S Corinna Bille Venusschuh

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Inhaltsangabe zu „Venusschuh“ von S Corinna Bille

Corina Caduff stellte das Buch im Schweizer Fernsehen SF1 am 11.3.2008 im Literaturclub vor, Moderatorin war die bekannte Literaturkritikerin Iris Radisch. Die Kritikerrunde war einhellig begeistert und legte Buch und Autorin dem Publikum wärmstens ans Herz. Pressestimmen: «Eine archaische, kryptokatholische bis heidnische Welt am Übergang zur Moderne, voller Geheimnisse und Tabus, deren Gesetze unberechenbar, ja undurchschaubar sind, so dass nie ganz sicher ist, wer Täter und wer Opfer ist. ( ... ) Bis auf wenige blitzartige Erhellungen, in denen bisweilen psychologische Zusammenhänge erkennbar werden, analysiert oder kommentiert hier niemand das Geschehen. Es sind allein die bildhafte, mit Andeutungen spielende Sprache und eine ausgefeilte Leitmotivtechnik (in «Venusschuh» vor allem die Kette von Schneemetaphern: ein ausgestopftes Schneehuhn, im Schnee verrottende Teppiche oder das eingeschneite Hochzeitszimmer), mit denen die Ereignisse zunächst atmosphärisch eingekreist und schliesslich in aller Schärfe auf den Punkt gebracht werden. ( ... ) Der leise Einbruch des Absonderlichen und Verstörenden gestaltet sich hier vor allem durch die perspektivische Verengung auf die Figur des jungen Martin Lomense, der auf seinen Streifzügen durchs herbstliche Wallis eher zufällig in das auf der anderen Seite des Passes gelegene Bergdorf Maldouraz gerät und dort nun - vom klassischen Standpunkt des reisenden Fremdlings aus - die weiteren Geschehnisse am Ort mitverfolgt, mehr und mehr in diese hineingezogen wird, bis er zuletzt den Boden seiner eigenen Realität verliert. ( ... ) Besonders an solchen Passagen, wenn Körper und Räume zu einer unheimlichen (sprachlichen) Einheit verschmelzen, erkennt man die irritierende Faszination dieser Erzählerin.» Sabine Haupt, Neue Zürcher Zeitung «In ihrem zweiten Roman, «Venusschuh», der nun erstmals auf Deutsch vorliegt, wirft die 1912 in Sierre im Wallis geborene und 1979 ebendort gestorbene Schriftstellerin S. Corinna Bille einen ebenso kritischen wie ironischen Blick auf das Verhältnis der Geschlechter. Die Geschichte, die sie erzählt, beruht zum Teil auf einer wahren Begebenheit, zum Teil verwendet sie Bilder aus ihren Träumen. Sie verwendet einen distanziert-expressiven Stil und scheint die einzelnen Szenen oft aus dem Moment heraus zu entwickeln; vieles wirkt sprunghaft und ist mit konventioneller Psychologie nicht zu verstehen. «Venusschuh» ist ein ganz und gar eigenwilliger Roman, bilderreich und kraftvoll. Und man kann ihn immer wieder lesen. ( ... ) Diese Erzählweise hat bis heute nichts von ihrer Kraft eingebüsst. Denn es gelingt Bille auf einzigartige Weise, äussere Handlung, inneres Erleben und die Sprache des Traums miteinander zu verweben.»Helmut Dworschak, Der Landbote. Bei einem seiner ziellosen Streifzüge durch die Herbstlandschaft des Schweizer Wallis stößt der Student Martin auf die ausgemergelte Bergbäuerin Desirée, die in Todessehnsucht durch das kalte Wasser der Rhône watet. Martin trägt sie ans Ufer und folgt der Wortkargen durch das Tal bis hinauf in das Bergdorf Maldouraz. Dort feiert man die Hochzeit des jungen Schreinermeisters Grégoire mit einer rätselhaften Schönheit aus dem Tal. Doch noch am Tag der Hochzeit flieht die jungvermählte Bara – zurück zu einem anderen Liebhaber? Martin findet sich als Kostgänger der alten Desirée wieder. Wie in Trance verfolgt er das Geschehen in dem isolierten, bitterarmen Bergdorf. Die Männer scheinen allesamt von einer dunklen Obsession für die geheimnisvolle Bara erfasst. Als diese zurückkehrt, ist das Verhängnis mit Händen zu greifen. Auch Martin selbst entwickelt eine Art traumverlorener Besessenheit für die Braut des Schreiners. Seinen Gefühlen und seiner lähmenden Entschlusslosigkeit vermag er nicht Herr zu werden. Tage und Wochen eines rauen Winters vergehen, und als der Frühling heraufzieht, flammen Groll und Leidenschaften der Dorfbewohner mit Gewalt empor. Ihre Ursache, ihr Angriffspunkt ist Bara. So gewaltig, ja gewalttätig wie die untergründig brodelnden Affekte des harten, verschlossenen Menschenschlags in den Bergen des Wallis der S. Corinna Bille wirkt die winterliche Natur dort droben. Entsprechend machtvoll und drängend ist die Bildsprache, über die die große Westschweizer Dichterin gebietet.

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