Ruth Berger Eisweihnacht

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Inhaltsangabe zu „Eisweihnacht“ von Ruth Berger

Wenn aus Wünschen Wunder werden.

Der Waisenjunge Josua wird im Eiswinter 1844 in Frankfurt auf die Straße gesetzt. Halberfroren läuft er Elise Best über den Weg, die allerdings eigene Sorgen hat: Ihr Vater hat soeben den Bankrott des Geschäftes verkündet. Elise soll sofort heiraten, um versorgt zu sein. Dummerweise hat sie ein lahmes Bein, und der einzige sich anbietende Heiratskandidat ist ein alter Pfarrer. Ein Weihnachtswunder muss her, für Elise und für Josua.

Eine wunderbare Geschichte über einen grantigen Kaufmann, seiner (auf ihre ganz eigene Art) liebenswerte Tochter und das späte Glück.

— FreydisNeheleniaRainersdottir

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

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  • Tolle Weihnachtsgeschichte vor historischer Kulisse

    Eisweihnacht

    winter-chill

    11. December 2016 um 11:16

    1844 in Frankfurt am Main, kurz vor Weihnachten: Der Winter ist in diesem Jahr so kalt, wie seit Generationen nicht mehr. Sogar der Main ist zugefroren. Unter der Kälte leidet auch das Geschäft des Großhändlers Best – alle teuren Weinflaschen im Kellergewölbe sind bei den Minustemperaturen einfach zersprungen. Furchtbar, denn Best steht sowieso schon kurz vor dem Konkurs. Vor diesem Hintergrund steht das Leben seiner Tochter Elise Kopf – die 30jährige lebt noch im Haushalt des Vaters und ist unverheiratet – wahrscheinlich weil sie ein lahmes Bein hat, wie ihr immer wieder gesagt wird. Jetzt will der Vater sie aber so schnell wie möglich versorgt wissen, einziger Heiratskandidat ist aber ein verwitweter alter Pfarrer mit fünf Kindern. Während Elise versucht, aus der Situation herauszukommen, stehen plötzlich die junge Marie und der Waisenjunge Josua vor der Türe – halb erfroren und ohne Unterkunft für die Nacht. Mit „Eisweihnacht“ ist Ruth Berger eine kurzweilige, wunderschöne Weihnachtsgeschichte vor historischer Kulisse gelungen – ganz ohne Kitsch und Gefühlsduselei, aber trotzdem mit ganz viel Herz. Elise ist ein toller Charakter, die für ihr eigenes Glück kämpft, aber auch anderen hilft. Obwohl ihre Situation verfahren scheint, lässt sie sich nicht unterkriegen. Der Schreibstil ist großartig – so fängt Ruth Berger wunderbar die Atmosphäre der Weihnachtszeit im 19. Jahrhundert ein. Das historische Frankfurt wird so gut beschrieben, dass man sich selbst durch die verschneiten Straßen gehen sieht und die eisige Kälte spürt. Zwischendurch muss man aber auch immer mal wieder schmunzeln. Nett fand ich es auch, dass Ruth Berger einige historische Persönlichkeiten in die Geschichte mit eingearbeitet hat (z.B. Schopenhauers Pudel oder Dr. Hoffmann, den Verfasser des Struwwelpeter). Eine absolute Leseempfehlung für die Vorweihnachtszeit.

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    • 2
  • Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte

