Sören Kierkegaard Die Krankheit zum Tode

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Inhaltsangabe zu „Die Krankheit zum Tode“ von Sören Kierkegaard

Der Titel 'Die Krankheit zum Tode' stammt aus dem 11. Kapitel des Johannes-Evangeliums: "Diese Krankheit ist nicht zum Tode." Nicht der körperliche Tod ist der eigentliche Tod, sondern der seelische, das Absterben unseres ewigen, spirituellen Selbst noch zu unseren Lebzeiten: dass wir in Anpassung an die Welt entweder verzweifelt wir selbst (im bösen, sündigen, dämonischen Sinn) oder verzweifelt nicht wir selbst, so wie Gott uns von Ewigkeit haben wollte, sein wollen. Für unser von Gott gewolltes Menschsein ist es deshalb notwendig, dass wir diese Krankheit zum Tode, die uns von unserem zeitlichen Tode, dem Verlust des ewigen Selbst, retten soll, durchmachen. Die als Bände 21-25 der Reihe eva-Taschenbücher vorgelegten Schriften Sören Kierkegaards sind ein Nachdruck der zu Beginn der sechziger Jahre in der Reihe "Rowohlts Klassiker der Literatur und Wissenschaft" in fünf Einzelbänden erschienenen Auswahl, die übersetzt und jeweils mit Glossar, bibliogrpahie sowie einem Essay "Zum Verständnis des Werkes" von lieselotte Richter herausgegeben wurden. Damit sind wichtige Werke des dänischen Philosophen werkgetreu in der als bisher Beste gerühmten Übersetzung wieder zugänglich. (Quelle:'Flexibler Einband')

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    Outline

    Buecherschmaus

    Eine Frau auf dem Flug nach Athen. Sie ist unterwegs zu einem Kurs in Kreativem Schreiben, den sie unterrichten soll, vielleicht ein klein wenig auch auf der Flucht, man meint es herauszuhören, aus einem nicht ganz einfachen Leben in London. Neben ihr sitzt ein älterer Grieche, man kommt ins Gespräch. Es ist das erste einer langen Reihe von Gesprächen, die Faye, die Autorin, im Laufe dieser Woche in Athen führt und die wir als Leser mitverfolgen. Diesem eigentlichen Beginn des Romans ist noch eine kurze Szene vorangestellt, deren Bedeutung sich zunächst kaum erschließt. Die Erzählerin trifft sich vor ihrem Abflug mit einem „Milliardär“, um mit ihm über eine in Planung befindliche Literaturzeitschrift zu sprechen. Dazu kommt es nicht, der Mann plaudert stattdessen über sich, „Der Milliardär erzählte mir bereitwillig aus seinem Leben.“ „The billionaire had been keen to give me the outline of his life story“ heißt es im Original und es ist ein bisschen schade, dass bei der Übersetzung das Leitmotiv zusammen mit dem Schlüsselwort des Romans, das ja auch titelgebend ist, verschwindet.„Outline“, zu Deutsch Kurzfassung, Überblick, Umriss oder Profil – das ist es, was Faye nicht nur von diesem Mann erhält, sondern von vielen Personen, die sie in Athen trifft. Es sind alte Freunde, Studenten, Kollegen und neue Bekanntschaften, die ihr von sich erzählen und sich dabei oft überraschend weit öffnen. Das mag an der zurückgenommenen Art der Erzählerin liegen. Sie kann gut zuhören, ist wohl sogar ganz froh, nicht über sich selbst reden zu müssen, passiv bleiben zu können. In ihrer Begegnung mit den alten Freund Panaiotis deutet sich an, dass ihre Ehe, von deren Scheitern sie ansonsten relativ abgeklärt und kurz berichtet, wohl doch nicht ganz so problemlos endete wie vorgegeben. Ein Foto, das Panaiotis ihr überreicht, spielt eine Rolle, was es damit auf sich hat, bleibt ungeklärt. So wie wir überhaupt relativ wenig über Faye erfahren, obwohl sie im gesamten Roman im Zentrum steht. Nur über die feinen biografischen Risse, die sich in den Erzählungen der anderen auftun und in ihrem Skeptizismus, ihren zurückhaltenden Nachfragen, den klugen Bemerkungen und dem leisen Humor, den gelegentlichen satirischen Spitzen gewinnt auch sie selbst so etwas wie eine Kontur. Dann ahnt man, dass die Dinge, die ihre Gesprächspartner umtreiben, auch ihr nicht fremd sind.Es geht oft um menschliche Beziehungen in den Gesprächen, vorzugsweise um solche zwischen Mann und Frau, überwiegend scheiternde. Es geht um (geplatzte) Träume, um (falsch) getroffene Entscheidungen, erlittene Verluste und immer wieder um Selbstbilder. Die Menschen sind regelrecht süchtig danach, ihr Leben zu erzählen. Vielleicht um sich dadurch ihrer selbst zu vergewissern und wieder die Kontrolle über etwas zu erlangen, das ihnen zunehmend zu entgleiten scheint. Oft sind es Menschen in ihrer zweiten Lebenshälfte, oft nach einer gescheiterten Beziehung, am Ende eines einst gewählten Lebensmodells. Und man darf vermuten, dass auch die Erzählerin zu ihnen gehört. Besonders deutlich wird ihre Skepsis, die wohl auch die der Autorin sein mag, hier:„Ich hielt die ganze Vorstellung eines „eigentlichen“ Selbst für eine Illusion: zwar konnte man den Eindruck bekommen, man verfüge über einen autonomen Kern namens Selbst, aber dieses selbst existiere vielleicht gar nicht.“Mit dem „Nachbarn“ aus dem Flugzeug trifft sich Faye dreimal in Athen. Jedes Mal ändert sich ihre Wahrnehmung von ihm ein wenig durch die Dinge, die er von sich erzählt. Bild – Selbstbild. Darstellung – Sein. Außen – Innen. Auch das sind Fragestellungen, die der Roman auf ganz dezente, indirekte Art und Weise aufwirft. Vordergründig geht es, wie gesagt, nur um die Wiedergabe von geführten Gesprächen, in direkter, indirekter oder auch erlebter Rede. Manch eine der gehörten Geschichten klingen zudem nicht ganz glaubwürdig, wirken überspitzt. Die Erzählerin lässt sie weitgehend unkommentiert. Beobachtungen, eigene Gedanken oder Beschreibungen rücken dagegen in den Hintergrund. Und auf einen Plot muss der Leser fast gänzlich verzichten. Cafébesuche, einige Unterrichtsstunden, ein paar Ausflüge mit dem Boot zum Schwimmen, mehr an „Action“ bietet Rachel Cusk nicht. Dafür ein völlig ungewöhnliches, überraschendes und bereicherndes Buch. Das schönste daran ist, dass es der erste Teil einer Trilogie ist. Mit „Transit“ steht der nächste Band schon bereit.

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    Joachim_Tiele

    06. May 2017 um 07:52
    Buecherschmaus schreibt „Ich hielt die ganze Vorstellung eines „eigentlichen“ Selbst für eine Illusion: zwar konnte man den Eindruck bekommen, man verfüge über einen autonomen Kern namens Selbst, aber dieses selbst ...

    Das ist zwar kein ganz neuer, aber ziemlich in Vergessenheit geratenener Gedanke, der mir vor einiger Zeit ("von selbst") auch mal gekommen war. Ziemlich verstörend und führte mich (als Erstleser ...

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