Ryder Carroll

 4.4 Sterne bei 29 Bewertungen

Lebenslauf von Ryder Carroll

Ryder Carroll ist Digital Product Designer und der Erfinder des Bullet Journals. Er wurde in Wien geboren (und spricht fließend Deutsch) und wuchs dort als Sohn des Schriftstellers Jonathan Carroll auf, bevor er zum Studium in die USA ging. Heute lebt er in New York.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ryder Carroll

Cover des Buches Die Bullet-Journal-Methode9783499633409

Die Bullet-Journal-Methode

 (26)
Erschienen am 06.11.2018
Cover des Buches Die Bullet-Journal-Methode9783839881750

Die Bullet-Journal-Methode

 (3)
Erschienen am 28.11.2018

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Rezension zu "Die Bullet-Journal-Methode" von Ryder Carroll

Verstehen, ordnen, gestalten
TenjaTalesvor einem Monat

Allein der Untertitel des Buches ist vielversprechend: „Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft“. Klingt nicht nach großartigen Illustrationen, sondern nach großer Veränderung, oder? Schon gleich im zweiten Kapitel, welches „Das Versprechen“ heißt, geht es darum, dem Leser näher zu bringen, was das Bullet Journal alles verändern wird und wieso man eines pflegen sollte. Dazu möchte ich gerne ein Zitat auf diesem Kapitel zeigen, da es meiner Meinung nach für sich spricht.

Mit Hilfe der Bullet-Journal-Methode werden Sie mit weniger Arbeit mehr erreichen. Sie werden das wirklich Wichtige identifizieren und beherzigen lernen, indem Sie sich von allem Unwichtigen frei machen.
 Das klingt schon sehr hoch gegriffen, wenn man bedenkt, dass es eigentlich darum geht, ein Notizbuch zu pflegen, oder? Doch ohne zu sehr vorgreifen zu wollen, kann ich sagen, dass hier nicht zu viel versprochen wird!

Der Autor: Ryder Carroll

Der Erfinder der Bullet Journal Methode wurde in Wien geboren und spricht fließend Deutsch (wenn man den Informationen auf Amazon glauben kann). Er suchte nach einer Lösung für sich persönlich und entwickelte so mit der Zeit die Bullet Journal Methode, die mittlerweile wohl unzählige Leben verändert hat. Heute lebt er in New York und ist Digital Product Designer.

Meine Meinung zu „Die Bullet Journal Methode“

Wie schreibt man ein Bullet Journal?

Diese Frage wird im Buch definitiv beantwortet. Zu meiner Erleichterung ist alles sehr minimalistisch und gar nicht so schnörkelig, bunt und aufwändig gestaltet. Es wird erklärt, wieso man ein Notizbuch verwenden und mit der Hand schreiben sollte. Danach wird das gesamte System erklärt, vom Rapid Logging, Bullets, Aufgaben, Ereignisse, Notizen und mehr, über Collections bis hin zum Übertragen. Alles was man aufschreiben möchte, findet einen Platz. Dennoch muss man sich dafür keine tausend verschiedenen Zeichen oder ähnliches merken, sondern kann die wenigen Methoden super flexibel anwenden. Besonders spannend finde ich hier, dass man sich an vielen Techniken aus der Programmierung und den agilen Methoden bedient. Das hatte beim Lesen bei mir diesen Aha-Effekt, wo ich dachte: Wieso bist du da nicht selbst drauf gekommen? Das macht so Sinn!

Warum schreibt man ein Bullet Journal?

Diese Frage ist fast noch interessanter und wird ebenfalls im Buch beantwortet. Nach dem Versprechen und einer kleinen Anleitung geht es auch schon gleich um das Warum. Doch neben Erklärungen werden auch viele Fragen an den Leser gerichtet, so zum Beispiel: „Wenn Intentionalität bedeutet, den eigenen Vorstellungen entsprechend zu handeln, dann hieße das Gegenteil, dass wir auf Autopilot laufen. Anders formuliert: Wissen Sie, warum Sie tun, was Sie tun?“ Man kann daher sagen, dass „Die Bullet Journal Methode“ schon fast ein Arbeitsbuch ist. Es regt zum Nachdenken an, stellt den Leser vor Fragen und Herausforderungen und leitet ihn natürlich auch zu den ersten Einträgen in seinem Bullet Journal an.

