Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

von Ruth Hogan 
4,2 Sterne bei22 Bewertungen
Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

AngieSnowWhites avatar

Eine wunderschöne Geschichte über besondere verlorene Dinge garniert mit kleinen Anekdoten und ganz viel britischem Charme.

BettinaR87s avatar

Manchmal etwas unlogisch, aber zauberhaft erzählt und meisterhaft vorgelesen.

Alle 22 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge"

Ein großer Unterhaltungsroman voll englischem Humor – charmant gelesen von Rufus Beck

Jeder Gegenstand, den Anthony Peardew findet, hat eine Geschichte. Er sammelt und archiviert sie alle in seinem schönen viktorianischen Haus und plant, sie eines Tages an ihre ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Denn vor Jahren hat er selbst etwas verloren, das er bis heute sucht: ein Medaillon, das einst seiner großen Liebe gehörte und auf das er aufzupassen versprach. Das Alter zwingt Anthony, diese besondere Aufgabe an seine Assistentin Laura weiterzugeben. Doch diese ahnt nichts von dem Geheimnis, das hinter dem Erbe steckt. Gelingt es ihr, Anthony von seinem gebrochenen Versprechen zu erlösen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783869092409
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Hörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum:12.10.2018
Das aktuelle Buch ist am 12.05.2017 bei Ullstein eBooks erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne11
  • 4 Sterne5
  • 3 Sterne5
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    EmmaZeckas avatar
    EmmaZeckavor einem Monat
    Zauberhafte Handlung, aber von der Interpretation her leider nicht mein Fall

    Gestaltung
    Bei Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge machte ich eine ungewohnte Erfahrung: Obwohl ich mich sehr auf die Geschichte und vor allem den Hörbuchsprecher Rufus Beck freute, musste ich hier feststellen, dass mir die Interpretation von Rufus Beck leider nicht lag. Und das, obwohl er mich bisher mit jedem Hörbuch packen konnte.

    Da wurde mir bewusst, dass Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge das erste Hörbuch aus der Erwachsenenliteratur war, das ich gelesen von Rufus Beck hörte. Sonst hatte ich ihn ausschließlich in Kinder- und Jugendbüchern hören dürfen. Und hier gibt es meist viele Dialoge, oder Möglichkeiten, Charakteren eine eigene Stimme zu geben. Und genau das sind Rufus Becks Stärken. Ich rechnete also damit, dass diese Werkzeuge auch bei Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge zum Einsatz kommen würden.

    Bei Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge versuchte er viel über die Betonung zu steuern und hielt sich mit dem bekannten Stimme-verstellen-Element eher zurück. Allerdings habe ich über die Hälfte des Hörbuchs gebraucht, um mich an diese Art der Interpretation zu gewöhnen.

    Inhalt
    Der Titel des Romanes führt uns hier etwas in die Irre und lässt uns vermuten, dass es in der Geschichte um Mr. Peardew geht. Wir lernen den älteren Herrn zu Beginn der Geschichte auch kennen. Er ist Autor, hat das Schreiben aber schon seit einer Weile aufgegeben und sammelt nun Dinge, die Menschen an den verschiedensten Orten verloren haben, mit dem Ziel, sie irgendwann an den rechtmäßigen Besitzer zurückgeben zu können. Zu Beginn der Geschichte finden wir gemeinsam mit Anthony Peardew die Asche eines Menschen. Gut versteckt in einer Keksdose.

    Ruth Hogan erzählt die Geschichte von Mr. Peardews und den verlorenen Dingen aus verschiedenen Perspektiven: Wir lernen nämlich auch seine Assistentin und Haushälterin Laura, Anthonys Gärtner Freddy und Anthonys Nachbarin Sunshine kennen. Gemeinsam unterstützen die drei Charaktere Mr. Peardews bei seiner Aufgabe.

    Außerdem gibt es da noch einen zweiten, großen Handlungsstrang. Wir lernen eine zweite Assistentin kennen. Eine Frau, die bei einem Verleger anfängt. Und dieser Handlungsstrang begleitet uns eine lange Zeit, bis wir endlich erfahren, was es damit auf sich hat.

