Ryszard Kapuscinski Meine Reisen mit Herodot

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Inhaltsangabe zu „Meine Reisen mit Herodot“ von Ryszard Kapuscinski

Auf den Schultern eines Riesen: Ryszard Kapuscinski reist mit dem ersten Reporter der Menschheitsgeschichte um die Welt. Schon immer war er von ihm fasziniert. Und bis heute ist er für ihn der Größte. Wann und wohin auch immer Ryszard Kapuscinski unterwegs war, Herodot war dabei. Dabei war es anfangs gar nicht so leicht, an ein Exemplar von dessen Historien zu kommen, denn in Polen gab es keine Übersetzung davon. Und als die fertig vorlag, durfte sie nicht gedruckt werden: Stalin lag im Sterben und das jahrtausendealte Buch erzählt mindestens ebenso viel vom Zerfall wie von der Schaffung riesiger Reiche, ebenso erschütternd vom Sturz der Mächtigen wie von ihrem Aufstieg. Erst 1954 kam der junge Ryszard Kapuscinski mit dem Buch in Berührung, und es erwies sich als Erleuchtung. Da war einer, von Neugier und Wissensdurst getrieben, aufgebrochen, die Grenzen der bekannten Welt auszuloten, mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören, oder sich wenigstens von Augenzeugen berichten zu lassen, was sich auf der Welt zugetragen hat. Herodot war kein Händler, Spion, Diplomat oder Tourist, sondern, wie später auch Ryszard Kapuscinski, Reporter, Anthropologe, Ethnograph und Schriftsteller.§Ryszard Kapuscinski erzählt, wie er mit Herodot nach Afrika, Asien und in Europa reist, was er an den Stellen findet, von denen einst der alte Grieche schrieb, welche Konflikte von heute ihre Wurzeln schon damals hatten und wie die Überlieferung menschlicher Geschichte funktioniert.

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  • Rezension zu "Meine Reisen mit Herodot" von Ryszard Kapuscinski

    Meine Reisen mit Herodot

    Liisa

    07. May 2007 um 00:37

    Meine Wahl für das erste Buch des Jahres 2006 fiel auf »Meine Reisen mit Herodot« von Ryszard Kapuscinski und das war eine gute Wahl. Herrlich wie der 1932 in Ostpolen geborene Ryszard Kapuscinski über seine ersten Reisen, seine Begegnung mit Herodots »Historien« plaudert und darüber, wie die Lektüre eben dieses Herodot ihn in seiner eigenen Wahrnehmung der Welt und des Reisens an sich beeinflusst hat. Da ist der junge Ryszard Kapuscinski, der sich danach sehnt einmal eine »Grenze zu überschreiten« (geographisch verstanden). Es würde ihm reichen, nur einen Fuß hinüber zu setzen. Er stellt sich dabei zum Beispiel die tschechische Grenze vor, doch dann wird er von der Zeitung, bei der er arbeitet mal eben nach Indien geschickt, ohne irgendwelche Vorbereitungen oder Vorstellungen, wie es dort zugeht. Ein Albtraum, der einem zukünftiges Reisen verleiden könnte, doch für ihn kommt alles anders. Mit Offenheit und Wissbegier, unverstellt von angelesenem Wissen nähert er sich Indien und seiner Kultur. Es folgt China und dann geht es weiter mit seinen Reisen rund um die Welt. Parallel dazu zitiert er immer wieder Abschnitte und Auszüge aus Herodots »Historien«, zieht Parallelen, hinterfragt eigene Erfahrungen und Beobachtungen. Was er berichtet, sind nicht die üblichen Allgemeinplätze in Reiseberichten, sondern kleine Begegnungen, Missgeschicke und Anekdoten. Wer kann schon davon berichten, dass er ein Konzert von Louis Armstrong in Khartoum besucht hat? Für mich gehört Ryszard Kapuscinski zu denen, die noch wissen, was Reisen wirklich bedeutet, die nicht einfach nur von Punkt zu Punkt jagen und touristische »Hot-Spots« abstreichen und glauben, weil sie in einem Land waren, auch dessen Kultur zu kennen. Ryszard Kapuscinski einer der letzten großen und wahren Reisenden und das ist zu einem Teil wohl auch seinem stillen Begleiter Herodot zu danken! Ein wunderbares Stück Reiseliteratur!

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