Sönke Hansen Roadkill (Zombie-Novelle)

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Inhaltsangabe zu „Roadkill (Zombie-Novelle)“ von Sönke Hansen

Für den Loser Dave ist es ein ereignisloser Tag wie jeder andere auch. Doch als es an der Tür klingelt und er sie öffnet, hat sich die Welt verändert. Für ihn und seinen Freund Jesper beginnt ein Roadtrip quer durch ein von Zombies verseuchtes Deutschland. Und das nicht nur im Bademantel, sondern obendrein noch in der Gesellschaft einer militanten Nazi-Bande. Ob es den sagenumwobenen Stützpunkt an der Ostsee wirklich gibt?

Unterhaltsame und spannende Novelle mit überraschenden Wendungen. Funktioniert & macht Lust auf weitere Geschichten des Autors.

— Moryahh
Moryahh
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  • Zombieaction-Roadtrip

    Roadkill (Zombie-Novelle)
    burnedeyez

    burnedeyez

    31. July 2013 um 22:37

    “Roadkill” ist der erste Output des deutschen Autoren Sönke Hansen. Das hat die Novelle, neben den sehr positiven Aussagen im Bekanntenkreis, schon einmal für eine nähere Sichtung qualifiziert. Nun sind hohe Erwartungen ja nicht immer von Vorteil, schnell werden sie mitunter enttäuscht. Es bleibt nun abzuwarten, ob Hansens Werk in diese Kategorie fällt. Und relativ schnell kann in diesem Punkt auch Entwarnung gegeben werden. Hansen verschwendet keine Zeit damit, unnötiges Geplänkel an den Tag zu legen, sondern wirft den Leser vom Start weg mitten in die Action. Das ist hier nämlich das Stichwort. “Roadkill” ist ein blutiger, an einigen Stellen schon hart an Splatter grenzender Roadtrip, der in erster Linie vom Adrenalin lebt, welches er versprüht. Die Geschichte selbst ist dabei natürlich alles andere als innovativ, aber das bis zum Bodenblech durchgetretene Gaspedal und die damit verbundene Spannung entschädigen auf jeden Fall dafür. Die Atmosphäre stimmt ebenfalls, Hansen vermittelt dem Leser das Gefühl, mittendrin statt nur dabei zu sein. Natürlich kann man in einer Novelle wie dieser nicht auf ausgefeilte Charaktere hoffen. Umso überraschender ist für mich die Tatsache, dass Protagonist Dave im Verlauf der Geschichte doch sehr gut herausgearbeitet und mit einem für die Kürze der Story recht ansehnlichen Hintergrund daher kommt – das bleibt den meisten anderen Figuren zwar verwehrt, überzeugend kamen sie zumindest in ihren Handlungsweisen dennoch rüber (auch wenn eine als “Rambo” bezeichnete Figur mir doch etwas zu klischeehaft war). Vom Stil her wusste “Roadkill” auch zu gefallen. Hansen schreibt auf eine sehr erfrischende Art und Weise und scheut sich auch nicht davor, auch gerne mal etwas umgangssprachlich zu schreiben. Passt auf jeden Fall zur Geschwindigkeit der Geschichte, wirkt nicht aufgesetzt oder “amateurhaft”. Sehr gut haben mir die Ortsbeschreibungen gefallen, wobei Hansens Herkunft aus Eckernförde hier natürlich einen beträchtlichen Teil beigetragen haben dürfte. Aber das ist ja nichts verwerfliches. Fazit: “Roadkill” ist eine Zombie-Novelle, die von Anfang bis Ende auf Action setzt. Rasant und dabei doch locker geschrieben ist sie für Freunde der Untoten mit Sicherheit einen Blick wert. Ich habe mich jedenfalls einen Vormittag lang gut unterhalten gefühlt. (eine Rezension von www.review-corner.de)

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  • Zombies, Milizen und ein Mann, der nichts zu verlieren hat

