Ruth Nestvold Flamme und Harfe

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Inhaltsangabe zu „Flamme und Harfe“ von Ruth Nestvold

Sie hatten jeden Grund sich zu hassen – doch ihre Liebe sollte die Welt verändern …<br /><br />Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden … Tristan und Isolde, Tristram und Isot, Essylt und Drust, Yseult und Drystan: Die Namen haben sich im Laufe der Zeit geändert, Liebende aber waren sie immer – und ihr Schicksal wurde nie vergessen. Die meisten Erzählungen über sie beginnen mit dem Mann. Diese beginnt mit der Frau.<br /><br />

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  • Eine berührende Liebesgeschichte

    Flamme und Harfe
    Keltica

    Keltica

    09. April 2017 um 14:09

    Flamme und Harfe Inhalt:Sie hatten jeden Grund sich zu hassen – doch ihre Liebe sollte die Welt verändern …Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden … Tristan und Isolde, Tristram und Isot, Essylt und Drust, Yseult und Drystan: Die Namen haben sich im Laufe der Zeit geändert, Liebende aber waren sie immer – und ihr Schicksal wurde nie vergessen. Die meisten Erzählungen über sie beginnen mit dem Mann. Diese beginnt mit der Frau.Die Autorin:Ruth Nestvold, geboren in Colville, Washington, USA, lebt seit über dreißig Jahren in Deutschland. Nach ihrer Promotion in Anglistik an der Universität Stuttgart hat sie einige Jahre an verschiedenen deutschen Universitäten gearbeitet, bis sie 1998 am Clarion West Writers Workshop in Seattle, Washington teilnahm. Seither sind ihre Kurzgeschichten und Novellen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien erschienen, u.a. in Asimov's, Realms of Fantasy, Strange Horizons, Fantasy and Science Fiction und Gardner Dozois's Year's Best Science Fiction. Ihre Fiktion wurde für die Science Fiction- und Fantasy-Auszeichnungen Nebula, Tiptree und Sturgeon nominiert. Die italienische Übersetzung ihrer Novella "Looking Through Lace" gewann den "Premio Italia" für den besten internationalen Roman. 2009 ist die Übersetzung Ihres Romans "Yseult" als Flamme und Harfe bei Penhaligon erschienen. Einige ihrer Romane und Kurzgeschichten sind jetzt als Ebooks erhältlich. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Stuttgart in einem Haus mit Turm und freut sich über die Papageien von Bad Cannstatt. Fazit:Die wohlbekannte Legende von Tristan und Isolde erscheint hier in einem neuen Kleid und spielt auf der Insel Eriu. Die alten Götter und Göttinnen werden noch verehrt, an Beltane Feuer und Samhain Feste singen Barden ihre Lieder. Druiden, Zauberei und die Macht der Frauen, die die Hüterinnen der Alten Bräuche sind, können wir miterleben. Aber man ahnt auch, dass diese Welt bald der Vergangenheit angehören wird, denn die Römer bringen den christlichen Glauben auf die Insel mit.Mir hat dieses Buch viel schöne Lesestunden in einer zauberhaften, aber auch rauen, längst vergangenen Welt. Eine traurige Liebe zweier Seelen, ähnlich schicksalsreich und tragisch, wie die von Abelard und Heloise, voller Intensintät und Magie. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Es gibt für mich nach Marion Zimmer Bradleys "Nebel von Avalon" Reihe, kein verzaubernderes Buch als "Flamme und Harfe".Sieh haben in meinem Bücherregal einen Ehrenplatz! ;-))

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  • Die Geschichte von Tristan und Isolde neu erzählt

    Flamme und Harfe
    dasPepperchen

    dasPepperchen

    Inhalt: Die junge Yseult die Schöne, pflegt den schwerverletzten Barden Tandrys und verliebt sich in ihn. Als sie seine wahre Identität herausfindet, verstößt sie ihn zunächst, denn Drystan ist der Mörder ihres Onkels und der Sohn des Hochkönigs von Alba. Diesen soll Yseult ehelichen, um ein Friedensabkommen zwischen Eriu und Alba zu ermöglichen. Mit der Zeit erfährt sie nicht nur die wahren Umstände des Todes ihres Onkels, sondern muss sich auch eingestehen, dass sie Drystan bedingungslos liebt. Das Schicksal stellt den beiden immer neue Hürden, die es zu überwinden gilt und Yseult muss Entscheidungen treffen, die nicht nur ihre eigene Zukunft bestimmen. Meinung: Auf den ersten Seiten fühlt man sich von der Vielfalt fremder Begriffe, Namen und Bezeichnungen förmlich erschlagen, zumindest ging es mir dabei so. Allerdings lohnt sich es sich hier durchzuhalten.  Vieles versteht man erst mit der Zeit, aber auf das Glossar und die Karte im Buch war ich wirklich angewiesen. Im ersten Teil des Buches blieben mir die Personen noch sehr fremd und so manche Handlung konnte ich erst viel später nachvollziehen. Nach besagtem Teil ging es aber stetig aufwärts. Mit der Sage von Tristan und Isolde konnte ich vor dem Buch nichts anfangen (Schande über mich ;D ). Das trug aber sicherlich dazu bei, dass sich für mich die Spannung fast durchgängig halten konnte. Ich wollte mich da unbedingt durchkämpfen, um zu erfahren wie es endete. Die Liebe von Drystan und Yseult zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk, ist aber nicht immer das Hauptthema, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Die Autorin bringt hier so viel mit ein: alte Bräuche, Verbreitung des Christentums, verschiedene Auffassungen von einer Ehe und auch Scheidung, König Arthus, und und und. =) Mich hat diese Welt sehr fasziniert und verzaubert, aber leider waren mir Drama und Tragik dann leider doch ein wenig zu viel. Fazit: Wer tiefgängige sowie tragische Sagen und Mythen liebt, kommt hier bestimmt voll auf seine Kosten, denn nach einer kitschigen Liebesgeschichte sucht man vergebens. Auch wenn es nicht ganz so meins war, war es doch ein tolles, neues Leseerlebnis für mich und ich kann „Flamme und Harfe“ jedem wärmstens empfehlen, der mal etwas ganz anderes lesen möchte.  

