Sándor Márai Die Glut

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Inhaltsangabe zu „Die Glut“ von Sándor Márai

Darauf hat Henrik über 40 Jahre gewartet: Sein Jugendfreund Konrád kündigt sich an. Nun kann die Frage beantwortet werden, die Henrik seit Jahrzehnten auf dem Herzen brennt: Welche Rolle spielte damals Krisztina, Henriks schöne junge Frau? Warum verschwand Konrád nach jenem denkwürdigen Jagdausflug Hals über Kopf? Eine einzige Nacht haben die beiden Männer, um den Fragen nach Leidenschaft und Treue, Wahrheit und Lüge auf den Grund zu gehen.

Eine tragische Geschichte um die Kernfragen des menschlichen Lebens. Stilistisch nicht mehr ganz zeitgemäß.

— Makollatur

Ein Buch über die Liebe, die Freundschaft und den Unterschied vom einen, zum anderen. Eine Geschichte, die tief geht und bleibt.

— DanielleOchsner

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  • Die Glut

    Die Glut

    PaulTemple

    08. February 2017 um 18:36

    Über 40 Jahre hat der ehemalige General darauf gewartet: Nachdem sein Jugendfreund ihn mit seiner eigenen Frau betrogen hatte und kurz davor war, den General als Nebenbuhler auf der Jagd zu erschießen, entschloss sich der Liebhaber zur Flucht. Mittlerweile alt und resigniert treffen sich beide ehemaligen Freunde zum Gespräch. Doch je länger die Untehaltung dauert, desto offensichtlicher wird, dass der Bruch der Freundschaft beide Lebensläufe nachhaltig verändert hat. Der General ist fast an seinen Rachegefühlen zerbrochen, Zweifel und Selbstzweifel zerstörten seine Lebensfreude. Sein Jugendfreund floh in tropische Länder, ständig mit sich hadernd und seiner zerflossenen Affäre nachtrauern. Durch was sie sich auch abzulenken versuchten: Die Glut über das verhängnisvolle Ereignis lässt sich nicht vollkommen löschen. Psychologisch raffiniert aufgebaut, legt der Autor die Resigniertheit und Niedergeschlagenheit beider Protagonisten brillant dar, denen ein gehaltvolles Leben nach der Affäre unmöglich war.

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  • Eine philosophische Abhandlung, aber auch ein stilistischer Anachronismus

