S. B. Sasori Rot. Grün? Blind!

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Inhaltsangabe zu „Rot. Grün? Blind!“ von S. B. Sasori

Wer ist der smarte Blonde, der mit Frank-Sinatra-Hut und Sonnenbrille aus dem Fond einer Limousine steigt? Finn kann sein Glück kaum fassen, als er erfährt, dass es sich um seinen neuen Nachbarn handelt. Aber weshalb überquert H.Veller, ohne nach rechts und links zu sehen, die Straße? Und das zur hektischsten Berliner Rushhour? Finn eilt dem seltsamen jungen Mann zur Hilfe und begreift, warum Rot eine schreckliche Farbe ist und Schatten guttun können.

Schon am ersten Tag fällt Hannes Veller dem schwulen Finn ins Auge. Ausgerechnet zur Rush Hour überquert der junge Mann die Straße, ohne ...

— Splashbooks

Schöne Geschichte mit tiefgründigen Charakteren - gerne mehr! :) Nur war der kurze, abgehackte Schreibstil etwas anstrengend zu lesen...

— Tini_S
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  • Nett, aber zu kurz

    Rot. Grün? Blind!

    Cookie02

    19. July 2016 um 18:40

    Der Titel dieses Buchs ist etwas irritierend, da man zuerst an die Rot-Grün-Schwäche denkt. Hannes ist nach einem Unfall jedoch nahezu blind. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Hannes und Finn erzählt. Man lernt beide Protagonisten getrennt voneinander kennen, sodass man sich einen Eindruck von ihrer Art und ihrem Leben machen kann. Beide sind sich sehr ähnlich, allerdings machen Hannes seine drohende Blindheit und auch die Erinnerungen an den Unfall sehr zu schaffen. Er liebte seine Freiheit, die er nun soweit wie möglich zurück erlangen möchte.Eine schöne Geschichte, die allerdings sehr abrupt endet und die Zukunft offen lässt. Ich hätte mir noch einige Seiten mehr gewünscht.

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  • [Rezension] Rot. Grün? Blind! – S. B. Sasori

    Rot. Grün? Blind!

    JenniferKrieger

    21. April 2015 um 20:41

    Klappentext: Wer ist der smarte Blonde, der mit Frank-Sinatra-Hut und Sonnenbrille aus dem Fond einer Limousine steigt? Finn kann sein Glück kaum fassen, als er erfährt, dass es sich um seinen neuen Nachbarn handelt. Aber warum überquert H. Veller, ohne nach rechts und links zu sehen, die Straße? Und dies zur hektischsten Berliner Rushhour? Finn eilt dem seltsamen jungen Mann zur Hilfe und begreift, warum Rot eine schreckliche Farbe ist und Schatten guttun können. Einordnung: Das Buch ist kein Teil einer Reihe. Rezension: Wegen des Wortspiels im Titel ist mir besonders diese Geschichte der Autorin ins Auge gefallen. Und was mich schon als unwissenden Leser begeistert hat, wird in dem Buch dann auch nochmals aufgegriffen und erklärt. Jeder Teil hat eine ganz besondere Bedeutung. So erfährt der Leser beispielsweise schon auf den ersten Seiten, dass Hannes, einer der beiden Protagonisten, ein rotes Motorrad fährt. Anfangs erscheint es noch wie ein Zufall, doch nach und nach wird deutlich, dass der ungewöhnliche Titel perfekt zur Geschichte passt. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir der Charakter der Figuren. Auch auf so wenigen Seiten hat die Autorin es geschafft, sympathische und unsympathische Charaktere zu erschaffen. Das liegt vor allem an der Art, mit der sie Hannes begegnen, der sich in einer sehr schwierigen Situation befindet. Auf der einen Seite begleitet ihn sein Freund Stefan, dessen von Mitleid getränktes, fürsorgliches Benehmen gemeinsam mit der fast schon unverschämte Behutsamkeit dafür sorgt, dass ich sehr einverstanden damit war, ihn hochkant aus der Wohnung zu werfen. In seinem Übereifer versteckt er nämlich beispielsweise sogar die Küchenmesser vor Hannes. Auf der anderen Seite erscheint Finn auf der Bildfläche, dessen direkte, freche Art genau die Gelassenheit in die Szene bringt, die Hannes braucht. Statt alle gefährlichen Dinge vor ihm zu verstecken, bittet Finn zum Beispiel schon bei der ersten Begegnung darum, Hannes möge ihn vorwarnen, wenn er das nächste Mal mitten im Berufsverkehr einfach über die Straße läuft, damit er seine Kopfhörer aufsetzen kann, um nicht das Quietschen der Reifen zu hören, wenn er überfahren wird. Was hier makaber klingt, ist in der Geschichte genau die Einstellung, durch die Finn zur sympathischsten Figur des Buches wird – nicht nur in meinen Augen. Der einzige Kritikpunkt an dem Buch ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Handlung entwickelt. Abgesehen von den ersten fünf Seiten spielt die gesamte Geschichte an einem einzigen Tag, sodass sich in dem Zeitrahmen auch alle zwischenmenschlichen Beziehungen entwickeln müssen. Da es sich nur um eine Kurzgeschichte handelt, lässt es sich kaum vermeiden, dass die Charaktere direkt mit der Tür ins Haus fallen. Trotzdem hätten sowohl das Thema als auch die Charaktere noch viel Potenzial für ein dickeres Buch hergegeben. Fazit: Der Titel des Buches, hinter dem sich eine tiefere Bedeutung versteckt, die jedoch überhaupt nicht erzwungen ist, ist ein echter Glücksgriff – vor dem Lesen der Geschichte auffallend, danach absolut perfekt. Ebenfalls gelungen sind die Figuren. Trotz der wenigen Seiten verschwimmen sie nicht zu einer Masse, sondern besitzen jeweils einen eigenen Charakter, der sie unsympathisch macht oder aber den Leser zum Lachen bringt. Leider handelt es sich bei dem Buch aber nur um eine Kurzgeschichte, sodass viel Potenzial ungenutzt bleibt. Daher bekommt „Rot. Grün? Blind!“ insgesamt vier Schreibfedern von mir.