    Lange kam ich mit der Geschichte nicht wirklich zurecht. Ich erkannte zwar das Potential, das in Ruth Hogans Worten steckte, glaubte aber lange Zeit ein wichtiges Puzzleteil noch nicht gefunden zu haben und damit einen Schritt zurückzulegen. Dann brach die letzte Hörbuch CD an und ich wurde buchstäblich überrascht. Plötzlich passte alles zusammen und ich durfte feststellen, dass es sich bei Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge um eine wunderbare, zauberhafte Geschichte handelte.

    Über die Charaktere kann ich an dieser Stelle leider nicht viel verraten, weil ihre Eigenschaften viel mit der Geschichte zu tun haben und ich euch dann ziemlich spoilern müsste. An dieser Stelle vielleicht nur so viel: Laura ist zu Beginn der Geschichte unsicher und weiß nicht, wo ihr Platz ist. Da lernt sie Sunshine kennen, die ahnt, dass Laura eine Freundin gebrauchen könnte. Es war schön zu beobachten, wie sich die drei Charaktere, also auch der Gärtner, einander annähern und langsam aber sicher Freunde werden.

    Eine kleine Darstellung störte mich dann aber doch: Sunshine wird hier die Eigenschaft einer Allwissenden zugedacht. Sie kann die Geschichte der verschiedenen Gegenstände erahnen und glaubt zu wissen, ob sie wieder abgeholt oder für immer in Mr. Peardews Regalen verstauben werden. Und dieses allwissende Element störte mich etwas.

    Schreibstil
    Ruth Hogan erzählt Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge aus der Sicht des allwissenden Erzählers. Und das fand ich hier besonders spannend, weil ich mich schon immer gefragt habe, wie man bei einem allwissenden Erzähler überhaupt Spannung aufbauen kann, da der allwissende Erzähler ja alles weiß. Ruth Hogan gab uns hier die Informationen häppchenweise. Innerhalb einer Szene konnte sie auch schon mal zwischen den Perspektiven einzelner Charaktere hin und her springen. Wenn es beispielsweise ein Gespräch zwischen Laura und Sunshine gab, erfuhren wir zuerst, was Laura denkt und wechselten dann zu Sunshines Perspektive. Und das alles, ohne, dass es unübersichtlich wurde.

    Außerdem überraschte es mich, dass Ruth Hogan weitgehend ohne Dialoge auskam. Anfangs störte es mich etwas, weil Rufus Becks Stärken ja unter anderem in den Dialogen liegen. Nach und nach gewöhnte ich mich daran und erkannte, dass es diesen Schreibstil für die Geschichte brauchte. Ruth Hogan erzählt die Geschichte ruhig, beschreibend, ohne aber zu viel zu verraten.

    Gesamteindruck
    Ich hatte zu Beginn sehr große Erwartungen an Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge. Das sorgte dafür, dass ich mich sehr lange nicht an das Hörbuch heran traute, weil ich immer auf den richtigen Moment wartete. Nachdem ich Ende August aber eine Lesung von Rufus Beck im Livestream gehört habe, bekam ich unglaublich Lust mal ein nicht magisches Buch des Sprechers zu hören. Mir persönlich lag die Interpretation leider nicht. Es kann gut sein, dass es euch mit der Lesung anders ergeht.

    Dennoch möchte ich euch die Geschichte von Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge unbedingt ans Herz legen, weil Ruth Hogan hier wichtige Aspekte aus dem Leben erzählt und hier auch zeigt, was Zufälle manchmal bewirken können.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Jazebels avatar
    Jazebelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöner Roman, toll eingesprochen, leider nur mit einigen nicht so weisen Entscheidungen der Autorin behaftet.
    Vom Suchen und Finden


