S., Angela Dann bin ich seelenruhig

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Inhaltsangabe zu „Dann bin ich seelenruhig“ von S., Angela

Warum Angela sich zum ersten Mal verletzt hat, weiß sie heute nicht mehr. Sie war zwölf – und da waren so viel Wut und Schmerz in ihrem Inneren, die nach draußen mussten. Seitdem war Angela dreimal in einer psychosomatischen Klinik, vor einem halben Jahr hat sie ver-sucht, sich das Leben zu nehmen. Und doch kämpft sie jeden Tag aufs Neue: für sich und gegen diese Krankheit, die ein Teil von ihr ist.

Erschreckend Ehrlich! Wenn man mit dem Thema konfrontiert ist ein sehr erschreckendes buch was einen zum Nachdenken anregt.

— Allyxgator
Allyxgator

Angela beschreibt mit erschreckender Ehrlichkeit ihr bisheriges Leben als Ritzerin und wie sie versucht es in den Griff zu bekommen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Interessantes Thema....

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    Dann bin ich seelenruhig
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. August 2014 um 20:35

    In dem Buch "Dann bin ich seelenruhig" von Angela Schill, das in der Reihe "mein leben meine geschichte" erschienen ist, beschreibt die Autorin wie es dazu kam, dass sie sich das erste Mal geritzt hat und wie sie jetzt versucht sich ins Leben zurückzukämpfen und die Krankheit hinter ihr zu lassen. Angela hatte eine schwierige Kindheit, ihren Vater kennt sie nur aus Erzählungen und ihre Mutter arbeitet den ganzen Tag lang. Sie musste alleine in den Kindergarten gehen, war im Grundschulalter immer alleine zu Hause und musste den Haushalt regeln. Wenn die Mutter nach der Arbeit gestresst nach Hause kam und Angela vergessen hatte zu staubsaugen, schlug die Mutter sie mit ihrem Gürtel. Als sich das Backpapier im Ofen entzündete und die damals achtjährige Angela ihre Mutter ganz aufgelöst darum bat nach Hause zu kommen und ihr zu helfen, legte diese bloß den Hörer auf. Nichts kann sie ihrer Mutter recht machen, immer wird sie als "Klotz am Bein" bezeichnet. Irgendwann hält Angela die Ablehnung, diesen Schmerz nicht länger aus und lindert ihren seelischen Schmerz, indem sie sich ritzt. Später hilft es ihr auch, die täglichen Mobbingattacken ihrer Mitschüler über sich ergehen zu lassen. Fünf Jahre und einige Klinikaufenthalte später, landet Angela nach einem Selbstmordversuch in der Psychiatrie. Dort kommt in ihr der unbedingte Wille hoch, wieder ins normale Alltagsleben zurückzufinden. Mithilfe ihrer Freunde beginnt sie zu kämpfen. Das Buch bekommt von mir alle Sterne, denn Angela Schill erzählt ihre Geschichte authentisch und direkt, und berührt so mit ihrem erschreckendem Schicksal. Dabei zielt sie aber keineswegs darauf ab, das Mitgefühl der Leser für sich zu gewinnen, sondern es ist für sie eine Hilfe, mit ihrer Krankheit zurechtzukommen und sie zu besiegen.

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  • *!Wanderbuch!* Angela S. "Dann bin ich seelenruhig: Mein Leben als Ritzerin"

    Dann bin ich seelenruhig
    Lesefee86

    Lesefee86

    Brutal erlich & unglaublich wahr. Eine Geschichte die traurig macht und die Wahrheit des Lebens aus einem anderen Blickwinkel erscheinen lässt: http://lesefee.blogspot.de/2012/05/rezi-dann-bin-ich-seelenruhig.html Wer ebenso Interesse an diesem Buch hat, hat hier die Chance sich hier für das Wanderbuch anzumelden. Gerne stelle ich das Buch zur Verfügung. Erst einmal werde ich es auf 15 Teilnehmer eingrenzen und gebe jedem 2 Wochen zeit das Buch zu lesen. (Mehr Teilnehmer sind nicht ausgeschlossen, wenn es gut läuft). Bitte behandelt das Buch gut, man freut sich doch immer über ein schönes Buch. Es läuft also wie folgt: Ihr sagt einfach hier bescheid, wenn ihr gern mitlesen möchtet und ich trage euch in die Liste ein (max. 15 Leser/innen). Ich schicke es an den ersten los und jeder hat dann drei Wochen Zeit um es zu lesen und weiterzuschicken. Die Adresse von dem nächsten erfragt bitte jeder Teilnehmer selbst rechtzeitig, damit es möglichst zügig voran geht. Und postet bitte kurz hier, wenn ihr das Buch erhalten bzw. weitergeschickt habt, damit wir wissen, wo es gerade steckt. Geht das Buch verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Solltet ihr aus irgendeinem Grund nicht mehr teilnehmen wollen, gebt bitte bescheid! Teilnehmer 1. kiwikind (angekommen 28.08) 2. michaela_sanders (angekommen 12.09.) 3. lexxi2k (übersprungen da keine Rückmeldung) 4. Mikki (angekommen 10.09.2012) 5. DieBerta (angekommen) 6. Queenelyza (angekommen 11.01.2013) 7. Paci 8. chatty68 9. billabong_aust 10.Steinflut 11. Amy-Maus87 12. gamaschi 13. kleinstadtkatze 14. Salzstaengel

