Der weiße Schatten

von Russell Banks 
2,5 Sterne bei2 Bewertungen
Der weiße Schatten
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Inhaltsangabe zu "Der weiße Schatten"

Die berührende Geschichte einer ungewöhnlich starken Frau zwischen Afrika und Amerika
Hannah Musgrave lebt seit Jahren auf einer abgelegenen Farm im Osten der USA. Niemand in dem kleinen Ort weiß von ihrem bewegten Leben: Hannah war in den 60ern Mitglied einer radikalen Studentenbewegung und musste sich vor dem FBI verstecken. Sie floh nach Liberia und begann ein neues Leben. Doch als dort der Bürgerkrieg ausbricht, wird sie ausgewiesen. Jetzt, mit 60 Jahren, wagt sie endlich nachzuforschen, was aus ihren drei Söhnen geworden ist, die sie damals zurückließ …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442737017
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:511 Seiten
Verlag:btb Verlag (TB)
Erscheinungsdatum:05.11.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor einem Jahr
    Hat mir nicht wirklich gefallen

    Mir hat das Buch nicht wirklich gefallen. Durch die ersten 100/200 Seiten musste ich mich quälen und auch danach las ich nur weiter, um zu erfahren was mit ihren Söhnen geschah. Mich hat die Erzählform gestört. Nicht der Ich-Erzähler, sondern dass es erst kaum Dialoge gab und dauernd zwischen den Ereignissen gesprungen wurde.

    Positiv ist zu erwähnen, dass offen über Themen wie Homosexualität und Rassenkonflikte gesprochen wird. Auch wirkt die Geschichte gut in die realen Ereignisse, den Bürgerkrieg in Liberia, eingebettet und die politische Lage wird geschildert. Die Beschreibungen sind sehr detailiert, sodass die Landschaft und die Atmosphäre, die Stimmungen, gut eingefangen sind. Die genauen Beschreibungen waren aber manchmal zu viel. Genau wurde erzählt, wie Hühner geschlachtet werden - bis ins kleinste Detail, auch, wie man sie hinterher verarbeitet. Und auch Verstümmelungen der Menschen oder Schimpansen wurden genau erwähnt, was mich schockiert und auch abgestoßen hat.

    Womit ich schon zum Störfaktor komme, der als erstes im Buch auftrat: die Schimpansen. Hannah ist so versessen auf diese Tiere, dass sie ihre eigenen Kinder nicht so sehr lieben kann wie die Schimpansen. Sie spricht andauernd von ihnen, wie ungerecht sie behandelt werden, wie sehr sie sie verraten hat und so weiter. Ich gebe zu nach einer Weile immer weitergeblättert zu haben, wenn es um diese Tiere ging. Natürlich kann die Protagonistin nichts dafür, wie sie fühlt, aber mich hat es dennoch gestört und ich hatte Probleme, mit ihr mitzufühlen oder sie auch nur zu mögen.


    Zudem ist die Sprache offen: alles wird beim Namen genannt, Sexualität ausschweifend gelebt und beschrieben und auch hier erfährt man Details, die nicht interessieren und die für mich nicht relevant für die Ereignisse waren. Aber am meisten hat mich Hannah selbst gestört. Ich konnte ihr Handeln, Fühlen einfach nicht verstehen. Deshalb konnte ich nicht mit ihr mitleben und die Geschichte konnte mich nicht genug fesseln, um das Problem auszugleichen.
    ____________________
    ursprünglich 2010 hier veröffentlicht

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    Buecherstapels avatar
    Buecherstapelvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der weiße Schatten" von Russell Banks

    Von der Ich-Erzählerin Hannah wissen die Nachbarn in den Adirondack-Mountains nur, dass sie in den 70ern jahrelang in Afrika gelebt hat. Keine von uns ist "drogenfrei, jungfräulich oder auch nur zeitweise Vegetarierin" stellt sie lapidar über sich und die Arbeiterinnen auf ihrer Farm fest. Sie hat sich Dawn genannt, dann wieder Hannah – und nun mit über 60 Jahren reist die Frau noch einmal nach Liberia, um ihre inzwischen erwachsenen Söhne zu treffen, die sie damals bei deren Vater zurück lassen musste. Hannah ist eine direkte Person, die sich zu ihrem alternden Körper, über die Beziehung zu ihrem Mann Woodrow und zu ihrer Vergangenheit als Möchtegern-Terroristin ausgesprochen illusionslos und nüchtern äußert. Die Vorstellung der Amerikaner von Afrika ist begrenzt und so fällt niemandem auf, dass Hannah manipuliert, verschweigt, dass sie immer nur aus ihrem Leben erzählt, was ihr Gegenüber ihrer Meinung nach vertragen kann. Hannahs Nüchternheit macht es den Lesern schwer, ihre Motive nachzuvollziehen. Die sachliche, fast wissenschaftliche Art, in der sie berichtet, dass ihr ihr Affen-Schutzprojekt mehr am Herzen gelegen hat als die eigenen Kinder, war für mich ein schwer zu verdauender Brocken. Dennoch ein faszinierendes Frauenportrait, geschrieben von einem Mann, zu dessen Stärken die Darstellung weiblicher Sexualität nicht gehört..

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