Ruth Berger Gretchen

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Inhaltsangabe zu „Gretchen“ von Ruth Berger

Das wahre Gretchen

Frankfurt im Jahr 1771. Die Dienstmagd Susann wird von ihrer eigenen Schwester bezichtigt, ihr Neugeborenes getötet zu haben. Wenige Tage später lässt sich die Flüchtige am Stadttor widerstandslos festnehmen. Im Römer beginnt der Prozess gegen sie.
Der Fall erregt die Gemüter. Und als Susann schließlich auf dem Rossmarkt enthauptet wird, ist unter den Zuschauern ein Bürgerssohn namens Johann Wolfgang Goethe.
Das Schicksal der Kindsmörderin ließ den jungen Juristen nicht mehr los; er setzte ihr mit dem Gretchen ein Denkmal. Ruth Berger befreit die historische Figur aus dem Schatten der literarischen und zeigt uns ein Frauenleben: spannend, hautnah und zutiefst bewegend.

'Ruth Berger zeichnet ein lebendiges und detailgetreues Bild Frankfurts und seiner Bewohner.' Frankfurter Rundschau

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  • Beeindruckende Umsetzung eines Frankfurter Kriminalfalls

    Gretchen

    Penelope1

    Inhalt: 1771: Die Frankfurter Dienstmagd Susann Margaretha Brand wird von ihrer eigenen Schwester angezeigt, ihr neugeborenes Kind getötet zu haben. Dabei war sie doch gar nicht schwanger – oder? Susann wird als Kindsmörderin festgenommen und rückblickend wird das letzte Jahr vor der Geburt des Kindes beleuchtet: Susann’s Charakter, ihre Familie, ihre Lebensumstände… Ihr wird der Prozess gemacht, die Gemüter sind erregt und die Stimmungen schwanken. Wie konnte es dazu kommen?! Meine Meinung: Als ich das Buch mit dem Titel „Gretchen“ in meiner Lieblingsbuchhandlung sah, dachte ich sofort an Gretchen aus Goethe’s „Faust“ – und siehe da: auch wenn der Name der der Faust-Figur zweifellos aus anderer Quelle kommt, legt Goethe seinem Gretchen Worte in den Mund, die die Dienstmagd Susann Margaretha Brand gesprochen hat. Eine Frau, die im Jahr 1772 in Frankfurt Aufsehen erregt hat – genauso wie ihr „Fall“ – in doppelter Hinsicht… Tatsächlich hat die Autorin Ruth Berger vor dem Hintergrund des wahren Kriminalfalls der Dienstmagd Susann Brand einen beeindruckenden historischen Roman geschrieben, der lebendiger kaum sein könnte. Intensiv recherchiert und lebensnah umgesetzt, zeichnet sie ein detailgetreues Bild Frankfurts im 18. Jahrhundert, seiner Menschen, ihres Lebensstils und ihrer Einstellungen. Die Autorin, die selbst in Frankfurt lebt und arbeitet, führt den Leser durch Frankfurt’s alte Gassen, man spürt ihre Liebe zu dieser Stadt, zu seinen Menschen, auch wenn das Leben im 18. Jahrhundert alles andere als einfach war und die Gesellschaft geradezu gefangen war in ihren oft starren Ansichten. Und die Protagonistin Susann: sie wirkt 100% authentisch – als schwarzes Schaf ihrer Familie mit zwei älteren Schwestern, denen ihr Verhalten seit jeher ein Dorn im Auge ist, handelt sie als Kind ihrer Zeit: stets bemüht, sich anzupassen, scheiternd an ihren Charaktereigenschaften und den Einstellungen ihrer Mitmenschen. Ein fiktiver Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert. Zusammen mit einem sprachlich packenden und der Zeitepoche angepassten Erzählstil – unter Verwendung der damals gebräuchlichen Ausdrücke – zieht die Autorin den Leser vollkommen in den Bann. Man erfährt hautnah sowohl, wie es zu dem „Fall“ kommen konnte, aber auch über die Umstände der Untersuchung, des Urteils und der Vollstreckung desselben. Auch der Bürgerssohn Wolfang Goethe und seine Familie, die genau zu dieser Zeit auch in Frankfurt lebte, begegnen der angeklagten Susann Margaretha Brand, die vielleicht später sogar als Vorlage für Faust’s Gretchen gedient hat - wer weiß…? Auf jeden Fall erlebt man Goethe hier einmal erfrischend anders und auch hier hat Ruth Berger m.E. den richtigen „Nerv getroffen“. Fazit: Oft sehr detailliert, stets glaubwürdig, und einfach nur lesenswert für alle Liebhaber ernsthafter historischer Romane – für alle, die eintauchen möchten in das Leben im 18. Jahrhundert, basierend auf dem wahren Kriminalfall einer Frankfurter Dienstmagd, die vielleicht sogar als Vorlage für Faust’s Gretchen diente…