    Die Glut

    Makollatur

    25. January 2016 um 12:41

    Das Herz des alten Generals Henrik gerät in Aufruhr, als er eines Tages einen Brief in den Händen hält, der ihm die Ankunft eines Menschen ankündigt, den er seit mehr als vierzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Konrád, sein Freund aus Kinder- und Jugendtagen ist zu Besuch in der österreichischen Provinz, die ebenso wie der General seit fünfundsiebzig Jahren keine Veränderung erfahren hat. Von Beginn an begleitet die Begegnung eine Atmosphäre des Geheimnisses und der latenten Spannung. Und während der General in Form eines (langen) Monologes mit seinem Gast spricht, wird die Brisanz des Treffens klar. Es geht um eine Schuld, die Konrád vor vielen Jahren auf sich geladen hat; eine Schuld, die nicht nur die Freundschaft der beiden Männer beendet, sondern auch die Ehe des Generals zum Scheitern gebracht hat. In Form einer Chronologie wird dem Leser der Charakter der Beziehung offenbart: der reiche Henrik, Sohn eines Gardeoffiziers, Vertreter der höheren Gesellschaftsschicht und ein fester Teil ihrer selbst, trifft in der Kadettenschule auf den sensiblen, stillen Konrád. Dieser ist ein entfernter Verwandter Chopins, liebt die Musik und empfindet den Militärdienst als erstickenden Zwang, der ihn an der wahren Ausübung seiner Passionen hindert. Diese Verschiedenheit steht ihr Leben lang zwischen den Männern, und ist doch auch der Kitt, welcher das ungleiche Paar zusammenhält. Was sich als Kind oder Heranwachsender noch ertragen lässt, wird im Mannesalter schließlich zur unerträglichen Zerreißprobe. Zu den sozialen Unterschieden tritt die Leidenschaft beider für dieselbe Frau auf den Plan. Schließlich kommt es zum Bruch: Konrád reist überstürzt aus Österreich ab und sucht sein Heil in den Tropen. Henrik lebt eine Lüge und verliert mit Konrád und Krisztina, seiner Frau, alles in seinem Leben Sinnvolle.Doch ist Die Glut weit davon entfernt, eine reine Geschichte um Leidenschaft und Betrug zu sein. Vielmehr spricht Henrik selbst diesen Begriffen jegliche Bedeutung ab. Der wahre Kern der Erzählung liegt in der Problematik um Treue, Freundschaft, und, wie so häufig, den Sinn des Lebens. Es geht um verschiedene Lebensentwürfe und ihre schicksalhafte Zusammenführung in einer Gesellschaft, die fernab von jeglicher Liberalität alten Denkmustern verhaftet bleibt und das Anderssein als Fehler betrachtet. Und obwohl der General die Schwierigkeit der Konstellation genau erkennt, kann er dennoch nicht aus seinen geordneten, vorgefertigten Bahnen rücken. Am Ende stellt er Konrád zwei Fragen, die für ihn die Essenz des Wartens auf seinen Freund darstellen. Es scheint, als wäre das lange Leben der beiden Protagonisten nur darauf ausgerichtet, in einem letzten Moment der Klarheit die Dinge zu ordnen, die vor langer Zeit in Unordnung geraten sind.Márais Geschichte beinhaltet alle inhaltlichen Zutaten, die eine gute Erzählung braucht: eine tragische Dreiecksbeziehung, eine tiefe Freundschaft und existenzielle Fragen nach den Grundbausteinen des menschlichen Zusammenlebens. Formal allerdings lassen sich Defizite ausmachen: in erster Linie mutet der hölzerne, mitunter anachronistische Stil der Sprache seltsam und unpassend an. Die beiden Männer pflegen den Stil ihrer frühen Tage, d.h., sie sind der Etikette und der Gepflogenheiten der k.u.k. Monarchie verhaftet. Die Geschichte spielt im Jahr 1940, doch es scheint, als habe sich die Zeit nicht bewegt und als sei der Ort nach der Flucht Konráds erstarrt. Alle Besonderheiten und Errungenschaften der Moderne, wie Radio, Telefon u.a. finden keinen Eingang in die Welt des Generals. Die Figuren und der Ort wirken wie aus der Zeit gefallen, was die Lektüre mitunter etwas schwerfällig werden lässt. Hinzu kommt, dass der Erzähler jegliche Gefühlsregung des jeweils Sprechenden als Anhang an die Rede setzt, sodass keine Subtilität vorhanden ist. Dem Leser wird stets präsentiert, wie sich der General oder Konrád fühlen, welchen Ton ihre Rede hat und was sie damit ausdrücken wollen. Damit nimmt der Erzähler dem Leser die Aufgabe der Interpretation und macht ihn zum reinen Konsumenten des Textes, was auf Dauer langweilig ist.Die Geschichte kann als philosophische Abhandlung über die Kernfragen des menschlichen Zusammenlebens gelesen werden. So betrachtet, ist sie wirklich lesenswert und eine Empfehlung für alle Interessierten. Die formalen Mängel machen Die Glut aber zu einem nicht eben leicht lesbaren Text, was in jedem Fall Beachtung finden muss.

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  • Die Glut - Monolog des Generals

    Die Glut

    Ay73

    21. February 2014 um 12:28

    40 er Jahre in den Karparten. Der fast 75 Jährige General Henrik bekommt eine Benachritigung von seinem alten Freund und Weggefährten Konrad, das dieser ihn in seinem Schloss in Ungarn besuchen wird. Die zwei Freunde haben sich exakt 41 Jahre nicht mehr gesehen und gesprochen. Es ist nämlich was merkwürdiges passiert vor genau 41 Jahren und beide Freunde haben das Gefühl, wenn sie nicht die Chance nutzen sich noch einmal zu sehen und zu sprechen, sie nicht sterben können. Vor 41 Jahren glaut der General dass sein Freund Konrad versucht hat ihn bei der Jagd von hinten zu erschießen. Was er aber im Endeffekt nicht getan hat. Am nächsten Tag flieht Konrad in die Tropen. Kyristina die Frau vom General ist angeblich ein Teil dieser Verschwörung, denn als am nächsten Tag beide im Haus von Konrad sind, sagt die Ehefrau das Konrad ein Feigling ist. So sitzen sie beide am Esszimmertisch und der General möchte Gewissheit haben. Was eigentich ein Dialog sein sollte wird zu einem endlosen Monolog... wird Konrad auf die Fragen des Generals anworten? Werden die Antworten dem General gefallen? Ein sehr interessantes  Buch, da ich nicht wusste wie lange man einen Monolog halten kann. Aber mir hat es (für einen Klassiker) doch sehr gut gefallen.

