Rye Curtis

 3,5 Sterne bei 50 Bewertungen
Autor*in von Cloris und Cloris.

Lebenslauf von Rye Curtis

Rye Curtis stammt aus Amarillo, Texas. Er hat einen Abschluss von der Columbia University und lebt in Queens. Cloris ist sein erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Rye Curtis

Cover des Buches Cloris (ISBN: 9783406755354)

Cloris

 (50)
Erschienen am 12.03.2021
Cover des Buches Cloris (ISBN: 9783036961323)

Cloris

 (0)
Erschienen am 12.04.2022

Neue Rezensionen zu Rye Curtis

Cover des Buches Cloris (ISBN: 9783406755354)
mabo63s avatar

Rezension zu "Cloris" von Rye Curtis

Schräge Story um einen Flugzeugabsturz
mabo63vor 5 Monaten

Die über 90jährige Cloris erzählt rückblickend aus ihrem Heim in Vermont ihre Erlebnisse die sie als 72jährige und einzige Überlebende eines Kleinflugzeuges in den Bitterroot Mountains erfahren hat.

Ein zweiter Erzählstrang erzählt von den Personen die damals Cloris in den Bergen von Montana, (angeführt durch Rangerin Lewis) über Wochen gesucht haben.


"... gestern Nacht zog hier über Brattleboro, Vermont, ein Unwetter hinweg und füllte die Strassen mit Hagelkörnern, und ich lag in meinem warmen Bett im River Bend Assisted Living und träumte. Ich träumte, dass viele tausend Jahre, nachdem unsere doch alles in allem recht enttäuschende Zivilisation den Bach hinuntergegangen war, ein neues Menschengeschlecht auf den Plan trat. Ich träumte, dass sie unsere Ruinen entdeckten uns nichts damit anfangen konnten. Ich träumte, dass sie uns aus versteinerten Präservativen in der Kanalisation unserer grössten Metropolen genetisch wiederbelebten und uns zu Studienzwecken in die Häuser steckten, um herauszufinden, was wir einander die ganze Zeit angetan hatten. Ich träumte, dass ich schon immer eine dieser Testpersonen gewesen war und dass sie mit mir erst recht nichts anfangen konnten"


Bei der eigentlichen Geschichte, dem Überlebenskampf von Cloris in der Wildnis und dem anderen Strang, der Suche nach Cloris aus der Sicht der Rangerin Lewis fällt auf dass vor allem die Charaktere des Suchtrups schräger nicht sein konnten. Was mich unheimlich nervte, da immer wieder auf diese unsäglichen 'Macken' eingegangen wird.


Dazu kommt dass der Alkoholismus der Rangerin Lewis immer und immer wieder im Mittelpunkt steht, das Leid der Rangerin wird aber nicht ausgeleuchtet oder der Versuch unternommen zu erklären wie es genau dazu kam. Dafür umsomehr nimmt Lewis duzendemale 'die Thermosflasche gefüllt mit Merlot'. Nun ja, nach dem 2.mal hat man verstanden was in der Thermosflasche ist..


Gefallen haben mir dann doch eher die düsteren Momente, schrecklich makabren Momente die das Leben in der unbarmherzigen Wildnis zuweilen auch hervorbringt.

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Cover des Buches Cloris (ISBN: 9783406755354)
Leseknopfs avatar

Rezension zu "Cloris" von Rye Curtis

Ein etwas anderer Abenteuerroman
Leseknopfvor 9 Monaten

Ich bin etwas hin und hergerissen bei dieser Geschichte. Den Teil mit Cloris fand ich toll. Es war mal ein etwas anderes.  Den Weg von Cloris, wie sie alles meisterte und durchgehalten hat fand ich klasse. Ich habe mit ihr und mit ihrem mysteriösem Freund und Lebensmittel mitgeliefert. Aber auf der anderen Seite die Geschichte rund um Ranger Lewis fand ich etwas störend. Ich fand Ranger Lewis und die Gestalten rundum sie sehr unsympathisch.  Für mich hätte es diesen Teil nicht geben müssen. Mir hat Cloris Bericht vollkommen gereicht. 

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Cover des Buches Cloris (ISBN: 9783406755354)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Cloris" von Rye Curtis

Ziemlich schräg
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

«Es ist schon erstaunlich, dass eine Frau den Herbst ihres Lebens erreichen kann, nur um festzustellen, dass sie sich selbst bislang im Grunde gar nicht recht gekannt hat.»