    Roadkill (Zombie-Novelle)
    utaechl

    utaechl

    03. July 2013 um 04:37

    Eine kurze, knackige Zombie-Novelle in Form eines Roadtrip quer durch Deutschland. Anders, überraschend und humorvoll. Mir hat der Ritt im Militär-LKW viel Spaß gemacht. Inhalt: Dave hätten an diesem Tag einfach nicht an die Tür gehen sollen, denn nicht nur sein Freund Jesper steht vor der selbigen, sondern auch die Zombieapokalypse. Im Bademantel macht er sich auf sein eher unbedeutendes Leben zu retten. Sie werden von einer militanten Nazi-Gruppierung aufgegriffen und machen sich auf Richtung Ostsee, in der Hoffnung auf Rügen eine zombiefreie Zone zu finden. Setting und Stil: Sönke Hansen gelingt es in schnörkellosen Schreibstil eine glaubhafte Zombie-Epidemie zum Leben zu erwecken. Die Geschichte ist fest im hier und jetzt verwurzelt, so dass man sich sofort in die Situation hineinversetzen kann. Die Zombies machen das, was sie machen sollen: stumpf und ziemlich schnell nach lebendem Fleisch suchen. Die Nazis und ihre Einstellung, sowie die dazu passende Reaktion der beiden Freunde sorgen für einiges Schmunzeln und passen gut zur Situation.  Charaktere: Dave ist der typische Loser, der in der Ausnahmesituation über sich hinauswächst, bzw. mehr Glück als Verstand hat. Der Leser erlebt die Geschichte aus Daves Sicht und es fällt leicht, sich mit ihm und seinen Ansichten zu identifizieren. Die Zombies erfüllen ihren Zweck, die Reisebegleiter erfüllen auch ihre Funktion und Jesper ergänzt Dave passend. Charaktere mit denen es Spaß bringt, die 80 Seiten zu verbringen. Geschichte: Viel mehr Action kann man kaum in eine Novelle packen. Es gibt keinen Leerlauf, kein Zurückblicken, sondern nur eine Richtung und zwar voran. Eine Begegnung ist überraschender als die andere. Das Ende bildet den definitiven, überraschenden Höhepunkt und bis dahin erfährt man viel über Dave, seine Familie und sein Leben. Sönke Hansen komprimiert die Handlung, jeder Satz zählt, und erschafft dadurch eine stromgeladene Atmosphäre, die am Ende in ein befriedigendes Feuerwerk endet. Fazit: Eine Zombiegeschichte, die unter die Haut geht. Blutig, tragisch, fesselnd und nie langweilig enden die 80 Seiten viel zu schnell. Sollten uns einmal Zombies gegenüberstehen, ist es auf jeden Fall ratsam, erst einmal seinen Bademantel anzuziehen, da dadurch die Überlebenschancen um einiges zu steigen scheinen. Als Leser bleibt einem nur übrig, sich zurückzulehnen und die ungewöhnliche, zum Schmunzeln anregende Reise durch den Norden Deutschlands zu genießen. Für Fans des Genres und Leser, die gerne Schwächere gewinnen sehen.

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  • Ein Gang runter würde nicht schaden

