Ruth Klüger unterwegs verloren

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Inhaltsangabe zu „unterwegs verloren“ von Ruth Klüger

Was unterwegs verloren geht, bist immer du selbst Aus den Konzentrationslagern Hitlers nur durch einen glücklichen Zufall errettet, wurde Ruth Klüger in den USA zur angesehenen Literaturwissenschaftlerin, selbstbewussten Feministin und international ausgezeichneten Schriftstellerin. Die komplexe Beziehung zur Mutter, den beiden Söhnen, die unglückliche Ehe, die Ressentiments, mit denen sie als Frau und als Jüdin an amerikanischen Universitäten zu kämpfen hatte, sind Themen dieser Autobiographie. Hier erzählt eine Frau, die sich ihre Muttersprache zurückerobert, die sich mit den Verlusten, die das Altern bringt, auseinandersetzt, die sich den Schatten und Visionen der Vergangenheit und der Gegenwart stellt. »In der Fülle der Überlebenszeugnisse über den Holocaust zählt dasjenige Ruth Klügers zu den bewegendsten, verstörendsten - ein Stück Weltliteratur.« Ulrich Weinzierl in ›Literarische Welt‹

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  • Rezension zu "unterwegs verloren" von Ruth Klüger

    unterwegs verloren

    hproentgen

    09. November 2010 um 21:04

    Unterwegs verloren - Erinnerungen, uth Klüger In Ihrem Buch „Weiter leben“ schilderte Ruth Klüger, wie sie als jüdisches Mädchen Auschwitz überlebte. Sie schuf damit eines der ehrlichsten und authentischsten Bücher über das Leben in den deutschen KZs. In diesem neuen Buch schildert sie ihr späteres Leben in den USA als Literaturwissenschaftlerin. Immer wieder greifen die Erinnerungen nach ihr, auch wenn sie glaubte, dass die Gespenster mit dem Älterwerden zurückweichen, stellt sie doch letztendlich fest, "dass die Jugenderlebnisse nicht die geringste Absicht hatten, sich aus der Psyche zu entfernen." Doch nicht nur darüber schreibt sie. Sondern über ihren WEg als Literaturwisssenschaftlerin in den USA in einer Zeit, als Frauen an den Universitäten selten waren und sich ihren Weg mühsam erkämpfen mussten. Dabei schildert sie manches, dass heute kaum mehr vorstellbar scheint und lässt damit die Fünfziger bis Siebziger Jahre wieder lebendig werden. Auch ihre Ehe mit einem Kollegen war nicht glücklich, damals hatte die Karriere der Frau hinter der des Mannes zurückzustehen. Am besten angesehen waren die Frauen, die erst gar keine anstrebten. Schließlich sollte eine Ehefrau ihren Mann unterstützen. Lange dauerte es, bis sie sich wieder zurück nach Deutschland wagte. Um so wichtiger für sie, dass ausgerechnet hier ihre Autobiografie "Unterwegs verloren" einen solchen Erfolg hatte. Noch länger brauchte sie, um ihre alte Heimatstadt Wien wieder zurück zu erobern. Die Erinnerungen kommen zurück wie Gelsen. Nicht nur die Bösen, auch daran, was ihr an Wien gefällt. "Andererseits ist mir diese Wiener Wurschtigkeit gemäßer als die deutsche Prinzipienreiterei": Das Buch wirkt oft bitter, obwohl Ruth Klüger jedes Jammern vermeidet, nur erzählt. Wie oft ihr "Jüdisch Sein" ihr auch in den USA angekreidet wurde. So sind die Erinnerungen auch eine Zeitgeschichte, eine Fahrt in die Vergangenheit nach dem zweiten Weltkrieg, ein Blick in das universitäre Milieu, die Intrigen dort und wie kleinkariert es dort zugeht, wo eigentlich Neugierde herrschen sollte. Und eben wegen diesem scharfen Blick hinter die Kulissen, wegen der lebendigen Sprache, der lakonischen, kurzen Erzählweise, fesselt es auch den, der sich für Literaturwissenschaften und Universitäten gar nicht interessiert. So entstand ein bemerkenswert spannendes Zeitkolorit. Leseprobe: http://www.amazon.de/gp/reader/3423139137/ref=sibdppt#reader-link Unterwegs verloren - Erinnerungen, Autobiografie, Ruth Klüger, dtv, September 2010 ISBN-13: 978-3423139137, Tb, 240 Seiten, Euro 9,90

