S. A. Barnes

 4 Sterne bei 57 Bewertungen
Autor*in von Dead Silence, Ghost Station und weiteren Büchern.

Lebenslauf

S. A. Barnes arbeitet tagsüber als Bibliothekarin und schreibt nachts Romane, die sie bisher unter Pseudonym veröffentlicht hat. Für ihr Horror-SF-Debüt ›Dead Silence‹ wurde sie 2022 mit dem Goodreads Choice Award in der Kategorie Science-Fiction ausgezeichnet. S. A. Barnes lebt mit zu vielen Büchern, zu vielen Hunden und einem sehr geduldigen Partner in Illinois.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von S. A. Barnes

Cover des Buches Dead Silence (ISBN: 9783453322936)

Dead Silence

(38)
Erschienen am 11.01.2024
Cover des Buches Ghost Station (ISBN: 9783453323520)

Ghost Station

(10)
Erschienen am 12.02.2025
Cover des Buches Cold Eternity (ISBN: 9783453323636)

Cold Eternity

(9)
Erschienen am 11.06.2025
Cover des Buches Dead Silence (ISBN: 9781250819994)

Dead Silence

(0)
Erschienen am 08.02.2022

Neue Rezensionen zu S. A. Barnes

Cover des Buches Ghost Station (ISBN: 9783453323520)
Elle74s avatar

Rezension zu "Ghost Station" von S. A. Barnes

Elle74
Ein absolutes Lesemuss für jeden Fan von Hard Science-Fiction!

Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und hatte mal wieder Lust etwas aus dem Bereich Sciece Fiction zu lesen. Ich war überaus angenehm überrascht, kann die Autorin vorher nicht. Die Geschichte um Dr. Ophelia Bray, ein traumatisiertes E&G-Team, welches gemeinsam mit ihr einen vereisten Planeten erkunden muss, wobei jeder der Charaktere ein Geheimnis mit sich trägt sowie das gesamte Team, ist absolut fesselnd. Und dann stellt sich natürlich die Frage, was mit dem Team geschehen ist, welches vorher auf dem Planeten war und nicht zurückkehrte...

Mehr zum Buch auf meinem youtube-Kanal "Esses literarischer Salon".

Cover des Buches Cold Eternity (ISBN: 9783453323636)
gosureviewss avatar

Rezension zu "Cold Eternity" von S. A. Barnes

gosureviews
Zwischen Halluzination und Wirklichkeit: Eine Reise ins unheimliche Vakuum

Wenn ein Buch wie Cold Eternity von S.A. Barnes auf den Markt kommt, fühlt man sich unwillkürlich an jene altbekannten Popcorn-Horrorfilme erinnert, die man im jugendlichen Überschwang nachts konsumiert hat – nicht aus literarischem Ehrgeiz, sondern aus einer Art schadenfrohem Nervenkitzel. Allerdings wäre es ungerecht, Barnes’ Roman in die bloße Ecke des billigen Gruselkrams zu stellen, denn er besitzt durchaus Qualitäten, die über das kalkulierte Erschrecken hinausgehen.


Der Plot ist denkbar simpel und in seiner Reduziertheit beinahe elegant: Eine Frau mit beschädigter Biografie – Halley Zwick, einst gesellschaftlich diskreditiert – heuert auf einem verlassenen Raumschiff an, das als fliegendes Mausoleum für eingefrorene Leichen der Wohlstandselite fungiert. In diesem Szenario liegt natürlich ein kapitales Symbol: der Wunsch, dem Tod durch Technik zu entkommen, wird hier in ein makabres Stillleben verwandelt. Barnes gelingt es erstaunlich gut, diese groteske Ausgangslage auszuleuchten und mit einer dichten, fast beklemmenden Atmosphäre zu versehen.


Halley ist eine Protagonistin, die weniger durch ihre Persönlichkeit als durch die Leere um sie herum definiert wird. Sie wirkt wie eine Hülle, die nur deshalb interessant bleibt, weil man nie sicher ist, ob sie den Verstand verliert oder tatsächlich Zeugin unheimlicher Vorkommnisse wird. Diese Unzuverlässigkeit ist einer der größten Vorzüge des Buchs: Immer wieder verschwimmen Realität und Halluzination, bis der Leser nicht mehr weiß, ob hier wirklich etwas Übernatürliches am Werk ist oder nur ein kranker Geist. Der psychologische Horror wächst langsam, fast genüsslich, wie Schimmel in einem abgedichteten Raum.


Leider zeigt sich in der zweiten Hälfte, dass Barnes ihre Stoffe zwar effektvoll anlegen, aber nicht immer zu einem befriedigenden Abschluss bringen kann. Während der Anfang von subtilen Andeutungen und kluger Taktung lebt, verheddert sich der Roman im letzten Drittel in einer Gemengelage aus Action, erklärenden Rückblenden und Effekthascherei. Aus der kühlen Studie über Angst wird ein Showdown, der beinahe alle Zwischentöne opfert. Man hat den Eindruck, die Autorin traue dem eigenen Suspense nicht und müsse ihn durch grelle Spitzen legitimieren.