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  • Zu kurz für diese Thematik

    Rot. Grün? Blind!

    Koriko

    18. March 2015 um 12:49

    Story: Schon am ersten Tag fällt Hannes Veller dem schwulen Finn ins Auge. Ausgerechnet zur Rush Hour überquert der junge Mann die Straße, ohne auf den Verkehr zu achten und verhält sich auch sonst eher ungewöhnlich. Schnell erkennt Finn, dass Hannes fast blind ist und lediglich grobe Schatten erkennen kann. Als Hannes in die leerstehende Wohnung gegenüber einzieht, bietet Finn seinem neuen Nachbarn bereitwillig seine Hilfe an und kommt dem blinden Mann schon am ersten Abend näher … Eigene Meinung: „Rot. Grün? Blind!“ ist eine knapp 80-seitige Novelle der Autorin S. B. Sasori, die durch die „Schlangenfluch“-Trilogie und „Der Sodomit“ auf sich aufmerksam gemacht hat. In der vorliegenden Geschichte bleibt sie ihrem Motto „Männer mit körperlichen Einschränkungen oder Behinderungen“ in den Mittelpunkt zu rücken, treu, und präsentiert mit Hannes einen blinden Protagonisten. Die Grundidee ist demnach spannend und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Leider scheitert die Geschichte genau in diesem Punkt – das mehr fehlt. So schön die Charaktere ausgearbeitet sind, so solide der Schreibstil der Autorin ist, es fehlt einfach an Tiefgang. Das Thema eignet sich einfach nicht für eine kurze Novelle, sondern schreit geradezu nach einem längeren Werk, um Hannes‘ Leben, seine Gedanken und Gefühle und die Beziehung zwischen ihm und Finn richtig zu beleuchten. Stattdessen geht einfach alles zu schnell – bereits in der ersten Nacht landen die beiden miteinander im Bett. Sicherlich ist das das Ziel der Novelle gewesen, immerhin hat man mit Erotik gerechnet, doch es geht einfach zu schnell. Gerade weil Hannes blind und verunsichert ist, kommt diese schnelle Entwicklung unglaubwürdig daher. Da hätte man sich einfach mehr Zeit lassen müssen, Vertrauen zwischen Hannes und Finn aufbauen und die Sache langsam angehen sollen. So lernt man die Figuren nur oberflächlich kennen, erfährt, wie Finn überhaupt erblindet ist und warum er die Farbe Rot nicht ausstehen kann. Doch da endet die Charakterbeschreibung auch schon, denn S.B. Sasori führt die Handlung nicht weiter. Stilistisch gibt es wenig zu bemängeln. Die Autorin hat einen sehr einprägsamen, direkten Stil, der weder platt noch stereotyp daherkommt. Gerade die Erotikszenen sind sehr gut umgesetzt und stimmungsvoll beschrieben. Auch beleuchtet sie die Charaktere und ihre Gedanken ein wenig genauer, einzig die Kürze der Geschichte sorgt dafür, dass man sie kaum kennenlernt. Fazit: Von der Grundidee her ist „Rot. Grün? Blind!“ eine spannende Novelle, die durch einen sehr ausgereiften Stil und interessante Charaktere begeistern kann. Leider wird die Kürze der Geschichte zum Verhängnis, denn 80 Seiten reichen bei weitem nicht, um alles aus der Novelle herauszuholen. Es lässt den Leser einfach unzufrieden zurück, da eine Menge Potenzial verschenkt wird. Bleibt zu hoffen, dass S.B. Sasori irgendwann die Geschichte um Hannes und Finn erneut aufgreift und sie in Romanform fortführt – verdient hätten es das Konzept und die Charaktere auf jeden Fall!