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  • Ein philosophischer Roman über Freundschaft und das Leben

    Die Glut

    Wortwelten

    06. February 2014 um 11:27

    Inhalt Ein einsames Schloss mitten im Wald. Der General Henrik lebt dort allein, zusammen mit seinem Personal, seit Jahrzehnten schon. Mit seinen über siebzig Jahren ist er bereits am Ende seines Lebens angekommen. Doch etwas fehlt noch, etwas muss noch geschehen, ein Ereignis, auf das er seit einundvierzig Jahren wartet. An diesem Abend ist es soweit: Sein Jugendfreund Konrád hat sich angekündigt. Damals verschwand er, von heute auf morgen, und seine Flucht warf einige Fragen auf. Fragen, die auch mit Henriks schöner Frau Krisztina zusammenhängen. Fragen, auf die er endlich eine Antwort möchte. Meinung Der recht kurze Roman verbindet verschiedene Erzählstile miteinander. Nach einer Einführung in die Gegenwart des einsamen Waldschlosses, das etwas düster und abgeschieden wirkt, und den Handlungsbeginn, nämlich die nahende Ankunft Konráds, folgt in mitunter poetischer Metaphorik eine Erzählung über Henriks Vergangenheit und die Freundschaft zwischen Henrik und Konrád, die Unterschiede zwischen den beiden, ihr gemeinsames Erwachsenwerden. Dieser Abschnitt ist sehr bildhaft, steckt voller Andeutungen und Fragen nach der Bedeutung und Natur von Freundschaften und Verbindungen zwischen Menschen, die sehr viel tiefer gehen als die meisten anderen. Während des gemeinsamen Abendmahls und vor allem daran anschließend entspinnt sich das Gespräch zwischen den beiden alten Freunden, das immer mehr zu einem Monolog wird. Denn Henrik hat zwar Fragen an seinen Freund, doch diese hat er sich, im Laufe seines Lebens, bereits weitestgehend selbst beantwortet. So ist sein Monolog mehr theoretischer Natur, eine Reflexion über Liebe und Freundschaft, über Verrat und Wahrheit, über das Unvorhersehbare, über den Charakter der Musik und was sie in manchen Menschen bewirkt. Manchmal wirkt diese Reflexion etwas langatmig, wiederholt sich auch teilweise, bleibt aber durchgehend eine spannende, wenn natürlich auch subjektive Betrachtung der fundamentalen Bereiche menschlichen Miteinanders, auch wenn einige Aspekte, vor allem die Einschätzung von Geschlechterrollen, etwas antiquiert wirken. Fazit Ein Buch, das für einige Denkanstöße sorgt. Sehr interessant geschrieben.

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  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    Marena

    19. February 2013 um 14:51

    Eines meiner Lieblingsbücher

  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    Samtpfote

    10. December 2012 um 16:34

    Die Glut, Sándor Márai Klappentext: Darauf hat Henrik über vierzig Jahre lang gewartet: Sein Jugendfreund Konrad kündigt sich an. Nun kann die Frage beantwortet werden, die Henrik seit Jahrzehnten auf dem Herzen brent: Welche Rolle spielte damals Krisztina, Henriks junge und schöne Frau? Warum verschwand Konrad nach jenem denkwürdigen Jagdausflug Hals über Kopf? Eine einzige Nacht haben die beiden Männer, um den Fragen nach Leidenschaft und Treue, Wahrheit und Lüge auf den Grund zu gehen. Diese Geschichte bedrückt und macht nachdenklich. Anfangs irritierte mich die Zeitform Präsens sehr, ich gewöhnte mich aber immer mehr daran. Auch sonst überraschte die Geschichte immer wieder. Als Henrik seinen Jugendfreund Konrad endlich trifft, ist alles so wie damals, als sie sich das letzte Mal gesehen haben. Aber nun endlich werden alle diese Fragen gestellt und teilweise auch beantwortet, die Henrik so lange beschäftigten. Speziell daran ist, dass Henrik eigentlich eine Nacht lang spricht, einen Monolog führt. Sein Gast kommt dabei selten zu Wort und meistens nur bestätigend. Wenn man sich ein wenig mit der Geschichte des Autors beschäftigt, sieht man schnell einige Prarallelen zu den beiden Figuren im Buch. Die einsamen Stunden, welche Henrik wohl genutzt hatte, um seine Gedanken zu formulieren überschneiden sich mit der Einsamkeit des Autors und nicht selten wird der Eindruck erweckt, dass beide Figuren zu einer Person werden und plötzlich wieder total auseinander driften. Alles in allem eine sehr seltsame Erzählung, welche mich ein wenig verwirrt zurück liess. Wurde wirklich alles geklärt? Reicht das den Beteiligten schon? Und hatte Konrad eigentlich gar keine Fragen oder haben sich diese einfach erübrigt? Eine Nachruf auf die Toten und ein akzeptieren des baldigen Todes, aber vor allem eine krampfhafte Suche nach Absolution, Rache, Vergebung und Wahrheit. Treffend beschrieben von Thomas Wirtz von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Sándor Márai hat einen grandiosen, einen quälenden Gespensterroman geschrieben, einen Totengesang der Überlebenden, denen die Wahrheit zum Fegefeuer geworden ist. Die Glut hat ihnen das Leben zur Asche ausgebrannt."