    Eisweihnacht

    Blackfairy71

    05. December 2016 um 09:49

    "Eisweihnacht" spielt im Jahr 1844 in Frankfurt und im Mittelpunkt steht die dreißigjährige Elise Best, die noch unverheiratet zuhause lebt und seit Jahren ihrem verwitweten Vater im Geschäft hilft. Dieser Winter ist besonders kalt mit viel Schnee und Minustemperaturen wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Darunter leidet auch das Geschäft und der Vater eröffnet Elise, dass sie kurz vor dem Konkurs stehen. Deswegen möchte er seine Tochter möglichst schnell verheiraten, damit sie versorgt ist. Der potentielle Ehemann ist ein Pfarrer aus Norddeutschland, verwitwet mit fünf Kinder und mindestens zwanzig Jahre älter als Elise. Nicht unbedingt das, was sie sich für die Zukunft erhofft.  Während Elise versucht, irgendwie aus der Situation herauszukommen, steht die junge Marie mit dem kleinen Josua vor der Tür, halb erfroren und ohne Bleibe. Der Junge wurde nach dem Tod der Eltern von seiner Tante nach Frankfurt zu einem entfernten Verwandten geschickt, den er nicht kennt und dessen Adresse anscheinend auch nicht mehr stimmt. Elise nimmt die beiden auf und kümmert sich um den Waisenjungen, auch wenn der Vater nicht begeistert ist. Denn seit seine erste Frau an Weihnachten starb und die zweite ihn am Heiligen Abend wegen eines anderen verlassen hat, hat er für Weihnachten nichts mehr übrig und ist in dieser Zeit besonders schlecht gelaunt. Aber Elise ist froh über die Ablenkung, so kann sie den heiratswilligen Pfarrer noch etwas hinhalten. Und zum Ende gibt es noch eine große Überraschung für alle Beteiligten.Dies war mal ein Weihnachtsroman, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Eine wunderschöne Geschichte aus dem historischen Frankfurt, mit viel Herz, aber keineswegs kitschig. Auch Schmunzeln musste ich zwischendurch immer wieder, der Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich sehr gut. Ich hatte bisher noch nichts von Ruth Berger gelesen, aber ich glaube, das sollte ich ändern. Die ganze Aufmachung des Buches ist sehr schön und die Illustrationen sehr liebevoll und passend. So hätte ich mir Elise auch vorgestellt. Auch habe ich wieder etwas gelernt und zwar den Brauch des Frankfurter Quetschemännchens: Früher war es Brauch, dass junge Männer ihrer Angebeteten ein Quetschemännchen schickten. Wenn sie es behielt, dann konnte der Mann sicher sein, dass sie auch interessiert war. Schickte sie das Männchen allerdings zurück, dann war er abgeblitzt. Fazit: Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und die perfekt in diese Zeit passt. Und die rund 120 Seiten kann man gemütlich an einem Adventssonntag lesen. 

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    • 12
  • Ein unvergessliches Weihnachtsfest im kältesten Winter, der je über Frankfurt herein gebrochen ist

    Eisweihnacht

    FreydisNeheleniaRainersdottir

    04. December 2016 um 15:29

    Die dreißigjährige Elise lebt noch immer unverheiratet im Haushalt ihres Vaters, dem Händler Best und hilft im in seinem Kontor. Jedoch kommt der Vater in arge, finanzielle Bedrängnis und sieht keinen anderen Ausweg, seiner Tochter zu helfen, als sie mit einem mehrere Jahre älteren Pfarrer zu verheiraten. Mit ihren dreißig Jahren, dem roten Kraushaar und ihrem Hinkebein stellt Elise keine gute Partie da und weiß, dass die Vermählung mit dem alten Pfaffen ihre letzte Chance darstellt, überhaupt noch unter die Haube zu kommen und eine eigene Familie zu gründen, ihr Herz aber sagt ihr, dass sie den Fehler ihres Lebens begeht, wenn sie in diese Ehe einwilligt. Als die Mutter des kleinen Josua stirbt, ist er von Heute auf Morgen ein Waisenkind und seine Onkel und Tanten können ihn nicht aufnehmen. Mit einem Brief in der Tasche wird er nach Frankfurt geschickt. Dort soll er seinen Onkel, den Kaufmann Goldfarb aufsuchen. Doch auf dem Weg nach Frankfurt verunfallt die Kutsche, in die Josua von seinen gesetzt wurde und der arme junge wird zu Fuß weitergeschickt. Es ist der kälteste Winter aller Zeiten und Josua ist nach einer kurzen Strecke so erschöpft, dass er sich in den Schnee setzt, um auszuruhen und dabei beinahe erfriert. Doch eine gute Seele rettet ihn und bringt ihn nach Frankfurt. Ob der kleine Mann wohl vor Weihnachten noch bei seiner Familie unterkommt? Ruth Bergers Weihnachtsgeschichte, die im historischen Frankfurt spielt, hat mir sehr gut gefallen. Auch dass sie historische Persönlichkeiten mit ins Geschehen eingeflochten und wie sie das Frankfurt der damaligen Zeit beschrieben hat. Auch kann man beim Lesen ihres Buches die Atmosphäre der Weihnachtsfeste des 19. Jahrhunderts gut erahnen. Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte mit einem wundervollen Happy End, wenn es auch ein ganz anderes ist, als man erwartet.

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  • Die schönsten Weihnachtsbücher und Winterbücher 2013 - welche lest ihr in diesem Jahr?

