Ryu Murakami In der Misosuppe

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Inhaltsangabe zu „In der Misosuppe“ von Ryu Murakami

Präzise, schonungslos und scharf wie ein Sashimi-Messer. Kenji führt Touristen durch Tokios Rotlichtviertel. Frank ist Amerikaner und Kenjis Kunde. Er ist fasziniert von der Atmosphäre der Stadt und vom erhabenen Klang japanischer Worte – und er ist fasziniert von Gewalt. Die letzten drei Tage des Jahres. Wie immer drängeln sich in Kabuki-cho, Tokios bekanntem Rotlichtbezirk, sexhungrige Freier durch die vom flackernden Neonlicht erfüllten Häuserschluchten. Minderjährige Mädchen verabreden sich zum Sex mit »väterlichen Freunden«. Auf der Straße werben Anreißer für Peepshows, Dessous-Bars und Massagesalons. Eine Welt mit einem eigenen Code. Jene, die ihn nicht verstehen, wenden sich an Kenji. Kenji ist zwanzig und Nightlife-Guide. Er übersetzt die Wünsche seiner Kunden und teilt ihnen die Konditionen der Anbieter mit. Die Leere und Einsamkeit der Menschen nimmt er ungerührt wahr und bleibt stets auf Distanz. Er weiß zwar, was ihm nicht behagt, doch er richtet nicht und greift nicht ein. Dann trifft er Frank, und zum ersten Mal weicht seine gewohnte Coolness einem nervösen Unbehagen. Eine Reihe scheinbar zusammenhangloser Kleinigkeiten formt sich in Kenjis Kopf zu einem Verdacht. Der Leser folgt Kenji durch die Straßen Tokios tief in die menschliche Psyche hinein. »Straff komponiert und elegant geschrieben.« San Francisco Chronicle »Godfather of the dark heart of modern Japanese fiction.« The Guardian »Ein mörderisches Porträt des heutigen Japan, seines Nihilismus und seiner Dekadenz. Schockierend aber fesselnd.« Kirkus Reviews

Ein sehr gutes, leider sehr kurzes Buch. Die Handlung schlägt auf den Magen und regt gleichzeitig zum grübeln an. Sehr zu empfehlen!

— benrabuser

Ein wildes und ehrliches Buch.

— RosaKlarlack

Interessanter Roman, aber es zieht sich doch sehr in die Länge.

— Dunkelkuss

Absolut ekelhaft und gezwungen moralisiert, obwohl es wirklich nur ein schlechter Splatter ist.

— Blinkmotte

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  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Taya

    20. October 2012 um 18:31

    Ryu Murakami - In der Misosuppe Broschiert: 207 Seiten Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 3 (13. November 2006) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3462037331 ISBN-13: 978-3462037333 Originaltitel: In the Miso Soup Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm Inhalt: Präzise, schonungslos und scharf wie ein Sashimi-Messer. Kenji führt Touristen durch Tokios Rotlichtviertel. Frank ist Amerikaner und Kenjis Kunde. Er ist fasziniert von der Atmosphäre der Stadt und vom erhabenen Klang japanischer Worte - und er ist fasziniert von Gewalt. Die letzten drei Tage des Jahres. Wie immer drängeln sich in Kabuki-cho, Tokios bekanntem Rotlichtbezirk, sexhungrige Freier durch die vom flackernden Neonlicht erfüllten Häuserschluchten. Minderjährige Mädchen verabreden sich zum Sex mit »väterlichen Freunden«. Auf der Straße werben Anreißer für Peepshows, Dessous-Bars und Massagesalons. Eine Welt mit einem eigenen Code. Jene, die ihn nicht verstehen, wenden sich an Kenji. Kenji ist zwanzig und Nightlife-Guide. Er übersetzt die Wünsche seiner Kunden und teilt ihnen die Konditionen der Anbieter mit. Die Leere und Einsamkeit der Menschen nimmt er ungerührt wahr und bleibt stets auf Distanz. Er weiß zwar, was ihm nicht behagt, doch er richtet nicht und greift nicht ein. Dann trifft er Frank, und zum ersten Mal weicht seine gewohnte Coolness einem nervösen Unbehagen. Eine Reihe scheinbar zusammenhangloser Kleinigkeiten formt sich in Kenjis Kopf zu einem Verdacht. Der Leser folgt Kenji durch die Straßen Tokios tief in die menschliche Psyche hinein. Meine Meinung: Es ist schwer, eine richtige Inhaltsangabe zu schreiben, weil ich sonst alles über das Buch verraten würde. Und das was oben schon steht, reicht wirklich aus, um zu wissen worum es in dem Buch geht. Geschrieben ist es aus der sich von Kenji. Ich finde, dadurch kommen seine Gedanke und vor allem Ängste und Unwohlsein-Momente sehr sehr gut zur geltung. Das Buch ist wirklich fesselnd und ich hab jetzt die Hälfte des Buches innerhalb weniger Stunden durchgelesen und ich kann es wirklich nur empfehlen. Allerdings nur Leuten, die kein Problem mit Blut und krankhaftem Denken haben, denn das ist auf jeden Fall bestandteil dieses Buches. Die Art wie die Morde beschrieben werden ist für Leute mit starker Vorstellungsmöglichkeit echt schwer, aber auch sehr interessant. Fazit: Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen und ich empfehle es Leuten weiter, die gerne mal einen Thriller lesen und auch kein Problem mit Blut und offenen Wunden haben. ^^ Nochmal lesen würde ich es garantiert auch. ^^