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  • So schön und traurig!

    Flamme und Harfe
    Keltica

    Keltica

    20. May 2014 um 20:22

    Die wohlbekannte Legende von Tristan und Isolde erscheint hier in einem neuen Kleid und spielt auf der Insel Eriu. Die alten Götter und Göttinnen werden noch verehrt, an Beltane Feuer und Samhain Feste singen Barden ihre Lieder. Druiden, Zauberei und die Macht der Frauen, die die Hüterinnen der Alten Bräuche sind, können wir miterleben. Aber man ahnt auch, dass diese Welt bald der Vergangenheit angehören wird, denn die Römer bringen den christlichen Glauben auf die Insel mit. Mir hat dieses Buch viel schöne Lesestunden in einer zauberhaften, aber auch rauen, längst vergangenen Welt. Eine traurige Liebe zweier Seelen, ähnlich schicksalsreich und tragisch, wie die von Abelard und Heloise, voller Intensintät und Magie. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es gibt für mich nach Marion Zimmer Bradleys "Nebel von Avalon" Reihe, kein verzaubernderes Buch als "Flamme und Harfe". Sieh haben in meinem Bücherregal einen Ehrenplatz! ;-))

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  • Tristan und Isolde

    Flamme und Harfe
    Wuppertalerin

    Wuppertalerin

    05. August 2013 um 13:55

    Es geht um Tristan und Isolde (genannt Drustanus und Ysilt), um deren Liebe und die Schwierigkeiten zueinander zu finden, da die Familien miteinander Probleme haben.

  • so traurig und doch so schön....

    Flamme und Harfe
    °bluemoon°

    °bluemoon°

    22. June 2013 um 13:24

    Das Buch Flamme und Harfe erzählt die Geschichte von Drystan und Yseult; eine Liebesgeschichte, die nicht sein durfte und vom Schicksal immer wieder eingeholt wurde. Yseult ist eine Prinzessin in Irland. Auch wenn die irischen Stämme untereinander befeindet sind, die keltische Religion durch das wachsende Christentum bedroht wird und gleichzeitig auch noch eine Feindschaft mit dem späteren Großbritannien besteht, so lebt sie mit ihrer Familie und den Freunden doch ein schönes Leben. Als jedoch ihr Onkel Murchad während eines Austauschs von bretannischen Geiseln nach Dyn Tagell fährt, wird er dort umgebracht. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich ihr Leben.... Marcus Cunomorus, der Herrscher von Dyn Tagell, ist ein habgieriger, machtbesessener Mann ohne Ehre. Obwohl Murchad versprochen wurde, dass es zu keinen Kampfhandlungen während der Verhandlungen kommen wird, will er ihn durch seine Soldaten umbringen lassen. Sein Sohn Drystan allerdings, der seinen eigenen Vater verabscheut, kann die Situation noch halbwegs retten und einigt sich mit Murchad auf einen Zweikampf. Murchad verliert diesen und kommt durch Drystans Schwert um, allerdings war Murchads Klinge scheinbar vergiftet und hat dem jungen Mann eine Wunde zugefügt... Der Sieger ist daher kurz vor dem Tod, als er beschließt, zur heilkundigsten Frau zu gehen, die man auf den Inseln kennt - Yseults Mutter. Da er jedoch deren Bruder umgebracht hat, überlegt sich Drystan, als Barde verkleidet dorthin zu gehen. Niemand erkennt ihn dort und alles geht gut. Zu gut sogar, denn er und Yseult verlieben sich ineinander und sind sehr glücklich damit. Allerdings muss Drystan immer seine Gedanken verbergen, da Yseult als Nachkomme des alten Volkes über die Gabe des Gedankenlesens verfügt. Dies erschwert natürlich eine Beziehung der beiden und Drystan weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Diese Entscheidung wird ihm jedoch abgenommen, da Yseult aufgrund eines Zufalls herausfindet, dass er derjenige ist, der ihren Onkel umgebracht hat. Drystan wird aus Irland verjagt und kehrt zu seinem Vater zurück. In der Zwischenzeit allerdings hat sich in Irland das Machtgefüge verändert und Yseult wird durch den ehemaligen Hochkönig Irlands an Bretannien "verschachert", quasi als Friedenspfand. Sie soll Marcus Cunomorus heiraten - Drystans Vater! Das Buch zeigt nun, wie Drystan und Isolde ihr weiteres Leben leben, mal heimlich als Paar, dann wieder getrennt voneinander. Und jedes mal, wenn es einen Funken Hoffnung für sie beide gibt, schlägt wieder das Schicksal dazwischen..... Es war wirklich toll, dieses Buch zu lesen. Es ist eine schöne, wenngleich auch sehr traurige Geschichte, die sehr toll geschrieben ist. Noch dazu ist sie eingebettet in die (politische) Geschichte Irlands und Großbritanniens, sodass man interessante Hintergründe hat und der Fokus nicht nur auf der Geschichte der beiden liegt, sondern man als Leser auch in diesem Handlungsstrang ganz schön gespannt ist auf den weiteren Verlauf. Ich vergebe fünf Sterne, auch wenn das Buch bei weitem mehr verdient hätte.