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  • bewegend, direkt, erotisch

    Rot. Grün? Blind!

    hexe2408

    01. March 2015 um 16:43

    Eine Begegnung im Berliner Großstadtleben ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Wenn jedoch ein junger Mann eine Straße mitten in der Rushhour überquert, als wäre er unsichtbar und die Autos könnten einfach durch ihn hindurch fahren, ist das auch für die Hauptstadt kein normales Ereignis. So trifft Finn auf seinen neuen Nachbarn Hannes. Ein Augenblick, der alles verändern kann.   Ich mag den Schreibstil von S. B. Sasori total gern. Teilweise kurze, einprägsame, direkte Sätze, die nichts beschönigen, die nicht drum rumreden und die Sachen auch einfach mal auf den Punkt bringen. Im Leben läuft eben nicht immer alles rund und das wird auch in dieser Geschichte sehr deutlich. Angst, Verzweiflung und Resignation sind gut zu spüren, auf der anderen Seite sind da aber auch positivere Gefühle, die vor allem Finn beisteuert. Mit Hoffnung, Hilfsbereitschaft und Verlangen, ganz ohne Mitleid, schafft er es, die negative Stimmung von Hannes aufzulockern, seinen Schutzpanzer zu durchbrechen und den Weg frei zu machen für erotische Momente. Aufgrund der Kürze der Geschichte bleibt nicht viel Zeit, die beiden Protagonisten intensiv kennen zu lernen. Die Informationen, die man bekommt, reichen jedoch aus, um sich ein Bild der beiden Männer zu machen.   Eine sehr bewegende, gefühlvolle Kurzgeschichte, die klar macht, dass Liebe nicht im Auge des Betrachters liegt, sondern in seinem Herzen.

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  • Die Farben im Schwarz!

    Rot. Grün? Blind!

    Bathory

    27. December 2014 um 17:46

    Titel: Rot, Grün? Blind! Autorin: S.B.Sasori Bookrix (22. Oktober 2014) 90 Seiten Das COVER zeigt einen jungen Mann mit Hut, den man für den Hauptprotagonisten halten kann. Er steht auf einen Boden im Schachbrett-Muster. Alles ist in schwarz-weiß gehalten, bis auf die leichten Farbandeutungen im Titel. ZITAT: Hannes zarter Duft, das schöne, traurige Gesicht, die schlanken Finger, die unter ihrer Aufgabe leicht gezittert hatten. (...) "Mensch, Sahneschnitte, ich würde dich zu gern vernaschen." Bis zum letzten Krümel. S. 33 INHALT: Der neue Nachbar verschlägt Finn sofort den Atem. Doch noch weiß er nicht, was sich hinter Hannes beißenden Sarkasmus verbirgt... MEINUNG: Hannes liebt seine Freiheit so sehr, dass er mit seiner Maschine ewig weiterfahren würde. Doch ein Unfall beendet seine Fahrt und raubt ihm das Augenlicht. Kaum erblickt Finn seinen schönen neuen Nachbarn, muss er ihn auch schon davor bewahren auf eine befahrene Straße zu gehen. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass Finn sich sofort verliebt. Auf knapp neunzig Seiten schafft es die Autorin eine sowohl tiefgründige, wie auch sinnliche Story zu erzählen. Die Charaktere wirken lebendig und glaubhaft. Hannes, der sich selbst mit einem Auszug seine Unabhängigkeit beweisen will. Finn, welcher gleich hinter Hannes abweisender Fassade, dessen währe Gefühle erkennt und versteht. Der (zu) fürsorgliche Freund Stefan und die besorgte Schwester Grit. Alle zusammen sind sie in eine wunderbare und amüsante Geschichte verpackt, die einem hie und da Schmunzeln lässt, trotz des ernstem Geschehens. FAZIT: Gerne hätte das Buch auch länger sein können, aber so ist es ein kleines Lesevergnügen, das man ruhig öfters genießen kann!

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