Ruth Rendell Alles Liebe vom Tod

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Inhaltsangabe zu „Alles Liebe vom Tod“ von Ruth Rendell

Chiefinspector Wexford steht vor einem Rätsel: Margret Parsons wurde erdrosselt, und es gibtweder Hinweise auf den Täter noch auf ein Motiv. Nur ein teurer Lippenstift wurde in der Nähe des Tatorts gefunden. Er gehört einer reichen, schönen, aber untreuen Ehefrau. Ungewöhnlich sind auch die Gedichtbände, die man unter Margrets Sachen findet. In ihnen finden sich leidenschaftliche Widmungen eines Unbekannten. Doch die sind bereits über zwölf Jahre alt...

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    Alles Liebe vom Tod

    R-E-R

    27. May 2015 um 00:00

    Die ebenso brave wie tüchtige Hausfrau Margaret Parsons wird vermisst. Sie ist zwischen Staub wischen, einkaufen und kochen einfach verschwunden. Die Polizei versucht den verzweifelten Ehemann zu beruhigen. Dass dessen Besorgnis nicht unbegründet war, stellt sich einige Tage später heraus, als man den Leichnam der jungen Frau erdrosselt in einem Wäldchen findet. Ein Motiv ist jedoch nicht zu erkennen denn das freudlose Leben der unbescholtenen Frau war zum Sterben langweilig. Nur ein exklusiver Lippenstift, der neben der Toten gefunden wird, passt nicht ins Bild und wird so zur einzigen Spur. Chief Inspector Wexford und sein Assistent Michael Burden beginnen „zum ersten Mal“ zu ermitteln. Am 2. Mai dieses Jahres ist Ruth Rendell im Alter von 85 Jahren in London gestorben. Für mich ein Grund zu meinen alten Inspektor Wexford Krimis zu greifen um mich dieser großartigen Schriftstellerin lesend zu erinnern. Die Fälle des Kommissars aus dem fiktiven Ort Kingsmarkham in der englischen Grafschaft Sussex, gehörten Anfang der 1990er Jahre zu meiner bevorzugten Lektüre. In meinem Bücherregal stehen fast alle Bände dieser Reihe, bunt durcheinander gelesen vor über über zwanzig Jahren. Jetzt habe ich beschlossen diese noch einmal zu Lesen. Und zwar in der Reihenfolge des Erscheinens. „Alles Liebe vom Tod“ also, einen nach dem anderen. „From Doon with Death“ erschien 1964 und war Ruth Rendells erster Kriminalroman. Man merkt dem Roman seine Jahre an. Im guten Sinne, wie ich finde. Man hat das Vergnügen neben der spannenden Frage „whodunnit“ ein zeithistorisches Dokument zu lesen. Ruth Rendell schreibt nicht über diese Zeit, sondern steckt beim Schreiben mitten darin. Mehr Authentizität geht nicht. Die Spurensuche des britischen Ermittlerduos wirkt heute natürlich antiquiert. Aufwändige Spurensicherungen, DNA Tests, pathologische Untersuchungen oder sonstige moderne Hilfsmittel sind hier nicht zu finden. Die Lösung des Falles gelingt ohne technischen Firlefanz. Eine Kiste mit wertvollen Büchern, Klassikern der Weltliteratur, stellt sich als Schlüssel heraus dem ein, für die damaligen Verhältnisse, gesellschaftliches Tabu zu Grunde liegt. Hier zeigt sich, wie ich finde, wie weit Ruth Rendell ihrer Zeit voraus war. Sowohl was Thematik als auch die Mittel betrifft. Ihr Erstling mündet in dem Satz: „Ein Provinzpolizist hatte verstanden, ohne zu lachen und ohne sich abgestoßen zu fühlen.“ Wexford ist mit diesem Provinzpolizisten gemeint und spätestens jetzt ahnt man, welche psychologische Tiefe die Romane im Laufe der Jahre noch erlangen werden. Dazu kommt der idyllische Schauplatz. Nur zu gerne geht man mit den beiden Kommissaren zum Essen ins feudale „Olive and Dove“ (auch wenn einen die Speisenauswahl manchmal schaudern lässt; Ente und Rotkraut bei 30° im Schatten gefolgt von gedecktem Apfelkuchen und Kaffee mit Kondensmilch!) oder auf ein Pint ins „Carousel“. Ruth Rendell legt Wert auf Details. Häuser, Straßen, Geschäfte, Bars, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Alles wird bildhaft geschildert. Es war und ist für mich „anheimelnd“ der Verbrecherjagd in Kingsmarkham und Umgebung zu folgen. Je mehr man liest, desto heimischer fühlt man sich. Eine Affinität zum britischen Landleben mal vorausgesetzt. In „Alles Liebe vom Tod“ wird das anschaulich geschildert, inklusive der Standesunterschiede die in den 1960er Jahren in Großbritannien noch allgegenwärtig waren. Ruth Rendell nutzt staubfreie Möbeloberflächen als Sinnbild für die einfache Wohlanständigkeit der Unter- und Mittelschicht und präsentiert als Kontrast u.a die wohlhabende Mrs. Missal deren frivoles Verhalten einhergeht mit fehlendem Interesse an Haus, Mann und Kindern. Oder das adelige Ehepaar Quadrant, das davon ausgeht, das Reichtum und edle Abstammung über dem Gesetz stehen. Es steckt viel in diesem Erstling. Vor allem das Vermögen menschliche Handlungsweisen klug zu erfassen und sprachlich elegant aufzuzeigen. Nicht die Suche nach dem Täter steht im Fokus, sondern die Umstände die zur Tat geführt haben, auch wenn diese seltsam aus der Zeit gefallen scheinen.Das Aufzeigen menschlicher Tragödien ist ohnehin zeitlos. So wie die Kunst Ruth Rendells. Wer will kann mir folgen zum zweiten Band der Reihe. In „Mord ist ein schweres Erbe“ muss Inspektor Wexford zu seinem „ersten Fall“ zurückkehren. Ein Mord dessen Unheil noch Jahre später streut, obwohl der Täter bestraft und das Opfer gesühnt wurde. Die Rezension demnächst hier!