    Das Hörbuch kommt in einer schönen stabilen Box, die sieben Audio-CDs und ein Booklet enthält. Das Coverdesign passt sehr gut zur Geschichte, denn Zeit ist ein bestimmendes Thema dieses Romans. Der Sprecher ist kein geringerer als Rufus Beck, der uns in Anthony Peardews verzauberte und kuriose Welt entführt. In diesem Roman dreht sich fast alles um das Finden von verloren gegangenen Gegenständen und Anthonys Wunsch, diese den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Kein leichtes Unterfangen, wie er feststellen muss. Doch für ihn ist es ein Art Ehrensache, da er Jahrzehnte zuvor ein Geschenk seiner Verlobten verloren hat und diese tragischerweise auch noch an jenem Tag starb. Nach Anthonys Tod sieht sich Laura, seine Haushälterin, mit diesem großen Vermächtnis konfrontiert.
    Die Autorin verwebt gekonnt verschiedene Erzählstränge. Den um die Villa Padua, Anthonys Zuhause, Geschichten zu einzelnen Fundstücken und dem Leben der jeweiligen Besitzer und auch noch den Erzählstrang um Eunice und Bomber. Man fragt sich lange Zeit, wie sich wohl alles fügen wird, und ist am Ende fasziniert und ein wenig traurig zugleich. Das Ende ist wirklich toll gelungen, ich hätte es so nicht erwartet.
    Das Mankos, das ich anführen könnte zu dieser Geschichte, sind die Eskapaden rund um Bombers Schwester Portia, diese sind gelegentlich etwas anstrengend anzuhören. Auch manche Begebenheit (um es möglichst spoilerfrei zu formulieren) stören durch ihre Nicht-Erklärbarkeit und eine gewisse Übersinnlichkeit den Fluss der Geschichte und das Flair des Romans. Auch die Figur Sunshine ist sehr überzogen dargestellt und nimmt leider viel zu viel Raum in der Handlung ein.
    Ein nachdenklicher Roman über das Verlieren und das Finden und über die Zeit, die für jeden verstreicht.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    M
    marilou2vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Hörbuch mit einer außergewöhnlich schönen Geschichte
    Eine außergewöhnlich schöne Geschichte

    Der Theater- und Filmschauspieler Rufus Beck liest diese außergewöhnlich schöne Geschichte aus dem Buch Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge, geschrieben von der Autorin Ruth Hogan.
    Zur Handlung: Jeder Gegenstand, den Anthony Peardew auf der Straße findet, hat eine Geschichte. Er sammelt und archiviert sie alle in seinem wunderschönen viktorianischen Haus und plant, sie eines Tages an ihre ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Doch er weiß dass er selber diese Aufgabe nicht mehr erfüllen kann und möchte diese große Aufgabe daher an seine Assistentin Laura weitergeben.
    Das Hörbuch ist der reinste Hörgenuss! Rufus Beck liest die Geschichte mit seiner angenehmen Stimme mit Spannung und viel Emotionen. Man kann sich die Orte der Handlung und auch die Personen bildlich vorstellen, man taucht beim Zuhören regelrecht in die Geschichte ein.
    Ich finde es gut dass die 530 Minuten dieser Geschichte in 7 CDs aufgeteilt sind und nicht auf ein MP3 Format konvertiert wurden. So sind sie auf jeden CD-Player abspielbar.
    Die Box der CDs ist wie das Cover von dem Buch gestaltet: Eine Taschenuhr sowie der Titel auf grünem Hintergrund. Wenn man die Box öffnet ist darin ein Beipackzettel mit dem Hinweis „Hörbuch…. - gefunden - am – um – Uhr“: sehr schön gemacht! 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    92liberos avatar
    92liberovor einem Jahr
    Eine tolle Geschichte, eine tolle Idee!

    Cover:
    Das Cover besteht nicht aus vielen Elementen, aber das braucht es auch garnicht, denn wie es gestaltet ist, ist es sehr gelungen.
    Schön finde ich Schriftgestaltung vom Buchtitel > denn die Buchstaben "tanzen" - ich finde in Verbindung mi der Taschenuhr kann man es mit dem Titel gut verknüpfen "verlorene Dinge."
    Die Farbe des Bandes wiederholt sich nochmals im Cover :-) Die Grafik der Uhr finde ich ebenfalls schon.

    Insgesamt sehr ansprechend - genau richtig!



