Ruth Berger

 4 Sterne bei 83 Bewertungen
Autorin von Eisweihnacht, Gretchen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ruth Berger

Ruth Berger ist Historikerin und Autorin der Romane Die Reise nach Karlsbad, Die Druckerin, Miss Lucy Steele und Gretchen, die von der Presse alle begeistert aufgenommen wurden. Ruth Berger lebt in Frankfurt.

Alle Bücher von Ruth Berger

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Eisweihnacht

Eisweihnacht

 (21)
Erschienen am 01.11.2013
Gretchen

Gretchen

 (20)
Erschienen am 01.12.2008
Die Druckerin

Die Druckerin

 (10)
Erschienen am 01.04.2005
Die Reise nach Karlsbad

Die Reise nach Karlsbad

 (9)
Erschienen am 01.03.2003
Der Seelenarzt

Der Seelenarzt

 (6)
Erschienen am 01.03.2012
Miss Lucy Steele

Miss Lucy Steele

 (6)
Erschienen am 02.05.2006
Gretchen, Ein Frankfurter Kriminalfall

Gretchen, Ein Frankfurter Kriminalfall

 (5)
Erschienen am 20.07.2007
Eisweihnacht: Eine Wundergeschichte

Eisweihnacht: Eine Wundergeschichte

 (4)
Erschienen am 09.11.2012

Neue Rezensionen zu Ruth Berger

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winter-chills avatar

Rezension zu "Eisweihnacht" von Ruth Berger

Tolle Weihnachtsgeschichte vor historischer Kulisse
winter-chillvor 2 Jahren

1844 in Frankfurt am Main, kurz vor Weihnachten: Der Winter ist in diesem Jahr so kalt, wie seit Generationen nicht mehr. Sogar der Main ist zugefroren. Unter der Kälte leidet auch das Geschäft des Großhändlers Best – alle teuren Weinflaschen im Kellergewölbe sind bei den Minustemperaturen einfach zersprungen. Furchtbar, denn Best steht sowieso schon kurz vor dem Konkurs. Vor diesem Hintergrund steht das Leben seiner Tochter Elise Kopf – die 30jährige lebt noch im Haushalt des Vaters und ist unverheiratet – wahrscheinlich weil sie ein lahmes Bein hat, wie ihr immer wieder gesagt wird. Jetzt will der Vater sie aber so schnell wie möglich versorgt wissen, einziger Heiratskandidat ist aber ein verwitweter alter Pfarrer mit fünf Kindern. Während Elise versucht, aus der Situation herauszukommen, stehen plötzlich die junge Marie und der Waisenjunge Josua vor der Türe – halb erfroren und ohne Unterkunft für die Nacht. Mit „Eisweihnacht“ ist Ruth Berger eine kurzweilige, wunderschöne Weihnachtsgeschichte vor historischer Kulisse gelungen – ganz ohne Kitsch und Gefühlsduselei, aber trotzdem mit ganz viel Herz. Elise ist ein toller Charakter, die für ihr eigenes Glück kämpft, aber auch anderen hilft. Obwohl ihre Situation verfahren scheint, lässt sie sich nicht unterkriegen. Der Schreibstil ist großartig – so fängt Ruth Berger wunderbar die Atmosphäre der Weihnachtszeit im 19. Jahrhundert ein. Das historische Frankfurt wird so gut beschrieben, dass man sich selbst durch die verschneiten Straßen gehen sieht und die eisige Kälte spürt. Zwischendurch muss man aber auch immer mal wieder schmunzeln. Nett fand ich es auch, dass Ruth Berger einige historische Persönlichkeiten in die Geschichte mit eingearbeitet hat (z.B. Schopenhauers Pudel oder Dr. Hoffmann, den Verfasser des Struwwelpeter). Eine absolute Leseempfehlung für die Vorweihnachtszeit.

