Ryu Murakami Piercing

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Inhaltsangabe zu „Piercing“ von Ryu Murakami

In einer schlaflosen Nacht steht der junge Grafikdesigner Kawashima schweißgebadet an der Wiege seiner neugeborenen Tochter und wird von dem nahezu unkontrollierbaren Verlangen getrieben, mit dem Eispickel, den er fest umschlossen hält, ihren zarten weißen Hals entlangzustreichen. Es sind die alten Dämonen, die ihn heimsuchen. Vor Jahren hatte er ihnen schon einmal nachgegeben und seine damalige Geliebte niedergestochen. Um seine Familie vor sich zu schützen, zieht sich Kawashima in ein Hotel zurück und beschließt, eine junge Prostituierte anzuheuern und sie anstatt des Kindes zu töten. Doch die zierliche Chiaki mit ihrer makellos blassen Haut ist nur vermeintlich ein leichtes Opfer, denn auch sie hat ihre Dämonen, die sie quälen und bis zum Äußersten treiben. In seiner kühlen, präzisen Sprache beschreibt Ryu Murakami, wie sich zwei Menschen in einem fatalen Pas de deux umkreisen, immer den Abgrund vor Augen, auf den sie zusteuern. 'Piercing' ist ein eindringliches literarisches Kammerspiel: In der Schattenwelt des nächtlichen Tokyo verlieren sich Murakamis Figuren zwischen ihren Sehnsüchten und traumatischen Erinnerungen, und die Rollen von Täter und Opfer werden neu verteilt.

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  • Spannend brutal und nichts für schwache Nerven

    Piercing
    Kaoru-chan

    Kaoru-chan

    29. July 2014 um 08:15

    Auf dem Cover ist ein junger Mann zu sehen, der meiner Meinung nach die männliche Hauptperson in diesem Buch darstellen könnte. Es ist meiner Meinung nach ziemlich speziell, aber das ist mehr als passend zur Story. Kawashima steht mitten in der Nacht mit der Taschenlampe am Bettchen seiner kleiner Tochter, um einfach zu schauen, ob dort alles okay ist. Jede Nacht tut er dieses einfach aus der Angst, dass er seinen kleinen Tochter irgendwann etwas antun könnte. Denn nur einem Menschen konnte er bisher vertrauen und die Angst verlieren, sie mit einem Eispickel zu erstechen. Seine Frau Yoko. Kawashima sieht nur eine Möglichkeit, das Baby zu schützen. Er plant einen Mord. Nicht nur irgendeinen Mord. Ein Mord an einer jungen Frau, mit fast weißer Haut, in der er den Eispickel stossen kann. Alles wird genau von ihm durchgeplant, bis ins kleinste Detail. Er notiert sich alles, bereitet alles vor. Man mag meinen, dass dieser Mord gerade zu perfekt geplant ist, doch er hat nicht mit Sanada gerechnet. Zwei dunkle Seelen, mit einer dunklen Vergangenheit treffen aufeinander. Jeder der beiden Protagonisten hat etwas eigenes miterlebt in der Kindheit, das mit Gewalt und Sex zu tun hat. Beide haben ihre eigene Art mit dieser Sache umzugehen. und so stehen dort zwei gegenüber, die sich irgendwie gegen das Erlebte durchsetzen wollen. Ryu Murakami hat es auch wie schon "In der Misosuppe" geschafft, mich in die Story reinzuziehen, sie schnell lesen zu lassen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht, was als nächstes passiert. Natürlich hat er auch in "piercing" wieder nicht schonend geschrieben. Nur zu bildlich konnte man sich alles vorstellen. Jede kleinste Verletzung alles drum und dran. Fakt ist, diese Story, ist einfach super umgesetzt. Kurz, aber doch genau ausreichend, um darüber nach zu denken und irgendwo auch ein wenig zu schocken. wer also nichts für Blut, brutalität und dergleichen übrig hat, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer aber keine Probleme damit hat und Psychothriller mag, der sollte sich dieses Buch auf jeden Fall einmal greifen.