Stilistisch bleibt Barnes auf sicherem Terrain. Sie schreibt in einer Sprache, die weder stilistisch ambitioniert noch ärgerlich simpel ist. Ihre Stärke ist das szenische Erzählen: Man hört die metallischen Knackgeräusche der Elysian Fields, riecht die abgestandene Luft der kryogenen Särge, spürt die Einsamkeit, die Halley langsam zersetzt. Diese suggestive Konkretheit rettet das Buch vor der Beliebigkeit vieler Genrevertreter.



So bleibt Cold Eternity ein Werk, das im Kern durch eine bemerkenswerte Atmosphäre besticht, aber an seinen eigenen Ansprüchen scheitert, ein Roman zu sein, der über das rein Episodische hinausweist. Wer sich jedoch gern in labyrinthischen Gängen verliert und ein Herz für den Weltraum als Projektionsfläche des kollektiven Unterbewusstseins hat, dürfte sich hier bestens aufgehoben fühlen. Für alle anderen bleibt ein solides, manchmal großartiges, manchmal enttäuschendes Buch, das vor allem die Frage stellt, was größer ist: die Stille des Alls oder die Leere in uns selbst.

Cover des Buches Ghost Station (ISBN: 9783453323520)
E

Rezension zu "Ghost Station" von S. A. Barnes

east
Stimmen im Wind eines fremden Planeten

Ophelia Bray soll als Psychologin ein Weltall-Außenteam auf die nächste Routinemission begleiten, um dem Team den Verlust eines Crewmitglieds unter ungeklärten Umständen zu erleichtern. Doch schon zu Beginn häufen sich die Probleme. Die Crew vertraut ihr nicht und verschweigt ihr etwas. Als sie dann auf dem Zielplaneten eintreffen, finden sie nicht nur eine verlassene Station des Konkurrenzunternehmens und die Ruinen einer untergegangenen Zivilisation, auch eines der Crewmitglieder findet unter brutalen Umständen den Tod. Auf der Suche nach Antworten muss Ophelia schon bald an ihrem eigenen Verstand zweifeln…

 

Mit Dead Silence ist S.A. Barnes ein extrem spannendes Sci-Fi-Horror-Debüt gelungen und auch Ghost Station versprach wieder viel eisiges Weltall, viel Spannung und auch Grusel. Aber mit Dead Silence mithalten konnte es leider nicht.

 

Ophelia ist eine sehr eigenwillige Protagonistin, die sehr viel Trauma mit sich herumschleppt und meint, es in Schach halten zu können, indem sie Psychologie studiert und eine kollektive Schuld zu begleichen versucht. Überraschung, das funktioniert nicht. Sie ist sehr darauf fixiert, das Verhalten der anderen Protagonisten nur durch die Psychologie-Brille zu betrachten, was ziemlich abgehoben wirkt und auch etwas nervt. Zum Glück macht sie mit der Zeit eine Charakterentwicklung durch, wenn auch unter sehr fraglichen Umständen.

 

Die Handlung klingt vielversprechend und die Atmosphäre ist gekonnt gruselig und eisig, es wird richtig kalt beim Lesen. Das Problem des Buches liegt eher dabei, dass der Autorin der Handlungs- und Spannungsbogen etwas verrutscht ist. Der Prolog der Geschichte dauert zu lange, bis die Handlung richtig in den Gang kommt und aus Unwohlsein und Neugierde wirklich Grusel und Spannung wird, vergeht die Hälfte des Buches. Richtig Schlag auf Schlag geh es erst ab dem Ende des zweiten Drittels. Es war vorher keineswegs langweilig oder unspektakulär, das Buch ist einfach schlecht eingeteilt. Die Zeit -vom Beginn der Haupthandlung bis zur Enthüllung der Bedrohung (was ja immer ein bisschen die Spannung des Unbekannten wegnimmt) und schließlich zum Finale- ist einfach zu kurz im Vergleich zum Rest des Buches.

 

Es kommt gerade erst ein bisschen 2001: Odyssee im Weltraum – Stimmung auf, dann ist es auch schon vorbei. Leider gingen da dann einige Details zur eigentlichen Mission, zu der untergegangenen Zivilisation und schließlich auch zu der mysteriösen Bedrohung verloren. Schade, denn die Ansätze da waren sehr spannend (wenn auch ziemlich befremdlich). Das Ende des Buches kam dann ebenfalls zu schnell, da hätte gern mehr sein dürfen.

 

Insgesamt bleibt ein solider Weltraum-Thriller mit Gruseleffekt, der auch, genau wie Dead Silence, viele gesellschaftskritische Themen anspricht, von Gier und Arroganz der Menschen bis zu Ausbeutung durch Megakonzerne, der es aber nicht so schafft, mit der Psyche zu spielen, wie es dem Vorgänger möglich war und dem leider ein paar Hintergrundinformationen fehlen. Unterhalten wurde ich trotzdem, ich hoffe einfach, dass mich das nächste Buch der Autorin dann wieder richtig begeistern kann.


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