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  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    FantasyBookshelf

    FantasyBookshelf

    24. July 2012 um 22:05

    Diese Rezension und eine Leseprobe findet ihr auch auf meinem Blog: http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/flamme-und-harfe-ruth-nestvold.html Titel: Flamme und Harfe Originaltitel: Flame and Harp Autor: Ruth Nestvold Seitenzahl: 704 Verlag: Penhaligon Erschienen: 19. Januar 2009 ISBN-13: 978-3764530174 Preis Gebunden: 19,95€ (bei amazon 8,99€!!) Taschenbuch: 9,99€ Hörbuch: 24,99€ Klappentext: Sie wurden geboren, einander zu hassen - doch ihre Liebe sollte die Welt verändern! Einst zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden... Tristan und Isolde, Tristram und Isot, Essylt und Drust, Yseult und Drystan: Die Namen haben sich im Laufe der Zeit geändert, Liebende aber waren sie immer - und ihr Schicksal wurde nie vergessen. Die meisten Erzählungen über sie beginnen mit dem Mann. Diese beginnt mit der Frau. Innenerer Klappentext: Yseult die Schöne ist ein Prinzessin der Tuatha Dé Danann, und die Magie des alten Volkes durchströmt ihre Adern. Doch die Macht der alten Gottheiten schwindet, da Missionare einen neuen Glauben von jenseits des Meeres bringen - an den Sohn, der am Kreuz starb, und an die natürliche Überlegenheit des Mannes über die Frau. Drystan, der Sohn eines christlichen Königs, zieht die Dichtkunst dem Kampf vor. Doch in einem Duell ist er gezwungen, Yseults Onkel zu erschlagen - wobei er selbst lebensbedrohlich verwundet wird. Nun ist die Frau, die ihn am meisten hasst, Drystans einzige Hoffnung: Yseult mit ihren legendären Heilkünsten... Yseult erkennt in dem verwundeten Fremden den Mörder ihres Onkels und einen Mann, der für alles steht, was das Alte Volk bedroht. Doch zu spät. Denn längst wirkt eine Kraft in ihrer beider Herzen, gegen die sie sich nicht wehren können - eine schicksalhafte Liebe, die den Lauf der Geschichte verändern wird... "Flamme und Harfe" erzählt von einer leidenschaftlichen und gewaltsamen Welt und jenen, die tapfer versuchen, das sich anbahnende dunkle Zeitalter aufzuhalten - vor allem aber von einer Liebe, die die Menschen seit Jahrhunderten in ihren Bann schlägt. Rezension: Dieses Buch ist vor allem für die Leute etwas, die sich für die Geschichte um Tristan und Isolde interessieren. Ich glaube sie wurde etwas von gebräuchlichen Version abgewandelt, so ist zum Beispiel Drystan, im römischen auch Drustanus, der Sohn von Marcus und nicht sein Neffe. Das hat den Grund, warum er Murchad erschlägt auch etwas fadenscheiniger gemacht. Außerdem kommt hier Arthur aus der Artussage vor. Da Drystan einer seiner Vertrauter erfährt man auch einiges über ihn und die Schlachten, die sie zusammen schlagen. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten, die Yseult herauszukristallisieren, die dann mit Drystan zusammenkommen wird, weil ich davor eigentlich so gut wie keine Ahnung von der ganzen Sage hatte. Es gibt nämlich zwei Yseults, einmal Yseult die Weise und Yseult die Schöne, die die Tochter der ersteren Yseult ist und diejenige ist, die sich in Drystan verliebt. Da ich erst nicht wusste, dass es diese zwei Yseults gibt, war ich zu Beginn ein wenig verwirrt, das hat sich aber nach den ersten Seiten gelegt. Später kommt sogar noch eine dritte Yseult, und zwar Yseult Weißhand dazu. Das Buch ist handelt nicht nur von der Liebe zwischen Drystan und Yseult, sondern auch von dem Konflikt zwischen zwei Religionen, dem Christentum und keltischen Religion mit ihren Götter Brigid, Danu und vielen weiteren. Über diese Religion und auch die Umstände auf den Inseln Eriu (Irland) und Alba (Großbritannien) erfährt man sehr viel. Von Anfang an wird man mit neuen Begriffen überschüttet, die jedoch meist in Nebensätzen erklärt sind. Fast alle kann man hinten im Glossar nachschlagen und mit der Zeit werden sie einem vertraut. Was ich schade fand, war, dass sie beim ersten Auftauchen zumindest wenn nicht sogar allegemein irgendwie markiert waren, damit man wusste, dass sie hinten verzeichnet sind. Ich bin am Anfang mit dem Lesen relativ langsam vorangekommen, weil ich ständig neue Begriffe wie Tuatha Dé Danann, Beltane, Brigid oder Eriu nachgeschlagen habe, weil ich entweder erst einmal wissen wollte, was das überhaupt ist oder ob noch ein wenig mehr dazu im Glossar stand. Da aber mein Interesse geweckt war, hat mich das nicht sonderlich gestört. Ich fand es im Gegenteil sogar sehr interessant. Ich möchte hier noch einmal bemerken, dass das Buch meiner Meinung nach nicht nur zur Unterhaltung dient, sondern auch ein wenig Wissen, vor allem zum Beispiel über die Bräuche des damaligen Eriu, zu vermitteln. Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, das man die Hintergründe und Lebensweise dieser Leute und auch die damalige "Politik" versteht, damit man alle Handlungen nachvollziehen kann. So werden auch Situationen und Szenen beschrieben, die zu bestimmten Umständen geführt haben, die Drystan und Yseult dann erleben. Das macht das ganze sehr umfangreich. Die Feadh Ree, auch die alte Rasse genannt, weil sie vom Ursprungsvolk Erius abstammen und zu denen auch Yseult zählt besitzen so etwas wie Zauberkräfte, aber nicht im herkömmlichen Sinne. Es gibt die Gabe des Wissens, mit der Gefühle und Gedanken anderer Menschen erspürt werden können, man kann sich vor dieser Gabe allerdings auch schützen. Sie ist die stärkste Gabe Yseults der Weisen. Die zweite Gabe ist die Gabe des Rufens, mit der man, wer hätte das gedacht Personen herbeirufen kann. Sie ist bei Yseult der Schönen besonders ausgeprägt. Dabei ist es nicht so, dass man eine Stimme in seinem Kopf hört, sondern dass man sich zu einem Ort hingezogen wird. Manchmal (in Drystans Fall) bekommt man dabei auch Gefühle des Rufenden übermittelt. Außerdem kann man Träume