Ruth Kornberger

 3,8 Sterne bei 94 Bewertungen
Autorenbild von Ruth Kornberger (©Lasse Tjarks)

Lebenslauf

Als Kind las sie die Kinderbücherei ihres Stadtteils durch: Ruth Kornberger wurde 1980 in Bremen geboren und blieb dort bis zum Abitur. An der Technischen Universität Ilmenau studierte sie "Angewandte Medienwissenschaft", weil sie "irgendwas mit Medien" machen wollte. Ihre Diplomarbeit schrieb die Autorin über digitale Wissensvermittlung. Nach dem Abschluss zog Kornberger nach Heidelberg, um für eine IT-Firma Bedienungsanleitungen zu schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Weinheim, am Rand des Odenwalds. "Frau Merian und die Wunder der Welt" ist ihr erster Roman.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Symphonie der Sterne (ISBN: 9783328113591)

Die Symphonie der Sterne

(4)
Neu erschienen am 12.11.2025 als Taschenbuch bei Penguin.

Alle Bücher von Ruth Kornberger

Cover des Buches Frau Merian und die Wunder der Welt (ISBN: 9783328106777)

Frau Merian und die Wunder der Welt

(69)
Erschienen am 11.04.2022
Cover des Buches Die Spur der Bambusbären (ISBN: 9783570104569)

Die Spur der Bambusbären

(12)
Erschienen am 25.06.2025
Cover des Buches Die Symphonie der Sterne (ISBN: 9783328113591)

Die Symphonie der Sterne

(4)
Erschienen am 12.11.2025
Cover des Buches Wie man einen Zirkus zerstreut (ISBN: 9783847640349)

Wie man einen Zirkus zerstreut

(3)
Erschienen am 30.10.2013
Cover des Buches Frau Merian und die Wunder der Welt (ISBN: 9783803292629)

Frau Merian und die Wunder der Welt

(5)
Erschienen am 17.06.2021

Neue Rezensionen zu Ruth Kornberger

Cover des Buches Die Spur der Bambusbären (ISBN: 9783570104569)
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Rezension zu "Die Spur der Bambusbären" von Ruth Kornberger

die_buecherweltenbummlerin
Traurig

Nach dem überraschenden Tod ihres Mannes möchte Ruth Harkness dessen Vermächtnis weiterführen und macht sich nach China auf, um ein Exemplar der sagenumwobenen Pandas zu finden. Gemeinsam mit dem Fotografen Richard und dem Abenteurer Quentin wandert sie in die entlegenen Berge Tibets. Es dauert nicht lange, bis sie ein Neugeborenes finden, dessen Mutter durch die menschliche Anwesenheit verjagt ist. Um die Welt davon zu überzeugen, dass Trophäenjagd grausam ist, nimmt Ruth das Tierkind mit, das sie von nun an Su Lin nennt. Aber der Wunsch nach Ruhm ist stärker als die Moral. Und so muss die New Yorkerin bald erkennen, welche Kräfte sie freigesetzt hat.


Die Geschichte um die Designerin Ruth Harkness basiert auf wahrer Begebenheit, was von Beginn an Betroffenheit erzeugt. Dieses Gefühl soll während der Lektüre nicht mehr verschwinden, denn jede*r kann sich denken, was in den 1930er Jahren geschieht, wenn ein Tier, dessen Existenz damals noch als Mythos galt, gefunden und in die Zivilisation verfrachtet wird.


Aufgrund dieser Tatsache entsteht auch keinerlei Empathie mit der Protagonistin. Vielleicht mochten ihre Ambitionen moralisch gut gewesen sein. Nichtsdestotrotz handelt sie egoistisch, säuft wie ein Loch, ist Opium gegenüber nicht abgeneigt und schwelgt in einem gewissen Luxus, wobei sie den Panda in nur jede verfügbare Kamera hält. Wer einmal ihren Namen googelt, findet genau das.


Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und meist ohne Schnörkel. Nur selten bedient sie sich sprachlicher Stilmittel. Allerdings lässt der Text auch einen Spannungsaufbau vermissen. Er liest sich stattdessen wie eine Chronologie von Ereignissen in Romanform.


Fazit 

Trotz der leider zu flachen Erzählweise und der Abneigung gegen Ruth Harkness handelt es sich bei dem Buch um eine Lektüre, die bewegt und zum Nachdenken anregt. Wie häufig bei großen Entdeckungen stellt sich die Frage: Welche Konsequenzen hat eine Veröffentlichung derjenigen? 


