Sándor Márai Der Wind kommt von Westen

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Inhaltsangabe zu „Der Wind kommt von Westen“ von Sándor Márai

Von Kalifornien über Mexiko, Texas und Florida zurück nach New York führte die Reise des ungarischen Schriftstellers Sandor Marai. In seinen Reisebildern verbinden sich scharfsinnige Äußerungen über die sozialen und politischen Mißstände mit großer Offenheit gegenüber fremden Menschen und Orten. Marai beobachtete das bunte Treiben auf den Straßen von San Francisco und bewunderte sowohl die Wolkenkratzer von Houston als auch die vielfältige Natur des amerikanischen Kontinents. Ein großartiges Zeugnis der Begegnung eines europäischen Exilschriftstellers mit seiner neuen Heimat.

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  • Rezension zu "Der Wind kommt vom Westen" von Sándor Márai

    Der Wind kommt von Westen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2012 um 17:56

    Ein Reisebericht über die USA und Mexiko, der wie von heute daherkommt, obwohl Márai seine Eindrücke, die in dem Buch verarbeitet sind, schon 1959 gesammelt hat. Márai beschreibt die Neue Welt nicht nur. Er sieht sie mit den Augen eines hochgebildeten, fein- und scharfsinnigen ungarischen Autors. Als Grenzgänger zwischen Ost und West - auch im politischen Sinne - besitzt er Gespür für Unterschiede menschlichen Seins nicht nur in den Hautfarben, sondern in durch die Sonne geprägter und weniger großzügiger Lebensweise und in kultureller und zivilisatorischer Entwicklung. Er empfindet in Mexiko den „lüsternen Tod“, dem er sich an seinem Lebensende selbst ergibt, und in den USA einen Frühling, der dort offensichtlich bis heute nicht enden will. Für ihn ist Bildung nicht bloßes Wissen. Ihm bedeutet es Nachdenken über das, was man als homo doctus in sich trägt. Er sieht auch voraus. Was er im Abschnitt über Houston zu den dortigen amerikanischen Verhältnissen zu sagen weiß, insbesondere über das Leben in 15.000-Dollar-Häusern, macht ob seiner Aktualität betroffen. Auch wenn man seinen analytischen Erkenntnissen heute nicht mehr überall folgen will und kann, und auch wenn die Rassenproblematik heute (wo die USA einen "farbigen" Präsidenten haben) weitgehend einer Arm-Reich-Problematik gewichen ist, geben sie Zeugnis eines unabhängigen Geistes. Wem, wie dem Rezensenten, die von Márai behandelten Reiserouten fremd sind, der erlebt die beschriebenen Orte daher in einer Intensität, wie sie wohl kein moderner Buch-Reiseführer zu vermitteln vermag. - Noch ein paar Worte zu Márais Schreibstil. Er schreibt oft Sätze ohne (selbstverständliche) Satzaussagen und verwendet gerne ungewöhnliche Bilder. Nebel wie Erbspüree, um die Insel (Alcatraz!) kreisende Haie als Gefängniswärter, Wale, die Springbrunnen spielen, Off-shore-Öltürme als maschinelle Stechmücken (heute würde Márai vermutlich von einer Mückenplage sprechen) prägen sich ein. Márai selbst, wenn man ihn nicht schon einmal gelesen hat, kann deshalb zu einem Erlebnis werden.

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