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Blackfairy71s avatar

Rezension zu "Eisweihnacht" von Ruth Berger

Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte
Blackfairy71vor 2 Jahren

"Eisweihnacht" spielt im Jahr 1844 in Frankfurt und im Mittelpunkt steht die dreißigjährige Elise Best, die noch unverheiratet zuhause lebt und seit Jahren ihrem verwitweten Vater im Geschäft hilft. Dieser Winter ist besonders kalt mit viel Schnee und Minustemperaturen wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Darunter leidet auch das Geschäft und der Vater eröffnet Elise, dass sie kurz vor dem Konkurs stehen. Deswegen möchte er seine Tochter möglichst schnell verheiraten, damit sie versorgt ist. Der potentielle Ehemann ist ein Pfarrer aus Norddeutschland, verwitwet mit fünf Kinder und mindestens zwanzig Jahre älter als Elise. Nicht unbedingt das, was sie sich für die Zukunft erhofft.  
Während Elise versucht, irgendwie aus der Situation herauszukommen, steht die junge Marie mit dem kleinen Josua vor der Tür, halb erfroren und ohne Bleibe. Der Junge wurde nach dem Tod der Eltern von seiner Tante nach Frankfurt zu einem entfernten Verwandten geschickt, den er nicht kennt und dessen Adresse anscheinend auch nicht mehr stimmt. Elise nimmt die beiden auf und kümmert sich um den Waisenjungen, auch wenn der Vater nicht begeistert ist. Denn seit seine erste Frau an Weihnachten starb und die zweite ihn am Heiligen Abend wegen eines anderen verlassen hat, hat er für Weihnachten nichts mehr übrig und ist in dieser Zeit besonders schlecht gelaunt. Aber Elise ist froh über die Ablenkung, so kann sie den heiratswilligen Pfarrer noch etwas hinhalten. Und zum Ende gibt es noch eine große Überraschung für alle Beteiligten.

Dies war mal ein Weihnachtsroman, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Eine wunderschöne Geschichte aus dem historischen Frankfurt, mit viel Herz, aber keineswegs kitschig. Auch Schmunzeln musste ich zwischendurch immer wieder, der Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich sehr gut. Ich hatte bisher noch nichts von Ruth Berger gelesen, aber ich glaube, das sollte ich ändern. 
Die ganze Aufmachung des Buches ist sehr schön und die Illustrationen sehr liebevoll und passend. So hätte ich mir Elise auch vorgestellt. 
Auch habe ich wieder etwas gelernt und zwar den Brauch des Frankfurter Quetschemännchens: Früher war es Brauch, dass junge Männer ihrer Angebeteten ein Quetschemännchen schickten. Wenn sie es behielt, dann konnte der Mann sicher sein, dass sie auch interessiert war. Schickte sie das Männchen allerdings zurück, dann war er abgeblitzt. 

Fazit: Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und die perfekt in diese Zeit passt. Und die rund 120 Seiten kann man gemütlich an einem Adventssonntag lesen. 

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FreydisNeheleniaRainersdottirs avatar

Rezension zu "Eisweihnacht" von Ruth Berger

Ein unvergessliches Weihnachtsfest im kältesten Winter, der je über Frankfurt herein gebrochen ist
FreydisNeheleniaRainersdottirvor 2 Jahren

Die dreißigjährige Elise lebt noch immer unverheiratet im Haushalt ihres Vaters, dem Händler Best und hilft im in seinem Kontor. Jedoch kommt der Vater in arge, finanzielle Bedrängnis und sieht keinen anderen Ausweg, seiner Tochter zu helfen, als sie mit einem mehrere Jahre älteren Pfarrer zu verheiraten. Mit ihren dreißig Jahren, dem roten Kraushaar und ihrem Hinkebein stellt Elise keine gute Partie da und weiß, dass die Vermählung mit dem alten Pfaffen ihre letzte Chance darstellt, überhaupt noch unter die Haube zu kommen und eine eigene Familie zu gründen, ihr Herz aber sagt ihr, dass sie den Fehler ihres Lebens begeht, wenn sie in diese Ehe einwilligt.

Als die Mutter des kleinen Josua stirbt, ist er von Heute auf Morgen ein Waisenkind und seine Onkel und Tanten können ihn nicht aufnehmen. Mit einem Brief in der Tasche wird er nach Frankfurt geschickt. Dort soll er seinen Onkel, den Kaufmann Goldfarb aufsuchen. Doch auf dem Weg nach Frankfurt verunfallt die Kutsche, in die Josua von seinen gesetzt wurde und der arme junge wird zu Fuß weitergeschickt. Es ist der kälteste Winter aller Zeiten und Josua ist nach einer kurzen Strecke so erschöpft, dass er sich in den Schnee setzt, um auszuruhen und dabei beinahe erfriert. Doch eine gute Seele rettet ihn und bringt ihn nach Frankfurt. Ob der kleine Mann wohl vor Weihnachten noch bei seiner Familie unterkommt?

Ruth Bergers Weihnachtsgeschichte, die im historischen Frankfurt spielt, hat mir sehr gut gefallen. Auch dass sie historische Persönlichkeiten mit ins Geschehen eingeflochten und wie sie das Frankfurt der damaligen Zeit beschrieben hat. Auch kann man beim Lesen ihres Buches die Atmosphäre der Weihnachtsfeste des 19. Jahrhunderts gut erahnen. Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte mit einem wundervollen Happy End, wenn es auch ein ganz anderes ist, als man erwartet.

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Zusätzliche Informationen

Ruth Berger wurde am 01. Januar 1967 in Kassel (Deutschland) geboren.

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