schicken. Die dritte und letzte Gabe ist die des Wandelns. Es ist eigentlich mehr eine Gabe zur Schaffung von Illusionen. Nebel gehört zum Beispiel auch dazu. Brangwyn, die Cousine von Yseult der Schönen, beherrscht diese Gabe am besten. Alle Drei besitzen zwar jeweils auch etwas von den anderen beiden Gaben, diese sind bei ihenen aber nicht ganz so stark ausgeprägt. Trotz der vielen Informationen am Anfang ist das Buch verständlich, weil sie nicht alle einfach in den Text gestopft wurden, sondern in ihn eingeflochten sind und nur das Geschehen unterstreichen, und war für mich persönlich sehr interessant, es wird aber wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein. Man hat auf jeden Fall das Gefühl, dass die Autorin einen enormen Wissenschatz über dieses Thema angesammelt hat und diesen auch gut in ihr Buch einzubringen weiß. Deswegen fand ich auch den Schreibstil toll. Er hatte irgendwie etwas poetisches und war wunderschön zu lesen. In diesem Buch ist es nicht so, dass sich Drystan und Yseult erst durch diesen Liebestrank verlieben, sondern dass sie sich schon vorher kennenlernen und relativ langsam (über ein paar Monate, glaub ich) annähern. Das nur für die, die schon etwas über die Geschichte wissen, die anderen können es ja einfach lesen xD. Die Handlung zieht sich übrigens über mehrere Jahre hinweg und einige davon sind Drystan und Yseult auch getrennt. Die Beziehung zwischen den beiden ist, wenn sie ausgelebt wird, sehr körperlich. Die meiste Zeit halten sie sich natürlich zurück, weil Yseult ja mit Drystans Vater verheiratet ist, aber wenn sie dann zusammenfinden, schlafen sie eigentlich immer erstmal miteinander. Was aber nicht heißt, dass das ganze Buch davon erfüllt ist, denn sie finen doch relativ selten zueinander. Für die etwas jüngeren Leser ist das vielleicht noch nicht so geeignet. Mich hat es erst etwas verwundert, weil ich die Aufmachung des Buches doch eher auf vierzehn bis sechzehn Jahre ausgelegt fand und deswegen auch dachte, dass es auch noch für etwas jüngere Leser geeignet ist. Man kann das Buch durchaus schon ab vierzehn lesen, allerdings denke ich, dass es für jüngere Leser wahrscheinlich noch nicht so geeignet und interessant sein wird, auch weil sie vielleicht noch nicht so sehr an dem Informationsgehalt interessiert sind. Ansonsten ist das Buch eigentlich für alle geeignet die sich ein wenig für die Geschehnisse um Tristan und Isolde, oder wie sie in diesem Buch heißen Drystan und Yseult, interessieren. Der Titel symbolisiert übrigens diese beiden, wobei die Harfe (entgegen meiner Erwartung) Drystan und die Flamme Yseult symbolisiert. Drystan ist sehr geschickt im Umgang mit der Harfe und ein wunderbarer Sänger. Was die Flamme nun genau an Yseult symbolisiert, kann ich nicht sagen, aber sie wird im Buch mehrere Male mit einer verglichen. Vielleicht ist ihre Schönheit gemeint? Wer über die Geschichte schon grob Bescheid weiß, wird wissen, dass sie nicht gerade ein gutes Ende nimmt. Bei diesem Buch hatte ich irgendwie eher das Gefühl, dass das Yseults Schuld war. Man kann eigentlich fast alles nachvollziehen, was sie tut, aber es gibt einen Wendepunkt, an dem alles anders werden könnte und die Entscheidung allein von ihr abhängt. Und die Entscheidung, die sie da getroffen hat, konnte ich wirklich in keiner Weise nachvollziehen... das hat mich dann noch ein wenig schwermütiger gestimmt, als die Geschichte ihr schlechtes Ende nahm. Es gibt noch zwei weitere Liebesgeschichten in diesem Buch, eigentlich wahrscheinlich mehr, aber auf diese beiden wird auch noch ein Augenmerk gelegt. Beide verlaufen total anders, als die von Yseult der Schönen und Drystan. Das ist einmal die "Liebes"beziehung zwischen Kurvenal und Brangwyn. Man kann zwar sofort spüren, dass da etwas ist und Kurvenal himmelt Brangwyn so ziemlich an, aber Brangwyn ist gerade Witwe geworden und hat den Tod ihres Mannes noch nicht ganz verkraftet, weshalb die Annäherhungen der beiden sehr vorsichtig und langsam vonstatten gehen. Meine Lieblingsgeschichte war die zwischen Yseult der Weisen und Crimthann, einem Prinzen und später König der Laigin. Die Geschichte fand ich einfach nur süß, also die, wie sie zueinander finden, aber natürlich läuft auch hier alles alles andere als glatt. In diesem Buch kommen sehr viele Charaktere vor, auch wenn die gängigsten sich auf Yseult die Weise, Yseult die Schöne, Drystan, Brangwyn, Murchad, Kurvenal, Marcus und Arthur beschränken. Es kommen noch viele viele weitere vor, weswegen man manchmal mit den Namen etwas durcheinander kommt und deswegen nicht so genau weiß, wer das nun eigentlich noch mal ist. Die wichtigen sind mit einer knappen Erläuterung noch einmal hinten aufgeführt, es handelt sich aber nur um einen Bruchteil. Auch Orte sind im Glossar verzeichnet. Ich persönlich habe das nicht genutzt, weil auf der Innenseite des Hardcover, dass ich besitze, eine Karte von Irland und Großbritannien eingedruckt ist, die mit den alten Namen der Städte, die in diesem Buch benutzt werden, versehen ist. Im Glossar findet man meist nur noch die Namen, die heute für diese Stätde verwendet werden. Ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick in das Buch bekommen. Fazit: Für wen sich das alles interessant anhört der sollte das Buch auf jeden Fall lesen und natürlich ist es auch für diejenigen etwas, die sich generell für Tristan und Isolde und Geschichten interessiert, die Richtung Arthussage gehen. Also einfach für ältere Fantasy und Legenden. Das Buch hat einen wunderschönen Schreibstil und vermittelt viel Wissen über die damaligen Bräuche, es liest sich schon irgendwie episch. Ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen, dessen Interesse hier geweckt wurde, es wird aber nicht jedermanns Sache sein. Warum ich jetzt "nur" acht Punkte vergebe, weiß ich auch nicht so genau, ist einfach ein Gefühl xD... (8/10)

