S. B. Sasori Rattenfänger (Hongkong Stories 1)

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Inhaltsangabe zu „Rattenfänger (Hongkong Stories 1)“ von S. B. Sasori

Hongkong 2037 Nach einer Pandemie liegt die Weltwirtschaft am Boden. Wer es sich leisten kann, flüchtet in die chinesische Metropole in der Hoffnung auf ein Leben in Überfluss und Reichtum. Doch die Stadt birgt ihre Schattenseite – Kowloon. Menschenhandel, Prostitution und Drogen bestimmen das Dasein der Gesichtslosen. Im Begging Monk, einem Klub in dem verkommenen Bezirk, bieten Shivas das an, was sie besitzen – sich selbst. Joseph Wakane dirigiert das Geschehen im Grenzbereich von Menschlichkeit und Moral. Er kennt die Währung, mit der Träume erkauft und Existenzen zerstört werden. Liam O’Farrell war ein erfolgreicher Arzt, aber die Eintönigkeit seines Alltags erstickte ihn. Er kehrte der geordneten Sicherheit Hongkong Islands den Rücken und floh in das vor Dreck und Chaos überquellende Kowloon. Nun flickt er zusammen, was die Nächte im Monk von den Shivas übrig lassen. Als er Joseph zu einer Auktion im Hafen begleitet, erfährt er zum ersten Mal hautnah, wie aus Menschen Ware wird. Er ist entsetzt. Bis ihn ein junger Mann anfleht, ihn zu kaufen. Rattenfänger ist der erste Band der Serie Hongkong Storys.

Spannend, mitreißend, emotional!

— Pergamentfalter
Pergamentfalter

Eine Dystopie, die es in sich hat!

— clary999
clary999
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    Rattenfänger (Hongkong Stories 1)
    Pergamentfalter

    Pergamentfalter

    11. February 2017 um 10:38

    "Rattenfänger" ist der erste Band der "Hongkong Storys", einer homoerotischen Buchreihe von S.B. Sasori. Er spielt hauptsächlich in Kowloon, einer Halbinsel von Hongkong, auf der Menschenhandel, Prostitution und Drogen das Leben der Menschen regieren. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten erzählt: Joseph Wakane leitet in Kowloon das Bordell "Begging Monk", in dem Shivas Nacht für Nacht den Kunden ihre Dienste anbieten. Bei Joseph liegen Grausamkeit und Sanftheit sehr nah beeinander und obwohl er sich selbstbewusst und arrogant gibt, verfolgt ihn noch immer seine traumatische Vergangenheit. Liam O'Farrell arbeitet als Arzt im Monk. Einst war er ein erfolgreicher Arzt in Hongkong Islands, doch der Alltag schien ihn zu erdrücken und schließlich flüchtete er nach Kowloon. Im Monk kümmert er sich Tag für Tag um die Verletzungen der Shivas und flickt zusammen, was die Nacht von ihnen übrig gelassen hat. Dean Fitzgerald, der Dritte im Bunde, stammt eigentlich auch Charleston, doch sein Vater schickte ihn - gegen seinen Willen - nach Hongkong in die Firma eines ehemaligen Studienkollegen, um ihm eine Zukunft zu ermöglichen. Nach einem Schicksalsschlag verschlägt es Dean nach Kowloon, wo er in die Hände der Rattenfänger gerät, jene Menschen, die neue Ware für die Menschenauktionen im Hafen von Kowloon sammelt. Plötzlich befindet er sich inmitten eines Albtraums, der kein Ende zu finden scheint. Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet. Sie waren mir von Anfang an sympathisch. Ich konnte mit ihnen fühlen und, verstärkt durch die Ich-Perspektive, sehr gut in ihre Geschichte und ihre Gedanken eintauchen. In dieser ersten Hongkong-Geschichte spielt S.B. Sasori mit den menschlichen Abgründen. Wann immer ich das Gefühl hatte, es könne nicht schlimmer werden, setzte sie noch eines drauf und verblüffte, schockte, überraschte mich von Neuem. Dabei war jedoch nicht alles schlimm, was die Charaktere erleben. Es gibt auch immer wieder sanfte, schöne Momente voller Liebe, die sehr einfühlsam beschrieben sind. Die gesamte Handlung ist ein ständiges Auf und Ab voller Wendungen, die es mir nie langweilig werden ließen. Lediglich schreibtechnisch hat mich "Rattenfänger" nicht vollends überzeugt. Der Schreibstil von S.B. Sasori besticht in diesem Buch vor allem durch knappe, kurze Sätze, die z.B. die Gedanken der Charaktere etwas abgehackt und mitunter sogar gehetzt wirken lassen. In manchen Szenen passte das sehr gut, in anderen fand ich es irritierend und hätte mir gern mehr Beschreibungen oder ausführlichere Gedankengänge gewünscht. Zudem sind mir in dem Buch eine ganze Reihe von Schreibfehlern und einige fehlende Worte aufgefallen. Wenn das ein oder zweimal vorkommt, stört es mich normalerweise nicht weiter. In "Rattenfänger" fand ich es jedoch - leider - recht auffällig. Fazit "Rattenfänger" ist ein spannender, mitreißender, emotionaler Einstieg in die Hongkong Storys. Die Zukunft, die S.B. Sasori zeichnet, ist schockierend. Mitten hinein wirft sie drei Protagonisten, die mir sehr sympathisch waren und deren Beziehung zueinander sich im Laufe der Geschichte allmählich entwickelt. Insbesondere nach dem Epilog bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Aufgrund des Schreibstils, der mir nicht ganz so gut gefallen hat, bekommt "Rattenfänger" von mir insgesamt 4 Sternen.

