Sören Kittel

 3,9 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Sören Kittel

Sören Kittel ist Reporter bei der Berliner Morgenpost und Autor von Reisebüchern über Indonesien und Südkorea. Er ist Vater einer Tochter.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sören Kittel

Cover des Buches Tod dem Helfer (DuMont True Tales) (ISBN: 9783770169825)

Tod dem Helfer (DuMont True Tales)

 (4)
Erschienen am 30.10.2017
Cover des Buches Das Regenbogenväterbuch (ISBN: 9783958940840)

Das Regenbogenväterbuch

 (0)
Erschienen am 17.07.2020

Neue Rezensionen zu Sören Kittel

Cover des Buches Inselhopping Indonesien (DuMont Reiseabenteuer) (ISBN: 9783770166367)K

Rezension zu "Inselhopping Indonesien (DuMont Reiseabenteuer)" von Sören Kittel

Indonesien mal anders
Kristall86vor einem Jahr

Klappentext:

„Unterwegs sein zwischen 17.508 Inseln. Sören Kittel erkundet Indonesien und gibt ebenso vielfältige wie überraschende Einblicke in den größten Inselstaat der Welt: In Jakarta kämpft er sich durch den Großstadtdschungel, auf Bali nimmt er an einem traditionellen Opferritual teil und auf Komodo macht er sich auf die Suche nach den letzten Drachen. Auf seiner Reise stö ßt Sören Kittel immer wieder auf das typische Phänomen Jam Karet, die »Gummizeit«. Die erste Lektion: Wenn Zeit dehnbar ist, bleibt Pünktlichkeit auf der Strecke. Der Vorteil: Es entsteht Raum für spontane Begegnungen und kuriose Umwege. Unterwegs mit Sören Kittel rückt der indonesische Alltag so nah, als wäre man selbst mittendrin.“


Inselhopping...klingt herrlich unaufgeregt, oder?! Einfach mal jeden Tag eine andere indonesische Insel besuchen und abtauchen in eine fremde Kultur. Welch tolle Idee! Dieser Reisebericht hier strotz nur so vor Text und leider vermisse ich hier Bilder um die Eindrücke doch etwas besser zu verstehen. Hier und da sind welche dabei, aber es täte dem Buch wirklich gut mehr mit Bildern zu untermalen. Bei der Vielzahl der Inseln ist das kaum möglich aber vielleicht wäre es machbar gewesen, das Ganze auf zwei Teile aufzuteilen oder mehr?! Die Texte und Geschichten sind von einem flüssigen und simplen Sprachstil. Man liest es so weg und kann sich gut in die Situationen auf den Inseln wegträumen. 

Die Art des Paperback ist dafür recht passend und gelungen. So kann man sich auch mal schnell selbst Notizen und Anregungen rausschreiben oder nach Fotos im Netz dazu gucken. 

Wie gesagt, hier und da hat es für meine Begriffe Schwächen und deshalb gibt es auch nur 3 von 5 Sterne.

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Cover des Buches Tod dem Helfer (DuMont True Tales) (ISBN: 9783770169825)Y

Rezension zu "Tod dem Helfer (DuMont True Tales)" von Kilian Kleinschmidt

Interessant, aber für mich nicht nachvollziehbar, wie man so mit seinem Leben spielen kann
Yoyomausvor 2 Jahren

Zum Inhalt:

»Mister no Fear«, »Der Löwe von Zaatari« - unter diesen und ähnlichen Namen wurde der internationale Krisenhelfer Kilian Kleinschmidt bekannt. Doch es ist der Schrecken eines Nahtod-Erlebnisses, der bis heute seine Sicht auf das, was wirklich zählt, bestimmt. Zum ersten Mal erzählt Kleinschmidt schonungslos offen von dem Erlebnis, das sein Leben veränderte.
 

 

Cover:

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Obwohl es in gelben und grünen Farben gehalten ist und trotz des Titels eigentlich von der Gestaltung her recht einladend wirkt, fand ich es dann doch auch recht bedrohlich und ich kann bis heute noch nicht sagen, woran das liegt. Mir jedenfalls sagt das Cover wirklich zu und ich finde es ist ein toller Eyecatcher, auch wenn ich den Inhalt der Geschichte jetzt nicht unbedingt mit dem Cover direkt assoziieren würde.

 

Eigener Eindruck:

Kilian Kleinschmidt. Als er erkennt, dass seine Passion das Helfen ist und er vor allem sein Herz an die dritte Welt verloren hat, begibt er sich samt Familie nach Afrika, um dort eine Schule aufzubauen. Ehrenhaft. Ein Lichtblick. Und doch das vielleicht Schlimmste, was er sich und seiner Familie antun konnte. Denn die Gefahr lauert überall und eines Nachts geschieht es dann. Sie werden überfallen und er blickt in den Lauf einer Waffe, während seine Frau und sein Kind ebenfalls in Lebensgefahr schweben. In diesem Bericht schreibt der Autor von seinen Erlebnissen.