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  • Rezension zu "unterwegs verloren" von Ruth Klüger

    unterwegs verloren

    Thaila

    23. March 2010 um 11:01

    Mit "unterwegs verloren" legt Ruth Klüger die Vorsetzung ihrer Biographie "weiter leben" fort. Allen Interessierten würde ich raten, "Weiter leben" zuerst zu lesen, denn dort beschreibt die Autorin ihre Kindheit und Jugend. Ruth Klüger stammt aus einer jüdischen Familie in Wien. Bereits als Kind ist sie ins Lager Theresienstadt gekommen, von dort aus weiter nach Groß-Rosen und Ausschwitz. Sie gehört zu den ganz wenigen Kindern, die die Lager überlebt haben. Neben ihr überlebt noch ihre Mutter, während ihr Vater und der ältere Bruder ermordet werden. Gemeinsam mit ihrer Muter wandert sie in die USA aus. Dort beginnt "unterwegs verloren". Ganz am Anfang beschreibt Ruth Klüger, wie sie sich als alte Frau ihre Häftlingsnummer aus Auschwitz vom Unterarm entfernen lässt. An dieser Episode macht sie deutlich, wie die Erinnerung an die Verfolgung ihr ganzes Leben überschattet. Auch die Schuldgefühle gegenüber ihrem Bruder, das sie überlebt hat, und er nicht, verfolgen sie bis ins späte Alter. Ruth Klüger beschreibt die schwierige Beziehung mit ihrer Mutter, ihre lieblose Ehe, die früh geschieden wird, und das Verhältnis zu ihren beiden Söhnen. Obwohl Wut und Verletzung in diesen Erzählungen noch deutlich zu spüren sind, ist Klüger dabei selbstkritisch und refelktiert. Die Beziehung zu ihrem Mann ist vor allem an den starren Geschlechterrollen gescheitert, denen sie zu entkommen versuchte. Auch ihre Universitätskarriere - Ruth Klüge gehört zu den namhaftesten Germanistinen in den USA - wird immer wieder durch die mänlichen Strukturen an der Universität gehemmt. Besonders auf die Zeit in Princeton schaut sie mit Bitterkeit zurück. Sehr interessant ist auch ihre langsame Annäherung an Deutschland, indem sie sich zuerst lange nur mit der Literatur beschäftigt, und erst spät nach Deutschland kommt. Göttingen wird für sie zu so etwas, wie eine zweite Heimat. Ausfühlich schreibt sie auch über die Freundschaft mit Martin Walser und dem Bruch nach der Veröffentlichung von "Tod eines Kritikers". Die Sprache ist schlicht, aber poetisch, so streut die Autorin immer wieder alte Gedichte ein, um ihre Gefühlssituation während einer bestimmten Zeit zu beschreiben. Ein sehr lesenswertes, "kleines" Buch.

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  • Rezension zu "unterwegs verloren" von Ruth Klüger

    unterwegs verloren

    Shopgirl

    14. October 2009 um 13:50

    Ruth Küger dachte, sie hätte mit ihrem Erstlingswerk „Weiter leben“ bereits Alles erzählt. Doch auch die Jahre nach dem Überleben der Vernichtungslager und einem Neuanfang in den Vereinigten Staaten bot interessanten Stoff zum Schreiben. Mit einem bayrischen Notabitur in der Tasche versuchte die Autorin Fuß in der von Männern dominieren Welt der Literaturwissenschaften zu fassen. Anfangs als Studentin, dann selbst als Lehrstuhlinhaberin. Dabei stieß sie bei ihren männlichen Kollegen oft auf Diskriminierung, weil sie eine Frau war. Eine jüdische noch dazu. Eine Doppelbelastung scheinbar, die die Autorin nicht entmutigte. Sie kämpfte und kämpft weiter um Anerkennung und gegen Antisemitismus, Vorurteile und jegliche Art der Benachteiligung. Das Buch ist ein Geschenk für jeden Leser, der sich fragt, wie die Lebensgeschichte eines Menschen, der den Holocaust überlebt hat, weiter geht. Es zeigt auch, dass gedankliche Barrieren und Vorteile nach 1945 in vielen Köpfen weiterhin noch bestanden haben und wie schwer die Anfänge emanzipierter Frauen waren, wenn sie eine Rolle außer der den Frauen in den 50iger Jahren typischerweise zugewiesenen - als Mutter, Hausfrau oder Sekretärin - ergreifen wollten. Fazit: ein lesenswertes Buch!

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