Ruth Cerha Bora

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Inhaltsangabe zu „Bora“ von Ruth Cerha

Es weht die Bora auf der kleinen kroatischen Insel, der kalte böige Fallwind, der die Boote über das Meer treibt wie Nussschalen und Unruhe in das sonnensatte Inselleben bringt. Die Schriftstellerin Mara kennt das Wechselspiel der Winde, die trockene, salzige Bora und ihren Gegenpart, den schwülen, von Süden kommenden Jugo. Schon seit Jahren verbringt sie den Sommer auf der Insel, liebt den Geruch von Oleander und wildem Rosmarin und den Inseldialekt der Fischer, die im Hafen die schillernden Goldbrassen anpreisen. Doch dieser Sommer ist anders. Eine langjährige Beziehung ist in die Brüche gegangen und das Schreiben will ihr nicht mehr gelingen. Eines Morgens kommt Andrej auf die Insel – ein Fotograf, der nicht mehr fotografieren will. Er stammt aus einer der vielen Auswandererfamilien, die aus dem kommunistischen Jugoslawien nach Amerika flohen und Jahr für Jahr in den Sommermonaten in ihre alte Heimat zurückkehren. Mara und Andrej beginnen sich zu umkreisen, so als folgten sie dem Rhythmus der Winde, zart und zerrend, rau und rastlos. Als Mara beginnt, tief in die Geschichte von Andrejs Familie vorzudringen, die von Entwurzelung und der Vermischung von Kulturen erzählt und untrennbar mit der Geschichte der Insel verknüpft ist, wird eine Entscheidung unumgänglich. In hochaufgelösten Bildern erzählt Ruth Cerha von der Begegnung zweier Suchender, für die sich unerwartet die Möglichkeit einer großen Liebe auftut. Bora. Eine Geschichte vom Wind ist ein Roman von ungezähmter Schönheit, der mit viel Feingefühl um das Wagnis wirklicher Nähe und die Bedeutung einer inneren Heimat kreist.

eine wunderschöne Liebesgeschichte, eine Liebeserklärung an eine Insel und eine Sammlung an perfekten kleinen Alltagsmomenten.

— charlottecole
charlottecole

Ein Sommerbuch in wunderschöner, bildhafter Sprache über Heimat, Herkunft und über das Verlieben ohne jemals kitschig dabei zu werden...

— freakyricky
freakyricky

Die Liebe zum Meer und zum Sommer, verpackt in eine Liebes- und Familiengeschichte mit Hintergrund. Tolles Sommerbuch mit Niveau!

— TinaLiest
TinaLiest

Ein "Ich will ans Meer"-Sehnsuchtsbuch mit Gefühl und ohne Kitsch.

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

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  • Ein langer Sommer auf einer kroatischen Insel

    Bora
    Corsicana

    Corsicana

    14. October 2016 um 15:05

    Der Bora ist ein kalter Fallwind, der aus den Bergen herunter aufs Meer weht. Wir haben ihn dieses Jahr in Kroatien selbst erlebt. Der Himmel ist strahlend blau, die Sonne scheint - und der Wind ist kalt. So ist es auch auf der kroatischen Insel, die den Schauplatz dieses Buches bildet. Und eigentlich die Hauptperson ist. Denn im Buch gibt es viele Beschreibungen der Insel, der Landschaft, der Menschen und des Alltagslebens.  Protagonisten im Buch sind Mara, eine Schriftstellerin aus Wien, die die Sommer stets auf der Insel verbringt, um dort zu schreiben und Andrej, ein Fotograf aus Hoboken / New Jersey, dessen Eltern von der Insel stammen (und in die USA emmigriert sind). Es wird viel erzählt von der Emmigration aus Kroatien bzw. damals noch Jugoslawien, von Heimatlosigkeit und Sehnsucht nach einem Ort, an dem man bleiben möchte. Aber die Menschen in diesem Roman sind seltsam heimatlos und ruhelos. Und sie haben Bindungsängste - was sicherlich zusammenhängt. Deshalb entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen Mara und Andrej auch nicht kitschig-romantisch - sondern eher schwierig. Und irgendwann ist der Sommer zu Ende.... Mir haben an diesem Buch besonders die Beschreibungen des Insellebens und die schönen Zwischentöne gefallen, dieses leicht melancholische, das über der Insel und der Geschichte liegt, obwohl Sommer ist. Und irgendwie scheint dies zu meinem persönlichen Eindruck von Kroatien zu passen.

