Ruth Eder

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Ruth Eder

Lebenslauf von Ruth Eder

Ruth Eder ist als Schriftstellerin, Journalistin, Bloggerin, Moderatorin tätig und wurde mit rumäniendeutschen Wurzeln in Stuttgart geboren. Bereits während ihres Studiums der Literatur in München arbeitete sie als Autorin, aber auch als Schauspielerin und Regieassistentin bei Tageszeitungen, Theater, Film und Fernsehen und lebte mit ihrem ersten Mann, einem US-Piloten, längere Zeit in den USA. Nach dem Examen war sie bei renommierten Münchner Zeitungen und Zeitschriften als Redakteurin und Autorin, zuletzt als Leitende Redakteurin beim Lifestyle-Magazin "Ambiente" aktiv. Ihr Weg führte sie jedoch immer weiter zu ihrer eigentlichen Passion, dem Bücher schreiben : Ihre bekanntesten Werke sind inzwischen der komödiantische Roman ALTWEIBERSOMMER, der in den Bestsellerregalen zu finden war, seine urkomische Fortsetzung ÄLTERNABEND, sowie die Familiensaga DIE GLOCKEN VON KRONSTADT, die das spannende Leben ihrer eigenen Vorfahren in Siebenbürgen nachzeichnet. Ebenso erfolgreich sind ihre Sachbücher ICH SPÜR NOCH IMMER IHRE HAND, das bereits als Standartwerk gilt, der Bildband MÜTTER UND TÖCHTER, GEMEINSAM STATT EINSAM - NEUE LEBENSFORMEN FÜR DIE ZUKUNFT sowie DAUERND IST SIE BELEIDIGT - WENN TÖCHTER ZU FRAUEN WERDEN, das zuletzt - wie die meisten anderen Titel- auch als E-Book erschienen ist. Ihr neuester Roman im Hardcover-Format "DIE ANDERE SEITE DES SCHMERZES" schildert vor dem Hintergrund der legendären 68er-Ära die dramatische Lovestory der deutschen Studentin Judith mit dem abenteuerlustigen US-Piloten Don. Judith genießt das aufregende Leben an Dons Seite. Doch dann zieht er in den Vietnamkrieg und kehrt schwer angeschlagen zurück... Ihrer journalistischen Prägung ist Ruth Eder jedoch ebenfalls treu geblieben: Sie moderiert eine Life-Talkshow mit prominenten Künstlern im Landkreis München und ist selbst öfter Gast in TV-Sendungen. Die Autorin ist außerdem in einem Kommunal-Parlament politisch engagiert . Ruth Eder lebt und arbeitet bei München und ist die Mutter der Yoga-Lehrerin Martyna Eder.

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Sonnenschein12s avatar

Rezension zu "Die andere Seite des Schmerzes" von Ruth Eder

Eine Zeitreise in die "Flower-Power"-Zeit...
Sonnenschein12vor einem Monat

Zurück in eine Zeit, bei der ich zumindest die Endphase selbst miterlebt habe...Erinnerungen an Mini-Röcke, die kürzer kaum sein konnten, an Hippie-Kleider, an bestimmte Songs (z.B. San Francisco oder Monday, Monday), an den ersten Kuss – ja, das war alles auf einmal wieder sehr präsent...

Ruth Eder hat mich mit ihrem Roman „Die andere Seite des Schmerzes“ geradewegs in diese Ära katapultiert – aber sie hat damit noch mehr bewirkt: ich habe mich mit dem Posttraumatischen Belastungssyndrom junger Männer, die im Vietnam-Krieg waren (stellvertretend für alle Kriege, in die junge Männer – heute auch junge Frauen - „geschickt“ werden) auseinandergesetzt UND mit dem "Mitleiden" von deren Angehörigen, die die schrecklichen Erinnerungen an diese Kriegserlebnisse „aushalten“ müssen.

1967: Judith ist knapp 20 Jahre, sie kommt aus einem süddeutschen gutbürgerlichen, wohlsituierten Elternhaus, ihr Leben hat sich (fast) nur zwischen Tennisplatz und Golfclub abgespielt. Don ist 28 Jahre, US-Amerikaner, wird zum Hubschrauberpiloten ausgebildet und wird ein Jahr in Vietnam stationiert werden. Sein Elternhaus ist eher eine „Ansammlung mehr oder weniger Gestrandeter“ (S. 46). Seine Familie wird zum größten Teil von einem reichen Großvater aus Boston finanziert, Alkohol und Tabletten gehören fast zu den Grundnahrungsmitteln der Familie.

