress müssen nicht mehr angestrengt bekämpft werden. Selbst wenn uns Schwierigkeiten begegnen, können wir ein tief erfülltes Leben führen. "Das Buch liegt bei mir am Nachttisch und ich befolge fleißig die Übungsanleitungen. Es ist klug, zugleich leichtfüßig und amüsant und bestimmt eine große Hilfe für viele Menschen. Ach was – für alle eigentlich." Konstantin Wecker Wer versucht, negative Gedanken zu unterdrücken oder mit positiven zu ersetzen, befindet sich in einem ständigen Kampf mit seiner eigenen Natur. Die Evolution hat uns mit einem Gehirn ausgestattet, das über Jahrtausende gelernt hat, negativ zu denken und in Alarmstimmung zu sein, um unser Überleben zu sichern. Der Schlüssel ist, die Herausforderungen und Schwierigkeiten des Lebens und all die schmerzhaften Gedanken und Gefühle, die damit einhergehen, zu akzeptieren. Eine neue Therapieform, die auch in Deutschland immer mehr Fuß fasst, hilft, genau das zu erreichen: die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). ACT basiert auf den uralten östlichen Praktiken der Achtsamkeit, die einen Geisteszustand von Offenheit und Konzentration fördern. Während Achtsamkeit seit Tausenden von Jahren in Disziplinen wie Yoga, Meditation oder den Kampfkünsten gelehrt wird, können die einfachen Techniken der ACT innerhalb von Minuten erlernt werden. »Sehen Sie negative Gedanken als das, was sie sind: Worte, die in Ihrem Kopf auftauchen. Sie müssen sie nicht loswerden, Sie müssen nicht mit ihnen kämpfen, sie unterdrücken oder mit anderen Gedanken ersetzen. Stattdessen lernen Sie, wie Sie sie einfach da sein lassen, ohne gegen sie anzukämpfen. Sie können so ihren Einfluss und ihre Wirkung massiv reduzieren«, meint Dr. Russ Harris. Immer weitere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ACT bei alltäglichen, aber genauso bei schwerwiegenden Problemen wie Depression, Stress, chronischen Schmerzen, Ängsten und Süchten hilft. Eine amerikanische Studie zeigte eines der wohl eindrücklichsten Resultate: Die Wiedereinweisung ins Krankenhaus von Schizophrenie-Patienten halbierte sich innerhalb von sechs Monaten, nachdem die Patienten in nur vier Stunden die Techniken von ACT erlernt hatten. Der weltweite Bestseller: erscheint in 16 Ländern Ein revolutionär neuer Blick auf das, was wirklich zufrieden macht

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  • Rezension zu "Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei" von Russ Harris

    Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    13. January 2011 um 11:37

    Umdenken und Glück ernten Russ Harris, Arzt, Coach, Psychotherapeut und weltweit tätiger Ausbilder für Psychologen und Therapeuten legt mit seinem Buch einen deutlichen und erkennbaren Gegenentwurf zu den vielen, gängigen und oft sehr kurz gegriffenen Glücksratgebern vor. Vor allem die, zu Zeiten weit verbreitete, Form des „positiven Denkens“ war Anlass für ihn, sch mit der Materie fundiert und, vorweg gesagt, äußerst kompetent auseinander zu setzen. Die gängige Vorstellung, dass der Mensch selber „seines Glückes Schmied“ sei, letztlich nur die „richtige“ Methode zu finden und zu verfolgen habe, setzt den Erkenntnissen Russ zu Folge vor allem das Risiko in den Raum, für jedes Scheitern auch wiederum sich selber die Schuld geben zu müssen. Ein Vorgang, der nicht nur kontraproduktiv ist, sondern, vor allem, nicht nötig im Raume steht. Ganz im Gegenteil zu weit verbreitet behaupteten Konzepten, dass Glück zunächst Arbeit im Sinne der Ausmerzung eigener Schwächen und Fehler bedeutet, entwickelt Russ (und legt dies im buch dar), ein Konzept, das vor allem darauf beruht, die eigenen Fehler und Schwächen, das eigene Versagen und die eigenen Unzulänglichkeiten anzunehmen und auf diesem eher indirekten Wege zum Glück zu finden, statt es zwingen zu wollen. ACT (Akzeptanz und Commitment Therapie) folgt der Erkenntnis, dass niemand gegen sich selbst zu leben vermag. Lebt man aber mit sich und den eigenen Stärken und Schwächen, folgen konstruktive Verhaltensänderungen fast von selbst und eine positive Lebensgrundhaltung stellt sich ein. Ähnlich wie die Variable der bedingungslosen Akzeptanz im Rahmen der Gesprächstherapie nach Carl Rogers setzt Russ somit vor allem auf die konstruktive Entwicklungsrichtung des Organismus, die durch Akzeptanz des Standes der Dinge ihre Kraft zur Veränderung beginnt, frei zu setzen. Dies basiert auf der, mittlerweile durchaus breiter bekannten, Haltung der Achtsamkeit, die sich zum Ziel setzt, oft unbewusste Vorgänge im eigenen Inneren ins Bewusstsein zu heben und achtsam wert zu schätzen. Erst wenn, oft unnötiger und künstlich erzeugter, Stress mit sich selbst befriedet wird, ist der Weg für ein sinnvolles und erfülltes Leben offen. Dies die Kernthese des Buches. Eine These, die Russ in vielfacher Hinsicht praktisch nutzbar zu gestalten versteht. Beileibe keine theoretische Abhandlung ist es, die er vorlegt, sondern in Form und Stil ein einfach verständliches und zur Eigenarbeit anregendes Buch. Die erläuternden Teile des Buches sind in einfacher und leicht verständlicher Sprache gehalten, die „Glücksfalle“ moderner Ratgeber wird in wenigen Sätzen entzaubert, die eigene Methode in ebenso einfachen Formulierungen einprägsam vorgestellt. Eine Vielzahl von erläuternden Fallbeispielen, von prägnanten Texten, gelungenen Zusammenfassungen und Arbeitsmaterialen führen fast spielerisch zur Erkenntnis dessen, wie man selbst die eigene „Glücksfalle“ baut, wie man dieser entkommt und sich selbst Schritt für Schritt auf eine andere, konstruktivere Spur setzt. Bedeutsam für die eigene Spur des Lebens ist das „Drang Surfen“, die Möglichkeit, im eigenen Inneren zu spüren, wohin die eigene Person möchte, welcher Drang entsteht und wie man, im Bilde, auf diesem Drang entspannt „surft“, statt ihn entweder zu bekämpfen oder zwanghaft umsetzten zu wollen. Das eigene Wollen zu spüren, dabei entspannt zu bleiben und dann dem eigenen Wollen zu folgen, dafür setzt Russ eine Vielzahl von Erkenntnissen, Übungen, Möglichkeiten und, vor allem, den Mut, ganz eigene Wege zu finden ohne sich durch vermeintliche Ratgeber oder Normen beirren zu lassen. Ein gesundes Gleichgewicht wird entstehen, in dem der persönliche „Drang“ seinen Weg findet, ohne die zwanghafte Kontrolle zu übernehmen. Ein tatsächliches „Umdenkbuch“ ist Russ gelungen, in dem er verständlich und mit vielen Übungen und Beispielen versehen, mit der geprägten Vorstellung von Glück ausführlich aufräumt und Wege aus zwanghaften Glücksfallen eröffnet, die einfach umzusetzen und zu erproben sind. Fundiert und kompetent weist Russ auf diese Art und Weise eine Vielzahl von vermeintlichen Glücksratgebern deutlich in die Schranken und eröffnet eigene und sinnvollere Wege.

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