Tiefe Einblicke

Dabei erklärt der Autor das Alles super greifbar und verständlich. Die Bullet-Journal-Methode wurde von ihm erschaffen, weil er persönlich den Bedarf dafür hatte. Und an diesem Bedarf lässt er den Leser hautnah teilhaben, indem er erklärt, wie es zu all dem kam und welche Situationen er erlebt hat, bevor und nachdem er mit dem Journal gearbeitet hat. Dabei ist er absolut authentisch und glaubhaft. Schon nach dem ersten Kapitel war ich total begeistert und diese Begeisterung hielt auch bis zur letzten Seite. Doch neben den Erfahrungen des Autors, darf der Leser auch an den Erfahrungen anderer Bullet Journal Begeisterter teilhaben, die ihre Berichte zur Verfügung gestellt haben. Auch hier wird dem Leser schnell klar, welchen Mehrwert diese Methode für sein Leben haben kann.

Die Kunst und der Minimalismus

Natürlich geht der Autor auch auf die riesige Bullet Journal Community ein, die teilweise unglaublich schöne, aber eben auch sehr aufwendige Illustrationen für ihr Bullet Journal entworfen haben. Hier gilt: Es ist erlaubt, was hilft. Wem es gut tut, die Zeit in die Gestaltung zu investieren, der kann und soll das tun. Aber man kann auch durchaus minimalistisch an die Sache ran gehen und schnörkelfrei einfach seine Aufgaben und Notizen festhalten. Für mich war das sehr beruhigend, denn auch wenn ich sehr gerne Letterings entwerfe, so wollte ich mir nichts anfangen, was mich zeitlich noch mehr einengt. Der Autor selbst ist übrigens auch eher der Minimalist, was seine Bullet Journals angeht.

Fazit

Für mich war das Buch ein Weg von Erkenntnis zu Erkenntnis. Ich hatte viele Momente des Kopf-Nickens, sowie große und kleine Aha-Effekte. Und ich habe das Gefühl, dass es mir nur schwer gelingt, meine volle Begeisterung in diesem Bericht festzuhalten. Seit nun fast einem Monat pflege ich mein Bullet Journal. Die Routinen sind noch nicht ganz drin, aber mindestens einmal am Tag nehme ich mir die Zeit für alles. Gerade in der aktuellen Situation hilft mir das ungemein. Ich habe das Gefühl, dass ich in diesem ganzen Chaos ein Stück Struktur für mich zurück gewonnen habe. Ich liebte ToDo-Listen schon vorher, doch nie hatte ich so einen guten Überblick über alles, wie jetzt. Und ich bin Themen angegangen, die schon viel zu lange auf einer meiner Listen stehen. Gerade mein Autorenleben und auch mein Bloggerleben haben im letzten Monat sehr von meinem neuen Bullet Journal profitiert.

Doch es gibt tatsächlich auch einen Negativpunkt. Ich gehe seit Beendigung des Buches vielen Menschen damit auf den Geist, dass sie es unbedingt lesen müssen! Für mich ist es wohl das beste Buch, das ich bisher je gelesen habe und ich bin mir sicher, dass jeder etwas Positives für sich aus dem Buch herausholen kann, selbst wenn er danach nicht zu einem Teil der Bullet Journal Community wird. Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

Diese Rezension ist auch auf meinem Blog weltenschmie.de zu finden.