Cover des Buches Die Spur der Bambusbären (ISBN: 9783570104569)
Wortkosterins avatar

Rezension zu "Die Spur der Bambusbären" von Ruth Kornberger

Wortkosterin
Schonungsloses Portrait einer Frau, die Pandas retten will und dabei tragisch scheitert

Wer sich von dieser Romanbiografie eine gefühlvolle Geschichte über eine Tierschützerin, niedliche Pandas und eine filmreife Safari in Bambuswäldern erhofft, wird bei der Lektüre enttäuscht werden. Vielmehr zeichnet die Autorin Ruth Kornberger das schonungslose und facettenreiche Portrait von Ruth Harkness, die mit ihren ehrgeizigen Panda-Expeditionen in China ihr ursprüngliches Ziel – den Pandabären vor der Ausrottung durch Großwildjäger zu retten – auf tragische Weise verfehlt. 

Unsympathische Hauptfigur: Zu erleben ist eine Frau mit viel Tatkraft und Suchtproblemen – eine Getriebene, die alles exzessiv betreibt. Lag ihre ursprüngliche Motivation noch in Tierliebe, so überwältigte sie nach der ersten erfolgreichen Panda-Expedition der nimmersatte Drang nach mehr Erfolg und Thrill (darin war sie den Großwildjägern, die sie verabscheute, dann doch ähnlich). Auch wenn ich als Leserin die originellen, humorvollen und kreativen Seiten von Ruth Harkness kennengelernt habe, so haben im Gesamtbild für mich die negativen Eigenschaften Egoismus, Ehrgeiz und Exzess überwogen. Sogar wenn Ruth die beiden Pandababys fürsorglich mit Milchflasche aufzieht, wirken ihre mütterlichen Gefühle egozentrisch. 

Distanzierte Erzählweise: Dass ich mit Ruth Harkness nicht warm geworden bin, lag auch am spröden Tonfall (erzählt wird in der dritten Person, personale Perspektive). Die emotionale Distanz – die auch die Autorin selbst zu ihrer Figur einnimmt – kann jedoch als Pluspunkt gesehen werden, denn so kann ich als Leserin das Geschehen kritisch bewerten. Es gefällt mir, dass die Autorin auf jedwede süßliche Verklärung verzichtet hat. 

Ebenso nüchtern wirken die Kapitel, die aus der Sicht des Fotografen Richard geschrieben sind. Als Dokumentator von Ruths Expeditionen und später des Kriegs, der 1938 in China ausbricht (gegen Japan), bleibt Richard ein distanzierter Beobachter. So ist auch der Blick auf Chinas Kultur und Menschen der eines Außenstehenden. So werden z. B. die drastischen Folgen der Opiumsucht durch kühle Beobachteraugen geschildert. 

Das Buch zeigt faszinierend die Rolle der Fotografie in der damaligen Zeit. 

Die Nebenfiguren (der chinesische Abenteurer Quentin und der Koch Wang) werden grob skizziert, ihre Charaktere waren für mich nur schemenhaft erkennbar.  

Handlung: Die historische Begebenheit ist interessant. Ja, Ruth Harkness (Modedesignerin und Glamour Girl der New Yorker Oberschicht) war die Erste, die 1936 ein Pandababy im Hochland von Tibet fangen und das Tier lebend in die USA bringen konnte, wo es in einem Zoo wenige Jahre später verstarb. Wird sie ihr Ziel, dem amerikanischen Zoo ein Männchen und Weibchen zu bringen, um die Zucht der Pandas zu ermöglichen, erreichen? Zwei weitere Expeditionen folgen. Angespornt wird Ruth durch einen Konkurrenten, den sie übertrumpfen will.  

Stil: Die Sprache ist schnörkellos und flüssig lesbar. Bei der Schilderung der Natur und Tiere hatte ich mir mehr Sinneseindrücke gewünscht. 

Mein Fazit: Ein eher anspruchsvolles Buch. Gründlich recherchiertes Zeitgeschehen, ohne Zuckerguss präsentiert. Allerdings ist mir das Weiterlesen ab der Hälfte des Romans schwergefallen (die Schilderung der zweiten und dritten Expedition von R. Harkness fand ich spannungsarm und die negativen Aspekte haben überwogen) und ich war enttäuscht, weniger als erhofft über die Kultur und Natur von China zu erfahren (beschränkter Blick durch die Augen der Amerikaner). 

Ich vergebe gute 3 Sterne für das interessante (nicht immer bequeme) Leseerlebnis, das meinen Horizont erweitert und mich zum Nachdenken gebracht hat.