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  • Dann bin ich seelenruhig

    Dann bin ich seelenruhig
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. April 2013 um 01:45

    Viele schauen weg, wenn es um das Thema geht, sich selbst zu verletzen. Eltern wollen es nicht wahr haben, dass ihr Kind krank ist. Wegen dem Gefühl des Alleinseins, und der Ausgestoßenheit, greift man zu dieser Methode, damit der seelische Druck nach lässt.

  • Rezension zu "Dann bin ich seelenruhig" von Angela S.

    Dann bin ich seelenruhig
    Mikki

    Mikki

    21. October 2012 um 12:55

    Ehrlich und nicht verherrlichend ist die Geschichte von Angela, die immer wieder gegen den Drang ankämpfen muss sich selbst zu verletzten, denn Angela ist Borderlinerin. Sie beschreibt ihre Probleme und ihr Leben und dass es auch besser werden kann. Ich bin von dem Buch sehr begeistert, denn es ist realistisch geschrieben, da die Protagonistin selbst schreibt und nicht irgendjemand anderes versucht sich in jemanden mit Borderline Syndrom hinein zu versetzten. Angela gibt anderen die Chance wieder Hoffnung zu schöpfen oder auch Angehörigen von betroffenen die Möglichkeit zu verstehen was in jemandem vorgeht der sich selbst verletzt. Schön geschrieben, ehrlich und interessant, absolute Empfehlung an alle die sich für das Thema interessieren!

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  • Rezension zu "Dann bin ich seelenruhig" von Angela S.

    Dann bin ich seelenruhig
    Lesefee86

    Lesefee86

    05. June 2012 um 14:22

    Angela S. hatte eine schwere Kindheit. Geprägt von Schlägen, Beleidigungen und Abneigung sieht sie nur einen einzigen Ausweg mit dem innerlichen Schmerz klar zu kommen: Ritzen. Schon früh beginnt sie durch die äußerlichen Selbstverletzungen die Einsamkeit und Traurigkeit in sich selbst leichter zu ertragen. Schnell aber wird klar, dass die kurzzeitige Befriedigung durch jeden Schnitt eben nur kurz hält. Danach überfallen sie wieder Ängste und sie zieht sich wieder in sich zurück. Diagnose: Borderline-Syndrom. Dies aber wird erst diagnostiziert, als es schon fast zu spät ist. "In meiner gesamten Grund- und Hauptschulzeit gab es keine länger andauernde Phasen, in denen ich nicht Außenseiter oder Mobbing-Opfer gewesen wäre. Die Folge waren neue Schnitte, neue Gehässigkeiten, wieder neue Schnitte - ein ekelhafter Kreislauf, dem ich nie entkommen konnte. (S. 70, 1. Teil vom 3. Absatz) Eine Geschichte, die realer und berührender nicht sein könnte. Ein Buch, das den Schmerz eines verzweifelten Mädchens zeigt, das anderen Mut machen möchte, damit auch sie es aus dem Sumpf der negativen Gedanken schaffen. Diese Autobiographie ist schonungslos ehrlich und beschreibt wie Angela in das Tal der Selbstverlet-zungen gesunken ist. Wie ihre Mutter ihr niemals Liebe schenkte und sich nur mit Geschrei und Schlägen ausdrücken konnte. Es steigen einem unweigerlich die Tränen in die Augen, wenn man die Beschreibungen Angelas Verzweiflung liest. Ein Mädchen, das doch einfach nur Kind sein wollte, es aber nie sein durfte. Für Angela scheint es irgendwann nur noch einen Weg zu geben, mit den Abweisungen von Mutter und dem Mobbing der Mitschüler leben zu können und das Ritzen wird zu ihrer Zuflucht. Eindringlich beschreibt sie, wie einfach es war sich selbst zu verletzen und dem Leser wird schnell klar, wie viele Menschen an solch seelischen und körperlichen Verletzungen leiden. Angela beschreibt ihre Aufenthalte, die sie in einer Tagesklinik verbracht hat und wie sie wieder anfangen konnte zu leben um kurz darauf wieder allein gelassen in ein neues Loch zu fallen. Schnell wird klar, was nur ein falschen Wort oder ein falscher Blick bei ihr auslösen konnte. Ein Buch das den Leser nicht in Ruhe lässt und immer wieder traurig beweist, was eine unschöne Kindheit alles zur Folge haben kann. Doch ist es ebenfalls ein Buch, das Mut macht. Denn Angela beschreibt ebenfalls wie sie es geschafft hat aus dieser Situation heraus zu kommen und ein neues Leben beginnt. Ein Beispiel für alle ebenfalls Betroffenen, die einen Weg suchen um ihr Leben neu zu gestalten. Ebenfalls ist es eine kleine Hilfe für Bekannte und Verwandte um einen Einblick in die verletzten Seelen zu gewinnen. Deren Hoffnungen zu unterstützen und einfach um zu sehen, was diese Krankheit bedeutet. Neben ihren Worten sind auch kleine Passagen Angelas behandelnder Therapeuten und Ärzte mit in diesem Buch enthalten, sowie schmerzhafte Gedichte, die sie in ihrer schweren Zeit geschrieben hat. Angela S. hat den Mut gefasst und ganz offen über ihre Krankheit geschrieben. Eine starke Leistung, denn oftmals prägen insbesondere Ängste die Betroffenen, dass andere sie wegen ihrem Handeln abstoßen könnten. Doch eine Krankheit ist eine Krankheit, es gibt Heilungschancen und wer den Mut aufbringt so ehrlich mit sich selbst zu sein und einem Menschen der leidet beizustehen, wird schnell merken, was für besondere Menschen in der verletzten Haut stecken…

