Ryunosuke Koike Die Kunst des Nichtdenkens

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst des Nichtdenkens“ von Ryunosuke Koike

Der junge buddhistische Mönch Koike lehrt das Wesen des Buddhismus als Weg, den Geist zu trainieren und negative Gefühle wie Begierde, Zweifel und Wut zu überwinden – wobei er ganz eigene, von den traditionellen abweichende Übungsmethoden entwickelt hat. Mit den im Buch angebotenen Strategien lernen wir, die eigenen Gedanken zu steuern, unnötige und störende Denkspiralen auszuschalten und unsere fünf Sinne zu schärfen. So nehmen wir uns selbst und unsere Umwelt besser wahr und können uns leichter auf das Wesentliche konzentrieren. Ein inspirierendes und leicht zugängliches Buch, das praktische und schnell umsetzbare Übungen bietet.

Ein wirklich schönes Buch, das einen zum Nachdenken bringt und gelassener werden lassen kann.

— Cocolinchen

Wir denken zu viel. Viel zu viel, sodass wir vor lauter Gedanken gar nicht mehr wissen, was gut und was schlecht für uns ist.

— janett_marposnel

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  • Durch Nachdenken zum Nichtdenken

    Die Kunst des Nichtdenkens

    Cocolinchen

    31. August 2015 um 08:52

    Einfach mal an nichts denken? An wirklich gar nichts? Scheint doch fast unmöglich, oder? Und selbst, wenn man es nicht schafft, an gar nichts zu denken, man kann seine Gedanken zumindest positiv beeinflussen und zwar mit diesem Buch.  Worum geht's?Die Kunst des Nichtdenkens  soll uns helfen, aus alten Mustern auszubrechen. Warum kreisen die Gedanken und lassen uns manchmal wahnsinnig werden? Warum denkt man über scheinbar unwichtige Kleinigkeiten ständig nach und hinterfragt Dinge, die andere vielleicht gar nicht wahrnehmen? Wieso fühle ich mich schlecht?Auf solche Fragen soll dieses Buch Antworten geben und uns helfen, einen anderen Weg zu finden. Man kann lernen, negative Gefühle und Gedanken zu überwinden. Außerdem sollen unsere Sinne so geschärft werden, dass wir unsere Umwelt wieder richtig wahrnehmen können. Wie das funktionieren kann, zeigt der junge buddhistische Mönch Ryunosuke Koike. Meine Meinung:Auch wenn der Titel des Buches Die Kunst des Nichtdenkens lautet, regt es erstmal zum Nachdenken an. Man wird mit seinen eigenen Gewohnheiten und Macken konfrontiert und hinterfragt sich und das eigene Verhalten. Warum mache ich mir in bestimmten Situationen so viele Gedanken? Warum lässt mich eine Sache einfach nicht los? Ich glaube, das kennt jeder. Und manchmal können einen die eigenen Gedanken fast schon in den Wahnsinn treiben. Daher spricht der Autor auch von der Krankheit namens Denken. Klingt zwar erst komisch, setzt man sich aber mit der Thematik auseinander, merkt man, wie viel Wahrheit dahinter steckt.Man beobachtet sich selbst und merkt, wann man sich vom Denken beherrschen lässt. Mit kurzen Beispielen und kleinen Übungen versucht Ryunosuke Koike einem zu helfen, ein anderes Bewusstsein zu bekommen. Aktiv sprechen, sehen, hören oder essen. Sich einfach mal nur auf einen Sinn konzentrieren. Das ist anfangs gar nicht so leicht, doch allein der Versuch hat schon seine beruhigende Wirkung und kann wirklich glücklicher machen. Mir gefällt Die Kunst des Nichtdenkens sehr. Ein Buch, das einen mal dazu bringt, einen Gang runter zu schalten und ganz alltägliche Dinge wieder bewusster zu spüren. Auch wenn es nicht einfach ist, man kann lernen, sich zu ändern und bestimmten Situationen besser zu begegnen. Perfekt für jeden, der sich etwas mehr Gelassenheit wünscht. 

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  • "Der Grund für unser Scheitern liegt in unserem unnötigen Denken"

