Ryan Holiday

 4.4 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Der tägliche Stoiker, Dein Ego ist dein Feind und weiteren Büchern.

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Der tägliche Stoiker

Der tägliche Stoiker

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Erschienen am 20.03.2017
Der tägliche Stoiker – Das Tagebuch

Der tägliche Stoiker – Das Tagebuch

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Erschienen am 22.01.2018
Dein Ego ist dein Feind

Dein Ego ist dein Feind

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Erschienen am 12.06.2017
Das Hindernis ist der Weg

Das Hindernis ist der Weg

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Erschienen am 17.03.2017
Dein Hindernis ist Dein Weg

Dein Hindernis ist Dein Weg

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Erschienen am 06.08.2018
Dein Ego ist dein Feind

Dein Ego ist dein Feind

 (1)
Erschienen am 26.02.2018

Neue Rezensionen zu Ryan Holiday

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Rezension zu "Der tägliche Stoiker" von Ryan Holiday

Empfehlenswert
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Die Stoiker Seneca, Epiktet und Marcus Aurelius haben mit ihren Werken und Gedanken Generationen von Menschen beeinflusst und ihnen mit ihrer Philosophie geholfen bis auf den heutigen Tag.

Das vorliegende Buch unternimmt den Versuch, die uralten Weisheiten der Stoiker zu sammeln und sie in 366 zeitlosen Lektionen dem heutigen Leser nahe zu bringen. Lektionen für jeden Tag des Jahres, die helfen sollen, in der zunehmenden Komplexität unserer Welt bestehen und überleben zu können.

Es geht um Weisheit, um Mut und um Gerechtigkeit. Und es geht vor allen Dingen immer wieder um die Kunst der Selbstbeherrschung und wie man sie im alltäglichen Leben, auch im Berufsleben, anwendet.

Jeder Tag steht unter einer Überschrift. Ein immer relativ kurzes Zitat einer der Stoiker wird zitiert und dann auf maximal einer Restseite ausgelegt. Oft besteht die Auslegung nur aus wenigen Sätzen, die es aber in sich haben und Stoff bieten für ein Nachdenken nicht nur an diesem Tag.

Empfehlenswert.

Man kann das Buch wie ein tägliches Losungsbuch nutzen, aber auch einfach, wenn man Lust und Zeit hat, einen Tag herausgreifen und sich von einem Gedanken inspirieren und ins Nachdenken bringen lassen.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Der tägliche Stoiker" von Ryan Holiday

"Was auch immer ... du durchmachst, die Stoiker halten Weisheiten parat, die dir helfen können"
R_Mantheyvor 2 Jahren

Der Stoizismus entstand vor mehr als 2000 Jahren in der Antike als eine handlungsorientierte Lebensphilosophie, die inzwischen weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. Schlimmer noch - stoisch gilt als Synonym für emotionslos, was den Kern dieser Lebenshaltung völlig verkennt. Unter den modernen Kennern findet man weniger akademische Philosophen, sondern eher Pragmatiker, für die der Stoizismus eine Lehre darstellt, die ihnen Stärke und Ausdauer verleiht. Der Autor bringt es in seiner Einleitung auf den Punkt: "Der Stoizismus lehrt, dass wir nichts beherrschen und uns auf nichts verlassen können, was außerhalb dessen liegt, was Epiktet unsere 'Entscheidungsgewalt' nennt - unsere Fähigkeit, den Verstand zu nutzen, um zu entscheiden, wie wir die Ereignisse von außen einordnen, auf sie reagieren oder uns in der Folge neu orientieren."

In diesem Buch findet man für jeden Tag ein Zitat eines der klassischen Stoiker, das danach vom Autor erläutert und kommentiert wird. Dabei handelt es sich keineswegs um irgendwelche abstrakten oder schwer verständlichen Aussagen. Ganz im Gegenteil - sie sind sehr plausibel und zeitlos. Man kann es auch anders ausdrücken: Es ist nicht nur so, dass man glaubt, diese Hinweise entstammen aus einem modernen Selbsthilfebuch, sondern sie zeigen auch, dass sich die Menschen selbst und die Probleme des gesellschaftlichen Zusammenlebens niemals wirklich geändert haben.

Die stoische Lebenshaltung erweist sich also keineswegs als ein statisches Ertragen unveränderbarer Umstände, sondern als eine Anleitung für ein dynamisches Leben, das sich an der Realität und den eigenen Fähigkeiten ausrichtet. Sie ist also wie geschaffen für Menschen, die Dinge im Rahmen des Möglichen verändern wollen. Dieses Buch bietet dabei eine große Hilfe, denn man muss sich nicht durch die Werke der Schöpfer des Stoizismus hindurcharbeiten, sondern bekommt seine tägliche Dosis, über die man nachdenken kann, um sie zu nutzen oder es zu lassen.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Operation Shitstorm" von Ryan Holiday

Ein Klick ist ein Klick: Hauptsache Verkehr auf der Seite
R_Mantheyvor 3 Jahren

Auch wenn Ryan Holiday hierzulande kaum bekannt ist und auch wenn sich sein Buch vor allem auf die US-Verhältnisse bezieht, so kann man doch viel aus ihm lernen oder sich in den eigenen Beobachtungen bestätigt fühlen. Holiday ist nicht nur recht jung, sondern auch Marketing-Chef der amerikanischen Klamotten-Kette American Apparel, die es auch in Deutschland gibt. Außerdem steht er als Medienstratege hinter dem Bestsellerautor Tucker Max, der Bücher schreibt, vor denen Bildungsbürger entsetzt zurückschrecken.