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  • Rezension zu "Dann bin ich seelenruhig" von Angela S.

    Dann bin ich seelenruhig
    Sarlascht

    Sarlascht

    31. December 2011 um 22:10

    Klappentext: Warum Angela sich zum ersten Mal verletzt hat, weiß sie heute nicht mehr. Sie war zwölf und da waren so viel Wut und Schmerz in ihrem Inneren, die nach draußen mussten. Seitdem war Angels dreimal in einer psychosomatischen Klinik, vor einem Jahr hat sie versucht, sich das Leben zu nehmen. Und doch kämpft sie jeden Tag aufs Neue: für sich, für ihre Zukunft und gegen diese Krankheit, die – noch – ein Teil von ihr ist. . Meine Meinung: „Mein Leben als Ritzerin“ beginnt mit dem Selbstmordversuch der damals 18-jährigen Angela. Eigentlich wollte sie sich gar nicht umbringen, wollte nur endlich den Druck in sich selbst nicht mehr spüren und nahm deswegen Beruhigungstabletten – 80 Stück, weil der Schmerz in der Brust einfach nicht verschwinden wollte. Für die Ärzte war klar, dass es ein Selbstmordversuch war und somit findet sich sie in der Psychiatrie wieder und dort beginnt auch die eigentliche „Geschichte“. Angela erzählt von ihrem „Alltag“ in der Klinik, welche Gedanken und Gefühle sie dort durchlebt. Dazwischen kommen immer wieder Stücke, wo sie dem Leser versucht zu erklären, warum und wieso sie sich selbst verletzt. . Relativ unpassend finde ich den Titel „Mein Leben als Ritzerin“, weil sich das Buch nicht nur um dieses Problem dreht, sondern eines der Symptom ihrer Erkrankung – der Borderline Persönlichkeitsstörung - ist. Für mich war es viel mehr ein Erfahrungsbericht über das Leben mit dieser Krankheit, besonders weil auch die Abhängigkeitsproblematik, die ebenfalls ein Symptom ist, beschrieben wird. So ist es doch ein leicht falsches Bild der psychischen Störung, da man schnell annehmen könnte Borderline=Ritzen, was allerdings nicht stimmt. Sie können zusammen auftreten, müssen aber definitiv nicht. . Angela S. beschreibt ihr Leben, ihre Gefühlsachterbahn, die Suche nach dem Leben und sich selbst. Sie setzt sich mit Ihrer Vergangenheit auseinander, versucht das unveränderbare zu akzeptieren, damit sie ihren Platz findet. Einen zentralen Platz bei der Verarbeitung finden die Misshandlungen durch ihre Mutter. Welche der Leser auch durch das Lesen kennenlernt, allerdings nicht nur ihre schlechten Seiten, sondern auch die guten und das lässt eine deutliche Zerrissenheit spüren. Was ich toll finde ist, dass in diesem Buch nichts übertrieben wird. Es gibt oft Bücher, wo man aus der Dramatik heraus, schnell mal alles überspitzt darstellt. Ist hier nicht, es ist sehr authentisch und durchaus nachvollziehbar. . Ein Betroffener wird sich in diesem Buch sicherlich wiederfinden und für Angehörige könnte es relativ hilfreich sein, dass denken des Menschen zu verstehen, was doch manchmal sehr komplex und unlogisch auf einen wirken mag. Und Interessierte bekommen einen guten Einblick in eine andere Welt. . Neben der Geschichte gibt es für mich nur einen Kritikpunkt: das Cover. Die Cover der „mein Leben“ – Reihe finde ich so dermaßen hässlich, dass ich mir zuerst überlegt habe, ob ich mir das Buch überhaupt kaufen soll (ja, ich orientiere mich am Cover, um zu entscheiden, ob ich ein Buch nehmen soll). Die Chance reinzulesen hat mich letztlich die Entscheidung treffen lassen und ich bin dankbar dafür. . Fazit: Sehr guter und interessanter Erfahrungsbericht über die Borderline-Persönlichkeitsstörung.