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  • Bora und Jugo

    Bora
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    02. June 2016 um 18:49

    Es ist ein merkwürdiger Sommer auf der kleinen Insel in der kroatischen Adria. Statt der endlosen sonnengeschättigten, träge machenden Tage herrscht abwechselnd die Bora, der kalte, raue, vom Land kommende Fallwind und der Jugo, der heiß, feucht und staub- und sandgesättigt von Süden weht. Beide Winde wechseln sich in kurzer Folge ab und wirbeln Meer, Land und Inselbewohner gehörig durcheinander. Touristen sind eher selten auf der noch eher unerschlossenen Insel, keine Hotels, wenig Einkaufsmöglichkeiten und ein beschaulicher Tagesablauf. Das ist es, was Menschen wie die Wiener Schriftstellerin Mara oder den Bildhauer Harry schon seit Jahren jeden Sommer hierher zieht. Mit den Inselbewohnern bilden sie bereits eine eingeschworene Inselgemeinschaft, die lediglich im August durch die vielen „Rückkehrer“, die zum Emigrants Day zurück zu ihren Wurzeln, ihrem Ursprung kehren, ansonsten über die Welt verteilt leben, aufgemischt wird. Über viele Jahrzehnte, besonders auch zu Zeiten der kommunistischen Regierung, waren viele Bewohner mehr oder weniger gezwungen, ihr Glück im Ausland zu suchen. Zu wenig Möglichkeiten boten sich hier auf dem kargen, karstigen Eiland, zu wenig Freiheit, zu wenig Zukunft. Dass die Meisten dieser Auswanderer aber auch in der neuen Heimat nicht wirklich glücklich, zumindest nie ganz heimisch geworden sind, ist bekannt. Bis in die nächsten Generationen zieht sich das Gefühl, nirgends ganz zuhause zu sein, nirgends ganz dazuzugehören, zwischen den Kulturen zu stehen. Auch Andrej geht es so und seiner Mutter. Auch sie verbringen den Sommer auf der unbenannten kleinen Insel, leben ansonsten in den USA. Andrej trifft auf Mara, boy meets girl, es kommt wie es kommen muss. Beide sind um die vierzig, haben etliche Beziehungen, Erfahrungen und Verletzungen hinter sich, beide sind nicht wirklich beziehungswillig und sehnen sich doch nach Nähe, Geborgenheit. Ruth Cerha schildert eine nicht ganz einfache Liebesgeschichte, und ihr gelingt das überraschend und beglückend unsentimental und unkitschig. Dass es ihr ebenso gelingt, die Atmosphäre des Inselsommers, die karge Natur, die Faszination des Meeres, die Launen der Winde einzufangen und wunderbar zu beschreiben, macht „Bora oder Eine Geschichte des Windes“ zu einem schönen, verzaubernden Sommerroman. Aber eben nicht nur. Als Schriftstellerin in einer momentanen Schreibkrise findet Mara über die Geschichten der Emigranten und der Einheimischen Zugang zur Geschichte der Insel, zu der Heimatlosigkeit der Weggegangenen, der Resignation der Zurückgebliebenen. Und wird daraus, zurückgekehrt nach Wien, einen Roman schreiben. Wünschen wir ihr, dass er ebenso glücken wird wie Ruth Cerha der vorliegende.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Tolle Sommerlektüre mit Niveau: "Bora. Eine Geschichte vom Wind"