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  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Dunkelkuss

    21. June 2010 um 23:38

    Inhalt: Kenji, 20 Jahre alt, führt ausländische Touristen durch Tokyos Rotlichtviertel - das Kabuki-cho. Eines abends heuert Frank, ein Amerikaner Mitte dreißig, ihn an mit ihm um die Häuser zu ziehen. Doch Kenji bemerkt, dass Frank seltsam ist und er bringt ihn schnell mit einigen brutalen Morden rund um Kabuki-cho in Zusammenhang... Am zweiten Abend wird die Situation für Kenji mehr als brenzlig, denn seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich... ***** Meinung: Ich weiß gar nicht, was ich zu dem Buch sagen soll. Es ist anfangs langatmig, Kenjis Beweisketten untermauern aber den roten Faden. Dann plötzlich knallt der Autor eine mehrseitige Splatterszene hin, die Ekel erregt und den Herzschlag erst vor Schreck aussetzen und dann vor Horror rasen lässt. Eine bizarre, ängstigende Charakterstudie über einen perversen "Ich habe gerade Lust auf Leute niederzumetzeln"-Killer. Authentisch, schonungslos, krank und definitiv nicht jedermanns Sache. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist, wenn Leser nur die EINZIGE Splatterszene breit treten und meckern es sei schlecht. Leute, das ist EINE Szene und man kann sie durchaus verkraften, auch wenn's erst mal ziemlich schockt. Jüngeren Lesern würde ich das Buch aber nicht empfehlen. ***** Fazit: Ein schockierendes Psychogramm mit zwielichtiger Kulisse - einzige Schwäche sind die Längen zu Anfang des Buches.

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  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    dzaushang

    02. May 2010 um 17:17

    "In der Misosuppe" klang mir beim Lesen immer wieder wie ein Synonym für "da sitzt aber einer ganz mächtig in der Scheiße" im Ohr. Und Kenji, soviel wird bald schon klar, sitzt ganz mächtig in der Scheiße. Kenjji, zwanzig Jahre alt, führt seine Kunden durch die Rotlichtbezirke Tokios. Es gehört zu seinem Job als "Dolmetscher" die Wünsche seiner Kunden in Einklang mit den Konditionen der Anbieter zu bringen. Dies tut er ohne jede spürbare Emotion, die Schicksale der, zum Teil sehr jungen, Mädchen berühren ihn nicht wirklich. Ihm geht es einzig darum den jeweils günstigsten Preis, die besten Bedingungen für seine Klientel zu erreichen. Dann wird er von Frank für die nächsten drei Nächte gebucht. Was sich zunächst als ein ganz normaler Job zu entwickeln scheint, wird von Stunde zu Stunde für Kenjii immer undurchsichtiger. Er tut alles dafür Franks geäußerte Wünsche zu erfüllen, seltsam nur, das Frank nicht wirklich an deren Umsetzung interessiert ist. Außerdem registriert Kenjii, zunächst gewohnt teilnahmslos, dass Franks Geschichten vielfach schlicht erlogen, an den Haaren herbeigezogen sein müssen oder sich im Laufe eines Abends offensichtlich sogar widersprechen. Nur ein scheinbarer Tick Franks, sein hin und wieder zu einer Fratze erstarrendes Gesicht, beunruhigt ihn ein wenig. Endlich schrillen erste Alarmglocken bei Kenji, als nach der ersten Nacht, plötzlich Menschen ermordet aufgefunden werden, denen er und Frank in der Nacht zuvor begegnet sind. Kann es sein das.....? Eine furiose, irrwitzige Zeit mit Frank steht Kenji und dem Leser unmittelbar bevor. "In der Misosuppe" von Ryu Murakami ist ein schillernder, sehr japanischer Roman aus der Welt der Rotlichtbezirke Tokios. Der Leser dreht sich im Kreis und sieht die bunten Lichter und Reklamen in den Straßen vorüberziehen, er hört das Geschrei der Anreißer für Peepshows, Massagesalons und Bars in seinen Ohren dröhnen. Fremd tönendes Stimmengewirr, die Gerüche der Garküchen.... schnell wird klar, ohne Guide bist du hier wahrscheinlich wirklich verloren. Murakami zeigt auch die dunklen Seiten auf, überlässt es aber dem Leser, ob er sich davon berühren lassen will oder ob er auch schon routiniert weg schaut wie Kenji. Und wie Kenji zweifelt man beim lesen wirklich daran, ob das, was da geschieht und geschildert wird, tatsächlich gerade so passieren kann oder ob alles doch nur ein böser Albtraum ist. Viel Zeit bleibt aber nicht zum Nachdenken, schonungslos treibt Murakami seinen Roman Seite für Seite in immer schnellerem Schritt voran, der Leser wird in eine immer fantastischere, absurdere letztlich aber auch immer brutalere Geschichte hineingezogen, die bis zur letzten Seite spannend bleibt. Übrigens: Eine Misosuppe schmeckt einfach phantastisch.