 

Also ich bin ja eigentlich ein echter Fan von solchen Büchern und Berichten, die das wirkliche Leben wiederspiegeln. Aber dieses Buch hier hat mich wirklich emotional aufgewühlt und ich wusste nicht so recht, ob ich dem Autor für seinen schonungslosen Schreibstil gratulieren sollte oder ihm direkt innerlich eine kleben, weil er so dumm gewesen ist und seine Familie wissentlich in eine solche Gefahr gebracht hat. Wer eins und eins zusammen zählen kann, der weiß nun schon, dass alles gut ausgeht. Aber was der Mann und seine Familie durchleben mussten, puh, das wünscht man keinem und deshalb fragt man sich als Leser auch, ob er denn von allen guten Geistern verlassen ist, trotzdem weiterhin in einer solchen Gegend als Helfer weiter arbeiten zu wollen und scheinbar auch noch immer arbeitet. Für mich ist das, so edel sein Helfersyndrom auch sein mag, einfach nur dumm. Und da man den Autor während des Lesens einfach immer wieder schütteln möchte, einfach immer wieder protestieren möchte, ihm dazwischen reden möchte, konnte ich das Buch schlussendlich nicht wirklich genießen. Es war spannend, keine Frage. Es hat mein Adrenalinspiegel nicht nur einmal angehoben, aber die Frage ist einfach: Muss so etwas sein? Und dann kommt die Ernüchterung und man fragt sich, warum er trotz der Erlebnisse einfach noch immer irgendwie euphorisch scheint und ob er denn seinen gesunden Menschenverstand irgendwie verloren hat. Nein, solche Literatur kann ich dann doch nicht gut heißen. 

 

Fazit:

Ein wirklich interessanter Einblick in das Leben des Autors und vor allem in seine Erlebnisse. Man fragt sich noch immer, wie man nur so dumm sein kann und sich und seine Familie in solche Gefahr bringen kann und vor allem ist es einfach nicht nachvollziehbar, dass dieser Mensch scheinbar noch immer gern mit seinem Leben spielt. Helfen schön und gut, aber alles sollte seine Grenzen haben…

 

Gesamt: 3 von 5 Sterne

 

ISBN: 9783770169825

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 80 Seiten

Verlag: DuMont Reiseverlag

Erscheinungsdatum: 30.10.2017

 

 

 

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Cover des Buches Tod dem Helfer (DuMont True Tales) (ISBN: 9783770169825)S

Rezension zu "Tod dem Helfer (DuMont True Tales)" von Kilian Kleinschmidt

‚Ich möchte erzählen, wie es angefangen hat.'
sabatayn76vor 4 Jahren

‚Ich möchte erzählen, wie es angefangen hat. Wie der Horror in mein Leben kam, die Geister, die Toten und warum ich ihnen die Tür immer wieder weit aufgemacht, sie willkommen geheißen habe, wie alte Bekannte.‘ (Seite 9)

Ich habe die Angewohnheit, kurz vor dem Schlafen noch die erste Seite eines neuen Buches anzulesen. Gestern Nacht habe ich genau dies mit ‚Tod dem Helfer‘ vorgehabt, aber 1 Stunde später - es war bereits 1:30 - war ich immer noch wach, das Büchlein ausgelesen und ich so aufgewühlt, dass ich nicht schlafen konnte.

Kilian Kleinschmidt, der mir schon durch sein großartiges Buch ‚Beyond Survival‘ ein Begriff war, hat mich von der ersten Seite an beeindruckt. Mit seiner gnadenlosen Ehrlichkeit, mit der er von seinem emotionalen Erleben spricht, entblößt sich der Autor regelrecht vor dem Leser, macht sich dadurch angreifbar und verwundbar.

So weckt er sofort Interesse, denn man möchte wissen, was diesem Menschen widerfahren ist, welches Ereignis sein Leben auf eine andere Bahn gebracht hat, was ihn so gebrochen hat. Mich haben seine Beschreibungen sehr betroffen gemacht - und mir auch das Fürchten gelehrt.

Kleinschmidt erzählt in ‚Tod dem Helfer‘ von dem Ereignis, das alles veränderte: von den Männern, die in Uganda im Morgengrauen in sein Haus eingebrochen sind, 30.000 Dollar verlangten und drohten, ihn, seine Frau Martine und seine einjährige Tochter Annalou umzubringen.

Die Stimmung im Buch ist vor allem in dieser Passage gespenstisch: Kleinschmidt gelingt eine so detaillierte Schilderung des Hauses, des Gartens, der Eindringlinge, der Angst und der Verzweiflung, dass man sich beim Lesen vor Ort wähnt und die Situation viel zu genau vor Augen hat.

Einen großen Teil des Buches nimmt aber auch sein Leben vor und - vor allem - nach diesem Tag X ein. Kleinschmidt erzählt von seiner Posttraumatischen Belastungsstörung, von seinen Bewältigungsversuchen, von Kriegen, Elend, Gewalt, Tod, Situationen, die er nach dem Überfall immer wieder aufsuchte.

Kleinschmidt beschwört in seinem schmalen Buch ein tiefschwarzes, gewalttätiges, verzweifeltes Bild von Afrika herauf, das den Leser zurückschrecken lässt, das jeden Plan einer Reise im Keim erstickt, das unangenehm und unbequem ist, von dem man Abstand sucht und das man am liebsten sich selbst überlässt. Kleinschmidt hat dies nicht getan, und sein Buch zeigt klar, warum er sich mit Afrika auseinandersetzen wollte und musste.

Ich bin nach der Lektüre beeindruckt von Kleinschmidt, der so offen von sich erzählt, berührt von den Schilderungen dieses bemerkenswerten Menschen und entsetzt ob der Gewalt, die er erlebt und immer wieder aufgesucht hat.

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