    Bora
    TinaLiest

    TinaLiest

    Es gibt Bücher, in die möchte man einfach nur hineinschlüpfen, die Atmosphäre aufsaugen und die Geschichte mit allen Sinnen genießen. Ein solches Buch ist "Bora. Eine Geschichte vom Wind" von Ruth Cerha, erschienen bei der Frankfurter Verlagsanstalt. "Bora. Eine Geschichte vom Wind" erzählt von Mara, einer österreichischen Schriftstellerin, die ihre Sommer auf einer kleinen, namenlosen kroatischen Insel verbringt. Ihre Zeit dort ist genauso turbulent wie die Bora, ein kalter Fallwind, der laut den Inselbwohnern von Senj über Rijeka nach Triest zieht. Die Bora kommt und geht, umspielt die Insel und ist der rote Faden, der sich durch das Buch und durch den Sommer zieht. Ebenso wie mit der Bora, die den Sommer über kommt und geht, verhält es sich mit Andrej, Sohn kroatischer Auswanderer. Es entspinnt sich eine zarte und doch turbulente Liebesgeschichte zwischen ihm und Mara, eine Sommerromanze par excellence. Doch eigentlich stehen weniger Mara und Andrej im Mittelpunkt des Romanes: Es ist vielmehr die Insel selbst, die Atmosphäre dort, die Geschichte und natürlich die Bora, die den Roman ausmachen und die Hauptrolle spielen statt nur Kulisse zu sein (worauf man allein schon beim Titel recht schnell kommen kann). Maras Zeit auf der Insel ist Mittel dazu, die Geschichte der Insel zu erzählen, von den Auswanderern im letzten Jahrhundert, von der Natur, den Traditionen und den Gepflogenheiten. Man versinkt förmlich in der Geschichte, will nicht mehr auftauchen, will mehr erfahren - letztendlich auch von Mara und Andrej und ihrer vielleicht großen Liebe. Doch genau diese Tatsache, dass die Insel die Hauptperson ist, macht den Roman zu einem so unkitschigen, atmosphärischen und absolut empfehlenswerten Sommerroman. Die Sehnsucht nach dem Meer, der Ruhe und Ausgeglichenheit, dem Abschalten vom Alltag - all das findet man in "Bora". Man kann sich herrlich von der U-Bahn oder der heimischen Couch auf diese kleine kroatische Insel träumen, mit Mara den Erzählungen der Einheimischen lauschen oder mit Andrej über die Insel streifen. Zwischendurch habe ich die Insel, die Natur für ein paar Seiten vermisst - Mara und Andrej und ihr Versuch des Zusammenseins waren zeitweise doch übermächtig. Doch ganz schnell findet man sie wieder, ist versöhnt und möchte auch nach dem Zuklappen des Buches weiter schwelgen im Sommer auf der Insel und in der warmen Luft, die man beim Lesen fast schon selbst spüren kann - dank dem bildhaften, bezaubernden Schreibstil der Autorin. Um es kurz zu machen: Lest dieses Buch, wenn ihr Lust auf Sommer habt, auf Meer, auf einen leisen Roman. Lasst euch von der Bora durch die Geschichte tragen und von Ruth Cerhas sprachlicher Gewandtheit verzaubern. Und bucht am besten direkt danach Urlaub auf einer kleinen kroatischen Insel (oder fahrt am besten einfach los ans Meer).

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    • 2
  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    10. December 2015 um 10:37

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Niveauvolle Sommerlektüre mit Anspruch, ohne anstrengend zu sein

    Bora
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    31. July 2015 um 19:26

    Mara, Schriftstellerin aus Wien, verbringt ihre Sommer auf einer kleinen kroatischen Insel. Auf welcher, verrät das Buch nicht, durch die Karte vorne im Buch dachte ich erst, es wäre Cres, meine kurze Recherche ergab aber, dass das auch eher eine Touristeninsel ist und die Insel im Buch ist das eben nicht. Dann ist es eben eine andere Insel. Vielleicht Unije. Eigentlich interessiert mich das auch nur, weil ich dort auch hin will. Ich will auch auf eine kleine kroatische Insel. Eigentlich sollte man "Bora" nur auf einer kleinen kroatischen Insel lesen dürfen. Wobei mir der Ort der Insel relativ egal ist. Hauptsache Insel. Hauptsache Meer. Mara ist nun also auf dieser Insel und lässt sich treiben. Von der Bora, einem kalten Wind, der in dieser geografischen Gegend recht häufig auftritt. Und von Jugo, dem warmen Gegenpart. Mara läuft und Mara schwimmt und isst und lebt in den Tag, denn gerade kann sie nicht schreiben, ihr fällt nichts ein und deswegen fühlt sie sich schlecht. Eines Tages kommt Andrej auf die Insel, seine Eltern stammen von dort, er selbst ist in den USA geboren, dorthin sind seine Eltern in den 60er Jahren geflohen. Mara und Andrej kennen sich nicht und trotzdem gibt es zwischen ihnen sofort diese starke Anziehungskraft. Eine Kraft, die, trotz aller Leidenschaft, nicht vereinnahmt. Der Sommer vergeht und Mara und Andrej leben weiter. Zusammen. Getrennt. Auf der Insel. Und darüber hinaus. Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich immer eine Wasser-Sehnsucht habe, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten (das Buch besteht aus drei ... nein, eigentlich vier Teilen, der erste und dritte Teil fokussiert Mara, der zweite und vierte Teil Andrej), deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt.

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  • Ode an einen Inselsommer

    Bora
    DasPostIt

    DasPostIt

    27. July 2015 um 13:05

    Eine Liebeserklärung an den Sommer, den Wind und das Meer. Und eine Liebes- und Familiengeschichte zugleich, amerikanisch-kroatisch-österreichisch, mit ausnehmend charmanten Charakteren. Ein wunderbares Buch. Nicht nur, aber doch besonders für den Sommer. „Wenn man weiß, dass man Dinge zum letzten Mal tut, werden sie größer und gleichzeitig kleiner, sie blasen sich auf bei dem Versuch, sie als etwas Besonderes zu erleben, und schrumpfen, weil man dieses Besondere festhalten will, man will es konservieren, mumifizieren, luftdicht verpacken und dann links hinten in einen Schrank stopfen, weit genug weg, damit es nicht ständig seine herzzerreißende Wirkung entfalten kann …“

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