    Die Kunst des Nichtdenkens

    R_Manthey

    02. August 2015 um 15:48

    In unserem Kulturkreis spielt das Denken eine hervorgehobene Rolle. Nicht nur bei Descartes' merkwürdig unlogischem, aber viel diskutiertem "Cogito ergo sum" verbindet sich Denken mit dem Sein. Dabei geht es allerdings um das bewusste Denken. Bei Ryunosuke Koike dreht sich alles um das unbewusste und meistens ungewollte und störende Denken. Wenn wir uns einmal die Mühe machen und unseren Gedankenfluss bewusst beobachten, dann müssen wir wohl feststellen, dass uns das Gehirn ständig mit seiner Denksucht belästigt. Sowie wir etwas die Konzentration auf das verlieren, was wir gerade tun (und das ist die Regel), fängt das Gehirn an, mit uns in seiner fiktiven Welt herumzutollen. Zunächst kommt irgendein erster Gedanke, der sogleich ein weiteres Stichwort enthält. Daraufhin sucht der unruhige Geist in seinen Datenbanken und fängt nun an, darüber neue Gedanken zu produzieren. Auf diese Weise reisen wir innerhalb von Sekunden durch unser eigenes Universum, ohne dass dies irgendeinen praktischen Nutzen hervorbringt. Unser Gehirn macht mit uns, was es will. Wir haben darauf in der Regel keinen großen Einfluss und können diesen unnützen Gedankenfluss auch nicht einfach stoppen. Denn wenn wir uns das vornehmen, geht der Zirkus erst richtig los. Vielleicht ist es ein wenig tröstlich, dass dieses leidige Problem, das viele Menschen gar nicht mehr wahrnehmen, weil ihr Gehirn sie bereits völlig im Griff hat, eigentlich nichts mit unser hektischen Zeit zu tun hat, auch wenn sie natürlich den Gedankenfluss durch eine Dauerüberreizung schneller und häufiger in Gang setzt, als das vielleicht in der Vergangenheit der Fall war. Für Buddha, der vor mehr als 2500 Jahren lebte, war dies bereits ein zentrales Problem des Daseins. In den Überlieferungen seiner Anweisungen findet man Methoden, wie man wieder die Bestimmungsmacht im eigenen Körper zurückgewinnt und dabei einen völlig neuen Kontakt zur Außenwelt herstellen kann. Denn ob wir es uns nun eingestehen wollen oder nicht - die ständige Beschäftigung des Geistes mit sich selbst beschneidet unsere Wahrnehmungsfähigkeiten. Leider merken wir das irgendwann nicht mehr. In Koikes Buch werden Buddhas Methoden für unsere Zeit übersetzt und verständlich gemacht. Um es gerade heraus zu formulieren: Dieses Buch ist eine der besten und praktischsten Erklärungen des Buddhismus, der von den meisten seiner Anhänger als Religion gänzlich missverstanden wird. Beim Buddhismus in seiner ursprünglichen Form handelt es sich um universelle Methoden, die helfen, ein glückliches und zufriedenes Leben in Gelassenheit zu führen. Überflüssiges Denken hingegen stört nicht nur die Außenwahrnehmung, sondern verdunkelt auch den Geist. Jeder, der schon einmal in einer brenzligen Situation gesteckt hat, weiß, dass gerade dann alle möglichen Gedanken auftauchen und im Geiste alle nur denkbaren schrecklichen Szenarien durchgespielt werden, die lediglich Angst machen, gezieltes und energisches Handeln blockieren und am Ende eher selten eintreffen. Und wenn doch, dann hat sie der Verstand oft förmlich herbeigerufen, weil er uns am zielgerichteten Handeln hinderte. Im ersten Teil erklärt der Autor, wie uns die Denksucht des Verstandes immer unwissender macht, weil sie die Konzentration und Wahrnehmung untergräbt. Er erklärt die drei Grundleiden des Menschen: Wut, Gier und Verblendung. Durch richtiges Denken kann der Geist an Klarheit gewinnen, und seinem Vergehen wird vorgebeugt. Erfüllung erlangt man nicht durch Denken, sondern durch aktive Sinne. Und genau darum geht es bei den im zweiten Teil erläuterten buddhistischen Methoden. Körper und Geist werden durch zahlreiche Übungen gegen Gereiztheit und Angst zentriert und erlangen eine neue Steuerung. Buddhistische Methoden besitzen immer ein einfaches Grundprinzip: Man beobachtet sich selbst und vermeidet dabei jede Wertung. Tut man es dennoch, setzt sich sofort der nächste Gedankenkreisel in Bewegung. Aber auch das kann man beobachten und einfach dadurch beenden, dass man ohne jede Wertung dieses Abschweifens aufs Neue beginnt, die Wirklichkeit mit allen Sinnen zu beobachten. In diesem Teil findet man acht Abschnitte, die folgenden Themen gewidmet sind: Sprechen, Hören, Sehen, Schreiben und Lesen, Essen, Wegwerfen, Berühren und Erziehen. In diesen Abschnitten erklärt Koike immer wieder sehr konkret und beispielhaft das einfache Prinzip, das sich durch das ganze Buch und natürlich durch die buddhistische Herangehensweise zieht: nicht wertendes Beobachten und intensive Wahrnehmung durch alle Sinne. Leser, die nicht mit einer solchen Herangehensweise vertraut sind, werden vielleicht feststellen, dass sie einige der von Koike empfohlenen Übungen auch in abgeänderter Form in modernen Ratgebern gefunden haben. Buddhismus hat überhaupt nichts mit Esoterik zu tun, sondern ist eine uralte Lehre von erstaunlicher Modernität, die sie allein daraus zieht, dass sie wahr ist und dass sich die Menschen auch über viele Jahrhunderte nicht ändern konnten, sondern sich immer wieder mit denselben Problemen herumschlagen. Damit man einen kleinen Eindruck vom praktischen Nutzen dieses Buch gewinnen kann, möchte ich nur ganz kurz auf die ersten beiden Abschnitte eingehen: Das Sprechen beginnt mit der Beobachtung der eigenen Stimme, heißt es gleich zu Beginn. Unser Dünkel (die Gier nach Anerkennung und Bestätigung) führt oft zu einer völlig überflüssigen Widerrede in der Kommunikation. Unsere Ausreden gegenüber anderen vergrößern deren Leiden, üble Nachrede wird immer auf uns selbst zurückfallen, ebenso wie unser Drang, anderen Menschen überflüssiges Gerede aufzudrängen. Wenn wir anderen ruhig, entspannt und konzentriert zuhören, werden wir seine inneren Qualen wahrnehmen können. Seine Körpersprache wird uns noch mehr verraten. Doch wir beobachten dies alles nicht, weil wir neugierig darauf sind, sondern weil uns diese Wahrnehmungen zufließen und wir erst durch sie die Wirklichkeit verstehen und Mitgefühl für andere Menschen gewinnen können. Im Kapitel "Schreiben und Lesen" geht es übrigens vornehmlich um die Kommunikation im Internet. Koikes Buch ist ein großartiger und sehr hilfreicher Text mit vielen Übungen, die viel bewirken können, wenn man sich denn darauf einlässt.