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  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    HarryF

    Ein sprachgewaltiger Klassiker der Weltliteratur, mit ein paar Sätzen in einer Rezension gar nicht zu erfassen. Es klingt langweilig, wenn man liest, dass gut die Hälfte des Buches aus einem Monolog besteht, aber das ist es nicht, im Gegenteil. Es ist die Abrechnung zweiter alten Männer mit ihrem Leben, ein Eingeständnis der Fehler und eigenen Unzulänglichkeiten und gleichzeitig eine ziemlich genaue Beschreibung des K&K-Kaiserreichs. Wunderbares Buch, dass - meiner Meinung nach - jeder zumindest einmal gelesen haben sollte!

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    • 2

    awogfli

    05. November 2012 um 13:09
  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    Christa_Schyboll

    21. August 2012 um 20:42

    Mein zweiter Favorit vom Meistererzähler Màrai nach den "Wandlungen einer Ehe". Auch hier kommt er wiederum mit ganz wenigen Romanfiguren deshalb so wunderbar aus, weil er in sie all die Tragik und den Schmerz einer Freundschaft legt, die ihrem bitteren Ende ein langes Leben lang ins Auge sehen muss, ohnmächtig, auf der Flucht und sich dennoch nicht entweichen könnend. Marai ist ein Schmaus für alle, die Dramen als schriftstellerische Kunstform ebenso lieben wie als psychologische Wirklichkeit.

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  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    Ferrante

    20. August 2012 um 11:48

    Nüchtern betrachtet ist die Handlung dieses Bestsellers recht skurril. Henrik glaubt, sein bester Freund Konrad wollte ihn bei der gemeinsamen Jagd erschießen, und dass Henriks Frau Krisztina ihn mit Konrad betrog. Die Betonung liegt auf dem Glauben, denn Beweise hat Henrik keine, und sucht sie auch nicht. Nichtsdestotrotz redet er mit seiner Frau nichts mehr, bis sie alleine stirbt. Als Greis kommt ihn Konrad einmal wieder besuchen, und Henrik, der ansonsten keine Kontakte mehr pflegte und alleine lebte, presst seinem Freund in einer Nacht einen ellenlangen Text, der seine misogynen und homophoben Theorien über Freundschaft, die Liebe etc. enthält und Konrad aufklärt, wie Henriks Meinung nach alles gelaufen ist und was für ein edles Opfer Henrik nicht sei. Henrik stellt Konrad gefinkelte Fragen als Abschluss, die dieser nicht beantwortet, vielleicht ist er ja weggenickt und/oder von Henriks selbstherrlichem Geschwafel angenervt. Die beiden Freunde gehen auseinander, ohne wirklich schlauer geworden zu sein. Das dieser Roman funktioniert und nicht unfreiwililg komisch ist, liegt an der großen Erzählkunst Marais'. Tief und poetisch werden Vergleiche, Bilder und Stimmungen heraufbeschwören, die auch komplexe - um nicht zu sagen, komplexhafte - psychische Regungen präzise beschreiben. Auch baut Marais gekonnt Spannung auf. Der alte Henrik hat mich aber wirklich genervt. Ich fragte mich, steht Marais auf seiner Seite? Oder hat er selbst auch wirklich diesen Roman als eine Studie eines alten Mannes, oder vielleicht genauer gesagt, zweier Männer und einer Frau, geplant, die an ihrer absolution Kommunikationsunfähigkeit zerbrechen? Oder einer Adelsschicht, die an ihrem niedrigen EQ zugrunde geht? Vielleicht liegt darin auch der große Erfolg, der dem Roman aus den 1940ern in der Gegenwart beschieden war, denn dieses Grundproblem ist auch sicher in unserer heutigen Zeit ein Thema, das Saiten in uns zum Schwingen bringt. Und wenn man sich auch nur über die Verknöchertheit alter Menschen ärgert ;o). Ich habe mir sofort, nachdem ich das schöne Hardcover, das ich ihn der Wühlkiste gefunden hatte, zu Ende gelesen hatte, weitere Romane Marais' bestellt - eine größere Empfehlung kann es wohl nicht geben.