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  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    Tialda

    Tialda

    21. March 2012 um 20:22

    x Autorin: Ruth Nestvold x Titel: Flamme und Harfe x Originaltitel: Flame and Harp x Genre: Fantasy x Erscheinungsdatum: 19. Januar 2009 x 704 Seiten x Penhaligon Verlag x ISBN: 3764530170 x Erste Sätze: Prolog. Swem nie von liebe leit geschach, dem geschach auch liep von liebe nie. (Wer nie der Liebe Leid empfunden, der empfand auch nie der Liebe Freuden.) Gottfried von Straßburg, Tristan. Yseult zügelte ihr Pferd und drehte sich im Sattel, um zu dem Felsen von Cashel zurückzublicken, ihrem Zuhause während der ersten sieben Jahre ihres Lebens. Das Feuer, das Palladius für die Taufe ihres Vaters König Aengus entzündet hatte, erhellte den Hügel der Könige mit einem Schein, der mit dem der aufgehenden Sonne wetteiferte. Klappentext: Sie wurden geboren, einander zu hassen – doch ihre Liebe sollte die Welt verändern! Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden … Tristan und Isolde, Tristram und Isot, Essylt und Drust, Yseult und Drystan: Die Namen haben sich im Laufe der Zeit geändert, Liebende aber waren sie immer – und ihr Schicksal wurde nie vergessen. Die meisten Erzählungen über sie beginnen mit dem Mann. Diese beginnt mit der Frau. Rezension: Fest steht: “Flamme und Harfe” von Ruth Nestvold ist ein sehr dickes und umfangreiches Buch, für das man sich auf jeden Fall Zeit nehmen sollte. Schon aus dem Grund, weil man vor allem am Anfang, sehr viel hin- und herblättern muss zwischen der Geschichte, der auf den ersten Seiten abgedruckten Karte von Irland, Britannien und der Bretagne und dem Glossar in dem viele Begriffe erklärt werden, wie z.B. verschiedene Götter, Stämme und römische Worte. Um das Ganze zu vervollständigen gibt es im hinteren Bereich des Buches zusätzlich ein Personen- und ein Ortsregister, wobei bei zweiterem hauptsächlich erläutert wird, wie die Orte in der heutigen Zeit heißen und wo sie liegen. Für eine gute Orientierung ist also gesorgt, auch wenn es etwas aufwendiger ist, sich einen Überblick zu verschaffen – es lohnt sich. Zwar sind Schreibstil und Ausdrucksweise zu Anfang gewöhnungsbedürftig und lesen sich etwas holprig, aber mir ging es so, dass ich mich schnell daran gewöhnte und danach erlag ich dem Suchtfaktor, den die Geschichte entwickelt. Einmal richtig tief ins Geschehen eingetaucht, wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, was man aber zwangsläufig tun muss – denn an einem Tag kommt man nicht durch, oder zumindest kann ich mir das nicht vorstellen. Aufgeteilt ist “Flamme und Harfe” in vier Bücher und insgesamt 35 Kapitel, wobei an jedem Kapitelanfang ein Zitat steht, das meist aus anderen Erzählungen oder Gedichten über die Sage um Tristan und Isolde stammt. Was ich erwähnen möchte ist, dass die Geschichte im Buch nicht genau der klassischen Sage entspricht, sondern in einigen Dingen abweicht. Am besten ist es, wenn man nicht vergleicht, sondern sich einfach von der Handlung gefangen nehmen lässt. Besonders auffallend ist die realistische Darstellung der Gewalt im Krieg. Allerdings sind die politischen Ausführungen die dazu gehören teilweise etwas langatmig und langweilig. Gut verdeutlicht wurde auch der gravierende Unterschied zwischen dem in dieser Zeit noch sehr vom heidnischen Glauben durchsetzten Irland und dem bereits römisch beeinflussten Britannien. Ansprechen wird “Flamme und Harfe” Fantasyfans und Freunde von historischen Romanen gleichermaßen. Zwar spielt Magie eine Rolle, aber meiner Meinung nach handelt es sich dabei um Phänomene bei denen es eher im Auge des Betrachters liegt, ob sie im Fantasysektor eingeordnet werden oder nicht ; ). Fazit: Dramatisch und mitreißend – eine wahrlich epische Liebesgeschichte.