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  • Buddhismus für Dummies

    Die Kunst des Nichtdenkens

    janett_marposnel

    Die Volkskrankheit namens Denken macht uns unwissend und senil und nicht nur das, wir vergeuden auch noch viel zu viel Zeit mit ihr. Daher fragen wir uns am Ende eines Ereignisses oft, wo die Zeit geblieben ist. Sie ist in unserem Denken oder „Rauschen“, wie Koike es nennt, untergegangen, denn unser fortwährendes Denken überlagert oder überrauscht alle unsere Sinne. Man könnte auch sagen, wir denken kreisförmig, wie in einem Karussell, das wir nicht anhalten können. Ein Reiz trifft auf den anderen und setzt die nächste Karussellrunde bzw. Denkkette in Gang und der Karussellbetreiber, sprich die Gesellschaft, freut sich über das gute Geschäft mit der Denksucht der Menschen, die laut dem Autor des Buches durch die drei Geistesgifte Wut, Gier und Verblendung angestachelt wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten aus dem Karussell des Leidens auszusteigen und das „Rauschen“, sprich den Fahrtwind des Karussells, zu stoppen, sodass sich unsere Gedanken nicht mehr in einem Kreis befinden, sondern auf einer geraden Strecke, wo sie ruhig in Reih und Glied stehen und einer nach dem anderen geordnet zu uns kommen kann, wenn wir es erlauben. Der junge Mönch und Autor Ryunosuke Koike zeigt in seinem Buch den buddhistischen Weg, um von der Krankheit Denken zu genesen. Als erstes sollten wir damit beginnen, unsere fünf Sinne wieder zu aktivieren, also uns in Achtsamkeit üben, denn diese Maßnahme holt uns ins die Gegenwart zurück und wir denken weder an die Vergangenheit noch an die Zukunft und aktivieren somit den sechsten, buddhistischen Sinn, den Sinn der Geisteskraft. Aber wir sollten nicht nur auf uns achten, sondern auch auf den Umgang mit anderen Menschen, denn wenn wir Gutes für unsere Mitmenschen tun, tun wir auch Gutes für uns. Und an dieser Stelle bin ich ins Stolpern geraten, denn in dem Kapitel, in welchem es um das Anhäufen von Besitz und des Loslassens des Besitzes geht, erzählt der Autor, dass er sein Fahrrad stets im Garten abstellt und es dort hin und wieder gestohlen wird. Da ihn der Verlust nicht berührt, denkt er gar nicht daran, es künftig abzuschließen. Wenn ich allerdings die buddhistische Lehre für mich richtig verstanden habe, geht es darum, nicht nur die eigenen Leiden, sondern auch die Leiden unserer Mitmenschen zu verringern. Ein unabgeschlossenes Fahrrad ist jedoch eine Verlockung für den Dieb, wenn nicht sogar eine Aufforderung, und ruft ein Ansteigen seines Leidens, dem Leiden der Gier, hervor, was nach meinem Verständnis wiederum nicht im buddhistischen Sinne ist. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden und schwächt den Inhalt des Buches in keiner Weise ab. Manchmal bedient sich Ryunosuke Koike einer etwas frappanten Ausdrucksweise. Vielleicht um die alten Lehren zeitgemäßer an den Leser zu bringen. Für diese Theorie spricht auch das Kapitel, welches sich mit dem Umgang von E-Mails und dem Verhalten in sozialen Netzwerken beschäftigt. Alles in allem hat der Autor eine moderne Anleitung zum Glücklichsein nach alten Lehren unter zeitgenössischen Bedingungen verfasst. Dieses Buch ist ein kleiner Schatz. Ich finde, auch optisch wirkt es wertvoll durch seine fast quadratische Form mit den rot eingeschlagenen Innendeckeln, den japanischen Schriftzeichen auf jeder Seite und dem goldenen Lesebändchen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Lehren des Buddhismus interessiert oder wieder zurück zu sich selbst finden möchte.

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