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  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    awogfli

    11. March 2012 um 11:38

    Ein alter Oberst plant, am Ende seines Lebens mit seinem besten Freund, den er 41 Jahre nicht gesehen hat, abzurechnen und wichtige Fragen über die Ursachen seines plötzlichen Verschwindens und der Aufkündigung der Freundschaft zu klären. Letztendlich wird die finale Konfrontation mit dem Treulosen jedoch ein Monolog, und eine Abrechnung mit sich selbst. Wunderbares Psychogramm einer Rache, die schon zu ausgekühlt ist, um sie noch weidlich geniessen zu können. In bildhafter Sprache entsteht ein sehr intimes Bild eines Betrogenen und die Konsequenzen des Betruges für alle. Vor dem Hintergrund dieses persönlichen Dramas in einer Welt der Konventionen wird auch das tägliche Leben in der österreich-ungarischen Monarchie sehr plastisch gezeichnet.

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  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    UteSeiberth

    30. September 2011 um 17:48

    Diese mit großer psychologischer Spannung erzählte Dreiecksgeschichte lässt einen kaum los beim Lesen.Nach 41 Jahren treffen sich 2 frühere enge Freunde wieder in Ungarn auf dem Herrensitz des Generals um zu klären,ob die Frau des Generals diesen mit dem Freund betrogen hat und ob er ihn auf einer Jagd töten wollte um diese schwierige Situation aufzulösen.Diese Fragen werden nicht gelöst, aber es kommen so viele existenzielle Fragen zum Zuge,die einen sehr gefangen nehmen können.Ich konnte das Buch vor dem Schluss nicht aus den Händen legen!

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  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    weltliteratur,intellektuell,philosophisch,was zum nachdenken,wunderschöne sprache.

    • 3

    adelheid

    13. March 2011 um 18:53
  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    adelheid

    13. March 2011 um 18:52

    Es ist schon einige Jahre her, seit ich diesen fantastischen Roman gelesen habe - und immer noch ist er mir in Erinnerung als einer der unbdingt bleibenden Texte. Zum Wiederlesen - irgendwann!

  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    rkuehne

    30. May 2010 um 20:35

    Freundschaft, Vertrauen, Verrat und Betrug sind Zentrum dieses Stückes, welches im Kern aus einem Monolog des Betrogenen besteht. Obwohl Henrik über 40 Jahre auf die Rückkehr seines Freundes Konrad gewartet hat, um ihm endlich all die Fragen rund um sein plötzliches Verschwinden zu stellen, die ihn seitdem nicht loslassen, stellt er kaum eine Frage. Stattdessen erschließt sich ihm im Monolog der Ablauf der Dinge und die gesamte Sachlage, der Konrad nie widerspricht. Márai zieht den Leser durch eine klare, deutliche Sprache in den Monolog, in dem er, ohne dass es eine dramatische Kurve gibt, immer die Spannung hochhält. Für meine Begriffe, ein Kunststück, aus so wenig – einer Dreiecksbeziehung und dem Monolog des Betrogenen – ein derart spannendes Stück zu machen, welches einen immer tiefer in die Abgründe zieht, die sich auftun, nur weil unsere Gefühle nicht steuerbar sind. Beeindruckend.

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  • Rezension zu "Die Glut" von Sándor Márai

    Die Glut

    tehan

    10. March 2010 um 09:32

    Die Glut von Marai eröffnet eine Welt, die zum Nachdenken einlädt. Man kann es immer wieder zur Hand nehmen, um Neues zu entdecken.

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