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  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    Ancareen

    Ancareen

    31. January 2012 um 18:30

    Hier wird eine keltische Geschichte von Yseult und Drystan (Tristan und Isolde) erzählt, die weit über die allgemein bekannte Geschichte von Tristan und Isolde hinausgeht. Manchmal geht es mir etwas zu rasant und dann hätte ich gerne an einigen Punkten länger verweilt. Spannend ist es allemal.

  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2011 um 14:18

    "....meine Seele möchte trinken aus der ihren durch alle Sinne, Dürstet nach ihr wie die Erde in sengender Hitze. Nach dem leisen Lied und dem sanften Fall des Regens. Doch ich sitze hier in einem schwelenden Feuer des Schmerzes... ." ~Tristram~ Wer kennt sie nicht, die tragische Geschichte von Tristan und Isolde, die einander liebten wie kein Mensch es in Worte zu fassen vermochte und doch nie zueinander finden konnten für alle Zeit, die ihnen auf Erden gegeben wurde? Dieses Buch ist eine leichte Abwandlung dieser Geschichte, vermischt mit ein bisschen mehr Magie, aber genauso voller Gefühle wie Sehnsucht, Lust, Schmerz, Freundschaft, Vertrauen und viel, viel mehr. In diesem Roman wurden die beiden Hauptcharaktere "Yseult" und "Drystan" genannt. Und die Erzählung beginnt nicht mit dem Mann, sondern mit der Frau. Die Autorin hat auf jeden Fall einen wunderbaren Schreibstil, der sich flüssig liest und in dem man versinken kann. Sie ist tatsächlich eine große, neue Erzählerin (wie es auf meinem Leseexemplar auf dem Buchrücken steht). Die Geschichte ist wundervoll, tragisch und herzzerreißend, kurz gesagt: ich war fasziniert und habe es geliebt, dieses Buch zu lesen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich gehofft hatte, das Ende würde nicht so ausgehen, wie es nunmal ausgeht, da es sich hier ja um eine immerhin leicht abgewandelte Form der Sage um Tristan und Isolde handelt. Das hat mich ein bisschen traurig gemacht (natürlich, wer nach so einem Buch nicht beinahe in Tränen ausbricht, muss aus Stein gemacht sein...). Wer sich gerne romantischen Erzählungen mit ein bisschen Magie hingibt, oder gerne eine Variante der "Tristan-und Isolde-Sage" lesen würde, ist hier goldrichtig. Ich kann das Buch nur empfehlen, an alle gefühlvollen, romantisch veranlagten Frauen und Mädchen! ;-)

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  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    Arethelya

    Arethelya

    20. May 2011 um 13:59

    Yseult die Schöne soll von ihrem Stiefvater Loégaire an König Marcus von Cunomorus vermählt werden, um den Frieden zwischen beiden Ländern zu sichern. Sie wehrt sich dagegen und mittels einer List ihrer Mutter kann sie fliehen. Ihre Mutter lässt sich von dem Hochkönig scheiden und von nun an werden beide erbittert verfolgt. In einem Zweikampf, um die Ehre seiner Familie zu retten, erschlägt Drystan Marcus' Sohn, Murchad, dem Bruder der Königin und Yseults Oheim. Sie schwört bittere Rache und dass sie den Mörder umbringen wird. Drystan ist nach dem Kampf schwer verletzt. Verkleidet als Barde geht er zu den Tuatha Dé Danann, um sich von den beiden Yseults heilen zu lassen, die einzigen, die ihn noch retten können. Zwischen ihm und Yseult erwächst eine zarte Liebe, die zu Komplikationen führt. Ich habe das Buch nach circa 200 Seiten abgebrochen. Es war mir zu zäh und nicht spannend genug. Mich hat es irritiert und genervt, dass alles in der alten gälischen Sprache geschrieben ist, von der ich leider nicht einmal weiß, wie an es ausspricht. Es werden hintereinander lauter merkwürdige Namen erwähnt, die man nicht zuordnen kann und die vom Wesentlichen ablenken. Zuzüglich hatte ich eine Ausgabe, die noch keine Karte und kein Namensregister besitzt - es war mir manchmal unmöglich nachzuvollziehen, wo sich welches Volk befindet, wie die Abstände zueinander sind und dergleichen. Viel zu uneindeutig. Die Sprache ist blumig und darauf ausgelegt, schön zu klingen. Aber so konnte ich mich nicht auf die eigentliche Story konzentrieren. Denn bis zur Seite 220 wurde mir nicht einmal ersichtlich, inwiefern jetzt die beiden Handlungsstränge - Scheidung der Königin, Mord Murchads - den weiteren Handlungsverlauf beeinflussen würden. Mit Sex kann man zudem nicht jede Geschichte aufwerten, auch wenn allgemein bekannt ist, dass die Geschichte um Tristan und Isolde sehr davon dominiert wird. Tristan und Isolde ist eine meiner Lieblingssagen und diese neue Umsetzung hat mir einfach nicht gefallen. Empfehle ich nicht weiter.

