Sándor Márai Ein Hund mit Charakter

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Inhaltsangabe zu „Ein Hund mit Charakter“ von Sándor Márai

Es wird weiße Weihnachten geben. Seufzend beschließt der Herr, das Fichtenbäumchen mit den schon etwas zerschlissenen Sternen zu schmücken. Aber schenken wollten sie sich dieses Jahr wirklich nichts … Entgegen der Abmachung begibt sich der Herr dann doch noch mit seinen letzten 100 Pengö in die Stadt, geradewegs zum Zoo. Und am Hundezwinger springt ihm ein hinreißendes schwarzes Stück Fell auf vier Beinen entgegen, das fortan sein Leben und das der Dame von Grund auf verändern wird. Der charmante, hintersinnige Hunderoman des großen ungarischen Erzählers Sándor Márai.

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  • Rezension zu "Ein Hund mit Charakter" von Sándor Márai

    Ein Hund mit Charakter

    booktypo

    15. November 2008 um 12:05

    Bereits Thomas Mann nutzte das Verhältnis zu seinem Vierbeiner für die berühmte Erzählung "Herr und Hund", die uns heute als wichtiges Element seines Frühwerkes gilt. Aber auch andere Schriftsteller haben bellende Freunde und so nutzte der ungarische Autor Sándor Márai (dieser Tage insbesondere durch seinen Roman "Die Glut" wieder entdeckt) 1928 die Gelegenheit für eine entsprechende Erzählung. Hier gilt des Hund ebenfalls als Verhikel für ein aufschlussreiches Portrait der Zeit, in diesem Fall der zwanziger Jahre in Budapest. Weihnachten - unser Erzähler ist wieder einmal unentschlossen: Was der verehrte Frau und Dame des Hauses als Gabe an Heiligabend überreichen? Nach einer ratlosen Begutachtung der Geschenk-Auslagen in der Innenstadt wird der spontane Entschluss gefasst, im Zoo einen Welpen zu erstehen und damit den heimischen Haushalt zu überraschen. Fortan prägt der - vermeintlich reinrassige - Junghund das Alltagsleben von Frauchen und Herrchen, Haushälterin und nahem Lebensumfeld. In den detailreichen Beschreibungen Márais ersteht dabei eine vergangenen Epoche mit ihren Menschen, Begebenheiten und Gegenständen wieder auf. Wer wüsste heute schon noch, was ein "Darren" oder "Scharpie" ist oder eigentlich ein Spengler macht? Die Erzählung endet im Gegensatz zu ihrem positiven und von Humor geprägten Beginn und Mittelteil unerwartet traurig und bedrückt: Der Hund namens Tschutora entwickelt - so die Darstellung - einen "schlechten Charakter", beisst nacheinander alle Mitglieder des Schriftsteller-Haushaltes und wird nach einem dramatischen Ende abgeschafft - was genau mit ihm passiert, bleibt im Dunkeln. Der Rezensent, selbst seit zwei Jahren mit Partner und einem wundervollen Labrador-Husky-Mix in glücklicher Gemeinschaft lebend, bleibt verzagt zurück. Vielleicht hätte der Autor doch das eine oder andere Hunde-Fachbuch - wie Márai selbst anmerkt - lesen sollen und so das Drama vermeiden können? Einen Hund schlagen, so wie am Ende des Buches beschrieben? Nein, das könnten und würden wir nicht, und erzürnt haben wir den Band geschlossen. Fair wollen wir trotzdem bleiben: Auch im Freundeskreis gab es schon Hunde, die sich trotz großer Liebe und Aufmerksamkeit nicht einpassen konnten in den Alltag ihrer Familie - so einfach sind die Dinge also doch nicht. Eine Empfehlung zur Lektüre kann für zeitgeschichtlich Interessierte gern gegeben werden, Hundefreunde sollte aber lieber bei Thomas Mann bleiben...

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