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    • 5
  • Leserunde zu "Worte in meiner Hand" von Guinevere Glasfurd

    Worte in meiner Hand

    aba

    "Ich wollte Wörter, eine Notiz – aber es gab keine. Er war gegangen, ohne sich zu verabschieden." Mit ihrem historischen Debütroman "Worte in meiner Hand" ist der britischen Schriftstellerin Guinevere Glasfurd ein grandioses Werk über eine außergewöhnliche Liebe im Amsterdam der 1630er Jahre gelungen. Hauptdarsteller dieser Geschichte sind der französische Philosoph und Naturwissenschaftler René Descartes und seine Dienstmagd Helene Jans. Während ihrer Recherchearbeit hat Guinevere Glasfurd Descartes' gesamte Korrespondenz gelesen und dabei interessante Fakten über ihn erfahren - zum Beispiel, dass er Frauen als intelligente Wesen schätzte, etwas, das zu jener Zeit nicht selbstverständlich war. Man geht davon aus, dass Descartes zahlreiche Briefe an Helene Jans geschrieben hat, Briefe, die für Guinevere Glasfurd sehr wichtig wären, weil sie Descartes unter einem neuen Licht zeigen würden: aus der Sicht von einer Frau, die ihn geliebt hat. Seid ihr neugierig geworden? Zum Inhalt Amsterdam, 1630er Jahre. Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein großes Glück für sie, denn sie kann lesen und schreiben und geht mit offenen Augen durch die Welt. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und Helena ist angewiesen, ihn „Monsieur“ zu nennen. Der Fremde zieht viele Besucher an, und sie erfährt seinen echten Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was unmöglich ist: Sie ist Calvinistin, er Katholik. Sie ist nur eine einfache Magd, er Europas aufstrebender Philosoph. Die beiden sind zwei kühne, mitreißende Geister, die sich von dem Standesdünkel des Goldenen Zeitalters in Holland nicht aufhalten lassen. Zur Autorin Guinevere Glasfurd ist im bergigen Norden Englands aufgewachsen, doch jetzt lebt sie in einer der flachsten Gegenden der Welt, am Rand der Fens nahe Cambridge, gemeinsam mit Ehemann, Tochter und zwei Katzen. Die Arbeit an "Worte in meiner Hand" ist vom Arts Council England gefördert worden. Guinevere Glasfurds Texte sind immer wieder ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem TLC's Pen Factor Award. Rechtzeitig zum Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit List 25 Exemplare von "Worte in meiner Hand" unter allen, die diesen niveauvollen historischen Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, besprechen und rezensieren möchten. Was müsst ihr dafür tun? Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr bis zum 12.08. auf diese Frage antwortet: Schreibt ihr echte Briefe? Oder meint ihr, E-Mails sind das bessere Kommunikationsmedium? Auf eure Antworten freue ich mich jetzt schon und wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 970

    kalligraphin

    22. August 2015 um 16:34
    Betsy schreibt Ich war auch etwas überrascht, dass Descartes nur einen kleinen Auftritt bislang hatte und hoffe das ändert sich noch.

    Ich vermisse ihn aber auch nicht. Das Buch ist gut, wie es ist. Außerdem folgt ja nun erstmal eine Rückblende. In den Anmerkungen zur Geschichte heißt es: 'Wenn der Roman dazu beitragen kann, ...

  • Rezension zu "Gretchen" von Ruth Berger

    Gretchen

    winter-chill

    30. September 2012 um 20:20

    Das Gretchen aus Goethes Faust ist wohl beinahe jedem ein Begriff. In ihrem Roman erzählt Ruth Berger nun die wahre Geschichte der Frankfurter Magd Susanna Margaretha Brand, die später als Vorlage für Goethes Gretchen diente. Und wie sie das macht ist wirklich grandios. Absolut fesselnd und hautnah schildert Berger ein bewegendes, tragisches Frauenschicksal. Nebenbei zeichnet die Autorin auch noch ein detailliertes Bild Frankfurts im 18. Jahrhundert mit seinen Bewohnern (auch die Familie Goethe kommt vor). Und der Leser bekommt zudem einen guten Einblick in die Rechts- und Medizingeschichte. Im Grunde ist „Gretchen“ einer der besten historischen Romane, die ich bisher gelesen habe. Die Geschichte ist wahnsinnig gut recherchiert, interessant aufgebaut und packend - auch wenn man im Grunde schon weiß, wie es ausgeht. Anfangs fand ich zwar die Sprache ein wenig gewöhnungsbedürftig, da sich der Roman zum Teil so liest, als wäre er im 18. Jahrhundert entstanden, aber gerade das macht die Geschichte noch viel authentischer. Ein wirklich tolles Buch, das mich sehr bewegt hat.