Und es kommt, wie es kommen muss: es macht sehr kräftig „Zummm“: Judith und Don verlieben sich Hals über Kopf ganz heftig ineinander, sehen die Welt nur noch rosarot und heiraten überstürzt.

Don kehrt nach einem Jahr schwerst traumatisiert aus Vietnam zurück, Judith und Don bemühen sich beide, an ihrer Liebe und ihrer Beziehung festzuhalten, dies gelingt ihnen mal mehr, mal weniger... Soweit zur Handlung...

Als Leserin habe ich intensiv an Judiths Entwicklung vom verwöhnten, naiven Bürgermädchen zur selbstbewussten, emanzipierten „erwachsenen“ Frau teilgenommen, die klar ihren Weg findet, sich aber ihre Entscheidungen nicht leicht macht, sondern (meist) wohlüberlegt handelt. Zwar konnte ich nicht jeden ihrer Schritte nachvollziehen, aber das muss ich ja auch nicht... Don zerbricht an seinen Erlebnissen in Vietnam und flüchtet sich – wie im Elternhaus gelernt – in Alkohol und Drogen. Für sein Trauma an sich hatte ich volles Verständnis (hier ein Lob an die Autorin: die Szenen aus Vietnam waren zwar sehr hart, aber in diesem Kontext absolut passend! Die Recherchen dazu werden sicherlich nicht einfach gewesen sein!), aber absolut kein Verständnis hatte ich, dass Don als „echt harter Mann“ keine psychologische /psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen will / möchte, bzw. mehr noch: er sie grundsätzlich und vehement ablehnt (während des Lesens fiel mir ein Interview mit einem Psychiater der Bundeswehr ein: auch heute noch empfinden es viele deutsche Soldaten, die in Afghanistan gewesen sind, als „unmännlich“ sich wegen ihres Posttraumatischen Belastungssyndroms behandeln zu lassen!). Don denkt: „Er war doch kein Weichei! A Chicken! ...Er würde sich bestimmt nicht lächerlich machen vor seinen überlebenden Kameraden und sich bei einem Psychiater ausheulen. Kein Wunder, dass man diese Typen bei uns daheim SHRINKS nannte...“ (S. 185 /186)

Doch, das Buch von Ruth Eder hat mich wirklich sehr nachdenklich zurückgelassen, es ist kein einfaches „Wohlfühlbuch“, auch im Nachhinein hallt es noch nach... Ein Buch ohne „Schwarz-Weiß-Malerei“, es beschreibt eher unterschiedliche „Grauzonen“. Die Auseinandersetzung mit diesen „Grauzonen“ habe ich als sehr bereichernd empfunden und kann deshalb dieses Buch nur weiterempfehlen!

Kommentare: 6
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gsts avatar

Rezension zu "Die andere Seite des Schmerzes" von Ruth Eder

Make love - not war
gstvor 2 Monaten

1968 – Aufbruchstimmung. Wer von den älteren Semestern erinnert sich nicht gern an seine Jugend, die damalige Mode und die Träume vom Leben? Ruth Eder hat mit diesem Buch Erinnerungen geweckt.

Die Münchner Autorin nimmt ihre Leser mit in die vergangene Zeit, als noch viele Amerikaner in München und über ganz (West)Deutschland verteilt stationiert waren. Prompt verliebt sich ihre Protagonistin Judith in einen von ihnen und ist schon nach kurzer Zeit verheiratet. Denn ihr Liebster hat sich als Hubschrauberpilot nach Vietnam gemeldet. Was anfangs wie ein schöner Traum aussieht, entpuppt sich im Laufe der Zeit als Alptraum: Don kehrt als psychischer Krüppel aus dem Krieg zurück. Ein Glück, dass die selbstbewusste Judith lernt, ihren eigenen Weg zu gehen …

Die Autorin lässt den Leser nicht nur von außen zuschauen, sondern gibt ihm auch Einblick in das Innenleben der Handelnden. So entsteht ein Tauziehen zwischen Liebe und Abstoßung, zwischen Nähe und Entfremdung. Es wird deutlich, was Kriege mit den Überlebenden machen und wie sich „starke Männer“ gegen Hilfe wehren. Der emanzipierten Judith bleibt gar nichts anderes übrig, als ihren Weg mehr oder weniger allein zu gehen. Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Herkunftsfamilie, denn die durchaus ansehnlich geschilderte Familie von Don entpuppt sich als eine Ansammlung von mehr oder weniger Gestrandeten.

Mir hat das Buch gut gefallen, da es Aspekte des Lebens anspricht, an die man als junger, unbedarfter Mensch gar nicht denkt. Es ist ein Entwicklungsroman, den ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. 