    Inhalt und eigene Meinung:
    Mr. Peardews ist ein alter Mann, der sehr liebenswert ist. Er sammelt die Gegenstände, die auf der Straße verloren wurden. Jedes Teil hat eine Geschichte und einen bestimmten Wert - und so archiviert er sie, denn er möchte sie seinen eigentlichen Besitzerin wiedergeben.

    Das Medaillon seiner großen Liebe, was die beiden immernoch verbindet hat er verloren. Nach diesem Schmuckstück sucht er weiter... diese Suche und auch das Archiv muss er an Laura weitergeben. Sie ist seine Erbin - sie weiß allerdings von alldem noch nichts.

    Ruth Hogan schafft es eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen - da Sie selbst verschiedene dinge sammelt konnte sie es besonders authentisch darstellen und erzählen. Alles ist so wunderbar bildhaft beschrieben.

    Eine tolle Geschichte, eine tolle Idee, die ich in jedem Fall empfehlen möchte.
    Ich habe das Hörbuch gehört und die Stimme hierzu hat mir gut gefallen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    yellowdogs avatar
    yellowdogvor einem Jahr
    zahmer Roman


    Als der Schriftsteller Anthony Peardew stirbt, hinterlässt er seiner Assistentin Laura sein Haus und viele gefundene Gegenstände, die er jahrelang gesammelt hat. Testamentarisch bittet er Laura, diese Gegenstände. so weit wie möglich, den ursprünglichen Besitzern zurückzugeben. Das führt zu der geschickten Erzählweise, kleine Geschichten dieser Menschen einzuschieben. Jetzt sind natürlich manche dieser kleinen Geschichten interessanter als andere, aber durch die Kürze der Storys wird Langeweile vermieden.
    Weiterhin ist ein Hauptthema, zum Leben zu finden. Die passive Laura, die ihr Studium geschmissen hatte und deren Ehe gescheitert war, beschließt, aktiv zu leben. Dazu gehört auch die Freundschaft zum Gärtner Freddie, aus der mehr werden könnte und dass sie sich liebevoll um ein 19jährigs Nachbarmädchen mit Downsyndrom kümmert. Sunshine, wie das Mädchen sich nennt, ist durch ihre Arglosigkeit und Zutraulichkeit eine positive Figur im Buch. Natürlich überschlagen sich in dem Zusammenhang auch die Klischees. Daran sollte man sich nicht stören.
    Bücher dieser Art gab es schon oft und das Rezept funktioniert immer noch, da viele Leser darauf anspringen.

    Mit dem Verleger Bommer und seine Assistentin Eunice gibt es einen weiteren Handlungsstrang. Mich hat es leider ziemlich gestört, dass man lange kaum Zusammenhänge zum Hauptplot finden kann. Schließlich habe ich die beiden aber doch gemocht.

    Der Roman ist in einem verhaltenen, aber geschmeidigen Ton gehalten. Das ist nicht gerade Hochliteratur, das sollte man auch nicht erwarten.
    Die Liebesgeschichte zwischen Laura und Freddie hat mich nicht so beeindruckt wie die Zuneigung, die Eunice ihren Bommer gegenüberbrachte.

    Mich hat in der Ausgangsposition vor allen die Unlogik irritiert. Warum hat Mr.Peardew die Gegenstände jahrelang gehortet anstatt sie zeitnah zurückzugeben? Die Besitzer hatten ja keine Chance, ihre Sachen von ihm zurückzubekommen. Warum soll sich jetzt Laura ins Zeug legen? Oder habe ich da was überlesen bzw. überhört, denn ich habe das Hörbuch mit 6 CDs, gelesen von Sprecherlegende Rufus Beck, gehört.
    Das Hörbuch war ganz ordentlich gelesen, es gibt keine deutlichen Schwächen, aber allzu aufregend war es auch nicht.
    Ich fand das Hörbuch mittelmäßig, war aber dennoch zufrieden, da ich auch nicht mehr erwartet hatte.


    Kommentieren0
    4
    Teilen
    bookvamps avatar
    bookvampvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Insgesamt ein empfehlenswertes Lesevergnügen mit tollen Charakteren und einem tollen Erzählstil.
    Ein Geschichte die in Erinnerung bleibt

    Cover: Ich persönlich finde es schön gestaltet. Es passt sehr gut zur Handlung des Buches.