    Daniliesing

    Ich persönlich liebe ja den Winter, weil es eine wunderbare Zeit zum Lesen ist. Man kann es sich dann so toll mit einem Buch und einem Kakako eingekuschelt gemütlich machen. Jedes Jahr lese ich auch ein paar Weihnachts- und Winterbücher und wollte einfach mal fragen, wer das noch so macht? Habt ihr Lust, hier einfach mal zu erzählen, welche Bücher ihr dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit lesen möchtet? Habt ihr schon welche im Blick? Ich fände es klasse, wenn wir uns hier bis Weihnachten über unsere Entdeckungen austauschen und damit natürlich auch tolle neue weihnachtliche Bücher entdecken können. Ich habe gerade mal meine Bücher zusammengesucht (Foto angehängt), die ich dieses Jahr zus Auswahl hätte. Teilweise sind es Neuerscheinungen aber auch schon ältere Bücher, die ich leider noch nicht geschafft habe zu lesen. Was lest ihr gern in der Weihnachtszeit - was wollt ihr 2013 lesen? Ich bin neugierig :-)

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    • 183
  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 1017
  • Rezension zu "Eisweihnacht" von Ruth Berger

    Eisweihnacht

    SiCollier

    17. November 2012 um 10:00

    „Eine Wundergeschichte“ nennt der Verlag dieses Büchlein, und das trifft es eigentlich recht gut. Denn auch wenn der Begriff „Weihnacht“ im Titel enthalten ist, würde ich persönlich es eher als Winter- denn als Weihnachtsbuch bezeichnen. Als Winter-Wunder-Geschichte allerdings hat es mir recht gut gefallen. Von dem edel ausgestatteten Bändchen geht eine eigenartige Faszination aus. Das fängt beim Titelbild an, geht beim Einband (Halbleinen!) weiter bis hin zu Fadenheftung, dem angenehmen Satzspiegel und Druckbild und - nicht zu vergessen - den passenden Illustrationen, die so richtig dazu angetan sind, einen in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückzuversetzen. Oder kurz gesagt: eine runde Sache - SO sollen schöne Bücher aussehen! Was mich positiv überrascht hat war, daß die Autorin auch für solch ein kleines Büchlein sehr auf stimmige Details geachtet hat. So habe ich gestutzt, als von einer Holzeisenbahn die Rede war. Man erinnere sich: die erste deutsche Eisenbahn fuhr im Jahre 1835, also neun Jahre vor den hier erzählten Ereignissen, zwischen Nürnberg und Fürth. Aber es stimmt: wie ich gefunden habe, erhielt ein gewisser Johann Wolfgang von Goethe bereits im Jahre 1829 ein Modell der Rocket (der ersten englischen Dampflok) geschenkt. Es gab also tatsächlich bereits Holzeisenbahnen! Oder ein paar Redewendungen, über die ich gestolpert bin, haben sich als ebenfalls treffend herausgestellt. Ruth Berger hat es geschafft, selbst in diesem nur 125 Seiten starken Büchlein in der Tat den harten Winter 1844 erstehen zu lassen. Unterstützt durch ihre, passend altertümlich wirkende, Sprache haucht sie längst vergangenen Tagen neues Leben ein und gibt ein Gefühl davon, wie es damals war. Sicher ist das nur ein sehr kleiner Ausschnitt, und gewißlich ist manches - das gehört zum Genre dazu - ab einem bestimmten Punkt vorhersehbar. Dennoch hebt sich das Büchlein wohltuend von vielen anderen ab: es verbindet eine „Winter-Wunder-Erzählung“ gekonnt mit einen historischen Roman. (Die Schreibweise der Autorin hat mir übrigens so gut gefallen, daß ich mir weitere Bücher von ihr besorgen werde.) Am Ende hatte ich das Gefühl, als ob ich die Figuren schon seit langer Zeit kennen würde, als ob sie zu meinem Freundeskreis gehören und ich sie, wenn ich wieder mal nach Frankfurt fahre, bei der Gelegenheit besuchen würde. Mit anderen Worten: die Autorin hat mich völlig in ihren Bann gezogen. Eben auch dadurch, daß die Ebene des tatsächlich Möglichen nie verlassen wurde, daß das Leben so geschildert wurde, wie es damals tatsächlich hätte sein können, und daß selbst die „Wunder“ sich in dieses nahtlos einfügen. Gegen Ende hat mich die Autorin dann nochmals völlig überrascht - und selbst diese Überraschung war höchst glaubwürdig. So hat dieses Büchlein die Erwartungen, die ich darein hatte, mehr als erfüllt, und ich werde das als Wintergeschichte sicherlich noch das eine oder andere Mal lesen. Kurzfassung Eine Winter-Wunder-Geschichte aus dem eiskalten winterlichen Frankfurt des Jahres 1844, so recht für einen Winterabend geeignet. Leseempfehlung!

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