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  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    Inhalt: Aus dem Duell auf Leben und Tod gegen Murchad von Eriu geht Prinz Drystan von Dumnonia zwar als Sieger hervor, die Wunde, die er davon trägt, droht jedoch, ihn seinem Gegner alsbald folgen zu lassen. Die verzweifelnden Heiler sind sich einig, helfen kann nur noch eine: Murchads Schwester, Yseult die Weise von Eriu, über alle Lande hin bekannt für ihre herausragenden Heilkünste. Der gefasste Plan ist riskant und doch Drystans einzige Chance auf Heilung. Getarnt als der Barde Tandrys wird er vor Erius Küste in einem kleinen Boot ausgesetzt, in der Hoffnung, dass er schnellstmöglich gefunden und zu Yseult der Weisen gebracht wird. Wie durch ein Wunder erreicht er sie tatsächlich, unwissend nimmt sich Yseult die Weise seiner an und pflegt den Barden gesund. Doch Drystan erfährt nicht nur Pflege und Heilung, sondern auch unverhoffte Liebe: Vom ersten Augenblick an geht ihm Yseult die Schöne, die Tochter der Heilerin und Königsmacherin, nicht mehr aus dem Sinn. Auch sie verliebt sich unversehens in den Mann, den sie als Tandrys den Barden kennen gelernt hat. Der Racheschwur an dem Man, der ihren Onkel getötet hat, ist nur das erste von etlichen Hindernissen, die sich der jungen Liebe in den Weg stellen und die sie auf den Prüfstand stellen... ---------- Meine Meinung: Auf der Suche nach einem guten Fantasyroman, der mir aber nicht gleich wieder eine x-bändige Reihe ans Bein kettet, ist mir Ruth Nestvolds Erstling wärmstens empfohlen worden. Tristan und Isolde oder - wie hier - Drystan und Yseult. Eine altbekannte Geschichte, deren Details man vielleicht nicht immer präsent im Kopf hat, die man aber doch einfach als eine der größten und tragischsten Liebesgeschichten überhaupt kennt. Der Anfang hat sich für mich persönlich ein bisschen "schwierig" gestaltet und das gerade weil die Autorin hinten eine Karte, sowie ein Personen- und Orteverzeichnis angefügt hat. An und für sich ist das eine super Sache (ohne die ich vermutlich letztlich auch total verloren gewesen wäre), allerdings habe ich die geschätzt ersten hundert Seiten fast ausschließlich damit verbracht, zu blättern. Es fallen viele Namen, sowohl von Figuren als auch Ortschaften oder Ländern, da natürlich anfangs viele Charaktere und Schauplätze vorgestellt werden müssen. Dass ich dann aber kaum zwei Seiten durch lesen konnte, ohne hinten nachzuschlagen, hat mich anfangs doch schon ziemlich gestört. Aber, und es gibt hier ganz bewusst ein aber, die Story macht das alles wieder wett. Sobald man sich eingelesen und einigermaßen orientiert hat, nehmen die Charaktere, die die Autorin in ihrem Roman erschafft, einen sofort für sich ein. Hierbei möchte ich besonders loben und hervor heben, dass mein Liebling eben nicht einer der beiden Protagonisten war, sondern ein "Nebencharakter". Es ist immer relativ leicht die Hauptfiguren zu lieben oder mit ihnen mitzufühlen. Wenn es einem Autor oder einer Autorin aber gelingt auch den Nebenfiguren so viel Leben einzuhauchen, dass man sie am liebsten gar nicht mehr hergeben würde, dass ihr Schicksal mich als Leser genauso berührt wie das der eigentlich im Mittelpunkt Stehenden, dann empfinde ich das als sehr gelungen. Mit der Geschichte um Drystans besten Freund Kurvenal und Yseults Cousine Brangwyn hat Ruth Nestvold mir aber nicht nur etliche schöne Momente beschert, sondern auch verhindert, dass die tragische Liebe zwischen Drystan und Yseult langweilig bzw. eintönig wurde. Das passiert leider allzu häufig, wenn der Fokus nur und ausschließlich auf dem roten Faden liegt. Andererseits war der Nebenstrang so gut in die Hauptstory eingebettet, dass er nicht abgelenkt oder geschmälert, sondern begleitet und verschönert hat. ---------- Fazit: Vier Sterne für die allseits bekannte, aber von Ruth Nestvold noch einmal wahnsinnig schön erzählte Geschichte von Tristan und Isolde. Eine tragische Liebe, die nicht sein sollte und doch ist, ein Hauch Magie und eine tiefgreifende und ansprechende Art des Schreibens haben mir einige wirklich wirklich schöne Lesestunden beschert.

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    • 4
    BlueNa

    BlueNa

    14. March 2011 um 22:36
  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    diepersephone

    diepersephone

    21. February 2011 um 12:05

    Die Geschichte von Tristan und Isaolde ist ja hinlänglich bekannt. Eine typisch tragische Liebesgeschichte. Ich hatte insgeheim gehofft das ich in diesem Buch, aufgrund des Klappentextes, wenigstens eine neue herrangehensweise oder eine lyrische Sprache finden würde. Leider war dem nicht so. Leicht geschrieben allerdings auch mit geschichtlichem Hingrund (wie mir schein). So werden die original Namen genannt und auch die Orte und Kämpfe. Leider ist dies eher hinderlich da es fürchterlich verwirrt wenn endlose Schlachten und "höfische" Intrigen gesponnen werden die eigentlich nichts zur Sache tun. Auch die Redundanz der Probleme ist fürchterlich ermüdend. Mich hat es irgendwann so genervt das selbst das Interesse um die Hauptpersonen verflog, sie mir unsympatisch wurden und ich das Buch weg gelegt habe...