Kommentare: 1
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elvires avatar

Rezension zu "Die andere Seite des Schmerzes" von Ruth Eder

Lesenswert
elvirevor 2 Monaten

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, konnte gar nicht mehr aufhoeren. Die Autorin beschreibt das Lebensgefuehl der 60er und 70er Jahre sehr gut. Mir waren beide Protagonisten unsympathisch, ich fand sie verwoehnt und oberflaechlich. Naiv und unueberlegt schlittern sie in eine Ehe rein, ohne sich eigentlich wirklich zu kennen. Doch der Alltag holt sie schnell ein. Don kommt traumatisiert aus dem Vietnamkrieg zurueck. Sie trennen sich, kommen dann doch nicht wirklich voneinander los,…  Hier finde ich die Entwicklung von Judith sehr schoen beschrieben, wie sie aus allen ihren Erlebnissen lernt und sich zu einer tollen, reifen Frau entwickelt, die letzten Endes mit sich und ihrem Leben zufrieden ist und auch auf viel Abenteuerliches zurueckblicken kann. Und das war ja auch was sie wollte, kein normales, langweiliges Leben.

Auch die Geschehnisse in Vietnam werden sehr intensiv beschreiben und stehen als Plaedoyer gegen jeglichen Krieg da.

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Gespräche aus der Community

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R
Liebe Leseratten, 

gerade ist mein neuer Roman in den Buchhandel ausgeliefert worden und ich freue mich, wenn sich möglichst viele von Euch dafür interessieren: Mein  Berliner Verlag Noack&Block stellt 10 Hardcover-Bände für die GewinnerInnen zur Verfügung.  Ich schildere darin vor dem Hintergrund der 68er-Ära die dramatische Lovestory zwischen der deutschen Studentin Judith und dem US-Piloten Don - angesiedelt zwischen Flowerpower, Demos und Flugausbildung.  
Judith genießt das aufregende Leben an Dons Seite. Doch dann zieht er in den Vietnamkrieg und kehrt schwer angeschlagen zurück... 


Hier nun die "Preisfrage" für diejenigen, die sich gern an der Verlosung beteiligen möchten:  Auf dem Cover oben  ist meine Protagonistin Judith, die  junge Hippie-Frau,  abgebildet, die eine Gitarre hält. Gern und oft singt sie die Protest- und Countrysongs dazu, die ihr großes Vorbild weltweit berühmt gemacht haben. Wie heißt die wunderschöne, langhaarige Sängerin der 68er-Bewegung mit der silberhellen Stimme und der Gitarre vor dem Körper, die Judiths Vorbild ist?
Ich freue mich auf die richtige Antwort! 
Sonnenschein12s avatar
Letzter Beitrag von  Sonnenschein12vor einem Monat
So, ich bin auch aus dem Urlaub zurückgekehrt und habe endlich auch meine Rezension verfasst:

https://www.lovelybooks.de/autor/Ruth-Eder/Die-andere-Seite-des-Schmerzes-1598051027-w/rezension/1810824454/

Ich werde sie auch bei Thalia, Was-liest-Du, Lesejury einstellen (soweit das Buch dort gelistet ist!)

Mir ist das Buch auch im Urlaub nicht aus dem Kopf gegangen, vielleicht war es auch gut, dass ich so lange Zeit hatte, darüber nachzudenken!


Vielen Dank, dass ich die Chance hatte, dieses Buch zu lesen!
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RuthEders avatar

Unterthemen:
Vorwort:  Dauernd ist sie beleidigt
Einleitung: Pubertät, was ist das eigentlich?
10 Erfahrungsberichte: Mütter und Töchter im Gespräch
Auswertung: Urahne, Großmutter, Mutter und Kind...
Tipps aus der Praxis: So kommen Mütter und Töchter gut durch die Pubertät
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RuthEders avatar
Liebe Leseratten,  gerade ist mein Buch "Dauernd ist sie beleidigt" nach schönen Print-Verkäufen auch als E-Book erschienen. Ein kleiner Tipp in letzter Minute: Es eignet sich prima als Muttertags-Geschenk für leicht genervte Teenie-Mamas... Der Lübbe-Verlag steigt dankenswerterweise in die Buchverlosung ein und nun hoffen wir auf rege Beteiligung!!!
RuthEders avatar
Letzter Beitrag von  RuthEdervor 2 Jahren
Danke, das ist toll! Ich habe auch nochmal dafür geworben.
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Zusätzliche Informationen

Ruth Eder im Netz:

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in 47 Bibliotheken

auf 5 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

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