Séverine Vitali Heimat im Kochtopf

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Inhaltsangabe zu „Heimat im Kochtopf“ von Séverine Vitali

Menschen, die gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen, müssen meist so gut wie alles Materielle zurücklassen. Dafür bringen sie ein reiches kulturelles Gepäck mit – etwa ihre kulinarischen Traditionen. Das gemeinsame Essen, das in ihrem täglichen Leben ohnehin einen großen Stellenwert genießt, wird in der Fremde zum ganz besonderen Ritual: eben Heimat im Kochtopf. 12 Flüchtlingsfamilien – unter anderem aus Äthiopien, Afghanistan, Eritrea, Guinea Conakry, Kurdistan, Mongolei, Sri Lanka, Tibet – laden in diesem außergewöhnlichen Kochbuch zu Tisch. Sie erzählen ihre Geschichte und verraten ihre Lieblingsrezepte, vom einfachen Gemüseeintopf bis hin zum großen Menü, für das auch gerne einmal mehrere Tage lang gekocht werden darf. Einkaufstipps, Hilfestellungen bei der Zubereitung der Zutaten sowie vegetarische Optionen ergänzen die Rezepte. Solidarität geht durch den Magen!

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    Heimat im Kochtopf
    katze102

    katze102

    05. November 2015 um 15:37

    Séverine Vitali und Ursula Markus ( Fotos) leben in Zürich und engagieren sich dort seit 2009 im Solinetz Zürich, dem Verein, der sich für die Würde und Rechte von Flüchtlingen, Sans-Papiers und Asylsuchenden einsetzt. Beide haben ein Jahr lang Flüchtlinge besucht, einen Teil ihrer Geschichte und Rezepte aus deren Heimat zusammengetragen, wobei der persönliche Kontakt besonders im Vordergrund stand. Was haben Flüchtlinge ( oder netter formuliert: Zufluchtsuchende) im Gepäck, wenn sie eigentlich alles zurücklassen müssen: Erinnerungen, Hoffnung, Erfahrungen, Traditionen …. und Rezepte aus ihrer Heimat, was sind ihre Träume und Ziele? Fernab von dem, was in unserer Zeit an pauschalen Informationen über Flüchtlingswellen, überfüllten Unterkünften, Vorurteilen und Ängsten verbreitet wird, gibt es hier endlich mal eine ganz andere Darstellung von Zufluchtssuchenden, die sehr wohl auch materielle Werte in ihrer Heimat zurückgelassen haben und auch über Berufsausbildungen verfügen, die sich auf einen Neubeginn in einem anderen Land vorbereitet haben und gerne arbeiten würden. Wunderbar gelingt es Séverine Vitali vor allem die Begegnung, die Gastfreundschaft, das Miteinander in den Mittelpunkt zu stellen und „Brücken zu bauen“. Die einfühlsamen Portraits der Zufluchtsuchenden aus Afghanistan, Eritrea, Guinea, Honduras, Irak, Iran, Jemen, Libanon, Mongolei, Peru, Senegal, Sri Lanka, Südossetien, Syrien, Tibet und der Ukraine, die von ihrem Leben erzählen fand ich sehr beeindruckend, und Rezepte ihrer Heimat machen das Buch zu etwas ganz Besonderen, das so viel mehr ist, als ein internationales Kochbuch. Besonders beeindruckend fand ich auch die Aufarbeitung der beiden nicht mehr stattgefundenen „Verabredungen“, auf Grund einer plötzlichen Abschiebung und einer Auslieferungshaft. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass sehr viele Fotos ( 200!) eingefügt wurden, die das Buch auflockern und den Zufluchtsuchenden ein Gesicht geben. Die Rezepte an sich lassen sich gut zubereiten, die meisten Zutaten sind einfach zu besorgen. Gerade wegen ihrer Authentizität werden wir viele Gerichte nachkochen; von einfachen, bis zu tagelang vorzubereitenden Speisen ist alles dabei. Fazit: Ein wunderbares Buch, das Begegnungen und Annäherungen so einfach darstellt und Mut macht…. und ganz nebenbei auch noch mit den Rezepten aus aller Welt uns alle ein wenig näher an einen Tisch bringt.

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