    Roadkill (Zombie-Novelle)
    PMthinks

    PMthinks

    31. May 2013 um 15:10

    Inhalt: Eigentlich erwartet Dave nur Besuch von seinem Kumpel Jesper, doch als der ankommt, ist die Hölle auf Erden ausgebrochen: Zombies, wohin man nur sieht. Auf der Flucht geraten die beiden an Nazis, die sie mit an die Ostsee nehmen, wo es einen Stützpunkt geben soll. Doch zwischen ihnen und jenem stehen viele Zombies und fast ganz Deutschland… Meine Meinung: Die Zombies sind ausgebrochen - nicht nur in der TV-Landschaft, sondern auch in der Bücherwelt. Auch Sönke Hansen wurde infiziert und legt mit "Roadkill" seinen Debütroman vor, in dem es sich um Zombies, zwei Loser, Zombies, Nazis und nochmal Zombies dreht. Doch auch Humor kommt nicht zu kurz, jedoch kein Mainstream-Humor, eher dunkel und böse - genau meiner. Und Tempo, ganz viel Tempo. So hält sich der Autor nicht damit auf, die Charaktere Dave und Jesper näher vorzustellen, sondern schmeißt sie gleich in die Apokalypse - und den Leser somit auch. Und schon geht's von einem Getümmel ins nächste und das eigentlich die ganze Geschichte hindurch. Keine Zeit zum Verschnaufen, keine Zeit für Erklärungen. Doch gerade Erklärungen wären nicht verkehrt, wie etwa: woher kommen die Zombies? Was ist der Auslöser? Das hätte mich eher interessiert als die mau eingeflochtene Vater-Sohn-Geschichte, die in meinen Augen so gar nicht passt. Durch das Tempo gehen auch einige Beschreibungen der Örtlichkeiten verloren - es muss ja nicht immer King-mässig detailliert sein, aber so ab und an wüsste ich schon gern, wo sich mein Protagonist aufhält, da ich als Leser die Gegend in den seltensten Fällen kenne. Dafür dürfte ruhig mal auf eine weitere Beschreibung einer Attacke auf die  Zombies verzichtet werden. Ich weiß, es ist ein Horrorroman, aber ehrlich gesagt, mir war es zuviel Geschlachte und im Rausch flossen da auch einige Wiederholungen ein, sodass weniger mehr gewesen wäre. Nichtsdestotrotz haben mir die Charaktere gefallen, Jesper fand ich etwas nervig, die Nazis hätte ich erwürgen können, doch Dave, ja, Dave ist dem Autor gelungen. Schwarzer Humor, etwas verpeilt, aber irgendwie doch sympathisch. Doch leider blieben sie ziemlich blass, sie hätten mehr ausgebaut werden können. Insgesamt hätte ein bisschen Hintergrund (sei es der Grund der Apokalypse oder der Protagonisten) nicht geschadet. Wer's rasant und blutig mag und auf Zombies steht, ist hier gut aufgehoben und sollte einen Blick riskieren

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  • Rezension zu "Roadkill (Zombie-Novelle)" von Sönke Hansen

    Roadkill (Zombie-Novelle)
    lord-byron

    lord-byron

    17. October 2012 um 23:04

    Der arbeitslose Dave ist ein Loser. Den ganzen Tag hängt er in seiner Wohnung ab und hätte er nicht seinen Freund Jesper, der ihn regelmäßig besucht, hätte er wohl gar keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Als Jesper mal wieder zu Besuch ist klingelt es an der Tür. Dave geht nach unten auf die Straße und steht mitten in der Hölle. Die Menschen sind verrückt geworden, fallen übereinander her und zerfleischen sich. Kurz bevor es Dave und Jesper an den Kragen geht werden sie von einem Trupp Soldaten gerettet, die sie mitnehmen. Eine blutige Reise durch Deutschland beginnt, die das ganze Grauen offenbart. Überall lauern Zombies, es gibt kaum noch ein Entrinnen. Und dann entpuppen sich die Soldaten auch noch als Nazis. Gibt es den Militärstützpunkt In Rügen wirklich? Werden die Freunde dort Hilfe bekommen? Mit Roadkill ist Sönke Hansen ein temporeicher und spannender Roadtrip gelungen der seinesgleichen sucht. Man wird sofort mitten ins Geschehen geworfen und kommt praktisch nicht mehr zum Luft holen, denn es geht Schlag auf Schlag. Dabei ist diese bedrückende und blutige Story auch noch mit einer Priese schwarzem Humor gewürzt, der mir besonders gut gefallen hat. Ab und zu habe ich mich gefragt wer hier die wahren Monster sind: die Zombies oder diese Nazitypen. Ich denke, dass das vom Autor beabsichtigt war. Man sollte sich auf keinen Fall von den wenigen Seiten in die Irre führen lassen, denn diese Geschichte hat alles was eine gute Novelle ausmacht. Bis hin zum, in meinen Augen, absolut geglücktem Ende, das gar nicht anders hätte sein dürfen. Der Schreibstil des Autors ist locker, flockig und leicht und schnell zu lesen. Die Beschreibungen fallen sehr knapp aus, was mir absolut entgegenkommt, denn mit seitenlangen Landschaftsbeschreibungen kann ich bei einem Horrorroman nichts anfangen. Von mir gibt es volle 10 von 10 Punkten und eine absolute Leseempfehlung für alle Horrorfreunde mit stabilem Magen. Ich hoffe, wir bekommen noch viel mehr von diesem Autor zu lesen. Mich würde es jedenfalls freuen.

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