    Klappentext: Charmant, außergewöhnlich und liebenswert. Machen Sie sich mit Mr. Peardew auf die Suche nach verlorenen Dingen.

    Jeder Gegenstand, den Anthony Peardew auf der Straße findet, hat eine Geschichte. Er sammelt und archiviert sie alle in seinem gediegenen viktorianischen Haus und plant, sie eines Tages an ihre ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Denn er selbst sieht sich nur als Hüter der verlorenen Dinge. Vor Jahren hat er selbst etwas verloren, das er seitdem auf seinen Streifzügen sucht: ein Schmuckstück. Es gehörte seiner großen Liebe, und das Medaillon verbindet sie noch immer mit ihm. Anthony muss diese besondere Aufgabe jedoch an seine Erbin Laura weitergeben, ohne ihr von dem großen Geheimnis erzählt zu haben, das seine Sammlung umgibt.

    Meinung: Der Schreibstil der Autorin empfinde ich als sehr angenehem, es wird mit emotionaler Tiefe beschrieben ohne sich dabei in endlosen Beschreibungen zu verlieren.
    Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und beschrieben und geben der Geschichte tiefe und leben. Ich habe das Hörbuch gehört und finde auch die Vorlesestimme sehr angenehm und passend.
    Auch wenn hier zwei Erzählstränge miteinander verwoben werden, bleibt es übersichtlich. Schön finde ich die Leichtigkeit und der britische Humor der auch Themen wie Alzheimer und Behinderungen, realistisch aber leicht transportiert.

    Fazit: Insgesamt ein empfehlenswertes Lesevergnügen mit tollen Charakteren und einem tollen Erzählstil.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    jewis avatar
    jewivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Absolut hörenswert! Liebenswürdige Charaktere, runde Geschichte, erstklassig gelesen von Rufus Beck
    Hörenswerter Roman mit britischem Humor & liebenswerten Charakteren

     „Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ ist das Debüt der britischen Schriftstellerin Ruth Hogan. Wie der namensgebende Charakter ihres Buches lebt sie in einem viktorianischen Haus und liebt das Sammeln von Fundstücken, welche sie auch auf Instagram teilt. Ihrem Twitter Account ist zu entnehmen, dass sie momentan an ihrem nächsten Buch schreibt.

    ***Inhalt***

    Anthony Peardew ist gealterter Schriftsteller und leidenschaftlicher Sammler von Gegenständen, die er auf der Straße findet und katalogisiert. In seinen Kurzgeschichten denkt er sich kleine Geschichten um diese Gegenstände herum aus. Beispielsweise, wie ein Regenschirm – den er gefunden hat – verloren ging und wem dieser gehörte.

    Laura, die Peardew als Assistentin eingestellt hat – soll sich nach seinem Tod um sein Haus – genannt Padua – und die verlorenen Gegenstände kümmern. Unterstützung erhält sie vom Gärtner Freddy und der Nachbarstochter Sunshine.

    In einem zweiten Handlungsstrang 40 Jahre früher – 1974 – beginnt die Geschichte von Eunice, die vom Verleger Bomber als Assistentin eingestellt wird. Aus dem Arbeitsverhältnis entsteht eine tiefe Freundschaft, die auf die Liebe zu Hunden, Ausflügen und Filmabenden beruht. Bombers schreckliche Schwester Portia spielt hier ebenso eine Rolle, da sie als angehende Schriftstellerin mit abgekupferten Geschichten für Erheiterung bei den beiden Freunden sorgt.

    ***Buchkritik***

    Die Stärke dieses Buches ist die warmherzige Schreibweise, Unaufgeregtheit und Ruhe in der es erzählt wird, sowie die gut beschriebenen, sehr sympathischen Charaktere. Es ist nicht alles „Friede-Freude-Eierkuchen“, die Themen Alzheimer und Tod werden von der Autorin angesprochen.