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Rezension zu "Die Bullet-Journal-Methode" von Ryder Carroll

Eine Anleitung, eine Autobiographie und ein paar Lebenstipps
Stehauffrauvor einem Monat

Ich war überrascht beim Lesen des Buches, das muss ich zugeben. Ryder Carroll hat es geschafft mich zu überzeugen ein Bullet Journal anzulegen. Es ist vielmehr als "nur" ein persönlicher Planer. Es ist mehr eine Kombination aus Tage-, Notiz- und Terminbuch mit Platz für Ideen, Kreativität und Organisation.  Die Frage nach dem Sinn erklärt der Autor dann gleich anhand von lebensnahen Beispielen. Viele Tipps und Hinweise warum, wieso und weshalb man eines anlegen sollte und wie die Organisation des Selbst dadurch verändert wird. Man möchte gleich einsteigen, wird aber vom Autor - berechtigt - zurückgehalten. Lesenswert und auch als Nachschlagewerk für Fortgeschrittene empfehlenswert!  

Meine ausführliche Rezension: Stehauffrau.de - Die Bullet Journal Methode

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Rezension zu "Die Bullet-Journal-Methode" von Ryder Carroll

Sehr empfehlenswert!
Aksivor 6 Monaten

In seinem Buch »Die Bullet-Journal-Methode« erklärt Ryder Carroll seine Gedanken hinter dem BuJo-Konzept und wie jede_r von uns die Methode für sich nutzen kann. Ich wollte Ryders Buch lesen, weil ich mich bereits seit einiger Zeit mit dem Thema BuJo beschäftige und endlich wissen wollte, was Ryder dazu zu sagen hat. Das Buch bietet die Gelegenheit, Ryders Gedanken hinter dem System zu verstehen. Die Gestaltung des Covers gefällt mir sehr gut. Der Mix aus Gold und Schwarz ist meiner Meinung nach ein Hingucker. Zwei Lesebändchen erleichtern es, sich zurechtzufinden. Der Innenteil ist ähnlich minimalistisch gestaltet – Schwarz und Gold bzw. Senfgelb sind die einzigen Farben, die verwendet werden. 


„Die Qualität unserer Zeit bemisst sich an unserer Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben.“ – Zitat (Seite 201)


»Die Bullet-Journal-Methode« besteht aus zwei Teilen, dem System und der Praxis. Zunächst erzählt der Autor, wie er überhaupt auf das Bullet-Journaling gekommen ist und was er sich dabei gedacht hat. Danach stellt er die Grundbestandteile eines BuJo’s vor, die jede_r nach Belieben erweitern kann. Zwischendurch regen motivierende Zitate zum Nachdenken an und inspirieren zur Produktivität. Darüber hinaus werden Beispiele aus der BuJo-Community aufgeführt. Diese zeigen, wie vielfältig und einzigartig die BuJo-Methode umgesetzt werden kann. 


»Die Bullet-Journal-Methode« ist kein Buch, in dem ihr Malvorlagen oder Bilderideen zur Verschönerung eures BuJo’s findet. Instagram, Pinterest oder diverse YouTube-Videos sind an dieser Stelle besser geeignet. Versteht mich nicht falsch, zwischendurch kommen sehr wohl Skizzen vor. Diese dienen aber nur reiner Visualisierung und tragen zum Verständnis bei. Sie dienen nicht als Dekoration oder Verzierung. Carrolls Buch regt vielmehr dazu an, über sich selbst nachzudenken und sich zu hinterfragen und darum, Klarheit zu verschaffen. Das Buch ist psychologisch angehaucht, was ich ehrlich gesagt, ursprünglich nicht erwartet, aber schlussendlich begrüßt habe.



Fazit


»Die Bullet-Journal-Methode« eignet sich sowohl für BuJo-Einsteiger als auch Fortgeschrittene, denn es bietet einen komplett anderen Blickwinkel auf das Thema BuJo, als all das, was so im Internet kursiert. Mit dem Buch erhält man nicht nur Einblicke in die Gedankengänge des Erfinders, sondern entwickelt endlich Verständnis für die BuJo-Methode. 

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