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  • Rezension zu "Gretchen" von Ruth Berger

    Gretchen

    DrGordon

    24. July 2012 um 18:56

    EIn sensationell gutes Buch. Auch wenn die Abfolge der Geschichte von vornherein bekannt ist bleibt es spannend und interessant zu lesen. Von der ersten bis zur letzten Seite. Das Buch gibt einen guten Einblick in die Denkweise der damaligen Bevölkerung und die daraus folgenden Taten. Auch in das damalige Justizsystem bekommt man eine sehr gutes Gespür. Die Tatsache dass die Brandin nur eine Dienstmagd ist und im Gegensatz zu ihren Schwestern nicht dem (Handwerks) Stand angehoert. Die Schwester werden deswegen juristisch mit Samthandschuhen angefasst. EIn Mehrklassengesellschaft. George Orwellls Farm der Tiere lässt grüssen. Auch was den medizinischen Stand des Wissens damals war und wer was machen durfte. Richtige Ärzte haben sich die Kranken nur angeschaut und dass mit Kleidern! Nackt bzw. teilweile entkleidet nur die unteren Mediziner wie Barber, Wunder etc. Siehe am Beispiel des Medicus. Was zur Folge hat dass die Ärzte letztlich nicht sagen konnten ob Susann Brandin jetzt schwanger ist oder nicht. Wie erkenne ich Schwangerschaften wenn der Bauch als Kriterium nicht gilt. Blutstockung aufgrund der ausbleibenden Regel (der Ordinaire). Hat das damals ein Arzt wirklich geglaubt, Aufgrund von was? Goethe kommt auch vor als junger Mann gerade Jurist geworden. Fausts Gretchen. Man erfährt zumindestens das Goethe ein Todesstrafen Befürworter war. EIne detaillierte Karte des alten Frankfurt mit den Strassen ist sicher gut. Fehlt aber leider in dem Buch. Fazit: Unbeding Lesen.

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  • Rezension zu "Gretchen" von Ruth Berger

    Gretchen

    Buecherfreundin

    30. September 2011 um 18:12

    Von ihrer eigenen Schwester wird die Dienstmagd Susan bezichtigt ihr Neugeborenes getötet zu haben. Es ist 1771, zu dieser Zeit steht auf Kindsmord die Todesstrafe. Der Fall erregt großes Aufsehen und als Susan schließlich auf dem Rossmarkt enthauptet wird ist unter den Zuschauern der junge Johann Wolfgang Goethe. Der Jahre später eben dieser „Kindsmörderin“ als Gretchen in seinem Faust ein Denkmal setzten wird. --------------------- Ein Jahr zuvor, die unverheiratete Susan arbeitet im Frankfurter Gasthof „Zum Einhorn“. Bei der Wirtin, der Witwe Bauer ist sie wegen ihres Fleißes hoch geschätzt. Bei den älteren Schwestern allerdings gilt sie als dickköpfig und viel zu impulsiv. Wir erfahren wie es zu diesen tragischen Ereignissen kam und bekommen einen Einblick in die damalige Rechtssprechung. Ruth Berger ist es gelungen diese Zeit und das Leben in Frankfurt lebendig und interessant zu beschreiben. Für mich ein sehr unterhaltsamer Roman, leicht zu lesen und flüssig geschrieben. Hier wird Geschichte lebendig. ------------------ Ich komme von der anderen Mainseite und konnte den Örtlichkeiten zwar recht gut folgen, hätte mich aber über 1-2 beschriftete Karten mehr, gefreut.

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  • Rezension zu "Gretchen" von Ruth Berger

    Gretchen

    Baski

    15. April 2010 um 18:57

    Wunderbar geschrieben. Denke aber, eher was für die "Frankfurter", die neugierig sind und die Historie lieben. Ich fand es fantastisch!

  • Rezension zu "Gretchen" von Ruth Berger

    Gretchen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. March 2010 um 10:17

    dies war mein erster historischer Roman den ich gelesen habe und das Thema hat mich gepackt!
    super Buch und sehr ergreifend!

  • Rezension zu "Gretchen" von Ruth Berger

    Gretchen

    Ananasringi

    30. June 2009 um 14:28

    Beleuchtet die (fiktive?) Geschichte von Goethes Gretchenfigur. Interessantes Zeitportrait mit vielen skurrilen Nebenfiguren (u.a. auch Goethe selbst in einer Art Cameo-Auftritt) und Einblicken in die Rechts-/Medizingeschichte, bei denen man Prof. Brinkmann & Co. dankbar ist, dass es heute anders zugeht. Lesen!

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