    Außerdem kann ich mich nicht erinnern, jemals ein Buch gelesen zu haben, in dem ein Charakter – wie hier Sunshine – das Down-Syndrom hat. Sunshine – eine junge Frau im Alter von 19 Jahren wird in allen Facetten beschrieben: freundlich, ehrlich, wissend, witzig, eifrig („Es wird Zeit für die leckere Tasse Tee“) aber auch fordernd und mit der Tür ins Haus fallend. Dies macht sie somit für den Hörer / Leser zu einer dreidimensionalen Figur, die einem ans Herz wächst.

    Diese Charakterausarbeitung ist bei allen Charakteren zu finden und bringt diese dem Leser / Hörer näher: Laura, deren Ehe unschön endete, die ihre Träume aufgegeben hatte und in Padua ein neues Zuhause findet, sich jedoch ihr neues Glück selbst nicht richtig gönnt. Freddy, der ruhige und freundliche Gärtner, der mit seiner schrecklichen Freundin („Freddo!“) nicht Schluss machen kann und sich lieber vor ihr versteckt. Alle haben sie ihre Stärken und Schwächen.

    Eunice und Bomber (die von Rufus Beck „Junice“ & „Bommer“ ausgesprochen werden) pflegen eine sehr vertraute Freundschaft, ohne das dies jemals in eine Beziehung übergeht. Eunice, die in Bomber heimlich verliebt ist, spricht diesen Umstand nicht an, um die Freundschaft nicht zu gefährden. Vielleicht ahnt sie auch, dass Bomber schwul ist, er diese Identität jedoch unterdrückt und nicht ausleben kann. Deutlich wird dies nie ausgesprochen, auch nicht, als Bomber von seiner Mutter direkt mit dieser Frage konfrontiert wird. Im Nachhinein denke ich, dass dies jedoch „zwischen den Zeilen“ sehr deutlich wurde.

    Letztlich kann man in diesem Buch das Verlieren und Finden nicht nur auf Dinge, sondern auch auf Freundschaft, Liebe, Glück, das Gedächtnis und das Leben an sich übertragen. Dies macht das Buch zu einer runden, sehr lesenswerten Geschichte, die ich irgendwann nochmal hören oder lesen möchte.

    Rufus Beck spricht diese Geschichte sanft, mit leisen Tönen, was dieser Geschichte ganz und gar gerecht wird. Ich könnte mir für dieses Hörbuch keinen besseren Sprecher vorstellen.

    ***Aufbau***

    CDs: 7
    Dauer:  533 Min

    ***Fazit***

    Wer Spaß an britischen Romanen voller skurriler, witziger, schöner Situationen und tollen Charakteren hat, sollte unbedingt zu diesem Hörbuch greifen. Rufus Beck ist der perfekte Sprecher für diese Geschichte und macht sie zu einem witzigen, emotionalen und hörenswerten Ereignis.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    silberfischchen68s avatar
    silberfischchen68vor einem Jahr
    Ein Highlight!

    Um es kurz zu machen: Dieses Buch ist bisher mein Lesehighlight dieses Jahres.

    Eine wundervolle Geschichte über die Suche und den Wunsch gefunden zu werden - und ein toller Schreibstil.

    Liebenswerte Charaktere mit Laura, der ihr Selbstvertrauen abhanden gekommen ist und dem alten Anthony, dem nicht  mehr die Zeit vergönnt ist, seine Mission selbst zu beenden. Dazu Freddy, der Gärtner und mit Sunshine die beeindruckenste Protagonistin: das junge Mädchen mit Downsydrom, die mit ihrer Intuition und ihrem klaren Blick auf Tatsachen immer wieder zu verblüffen weiß. Überhaupt sind die Rollen bis zur letzten Nebenfigur einschließlich der Hunde so liebevoll und gelungen gestaltet, dass man mit ihnen liebt und leidet.

    Es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang, der einige Jahre früher spielt und in deren Mittelpunkt Eunice und der Verleger Bomber stehen. Witzig hier besonders die Schreckschraube Portia, die Schwester von Bomber, die auch gern mal ein Buch rausbringen würde und schamlos bei anderen Autoren klaut, um ihre Geschichten zusammenzuschreiben. Hier kann man als Leser lustig mitraten, um welches Buch es sich jeweils handelt, das sie verarbeitet hat.