In diesem Buch geht es grundsätzlich um Blogs, darum wie sie funktionieren, wie man sie fast unbemerkt für eigene Zwecke benutzen kann, wie sie schmerzfrei zum eigenen Wohlergehen Leute manipulieren und wie sie auf diese Weise verantwortungslos enormen wirtschaftlichen Schaden bei anderen anrichten. Dies ist keine wissenschaftliche Untersuchung, auch wenn sich der Autor am Ende auf bekannte Medienkritiker beruft, sondern eher ein durchdachter und lakonisch geschriebener Bericht eines Insiders.

Holiday unterteilt sein Werk in zwei Teile. Im ersten Teil ("Das Monster füttern - Wie Blogs funktionieren") schildert er wie man vorgehen kann, um unbemerkt und kostenlos Aufmerksamkeit für die eigenen Produkte in diesen Medien zu erzeugen. Beispielsweise erzählt er, wie er eigene Werbeplakate mit Ausdrücken tiefster Empörung überklebte, das Resultat fotografierte und sogleich an einige unbedeutende kleine Blogs verschickte, selbstverständlich als unbeteiligter Kommentator unter einem Pseudonym und dem Titel "Habe ich zufällig auf dem Heimweg entdeckt!". Dann musste er nur noch warten, bis sich diese Neuigkeit auf größere Blogs hocharbeitete und dort größere Empörungs- und Aufmerksamkeitswellen produzierte.

Nachdem er die Strukturen der Schriftmedien dargelegt hat, kommt Holiday dann zu neun Taktiken, wie man Blogs unbemerkt von außen für die eigenen Zwecke einspannt. Eigentlich verbreitet er dabei nicht viel Neues, denn solche Tricks werden schon seit Jahrzehnten innerhalb der Medien benutzt, um höhere Auflagen oder Einschaltquoten zu erzielen. Immer nach dem Motto "Gib den Bastarden, was sie wollen!" (S. 93). Doch gegenüber den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Medienlandschaft stark verändert. Völlig neue Aspekte treten dabei nun in den Vordergrund.

Über Twitter, Facebook oder die von Holiday ins Visier genommenen Blogs verbreitet sich jeder noch so große Blödsinn in Sekunden. Und ist er einmal in der Welt, richtet er zum Teil erheblichen Schaden an. Ein geradezu klassisches Beispiel ist die vermeintliche Nachricht von vor einigen Jahren, dass sich bestimmte Toyota-Modelle in den USA auf geheimnisvolle Weise selbst beschleunigen, was zu tödlichen Unfällen geführt haben soll. Das ökonomische Desaster, das Toyota durch diese scheinbar wahren Nachrichten erlitt, war enorm. Wen interessiert da noch, dass die NASA nach einiger Zeit feststellte, dass nichts an diesen Mitteilungen stimmte und dass die Autos völlig in Ordnung waren. Die Verunfallten hatten einfach Gas- und Bremspedal verwechselt.

Internetseiten brauchen Seitenaufrufe und Klicks. Deshalb werden sie alles dafür tun, denn allein davon hängt ihr wirtschaftlicher Erfolg ab. Holiday erklärt dies detailliert im zweiten Teil seines Buches ("Das Monster greift an - Was Blogs bedeuten"). Unter anderem geht es dort um Manipulationsmuster, Online-Unterhaltung, die süchtig macht, um die sogenannte Link-Wirtschaft, bei der ein Link die Illusion einer glaubhaften Quelle erzeugt, um Online-Erpressung (beispielsweise durch gefakte Produktvideos), um die iterative Schwindel-Philosophie des Online-Journalismus ("Hauptsache schnell raus, wenn es nicht ganz richtig ist, machen wir eben ein Update!"), um Häme im Internet, die als Humor getarnt wird und um Blogs als Werkzeug von Hass und Bestrafung (der Pranger des 21. Jahrhunderts).

Beinahe am Rande erwähnt Holiday, dass die Konstruktion so mancher Internetseite extra so aufgebaut ist, dass man möglichst viel Verkehr und möglichst viele Klicks erzeugt, etwa durch die Illusion einer demokratischen Ordnung mit Diskussionsforen und Abstimmungsbuttons. Weil es das eigene Ego bedient, fallen darauf viele Menschen herein und bescheren so dem Seitenbetreiber enorme zusätzliche Einnahmen.

Obwohl der Text immer wieder Ereignisse in der US-Szene und die dortigen Blogs wie gawker.com oder huffingtonpost.com reflektiert, bietet er einen sehr guten Einblick in Manipulationstechniken, wie man sie überall, aber eben besonders im Internet findet. Betroffene haben wegen der extremen Ausbreitungsgeschwindigkeit selten eine Chance, sich gegen die Heimtücke solcher Methoden zu wehren. Wenn auf diese Weise anonym Gerüchte gestreut werden, die auf den fruchtbaren Boden einer inzwischen zum Allgemeingut gewordenen Empörungskultur fallen, ist wohl alles zu spät. Ein lehrreiches Buch.

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