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  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    BlueNa

    BlueNa

    05. January 2011 um 01:06

    Eine zerstörerische Liebe, stärker als der Tod! . Yseult, die Schöne von Eriu, so schön, wie der Mond, so stolz, wie eine Göttin, lebt und wirkt zusammen mit ihrer Mutter, Yseult der Weisen, im Haus des Heilens. Sie lernt bei der besten Heilerin, ihrer Mutter, außerdem kann sie kämpfen, wie ein Krieger. Als ihr eines Tages der Kopf ihres Onkels gebracht wird entflammt sie in Hass und Wut auf seinen Mörder: Drustanus von Dumnonia. In Aremorica bestieg Drystan ein Schiff nach Dumnonia, heimgerufen von seinem Vater, Marcus Cunomorus. Bald darauf landete der erainnische Krieger Murchad an ihrer Küste um einen Geiselaustausch zu erwirken. Marcus ließ sich nicht auf den Deal ein und Murchad forderte ihn zum Zweikampf, den Drystan an seiner statt ausführte. Er erschlug Murchad, wurde dabei aber so schwer verletzt, dass nur eine ihm helfen konnte: Yseult, die Weise. Drystans bester Freund Kurvenal begleitete ihn bis kurz vor Eriu und setzte, getarnt als Barde, in einem Boot aus. Wie durch ein Wunder erreichte er Yseult, die Weise und Yseult, die Schöne… und die Geschichte nahm ihren Lauf! . Ich bin immer noch ganz ergriffen und gerührt, ein Gefühl, dass nicht viele Bücher in mir hinterlassen, wenn die letzte Seite umgeblättert, die letzte Zeile ausgelesen ist. Ein Gefühl, das tiefer geht, die Gedanken beseelt und in meinem Herzen eine leere Stelle zurücklässt. Und ich weiß, dass diese Geschichte es wert ist, das seltene Tränchen wert ist, das ich zum Schluss verdrückt habe. Auch wenn man die Sage von Tristan und Isolde, so wie ich, kennt, hofft man doch bis zum Schluss, dass alles gut werden möge! . Ruth Nestvold hat meines Erachtens ein kleines Juwel geschaffen, in das ich mich sofort, beim ersten Lesen, verliebt habe! Sie nahm die Legende und wob ihre Magie, ihre Worte wie Magie und auch Magie selbst in und um diese wohlbekannte Geschichte. Sie gab Yseult eine Gestalt und Drystan einen Körper, die sich unweigerlich zueinander hingezogen fühlten, allen Widrigkeiten trotzten und sich selbst und andere damit ins Unglück stürzten. Dieses Buch voller Magie ist so wundervoll erzählt, dass es mich tief berührt und mitgerissen hat! . Die Autorin hat einen sehr schönen, flüssigen und poetischen Schreibstil, der schon den allerersten Sätzen zum Tragen kommt und mich sofort gefangen nahm: Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden … Dieser Schreibstil lässt einen völlig in die Welt von Yseult und Drystan abtauchen und es fällt mir jedes Mal schwer, wieder in die Wirklichkeit zurückzufinden. Das Buch ist aufgeteilt in vier Bücher, unterschiedliche Abschnitte, die die Geschichte, wie in verschiedene Akte, einteilt, in denen sich die Liebesgeschichte unter veränderten Bedingungen weiterentwickelt. Die insgesamt 34 Kapitel werden jeweils mit einem Auszug aus der historischen Tristan-Sage verschiedener Verfasser eingeleitet, die die Stimmung in den Kapiteln wiedergeben. Ein sehr schönes Stilmittel, das einen gut auf das vor einem liegende vorbereitet bzw. eingestimmt hat, ohne irgendetwas Vorwegzunehmen. . Die Charaktere, wie Yseult, Drystan, Kurvenal, Arthur oder Brangwyn zeichnet eine Tiefe und Schärfe aus, die die Personen lebendig werden lassen. Auch entwickeln sie sich beständig weiter und man entdeckt immer neue Facetten und Eigenarten an ihnen. Yseults Beweggründe und Handlungen stehe ich immer wieder zwiegespalten gegenüber, während ich Drystans oft besser verstehen und nachvollziehen konnte. Alle wachsen einem jedoch während des Lesens sehr ans Herz, so dass ich sie ungern ziehen lassen wollte, als das Buch beendet war. Selbst die Nebendarsteller waren fundiert ausgearbeitet, so dass man sich immer freut oder auch hasst, wenn diejenige Person in Erscheinung tritt. . Das Cover des Taschenbuchs, das ich hier bespreche, ist in warmen Erdtönen gehalten und zeigt eine nebelverhangene, schroffe Felsküste auf der eine Festung thront. Die Festung, eingerahmt in einen keltisch anmutenden Ring und Titel, sowie der Name der Autorin sind in Spotlackoptik aufgebracht. Am oberen und unteren Rand des Buches befinden sich ebensolche Ornamente, wie sie auch im Ring zu finden sind. Insgesamt macht das Cover einen mystischen Eindruck und lässt eine melancholische Stimmung aufkommen. . Ich habe „Flamme und Harfe“ von Ruth Nestvold nun zum zweiten Mal gelesen und mir hat es noch besser gefallen als beim ersten Mal! Das Buch löst in mir eine Stimmung aus, die ich bisher nur bei einem weiteren Buch gespürt habe: „Die Nebel von Avalon“. Ebenso mystisch und geheimnisvoll, voller Liebe und Leidenschaft und doch tragisch! Ich werde es immer wieder tun!

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  • Frage zu "Gegen das Sommerlicht" von Melissa Marr

    Gegen das Sommerlicht
    Miss Moneypenny

    Miss Moneypenny

    Was ist euer Lieblingsfantasyroman? Meine Liste führt ganz klar "gg das Sommerlicht" von Melissa Marr. Das Buch hat mich so in diese Welt eingesogen und mich schlicht verzaubert!

    • 5
  • Rezension zu "Flamme und Harfe" von Ruth Nestvold

    Flamme und Harfe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. October 2010 um 09:19

    Ein tolles Buch über Tristan und Isolde. Ich liebe Sagen ja sowieso und Tristan und Isolde ist einer meiner Lieblinge. Ruth hat die Gefühle der beiden gut beschrieben und das mal aus einer anderen Sicht als es sonst der Fall war.

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