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    Rattenfänger (Hongkong Stories 1)
    athorn

    athorn

    21. February 2016 um 00:41

    ...hätte ich hier eine Rezension zu diesem Buch geschrieben. Leider hat die Autorin sich dafür entschieden, es als "Exklusivausgabe" bei einem großen US - Konzern zu veröffentlichen. Da ich prinzipiell von diesem Anbieter keine Bücher kaufe, habe ich nach Alternativen dazu bei der Autorin angefragt. Dabei ging es auch um die "Schlangenfluchtrilogie", alternativ auch als E-Pub, die ich über "Thalia" bezogen hätte. Auf freundliche Nachfrage hin teilte mir die Autorin mit, dass es die "Schlangenfluchtrilogie" als Printausgabe gäbe, den "Rattenfänger" aber nicht. Auch nicht als E-Pub. Wenn ich also das Buch nicht bei dem US-Anbieter kaufen will, dann bekomme ich es nicht. Gar nicht. Die Lust darauf, ihre übrigen Bücher zu lesen ist mir daraufhin ganz spontan vergangen. Ehrlich, mir ist so etwas noch nie passiert. Der Wunsch, ein Buch zu lesen und den geforderten Preis dafür bezahlen zu wollen genügt nicht mehr...eine wirklich neue und subtile Form von Diskriminierung. Schöne neue Medienwelt. Nun gut, dementsprechend muss ich wohl in Zukunft alle meine Rezensionen anpassen und die Erhältlichkeit in den verschiedenen Formaten mit berücksichtigen. Kein Stern dafür, dass nur einem elitären Leser - und Käuferkreis Zugang zu diesem Buch gewährt wird.

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  • Rattenfänger (Hongkong Stories 1)

    Rattenfänger (Hongkong Stories 1)
    clary999

    clary999

    „Niemand bringt Ordnung in ein Chaos, das sich im Minutentakt selbst erschafft.“ Zitat aus dem Buch Eine Dystopie, die es in sich hat! Menschenhandel, Gewalt, Prostitution und Drogenhandel bestimmen das Leben! Eine Liebe zwischen zwei Männern, die unmöglich erscheint… Ein ständiger Wechsel von Gefühlen! Zum Inhalt: 2037 nach einer Pandemie. In der Metropole Hongkong Islands leben die Reichen, die sich relativ schnell von der Krise erholt haben. Wirklich frei sind die Menschen dort nicht. Sie werden von Überwachungsdrohnen kontrolliert… In dem runtergekommenen Außenbezirk Kowloon suchen sie ihr Vergnügen. Schonungslos und grausam! In den vielen Bordellen arbeiten Shivas (Prostituierte). Manche freiwillig, andere werden gezwungen. Auf Märkten werden Menschen verkauft, Erwachsene und Kinder… Für die Reichen sind die „Gesichtslosen“ Spielzeug. Sollte „es“ kaputt gehen, wird es weggeworfen wie Müll. „“Wir haben etwas, das ihnen fehlt.“ Verlierer. Ohne sie macht das Gewinnen keinen Spaß.“ Zitat aus dem Buch Charaktere und meine Meinung: Die Geschichte wird aus drei Sichten erzählt. Drei Männer mit einer unterschiedlichen Vergangenheit, die jeden auf seine Weise geprägt hat. Dean Fitzgerald, ein junger Amerikaner, wurde von seinem Vater nach Hongkong geschickt, um in einer Firma zu arbeiten und Geld zu verdienen. Als er in die Fänge der Rattenfänger kommt, ist er völlig überfordert. Ein Albtraum, der kein Ende nimmt… Der sympathische Ire Liam O’Farrell hat sich, nach Enttäuschungen in Hongkong, in einem Bordell von Kowloon zurückgezogen und behandelt die verletzten und misshandelten Shivas. Joseph Wakane, Klubbesitzer vom „Begging Monk“, versteckt sich hinter Arroganz und Unnahbarkeit. Tief im Inneren ist er trotzdem mitfühlend und empfindsam. Er ist einer der Wenigen, der sich um die Belange der Shivas kümmert und eingreift, wenn die Gäste, die von ihm gesteckten Grenzen, überschreiten. Die Begegnung der drei Hauptpersonen verändert ihr Leben drastisch... Auch die Nebencharaktere sind authentisch und überzeugend. Die Schreibweise von S.B. Sasori ist wieder sehr direkt. Mit unverfälschten Worten und Sätzen bringt sie dem Leser, die Personen und die Handlung näher. Die brutalen und grausamen Ereignisse sind nervenaufreibend! Nichts für zartbesaitete Leser! Eine düstere beklemmende Stimmung zieht durch die Geschichte, die durch gefühlvolle Momente, ein Fünkchen Hoffnung gibt! „Zu viel Gefühl. Zu viel Schmerz. Zu viel Leben.“ Zitat aus dem Buch Spannend, erbarmungslos und erschütternd, aber auch mit emotionalen und erotischen Szenen! Lesenswert! 4,5 Sterne

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