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  • Spannend brutal und nichts für schwache Nerven

    Piercing
    Kaoru-chan

    Kaoru-chan

    29. July 2014 um 08:15

    Auf dem Cover ist ein junger Mann zu sehen, der meiner Meinung nach die männliche Hauptperson in diesem Buch darstellen könnte. Es ist meiner Meinung nach ziemlich speziell, aber das ist mehr als passend zur Story. Kawashima steht mitten in der Nacht mit der Taschenlampe am Bettchen seiner kleiner Tochter, um einfach zu schauen, ob dort alles okay ist. Jede Nacht tut er dieses einfach aus der Angst, dass er seinen kleinen Tochter irgendwann etwas antun könnte. Denn nur einem Menschen konnte er bisher vertrauen und die Angst verlieren, sie mit einem Eispickel zu erstechen. Seine Frau Yoko. Kawashima sieht nur eine Möglichkeit, das Baby zu schützen. Er plant einen Mord. Nicht nur irgendeinen Mord. Ein Mord an einer jungen Frau, mit fast weißer Haut, in der er den Eispickel stossen kann. Alles wird genau von ihm durchgeplant, bis ins kleinste Detail. Er notiert sich alles, bereitet alles vor. Man mag meinen, dass dieser Mord gerade zu perfekt geplant ist, doch er hat nicht mit Sanada gerechnet. Zwei dunkle Seelen, mit einer dunklen Vergangenheit treffen aufeinander. Jeder der beiden Protagonisten hat etwas eigenes miterlebt in der Kindheit, das mit Gewalt und Sex zu tun hat. Beide haben ihre eigene Art mit dieser Sache umzugehen. und so stehen dort zwei gegenüber, die sich irgendwie gegen das Erlebte durchsetzen wollen. Ryu Murakami hat es auch wie schon "In der Misosuppe" geschafft, mich in die Story reinzuziehen, sie schnell lesen zu lassen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht, was als nächstes passiert. Natürlich hat er auch in "piercing" wieder nicht schonend geschrieben. Nur zu bildlich konnte man sich alles vorstellen. Jede kleinste Verletzung alles drum und dran. Fakt ist, diese Story, ist einfach super umgesetzt. Kurz, aber doch genau ausreichend, um darüber nach zu denken und irgendwo auch ein wenig zu schocken. wer also nichts für Blut, brutalität und dergleichen übrig hat, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer aber keine Probleme damit hat und Psychothriller mag, der sollte sich dieses Buch auf jeden Fall einmal greifen.

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  • Rezension zu "Piercing" von Ryu Murakami

    Piercing
    Tony

    Tony

    05. June 2011 um 12:50

    Masayuki Kawashima steht am Bett seiner neugeborenen Tochter und schaut auf sie herab während sie schläft. Auch seine Frau schläft fest. Dann streicht er wieder sanft über die Wangen des Kindes. Wieder und wieder. Mit einem Eispickel. Wird er seinem eigenem Kind etwas antun? Oder hat er diese Vergangenheit endlich hinter sich gelassen? Wohl nicht. Der Gedanke an Kind und Eispickel hat sich in ihn gefressen, festgesetzt. Was kann er tun? Wieder zustechen. Jedoch nicht auf das Kind. Geeignet scheint eine namenlose Prostituierte, der er den Eispickel in den Bauch stechen kann. Hoffentlich kann er dann seine Vergangenheit hinter sich lassen und sein Leben normal weiterführen. Aber der bestellten Chiaki scheint es nicht anders als ihm zu gehen. Auch sie ist eine Getriebene, Vertriebene und Verfolgte. Und Kawashima ihr Retter? Blutüberströmt liegt Chiaki im Bad des Hotelzimmers. Ihr Oberschenkel zerfetzt und von wer weiß wie vielen Stichen. Doch nicht von dem Eispickel. Nicht von Kawashima. Ein absolut verstörendes Buch, das einen so schnell nicht wieder los lässt. Ekel, Mitleid, Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit wechseln sich beim Lesen ab - auch Verständnis? Wie getrieben ist jeder Mensch? Rasant, spannend, ekelerregend, verstörend.

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