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  • Rezension zu "Alles Liebe vom Tod" von Ruth Rendell

    Alles Liebe vom Tod

    cherubina

    09. July 2010 um 10:40

    Ein kleiner hausbackener, vor sich hinplätschernder Krimi, wenig spannend, ohne das typische Flair der Rendell`schen Mordsgeschichten.

  • Rezension zu "Alles Liebe vom Tod" von Ruth Rendell

    Alles Liebe vom Tod

    haTikva

    27. December 2008 um 16:53

    Es geht um eine vermisste Frau die Tod in einem Wäldchen gefunden wird. Inspector Burden und Chief Inspector Wexford leitet sofort die Ermittlungen ein und stoßen auch schnell auf Bücher, von einem Doon, der die Ermordete in Früheren Zeiten einmal geliebt haben muss. Ich habe die Sammeledition von Weltbild gelesen und war von dem Cover sehr angetan. Hardcover mit einem Haus, das im Dunkeln liegt und die Fenster sind beleuchtet. Die Schrift kann man gut lesen, sie ist nicht zu klein und jedes Kapitel fängt mit einem kleinen Gedicht oder Zitat an. Die ersten paar Seiten waren auch noch recht interessant, aber dann kommen meiner Meinung nach die Ermittlungen viel zu schnell voran. Zu schnell treffen die Ermittler von einem Beweis auf den nächsten. Es baute sich nicht wirklich eine richtige Spannung auf, worauf mein Interesse immer mehr schwand. Das Buch konnte mich leider nicht auf Dauer fesseln L Vielleicht lag es auch daran, dass das Buch „nur“ 213 Seiten hat. Somit wird alles regelrecht zusammengeschoben. Zum Schluss wurde es kurz wieder interessant, als die Auflösung des Falles kurz bevorsteht und herauskommt, wer nun dieser Doon ist. Mir fiel auch auf, dass die Autorin kaum Absätze macht. In einem Satz ist man noch bei der Ermittlung von Inspector Burns und im nächsten Satz ist man bei Chief Inspector Wexford, der im selben Moment in eine andere Richtung ermittelt. Auch werden die Protagonisten überhaupt nicht richtig vorgestellt. Nicht einmal den Haupt-Charakter, Inspector Wexford. Und von der Ermordeten erfuhr man von jedem Gesprächspartner was anderes, das man sich auch nicht wirklich ein Bild machen konnte, wie sie eigentlich war. Mein Fazit: Eine gute Lektüre für zwischendurch, von der man sich treiben lassen kann. Von mir bekommt das Buch leider nur 2 von 5 Punkten...

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