Cloris Waldrip, 72 Jahre alt, und ihr Mann haben sich in den Bergen eine Hütte gemietet. 1986, das kleine Flugzeug, in dem sie anreisen, fängt an zu stottern, stürzt in den Bitterroot Mountains in Montana ab. Cloris überlebt unverletzt, ihr Mann und der Pilot sind tot. Sie kann noch einen Notruf auf dem Funkgerät absetzen, bevor es verreckt. Bleiben und auf Rettung warten oder gehen? Sie entscheidet sich für das Gehen. Dem Piloten nimmt sie die warme Jacke ab, findet ein Beil im Cockpit und als Trinkgefäß packt sie einen Stiefel ihres Mannes in ihre Handtasche ein, der unter dem Baum liegt, in dem der Besitzer hoch oben in den Ästen gestorben ist. Time Magazine, ein Streichholzbriefchen, Karamellbonbons, ein Regenschirm sind auch dabei.


Die alte Dame stellt sich ziemlich dämlich in der Wildnis an, Augenrollen ist bis zum Ende des Buchs angesagt. Doch sie hat Glück – ein heimlicher Retter hat das Unglück beobachtet und gibt ihr stille Hilfe. Gegen Abend findet sie stets ein kleines Feuer, daneben liegt ein Stück Fleisch oder ein Fisch. Als es Clovis gesundheitlich dreckig geht, kommt der Helfer aus der Deckung, den Kopf allerdings mit einem T-Shirt überzogen, in das er Augenlöcher geschnitten hat. Der Leser ahnt, wer dieser Mann sein könnte. Die Texanerin erzählt uns aus ihrem Leben und vom vogelgesichtigen Mr. Waldrip, wie sie ihren Mann stets bewundernd nennt. Eine elegante Dame der alten Schule, die allein bei dem Gedanken an das Wort Sex rote Ohren bekommt, die als Hausfrau ihr Dasein fristet.


«Das Problem bei Mr. Plant ist, dass wir nicht wissen können, ob diese Tiere das, was er mit ihnen angestellt hat, gut fanden. Ich kenne Mr. Plant nicht, aber ich habe noch nie davon gehört, dass es einem Mann gelungen ist, ein Schwein zum Geschlechtsverkehr zu überreden. Ich kenne ja kaum Männer, denen das bei einer Frau gelingt.»


Forest Ranger Debra Lewis lebt seit ihrer Scheidung vor elf Jahren in einer abgelegenen Waldhütte. Sie macht sich auf die Suche nach Cloris, mal mehr, mal weniger intensiv. Die Merlotsüchtige führt stets Rotwein in der Thermoskanne mit sich, säuft ihn zu Hause direkt aus der Flasche – auch schon mal aus dem Glas. Das Wort Merlot machte mich irgendwann kribblig, weil das Merlotgesaufe in Verbindung mit der Protagonistin drei Mal pro Seite vorkommt. 77 Tage muss der Leser durchhalten! Cloris (Ich-Perspektive) hätte gerettet werden können, hat es sich plötzlich anders überlegt. Sie begeht einen dummen Fehler nach dem anderen – der Kapuzenmann richtet es wieder. Debra Lewis, frustriert vom Leben (personale Perspektive), säuft Rotwein gegen ihre innere Leere, rekelt sich im Whirlpool mit einem Mann und fängt auch was mit dessen Tochter an, die ihre Praktikantin ist. 


Der Anfang war gut und stimmig, eine alte Dame, die nicht weiß, was sie tun soll, wartet erstmal ab, versucht mit der Situation fertigzuwerden. Die Leichen beginnen zu stinken, sie muss sich überwinden, dem Piloten die Jacke abzunehmen. Wie soll es weitergehen? Irgendwann haben mich beide Protagonistinnen genervt und gelangweilt. Seit diesem Roman weiß ich, dass Merlot mich aggressiv machen kann, ebenso schusslige Damen. Über kurz oder lang habe ich nur noch kopfschüttelnd quergelesen. Die Sprache ist in den Metaphern teils skurril gestaltet, teils makaber, der Autor macht sich über seine eigenen Figuren lustig, indem er Slapstickeinlagen bringt, die nicht wirklich witzig sind, merkwürdige Anekdoten zum Besten gibt. « … und dann saß ich da, die Arme um die Schultern geschlungen, dass es aussah wie die Scharniere am Schrank unter meinem Spülbecken.» Dem Humor konnte ich nicht viel abgewinnen. Der Retter der alten Dame ist ein Soziopath, anscheinend einer dieser versteckten Witze. Alles in allem ist die Story völlig abstrus und konstruiert. Mein Buch war das nicht.


Rye Curtis stammt aus Amarillo, Texas. Er hat einen Abschluss von der Columbia University und lebt in Queens. «Cloris» ist sein erster Roman.

  https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/cloris-von-rye-curtis-rezesion.html

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Gespräche aus der Community

Rye Curtis Debütroman ist eine ungewöhnliche Abenteuergeschichten, bei der sich die beiden kauzigen Protagonistinnen mit Mut und Lebenswillen durch die Wildnis kämpfen müssen, um am Ende einen neuen Blick auf ihr altes Leben zu erhalten.

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Letzter Beitrag von  Yureliavor 2 Jahren

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