Witch Hunt: An Urban Fantasy Mystery: 1 (Preternatural Affairs)

von S M Reine 
2,0 Sterne bei1 Bewertungen
Witch Hunt: An Urban Fantasy Mystery: 1 (Preternatural Affairs)
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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781494879198
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:232 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:03.01.2014

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    Daninskys avatar
    Daninskyvor 5 Jahren
    Schwacher Auftakt

    Witch Hunt ist der Start für eine neue Reihe im Seasons of the Moon/Descent Universum von SM Reine. Zeitlich ist das ganze angesiedelt vor den beiden Reihen, d.h. Elise und James sind zu diesem Zeitpunkt noch in "Rente" und Rylie wurde noch nicht gebissen.
    (Für Insider: Death's Hand spielt ein Jahr später, The Cain Chronicles vier Jahre später)

    Als Fan ihrer Serien mochte ich Witch Hunt in so fern als es im bekannten Universum spielt, auch wenn es micht etwas verwirrt dass es hier nun das, in Darkmoon vorgeblich neu gegründete, Office for Paranormal Affairs (OPA) schon gibt und sich als Bürokratischer Arm der Union of Kopides and Aspides darstellt (mit diesen aber in einem ständigen Kompetenzstreit steht).
    Das stellt wieder so einiges das man zu wissen glaubte in Frage.

    Für nicht Eingeweihte:
    Die Union entspricht in etwa der militärischen Organisation welcher Buffys ex-lover Riley angehörte, während die OPA sich mehr mit den Men in Black vergleichen lässt... nicht hilfreich?
    Nun, wer kein etwas nerdiger Pop-culture Geek ist wird sich mit Reines Welt grundsätzlich schwer tun fürchte ich.

    Die OPA, das sind im Seasons of the Moon spin-off The Cain Chronicles die mit den schwarzen Hüten, und Witch Hunt Haupcharakter Cèsar Hawke ist eine männlich Hexe in deren diensten. So weit so gut.
    Die Geschichte startet als ziemlich typische Noir Story mit einem recht egoman wirkenden Cèsar der ohne Erinnerung an die Ereignisse des vorabends mit einem Mordskater erwacht, und dann in seiner Wohnung eine Leiche findet. Da es sich bei der Toten ausgerechnet auch noch um die Bedienung aus seiner Stammkneipe, hinter der er schon seit Monaten her ist, handelt, ist ihm sofort klar das er aus dieser Sache nicht so einfach rauskommt. Also bitte er ersteinmal seine Partnerin Suzume Takeuchi ein Team auf seine Wohnung anzusetzen zur Spurensicherung, möglichst bevor das LAPD sich auf ihn als Täter festgelegt hat. Nachdem dieser Anruf allerdings folgenlos bleibt, sieht sich Cèsar gezwungen aus der Haft zu fliehen und selbst nach dem Mörder zu suchen. Glücklicherweise war er momentan sowieso damit beauftrag für das OPA eine angebliche Necromantin ausfindig zu machen; falls sie wirklich Kontakt zu den Toten haben sollte, wäre sie perfekt geeignet um ihn zu entlasten.
    Er muss sie nur finden bevor er der Hexenjagd des LAPD zum Opfer fällt.


    Tatsächlich liest sich die Geschichte richtig flott weg, wenn man sich mal an Cèsar gewöhnt hat, der zwar ganz anders ist vom Charakter als man zuerst meint, aber für mich trotzdem nie richtig sympatisch wurde. Zum einen schreibt S.M. Reine sehr eingängig, zum anderen weil gedruckt es wohl nur auf etwa hundert Seiten käme. Und Reine lässt ihre Geschichte im letzten Drittel mehr Haken schlagen als ein Hase auf der Flucht, so das man bald nicht mehr weiß wer hier auf wessen Seite steht und Seite um Seite der Auflösung entgegenfiebert.

    Nur leider zerfällt der Plot da nahezu komplett, vieles macht nur noch wenig bis keinen Sinn. Ein großteil des Mysteriums entpuppt sich als eine unglückliche Verkettung von Zufällen.
    Was bleibt sind ein paar sympathische Nebenfiguren und das Gefühl man hätte gerade den Pilot zu einer neuen TV-Serie hinter sich gebracht, denn viele der Plotelement erscheinen genau da entlehnt:

    *Minor Spoiler*
    Es endet mit der Gründung einer neuen Einheit innerhalb der OPA, dem Magical Violations Department, unter der Führung des etwas exzentrischen Millionärs Fritz Friederling, einem Mann mit ungewöhnlich viel Einfluss aber ebenso ungewöhnlich wenig gesundem Menschenverstand. Das neue Team besteht aus Cèsar, Partnerin Suzume, sowie der Zivilistin Isobel Stonecrow.
    Und der erste Auftrag wartet schon auf sie in Reno, The Descent Fans kommt da eine Ahnung...


    Die Idee, die hinter Witch Hunt steht ist dabei eigentlich recht witzig, denn Papierschieber Cèsar ist als Außenagent weniger James Bond denn Maxwell Smart, ein Bürokratischer Nerd sammt Star Trek Blu-Ray Sammlung, den letzlich nur die kämpferische Kompetenz seiner Partnerin am Leben erhält. Es hätte das Zeug zu leichtfüßiger Comedy, wäre da nicht der eher vulgäre Sprachstil der die Erzählung aus Sicht der ersten Person kennzeichnet, und so dass ganze eher wie einen etwas verunglückten Seitenhieb auf den Noir Roman erscheinen lässt.

    Treue Fans werden dem ganzen trotzdem einen Blick geben wollen, nicht zuletzt wegen der zu erwartenden Berührungspunkte mit den anderen Serien, für Neueinsteiger lässt es sich leider gar nicht empfehlen - den dafür hat Witch Hunt leider zu wenig Plot.

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