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  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Autumn

    17. February 2010 um 07:01

    Tokyo, Japan, Rotlicht, Psychopath, Mord

  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2009 um 16:01

    Das Buch lässt uns eine Blick in zwei Welten werfen. Japan, und sein wahnsinnige Alltag und Amerika durch die sich eines Japaners. Bereits in der zweiten Nacht wird eine besonders brutale Szene beschrieben, die gerade dadurch so schockierend ist, weil sie so kaltblütig und distanziert beschrieben wird. Es handelt sich hierbei um ein Buch, welches langsam gelesen werden sollte, da man sonst die vielen kleinen Bilder und Anspielungen schnell überliest orde rnicht auf sich wirken lassen kann.

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  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Eltragalibros

    05. October 2008 um 10:41

    Mit diesem Buch beweist Ryu Murakami, dass Japan und sein Volk in manchen Punkten sehr krankhaft sind. Das Buch ist an manchen Stellen sehr eklig; es handelt eben von einem psychopathischen Mörder, was is da schon zu erwarten...

  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Wolkenatlas

    02. September 2008 um 09:58

    Psychogramm eines psychopathischen Mörders Kenji ist Fremdenführer, kein typischer Fremdenführer, sondern einer, der sich auf die Rotlichtviertel in Tokyo spezialisiert hat. In den letzten Dezembertagen meldet sich der Amerikaner Frank bei ihm, der ihn für drei Abende engagieren möchte. Schnell merkt Kenji, dass mit Frank irgendetwas nicht stimmt, kann es aber natürlich nicht erklären. Zusätzlich passieren einige brutale Morde, bei denen Kenji glaubt, eine Verbindung zu Frank zu sehen. Am zweiten Abend passiert dann das Unausweichliche, das mit einer äusserst brutalen Szene in einem Lokal beginnt, eine Situation, die Kenji in die Gewalt von Frank bringt. Diese Szene ist besonders schockierend, auch weil sie so kaltblütig und distanziert geschildert wird. "In der Misosuppe" ist ein dunkles, schwarzes, nihilistisches Psychogramm eines absolut psychopathischen Mörders, einer in gewisser Hinsicht gespaltenen Persönlichkeit. Spannend und gut geschrieben, ist "In der Misosuppe" überzeugend und stimmt nachdenklich. Appetit auf mehr Ryu Murakami hat "In der Misosuppe" bei mir sicherlich geweckt...

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  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    KleinNase20

    13. August 2008 um 14:06

    Das ist doch KRANK!!!!

  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Schnitzelmann

    25. June 2008 um 14:43

    Prinzipiell ist dieses Buch nichts weiter als ein wenig Kriminalgeschichte mit Versatzstücken aus dem Film Noir und wirklich viel Splatter. Die leicht gezwungenen Bilder hätte Murakami sich zwar ebenso sparen können wie die manchmal allzu offensichtliche Gesellschaftskritik, doch trotz allem ist dieses Buch sehr straff komponiert und schafft so einen albtraumhaften, verstörenden Sog, der auf keiner Seite loslässt.

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  • Rezension zu "In der Misosuppe" von Ryu Murakami

    In der Misosuppe

    Blinkmotte

    09. August 2007 um 19:15

    Wo bleibt die Suppe? Misosuppe: traditionell japanische Frühstückssuppe auf der Basis von Sojabohnenpaste (Miso) oder Fischsud (Dashi). Schreibt Ryu Murakami neuerdings Kochbüber? Wohl kaum. Aber was hat sein Roman über einen unheimlich seltsamen, durch das Tokyoter Rotlichtviertel streifenden Mörder, der eine Schülerprostituierte zerstückelt, einen Penner angezündet und fünf Leute in einer Bar kaltblütig abgemetzelt hat, mit Suppe zu tun? Nicht viel, nur dass der Autor, für seine häufig geäußerte Kritik an der japanischen Gesellschaft ja schon regelrecht legendär, sich anschickt hier eine Gesellschaft mit einem traditionellen Essen zu vergleichen. Das wirkt aber mehr konstruiert als unterhaltend und hinterließ bei mir den Eindruck, dass er einfach nur mal Lust hatte einen Splatter zu schreiben, dies aber nicht ohne den obligatorisch erhobenen moralischen Zeigefinger tun konnte. Wer Splatter mag, ist mit diesem Buch ganz gut beraten und nebenbei bekommt man noch eine Lektion in Sachen japanische Vulgärsprache.

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