Sönke Neitzel

 4.4 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Soldaten, Weltkrieg und Revolution und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sönke Neitzel

Soldaten

Soldaten

 (15)
Erschienen am 26.09.2012
Weltkrieg und Revolution

Weltkrieg und Revolution

 (6)
Erschienen am 01.04.2008
Abgehört

Abgehört

 (5)
Erschienen am 12.09.2007
Kriegsausbruch

Kriegsausbruch

 (0)
Erschienen am 01.11.2002

Neue Rezensionen zu Sönke Neitzel

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Masaus avatar

Rezension zu "Soldaten" von Sönke Neitzel

Das Buch
Masauvor 5 Jahren

Hat mich leider nicht so gefessellt wie erwarte. Zwar noch interessant, mehr aber leider nicht. Auch etwas zu trocken für meinen Geschmack.

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Dubhes avatar

Rezension zu "Soldaten" von Sönke Neitzel

Rezension zu "Soldaten" von Sönke Neitzel
Dubhevor 7 Jahren

Jeder kennt sie, die Schrecken des Krieges.
Doch wie fühlt sich ein Soldat auf dem Schlachtfeld?
Lebt er auf, oder zerstört ihn das psychisch?
.
Gute Fragen, doch dieses Buch ist so ganz anders, als ich erwartet hatte.
Zuerst wird erläutert, was man alles berücksichtigen muss, um die Situation zu verstehen und richtig werten zu können, doch ehrlich gesagt weiß das schon jeder, der etwas Krips hat.
Und so geht das eine Weile.
Dieses Buch tut nicht neue Studien oder Erkenntnisse auf, sondern es sind ziemlich offensichtliche, was ich etwas schrecklich finde.
Wer sich schon mit dem Thema beschäftigt hat, für den ist dieses Buch eine kleine Enttäuschung.

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Sokratess avatar

Rezension zu "Weltmacht oder Untergang" von Sönke Neitzel

Rezension zu "Weltmacht oder Untergang" von Sönke Neitzel
Sokratesvor 7 Jahren

Sönke Neitzel – einem breiteren Publikum durch seine Publikationen „Abgehört“ oder „Soldaten“ bekanntgeworden – hat in seiner Habilitationsschrift über einen sehr interessanten kulturhistorischen bzw. wirtschaftshistorischen Aspekt geforscht: der Idee der Weltreichslehre. Hierunter ist diejenige Idee zu verstehen, die als reaktionäre Ideologie infolge wirtschaftlicher und territorialer Expansion der Weltmächte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Insbesondere im Deutschen Kaiserreich erlebte die Idee ab den 1880er Jahren einen Aufschwung, kombiniert mit der Raumtheorie und dem Sozialdarwinismus. Ausgangspunkt war eine – insbesondere im Deutschen Kaiserreich vorherrschende – Angst, von der benachbarten Weltmacht – einem Aggressor – überrannt und annektiert zu werden. Als potentielle und expansive Weltmächte verstand man die USA, England und Russland; China bzw. die „gelbe Gefahr“ oder Frankreich wurden als relativ schwach eingeschätzt. Insbesondere Deutschland – dies legt Neitzel anhand kulturhistorischer, politischer und wirtschaftlicher Überlegungen überzeugend dar – sah sich von allen Seiten eingeklemmt und in einer Zwickmühle: einerseits war man auf Export angewiesen, um die inländische Wirtschaft ausbauen zu können; andererseits mussten viele Rohstoffe importiert werden, weswegen man sich – bis heute – von Drittstaaten oder eben den potentiellen Weltmächten abhängig macht. Stagniert der Import aufgrund irgendwelcher Probleme, trifft dies in gleichem Maße den Export und damit den Nerv der Nation. Einziges und bereits vor der Jahrhundertwende propagiertes Lösungsmodell sei vor allem die Expansion des Deutschen Reiches, verbunden mit der Einverleibung wichtiger Wirtschaftsressourcen in Drittstaaten, um sich wirtschaftlich unabhängig zu machen. Hinzu kamen die zur damaligen Zeit offenen artikulierte und auch wissenschaftlich diskutierten kulturhistorischen Ideen zu Rasse, Kultur und Sozialdarwinismus, die so manche Idee von der „Weltreichslehre“, die die Deutschen für sich im Kaiserreich gewinnbringend nutzen wollten, legitimiert wurde. Die frühe Rassenideologie ging im Übrigen mit dieser Ideologie bereits weitgehend konform und mündete problemlos nach dem 1. Weltkrieg in die Ideologie der Nati-onalsozialisten. Unabhängig hiervon beschäftigt sich Neitzel jedoch umfassend und nicht nur auf Deutschland beschränkt mit der „Weltreichslehre“ in allen Großmächten Europas sowie der USA. Neitzel leistet damit einen weiteren Beitrag zum Verständnis der Kontinuität intellektueller Ideen, an die die Nationalsozialisten anknüpften und auf der sie wesentlich aufbauten. Gleichzeitig liefert das Buch interessante ideologische Überlegungen zur Wirtschafts- und Außenpolitik des Deutschen Kai-serreiches, denn auch hier war die „Weltreichslehre“ von nicht unbedeutender Wichtigkeit.

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