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  • Rezension zu "Dann bin ich seelenruhig" von Angela S.

    Dann bin ich seelenruhig
    LenaBo

    LenaBo

    11. August 2011 um 19:22

    Inhalt: Angela verletzt sich selbst, seitdem sie 12 Jahre alt ist. Seit sie in der Schule ist wird sie von ihren Mitschülern gemobbt. Auch ihr Familienleben ist alles andere als rosig. Von ihrer Mutter wird sie seit Jahren geschlagen und beschimpft und bekommt nicht die Nähe, die ein Kind verdient hat. In ihrem Buch erzählt uns die junge Angela, wie es zu ihrem selbstverletzenden Verhalten gekommen ist und wie sie noch immer darum kämpft ein glückliches Leben zu führen. Meine Meinung: ‘Mein Leben als Ritzerin – Dann bin ich seelenruhig’ ist ein sehr bewegender, aber gleichzeitig auch beklemmender Roman. Der Leser wird aus der Sicht von Angela in das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung eingeführt, wobei der Schwerpunkt klar auf dem Blickfeld einer Betroffenen liegt. Zwischendurch gibt es kurze Einschübe, in denen ausgewählte Aspekte der Krankheit von Seiten von Fachleuten beleuchtet werden, diese bilden aber keineswegs den Mittelpunkt der Geschichte. Und genau diese Tatsache ist ausschlaggebend dafür, dass mich die Geschichte von Angela sehr berührt hat. Das Buch wechselt zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitserzählungen, die äußerst erschreckend sind. Angela erzählt von einer traumatischen Kindheit, in der sie stets darum gekämpft hat, die Anerkennung und Liebe ihrer Mutter, die eigentlich selbstverständlich ist, für sich zu gewinnen. Als achtjähriges Mädchen schmeißt sie den Haushalt, erledigt völlig ohne Hilfe ihre Hausaufgaben und erhält von ihrer Mutter für ihre getane Arbeit kein einziges Wort des Lobes. Im Gegenteil, Angela wird weiterhin kritisiert, mit Wörtern wie “Pissnelke” beschimpft und erhält regelmäßig Prügel. Auch in der Schule findet sie keinen Ausgleich, geschweige denn Trost. Ihre Mitschüler titulieren sie mit grausamen Namen, schmieden hinter ihrem Rücken grausame Pläne, um Angela noch weiter zu demütigen. Das alles ist ausschlaggebend dafür, dass Angela eines Tages keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich zu ritzen. Im Laufe der Geschichte kann der Leser mit verfolgen, wie Angela an ihrem Leben zerbricht und sich selbst dafür verantwortlich fühlt. Dies betont sie auch immer wieder. Ihr selbstverletzendes Verhalten ist ein Schrei nach Hilfe und Zuneigung, die ihr aber von Niemandem gewährt wird. Angelas Mutter scheint ihre Tochter für verrückt zu halten und kümmert sich nicht weiter um das Wohlergehen ihres einzigen Kindes. Lehrer hören zwar zu, sind mit der Situation aber maßlos überfordert. Und so ist es Angela selbst, die den ersten Schritt zu einer Therapie macht. Letztere werden in Angelas Buch sehr ausführlich und nicht minder emotional beschrieben. Auch hier lernt man die Protagonistin noch besser kennen und kommt nicht umhin des Öfteren fassungslos den Kopf für angebliche Menschen des Faches zu schütteln. Es ist schier erschütternd zu lesen, wie unsensibel psychisch kranke Menschen abgestempelt werden. Doch trotz all der äußerst grausamen Situationen, die Angela in ihrem Buch schildert, ist zu bewundern, wie stark die Protagonistin im Grunde ist. Denn trotz ihrer Krankheit gibt sie nie die Hoffnung auf, dass sie ihre traumatische Kindheit eines Tages in irgendeiner Form doch überwinden kann. Fazit: ‘Mein Leben als Ritzerin – Dann bin ich seelenruhig’ erzählt eine Geschichte, die mich emotional aufgewühlt hat. Liest man von solch einem tragischen Schicksal, erscheinen die eigenen Probleme auf einmal als sehr klein und überwindbar.

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