Cover des Buches Die Spur der Bambusbären (ISBN: 9783570104569)
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Rezension zu "Die Spur der Bambusbären" von Ruth Kornberger

Elkes_Literaturwolke
Leider konnte die Art des Erzählens mich nicht mitnehmen.

Inhaltsangabe:

New York 1936: Ruth Harkness, Glamourgirl und Modedesignerin, trauert um ihren Mann Bill. Er war in China gestorben, ohne seiner Frau von der Krebserkrankungzu erzählen. Sein größter Wunsch ging nicht in Erfüllung: er wollte unbedingt einen lebenden Pandabären nach Amerika bringen.

Ruth, ohne Erfahrung als Abenteurerin und ohne Kenntnis davon, wie schwer und mühseelig eine solche Reise sein kann, macht sich auf die Weg nach China. In Shanghai macht sie Bekanntschaft mit anderen Abenteurern, die meisten möchten die Pandabären jedoch erschießen! Ihr liegt das Tierwohl am Herzen.

Sie sucht sich eine eigene Truppe zusammen, u. a. den Fotografen Richard und den Abenteuerer Quentin. Gemeinsam reisen sie ins Hochland von Tibet. Nach mühseeliger Reise und einigen Strapazen finden sie schließlich ein Pandababy. Entzückt und voller Liebe im Herzen kümmert sich Ruth um das Pandababy Su Lin und bringt es teils unter großen Schwierigkeiten in die Staaten. 

Doch sie hat nicht geahnt, was sie damit bewirkt – wie sie irgendwann feststellt, nicht nur Gutes. Sie möchte ihre Entscheidung revidieren und reist erneut nach China!

Mein Fazit:

Erst möchte ich mich bei dem Pengiun Verlag für das Überlassen des Rezie-Exemplares bedanken. Die Geschichte um die Entdeckung der Riesenpandas klang für mich sehr verlockend, galten sie doch lange Zeit als Fabelwesen!

Allerdings ist mir Ruth die ganze Zeit nicht wirklich nah geworden. Ich konnte ihre Persönlichkeit nicht greifen. Wo kam sie her, was zeichnete sie (außer der Tierliebe) noch aus? Als was hat sie gearbeitet und woher kam ihr kleines Vermögen? Sie war nicht reich, konnte aber durchaus einige Monate ohne Einkommen leben! Ruth blieb mir die ganze Zeit über fremd und was die Strapazen für sie bedeuteten, wurde trotz allem nicht immer klar!

Die Autorin beschreibt eine Zeit, in der die Welt im Umbruch war. Shanghai war damals ein heißes Pflaster. Japan schwang sich zur Weltmacht auf und es drohte  ein Krieg. Es ist mir unbegreiflich, wie Ruth sich daraus nichts machen konnte. Sie hat solche Dinge teilweise vollkommen ausgeblendet und später in meinen Augen untragbare Entscheidungen getroffen!

Die eine oder andere Erzählung empfand ich dann doch als atmosphärisch und eindringlich. Als Japan tatsächlich angriff und Shanghai zum Kriegsschauplatz wurde! Das Leben der Chinesen war mitunter schwer genug, das wurde einige Male angedeutet. Da der Roman in großen Teilen dort spielte, hätte ich mir mehr Hintergrundinfos gewünscht.

Leider konnte die Art des Erzählens mich nicht mitnehmen. Aber der Plot war schon interessant und so konnte ich das eine oder andere nebenher erfahren. Insofern war das Buch für mich nicht ganz umsonst.

Drei Sterne gibt es von mir!

Gespräche aus der Community

Ruth Kornberger erzählt in ihrem ersten Roman die Geschichte der wagemutigen Künstlerin und Forscherin Maria Sibylla Merian. Seit jeher träumt Maria davon im Regenwald Schmetterlinge zu studieren. Doch bei ihrer Ankunft im fernen Surinam werden ihr einige Stolpersteine in den Weg gelegt ...

Ein Highlight: Die Autorin Ruth Kornberger wird selbst an der Leserunde
teilnehmen und eure Fragen beantworten!

964 BeiträgeVerlosung beendet
lefras avatar
Letzter Beitrag von  lefra

Ich kann den Moment nicht ausstehen, in dem ich eine negative Rezension schreiben muss, aber manchmal gehen Hoffnung und Realität leider auseinander. Trotzdem vielen Dank für den Roman. Hoffentlich kann mich in der Zukunft etwas Neues mehr begeistern.


https://www.lovelybooks.de/autor/Ruth-Kornberger/Frau-Merian-und-die-Wunder-der-Welt-2793827597-w/rezension/3018908670/

Zusätzliche Informationen

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