    Zum Schluss wird es mystisch. Allerdings zweifelt man als Leser - hauptsächlich dank Sunshine - niemals daran, dass das alles genauso ist. Und noch ein weiterer ooops-Effekt überrascht den Leser am Schluss.

    Fazit: 5 Sterne und eine dicke Leseempfehlung.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    N
    Nela77vor einem Jahr
    Ein Buch wie ein Schatzkästchen

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Liebe, Freundschaft, Schuldgefühle, Hoffnung werden darin auf wunderbare Weise thematisiert. Der Schreibstil der Autorin lässt einen mit seinen leisen Tönen ganz tief in die Geschichte eintauchen, als wäre man direkt dabei. Die sehr sympathische Protagonistin und die tollen Nebenfiguren verstärken den Lesegenuss zusätzlich. Durch die eingeschobenen Geschichten zu einzelnen Gegenständen handelt es sich um mehr als nur eine Erzählung. Diese kurzen Geschichten waren oft so schön, dass ich bedauert habe, dass sie nur so kurz sind, und gerne mehr erfahren hätte. Ein bezauberndes Buch, das sich wie eine warme Wolldecke anfühlt, in die man sich einhüllen kann, um für ein paar Stunden in eine andere Welt einzutauchen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    skaramels avatar
    skaramelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch voller Hättes... Es hätte gut werden können, es hätte mein Buch werden können. Ist es aber leider nicht geworden.
    Auf dem Weg verloren...

    Es gibt diese Bücher, die sieht man in den Verlagsvorschauen, liest die kurze Zusammenfassung und für einen Moment stimmt alles. So ging es mir mit „Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ von Ruth Hogan. Das Cover sprach mich an, der Inhalt klang wunderbar und überhaupt freute ich mich einfach die Möglichkeit zu haben, so schnell nach der Erscheinung das Buch zu lesen. 

    Die Idee fand ich niedlich, denn es geht um Anthony, der verlorene Dinge sammelt und hofft, dass er irgendwann diese seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben kann. Dieses Versprechen hat er sich selbst abgenommen, nachdem er selbst etwas so Wichtiges verloren hatte, dass er nie wieder zurückbekam. 

    …und dann lass ich voller Euphorie die ersten Seiten über Anthony, über Laura, weiterhin bis zu Eunice und Sunshine und ich merkte, wie die Ernüchterung sich nach kurzer Zeit einstellte. Sie Seiten wurden zäh und das Vorankommen dauerte. Ich wollte es mögen – wirklich. Ich wollte es so sehr. Ich dachte, es wäre das perfekte Buch für mich, mit der perfekten Geschichte über Trauer, schwere Entscheidungen, das Leben und wie man sich selber finden kann. Aber leider, so sehr ich es wollte, ist es nicht mein Buch. Da mag das Cover stimmen, da mag die Beschreibung stimmen, aber Mr. Peardew und ich, wir passen leider nicht. 

    Ich habe Rezensionen gewälzt, das Buch immer wieder neu aufgeklappt und selbst als ich es beendet habe, habe ich Stellen, Geschichten und Passagen nochmal gelesen. Aber ich kann das, was alle empfinden, nicht nachvollziehen.
    Das Buch ist keineswegs ein Reinfall und Ruth Hogan ist auch keine schlechte Autorin. Der Schreibstil ist schön, flüssig und leicht zu lesen. Das ganze Buch steckt voller Details und die Charaktere sind wahrlich wunderbar erschaffen. Hogan platziert in die Geschichten noch Anthonys Erzählungen zu den gesammelten Dingen, was wirklich gut gelungen ist und dem Buch etwas mehr Tiefe gibt. Doch trotzdem fehlte mir etwas, vielleicht waren ein paar der Geschichten mir zu viel, ein paar Details zu wenig – die Fahrt kam einfach nicht auf. Immer wieder musste ich pausieren, das Buch weglegen und mir eine kleine Auszeit können. Schade, ich dachte Anthony und ich würden Freunde werden.

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks