Ryan Gattis

 4.5 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von In den Straßen die Wut, Safe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ryan Gattis

Ein begnadeter Krimi-Autor aus LA: Der US-amerikanische Autor Ryan Gattis wurde 1987 in Illinois geboren und lebt in Los Angeles. Gattis wurde schlagartig berühmt, als er 2015 den Thriller „All involved“ veröffentlichte. Der Roman zeichnet die Geschehnisse während der Unruhen in Los Angeles 1992 minutiös nach: Nachdem ein schwarzer Bürger von der Polizei misshandelt wurde, hielten Ausschreitungen und Plünderungen die Stadt sechs Tage lang in Atem. Als „Rodney King Riots“ gingen die Massenaufstände in die Geschichte ein. Gattis‘ furiose tatsachenbasierte Darstellung der Ereignisse wurde von der Kritik gefeiert und in alle Weltsprachen übersetzt. Unter dem Titel „Straßen der Angst“ erschien der Thriller 2016 in der Polaris-Reihe des Rowohlt Verlags und wurde auch in Deutschland zu einem großen Erfolg. Inzwischen hat der Privatsender HBO die Filmrechte an „All involved“ erworben, und die Rechte am Folgeroman „Safe“ sind ebenfalls bereits verkauft. „Safe“ erzählt die Geschichte eines ehemaligen Bankräubers und Experten für Safes bzw. für das Knacken derselben, der inzwischen für die Polizei arbeitet. Trotz seines neuen Arbeitgebers plant er den perfekten Coup. „Safe“ erschien in deutscher Übersetzung ebenfalls beim Rowohlt Verlag (2018). In Los Angeles betätigt sich Gattis neben seiner literarischen Arbeit als Streetartist.

Alle Bücher von Ryan Gattis

In den Straßen die Wut

In den Straßen die Wut

 (28)
Erschienen am 22.01.2016
Safe

Safe

 (5)
Erschienen am 21.08.2018
All Involved

All Involved

 (1)
Erschienen am 19.05.2016
Air

Air

 (0)
Erschienen am 06.10.2015

Neue Rezensionen zu Ryan Gattis

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K

Rezension zu "Safe" von Ryan Gattis

Für mich ein Glücksgriff.
kvelvor 18 Tagen

Ich muss gestehen, dass mich das Buch im Buchladen aufgrund der Aufmachung (schwarzer Blattschnitt), dem Cover und dem Titel „Safe“ auf sich aufmerksam gemacht hat; den Autor kannte ich bisher noch nicht.


Inhalt:
„Ghost“ ist von Beruf Tresorknacker.
Früher war er Gangster, heute ist er einer von den Guten und arbeitet für die Polizei.
Aber er hat Krebs; und so, mit dem bewusst bevorstehenden Tod, möchte er noch etwas Gutes tun: möglichst viel Geld abzweigen, um es Bedürftigen zukommen zu lassen.
Mit diesem Gedanken legt er sich mit dem Drogenkönig an; denn er bekommt die Liste mit den Safes des Gangsters in die Hände und macht sich an die Arbeit – im Bewusstsein, dass er nun zur gejagten Person wird.

„Sterben muss Ghost so oder so. Und das gibt ihm die Macht Bedingungen zu stellen.“ (Zitat vom Buchrücken)


Meine Meinung:

Ein tiefgründiger und wortgewaltiger und emotional aufwühlender Roman.


Der Autor erklärt die Welt und gibt dem Leser seine feinsinnigen, philosophische Betrachtungen mit auf dem Lebensweg.
Es werden ganz viele verschiedene Themen des Lebens angesprochen – und zu allem und jedem lässt der Autor den Protagonisten seine Sicht der Dinge dem Leser mitteilen.


„Die Idee wirkt simpel: Ehemaliger Bad Guy will alles wiedergutmachen und stellt etwas Dummes an. Aber das Buch ist viel raffinierter. Es beginnt wie ein Essay über die Entscheidungen, die man im Leben trifft, und rast dann als Thriller mit Schnellzugtempo seinem herzzerreißenden Finale entgegen.“
(Zitat einer Beurteilung von Seite 414)

→ Dieser Einschätzung kann ich mich nur voll und ganz anschließen !!


Fazit: Für mich ein Geheimtipp !
[ Ich werde mir diesen Autor auf jeden Fall merken ! ]


PS:
Die Kategorie „Thriller“ würde für mich für dieses Buch ehr nicht zutreffen,
es kommen eigentlich auch keine wirklich blutrünstigen Szenen darin vor;
aber als sehr spannenden Roman würde ich es auf alle Fälle beschreiben.

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Pearssons avatar

Rezension zu "Safe" von Ryan Gattis

ein beeindruckendes Buch, aber für mich kein Thriller
Pearssonvor 4 Monaten

Ghost hat in seinem Leben viel falsch gemacht. Doch dieses Mal, will er -in vollem Bewusstsein, dass es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit seinen Tod bedeutet- das Richtige tun.
Glasses hat vermutlich noch mehr Fehler gemacht, sich aber vorgenommen, ab jetzt alles richtig zu machen. Aber auch ihm ist bewusst, dass sein Tod dadurch eine reale Gefahr bedeutet…
Und obwohl die beiden auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, ist es doch derselbe Grundgedanke, der die beiden weitermachen lässt. Und so sind ihrer beider Schicksale plötzlich verwobener, als sie zu Beginn ahnen.

„Safe“ erzählt die Geschichten der beiden Männer. Ihre Fehler, Ängste, aber auch Hoffnungen sowie prägende Erlebnisse in ihrem früheren Leben werden uns im Wechsel aus jeweils deren eigenen Perspektiven erzählt.
So werden die beiden für den Leser authentischer und vor allem verständlicher. Man erkennt ihre Wege, die Fehler, die sie gemacht haben und kann so natürlich auch ihre Beweggründe und Motivationen für kommende Entscheidungen -auch wenn diese auf den ersten Blick absolut falsch erscheinen- besser verstehen. Das macht es für den Leser jedoch ein Stück weit problematisch, sich für eine Seite zu entscheiden, denn genau genommen sind sie eigentlich Gegner. Dennoch sind beide Charakter für mich „sympathisch“, sofern man das von einem Dieb und der rechten Hand eines Drogenkönigs sagen kann, aber unabhängig von ihrer zuerst sichtbaren Jobbeschreibung steckt ja noch mehr in den Menschen, als das Offensichtliche. Und davon lebt dieses Buch in meinen Augen auch.
Die Erzählweise, die Geschichten hinter der Geschichte, die stest verschwimmenden Linien zwischen Richtig und Falsch, lassen einen warmherzigen und gleichwohl sehr traurigen Roman entstehen, der mich sehr gut unterhalten konnte.
Jedoch muss ich dazu sagen, dass ich dieses Buch absolut nicht als „Thriller“ sehen kann. Die Geschichte ist wirklich spannend und interessant, keine Frage! Aber eher auf die emotionale und menschliche Art und Weise.
Für mich ist „Safe“ eher eine Story über die Vergangenheit eines Menschen, sein Heimkommen und die Erkenntnis, was für ihn im Leben wirklich wichtig ist. Und auch, wenn Details darüber gerade in den Fällen Ghost und Glasses oftmals grenzwertig, brutal und auch schon das ein oder andere mal blutig sind, reichen diese für mich nicht aus, um diese Klassifizierung zu sehen. Vor allem auch, weil ihre Geschichten sich eigentlich erst im letzten Viertel so richtig überschneiden und die Gefahr und die Todesmöglichkeit auch da erst akuter wird. Mehr kann ich jedoch jetzt leider nicht schreiben, ohne euch zu spoilern, und das möchte ich natürlich nicht!
Denn Fakt ist eins: „Safe“ ist in meinen Augen ein absolut lesenswertes Buch, das die ein oder andere Grenze zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch sowie Schwarz und Weiß auf sehr eindrucksvolle Weise verschwimmen lässt.
Trotz -oder gerade wegen- seiner ruhigeren Gangart ein wirklich beeindruckendes Buch!

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Schurkenblogs avatar

Rezension zu "Safe" von Ryan Gattis

Eine Gangster-Aussteigergeschichte im Gangsterstyle in einer Gangsterwelt. Gangstermäßig gut!
Schurkenblogvor 4 Monaten

Okay, "In den Straßen die Wut" ist um einen Tick besser als "Safe" zu lesen. Aber Ryan Gattis beweist wieder sein Können: Sein Thema ist Programm, von der ersten bis zur letzten Seite. Knallhart bleibt er an diesem Thema dran, lässt es nicht los, zieht es voll durch. Dieses Mal lautet es: Gangster.


Ghost ist Tresorknacker für die Polizei. Wie ein Geist kommt er mit geschwärzten Nummerschildern daher, geht rein, öffnet den Safe, geht wieder raus, ist weg.
So war er nicht immer. Früher war ein Junkie, verliebt in eine todkranke Frau, die starb, und als Stimme auf einen Tape ihn noch heute begleitet.
Nun ist sein Gehirntumor zurück und er wünscht sich nur eines: einen sauberen Abgang. Also knackt er wieder einen Safe und klaut daraus eine Menge Kohle. Die ist nicht für ihn, sondern für Leute, die das Geld dringend brauchen. So als gute Tat an seinen letzten Tagen.

Natürlich lassen sich Drogenbosse nicht so einfach beklauen. Hier kommt Glasses ins Spiel, ein Handlanger des Drogenkönigs Rooster, ein Gangster in einer Gangsterwelt. Er soll Ghost suchen, das Geld zurückholen, ein Zeichen setzen.
Doch auch Glasses spielt ein eigenes Spiel, denn hinter seiner finsteren Miene hat er ganz andere Absichten. Er will aussteigen aus der Gangsterwelt. Er hat Familie. Er will alt werden. Auch das lassen Drogenbosse eigentlich zu.

Gattis nimmt den Leser mit in diese Gangsterwelt, lässt die Gangster selbst auftreten und erzählen, so dass ein Gangsterstil entsteht. Das Thema "Gangster" drängt sich in jedes Wort, jede Tat, von Anfang bis zum Ende durch. Da bleibt Gattis sich treu, sein Thema ist Programm, bleibt es von der ersten bis zur letzten Seite und einfach alles - wirklich alles - hat mit diesem Thema zu tun. Wie auch schon in "In den Straßen die Wut" die Wut einfach allgegenwärtig war, so sind es hier Gangster.

Das ist Gattis Markenzeichen. Und das macht er wieder richtig gut. Ein absolut lesenswertes Buch für Gangsterleser!

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