Ruth Lillegraven

 4,3 Sterne bei 318 Bewertungen
Autor*in von Tiefer Fjord, Düsteres Tal und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ruth Lillegraven wurde 1978 in Hardanger geboren und lebt heute in Bærum. 2005 debütierte sie mit einer Gedichtsammlung. Seitdem veröffentlichte sie Lyrik, Kinderbücher, ein Theaterstück und Romane. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie den Brage-Preis und den Nynorsk Literaturpreis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ruth Lillegraven

Cover des Buches Tiefer Fjord (ISBN: 9783548066967)

Tiefer Fjord

(134)
Erschienen am 25.04.2024
Cover des Buches Düsteres Tal (ISBN: 9783471360507)

Düsteres Tal

(87)
Erschienen am 30.10.2025
Cover des Buches Dunkler Abgrund (ISBN: 9783548070506)

Dunkler Abgrund

(85)
Erschienen am 30.05.2025
Cover des Buches Tiefer Fjord (ISBN: 9783748402923)

Tiefer Fjord

(3)
Erschienen am 30.06.2021

Neue Rezensionen zu Ruth Lillegraven

Cover des Buches Düsteres Tal (ISBN: 9783471360507)
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Rezension zu "Düsteres Tal" von Ruth Lillegraven

Alexa_Koser
Leichen pflastern ihren Weg...

Zum Buch: Nach einem verheerenden Attentat auf die Schule in Nairobi, die die ehemalige norwegische Justizministerin Clara Lofthus geleitet hat, kehrt sie wieder in ihre Heimat zurück. Durch ihren heldenhaften Einsatz ist sie wieder sehr populär und die Regierung möchte sie wieder als Justizministerin zurückhaben. Doch dann wird eine Frauenleiche gefunden. Gibt es Personen, die die Tote mit Clara in Zusammenhang bringen können? Diesem Schicksal muss Clara unbedingt zuvorkommen…

Meine Meinung: Ich habe mich sehr auf diesen dritten Teil der Trilogie gefreut und wurde auch definitiv nicht enttäuscht! Es sind einfach diese Charaktere, die diese Geschichte so einzigartig machen! Clara Lofthus muss man nicht mögen, ich glaube, sie legt auch gar keinen Wert darauf. Einzig das Erreichen ihrer eigenen Ziele steht für sie im Vordergrund – und dafür geht sie leider auch buchstäblich über Leichen!

Ihr Lebensgefährte Axel tat mir in seiner Naivität und seiner bedingungslosen Liebe zu Clara manchmal richtig leid. Die Söhne Andreas und Nikolai sind mittlerweile 17 Jahre alt und haben sich trotz der schwierigen Lebensumstände gut gemacht. Und bringen Steine ins Rollen…

Der Schreibstil lässt sich einfach und schnell lesen, es sind kurze Kapitel, die einladen, immer weiter zu lesen! Aus verschiedenen Perspektiven wird die Geschichte hier bis aufs Letzte aufgedröselt und endet in einem regelrechen Showdown. Mit einem klitzekleinen Fragezeichen am Ende…, aber das hat mich schmunzeln lassen.

Mein Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine tolle Geschichte! Ich musste hier nicht alle Charaktere mögen, um mich trotzdem komplett in die Story hineinfallen zu lassen. Grandios erzählt! Von mir gibt es eine Leseempfehlung, aber bitte unbedingt die Reihenfolge einhalten, sonst versteht man die Geschichte nicht.

Cover des Buches Düsteres Tal (ISBN: 9783471360507)
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Rezension zu "Düsteres Tal" von Ruth Lillegraven

mariehal
Ein Ende ohne Erlösung

          Als letzter Teil einer Trilogie angelegt, erzählt dieser Roman die Geschichte von Clara Lofthus zu Ende, ohne dass mir beim Lesen bewusst war, dass es sich um den Abschluss einer Reihe handelt. Grundsätzlich hat das gut funktioniert: Die Handlung ist verständlich, wichtige Hintergründe werden angerissen, und man findet ohne große Probleme in die Geschichte hinein. Dennoch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass man Claras Entwicklung und innere Konflikte deutlich besser hätte nachvollziehen können, wenn man die beiden Vorgängerbände gekannt hätte. Gerade ihre Vergangenheit, die hier eine zentrale Rolle spielt, bleibt für Neueinsteiger etwas zu fragmentarisch.

Positiv hervorzuheben ist der Perspektivwechsel: Zunächst zwei, später drei Erzählstimmen ermöglichen einen breiten Blick auf die Geschehnisse rund um Politik, Medien, Macht und persönliche Schuld. Diese Vielstimmigkeit sorgt zwar für Struktur und Übersicht, konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mir keine der Figuren wirklich nahekam. Weder Clara noch die Nebenprotagonisten wirkten sympathisch oder emotional nachvollziehbar – eher kühl, berechnend und oft schwer zugänglich. Das mag literarisch gewollt sein, machte das Lesen für mich jedoch anstrengend und wenig mitreißend.

Inhaltlich konnte mich der Roman jedoch nur bedingt überzeugen. Ich fand keinen der Protagonisten wirklich sympathisch, was an sich kein Problem wäre, wenn ihre Motive und Entscheidungen nachvollziehbar gestaltet wären. Genau das fehlte mir aber über weite Strecken. Clara bleibt distanziert, ihre Handlungen wirken oft kühl und strategisch, ohne dass ich emotional Zugang zu ihr gefunden habe. Auch die Nebenfiguren blieben für mich eher funktional als lebendig.

Spannung kam leider kaum auf. Trotz Themen wie Terroranschlag, politischem Aufstieg, Leichenfund und investigativem Podcast blieb die Handlung erstaunlich flach. Vieles wird eher berichtet als erlebt, Konflikte verlaufen im Sande, und selbst dramatische Wendepunkte hinterlassen wenig Eindruck. Das Ende schließlich empfand ich als enttäuschend: Es wirkte unfertig, emotionslos und ließ mich ratlos zurück, statt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Sprachlich ist der Roman solide und sauber geschrieben, daran gibt es nichts auszusetzen. Inhaltlich jedoch blieb er für mich deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Ein ambitioniertes Thema, das leider ohne echte Spannung und emotionale Tiefe erzählt wird.

Cover des Buches Düsteres Tal (ISBN: 9783471360507)
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Rezension zu "Düsteres Tal" von Ruth Lillegraven

raschke64
Abschluss

Clara leitet in Nairobi eine Schule. Als der norwegische zuständige Minister zu Gast ist, wird die Schule von Terroristen überfallen und er getötet. Clara rettet viele Menschenleben und wird zur Heldin. Wieder in Norwegen zurück, bekommt sie den Posten als Justizministerin erneut angeboten. Doch die Schatten aus der Vergangenheit werden immer länger

 

Das Buch ist der Abschluss der Trilogie. Wie die vorangegangenen Teile ist er sehr gut lesbar und bringt die aktuelle Situation in Norwegen gut auf den Punkt. Die Hauptfigur ist sehr zwiespältig. Nicht direkt unsympathisch, aber als mehrfache Mörderin auch nicht wirklich sympathisch. Mich hat am Ende vor allem interessiert, wie die Situation aufgelöst wird. Und hier wurde ich dann für meinen Geschmack etwas enttäuscht. Für genauere Ausführungen müsste ich allerdings jetzt zu viel spoilern, was ich unterlasse.

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