S. B. Sasori Schuldfrage

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Inhaltsangabe zu „Schuldfrage“ von S. B. Sasori

Cedrics Alltag ist ein Scherbenhaufen. Kaum bricht die Dunkelheit herein, ertrinkt er in Ängsten. Sie kreisen um eine Ruine, Gestank und einen gesichtslosen Fremden. Er kittet die Bruchstücke seiner Existenz mit der Flucht in eine Zweckbeziehung und abrufbarem Sex, ohne dem Chaos länger als wenige Augenblicke zu entkommen. Erst der junge Landstreicher Mika, der durchnässt und barfuß in sein Leben stolpert, schenkt ihm Momente voll Geborgenheit und Frieden. Sie zersplittern wie Glas, als Mika von einer Nacht erzählt, die neun Jahre zurückliegt.

Das Buch st eindringlich, einfühlsam und berührend zugleich. Es gehört nun zu meinen persönlichen Lieblingsgeschichten.

— RicardoEff

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  • gefangen zwischen Angst und Schuld

    Schuldfrage

    hexe2408

    01. January 2017 um 14:50

    Cedric ist gefangen in seinen Angstzuständen. Sobald es dunkel wird, nimmt ihn die Panik gefangen. Das einzige, was ihm scheinbar hilft, ist Sex. Doch die Ruhe ist trügerisch und hält nicht lange an. Als er in die Nähe des Ortes zurück kehrt, der sein Leben zu einem Scherbenhaufen gemacht hat, trifft er auf Mika, der auf eine unerwartete Weise mit seinem Schicksal verbunden ist.   Wer die Geschichten von S.B. Sasori kennt, der wird keine seicht dahin plätschernde Handlung erwarten, denn die bekommt man als Leser auch nicht. Der Schreibstil ist sehr klar, direkt und oft schonungslos ehrlich. Keine geschönten, verblümten Umschreibungen für Dinge, die einfach auf den Punkt gebracht gehören. Cedrics Leben ist schwierig, sobald die Dunkelheit besitzt von der Welt ergreift, nimmt seine Panik ihn gefangen. Daran gibt es nicht viel schön zu reden, denn der Zustand ist wirklich schrecklich. Auch seine Zweckbeziehung mit Sex auf Kommando hilft ihm nur bedingt weiter. Er schafft es zwar so, für den Moment durchzuhalten, doch eine Dauerlösung ist es nicht. In diesen Passagen ist auch deutlich spürbar, dass der Akt nicht viel mit Liebe, Leidenschaft und Hingabe zu tun hat. Es dient einem klar festgelegten Zweck, mehr nicht. Liebevoller wird es erst, als Cedrics Leben einen kleinen Lichtblick erfährt, der ihm endlich hinaus aus der Dunkelheit helfen könnte.   Einige Szenen waren mir persönlich schon fast zu extrem. Cedric und auch Mika sind wirklich speziell, mit sehr eigenen Vorlieben, die sie nicht hinterm Berg halten. Ich finde es gut, dass die Charaktere sein dürfen, wie sie sind, mit allen Ecken, Kanten, Ängsten, Zwängen und eben auch seltsamen Vorlieben. Trotzdem muss man ja nicht jede Ansicht persönlich teilen. Durch die Perspektivwechsel hat man als Leser einen Wissensvorsprung und kann die Figuren dabei begleiten, wie sie selbst hinter die Geheimnisse kommen, die ihr gegenüber verbirgt. Gleichzeitig kann man sowohl in das Leben von Mika, als auch in das von Cedric einen Blick werfen. Beide jungen Männer sind geprägt und gezeichnet von ihrem Schicksal, beide auf ganz verschiedene Weise und doch beide für jedermann sichtbar. Doch hinter ihren Fassaden versteckt sich noch viel mehr, als man auf den ersten Blick sehen kann.   Eine sehr aufwühlende, teilweise düstere Geschichte mit Tiefgang. Auch wenn es mir an einigen Stellen ein wenig zu viel war, finde ich es immer wieder faszinierend, wie S.B. Sasori es schafft, die Gedanken und Gefühle so klar auf den Punkt zu bringen.    

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  • Aufwühlender und tiefgründiger schwuler Roman

    Schuldfrage

    RicardoEff

    22. August 2016 um 12:18

    Der 23-jährige Cedric wurde vor neun Jahren durch eine Vergewaltigung aus der Bahn geworfen. Seitdem leidet er an Angstattacken und kann in der Dunkelheit der Nacht nicht allein sein. Er sucht in Zweckbziehungen sein Heil, die ihm mit Sex helfen seine Ängste zu übertünchen. Er hat panische Furcht vor den Erinnerungen an jenes Ereignis, das ihn seitdem verfolgt. Als seine Oma Greta ihn bittet während ihrer Kur das Haus für drei Wochen zu hüten und den Garten zu pflegen, willigt er nur widerstrebend ein. Denn damit muss er zurück an den Ort des traumatischen Geschehens vor neun Jahren. Also nimmt er seinen Freund Nik mit, der ihm seine Ängste vertreiben soll. Nik ist nicht begeisterrt, nutzt aber die Zeit für seine Diplomarbeit. Als beide vor Ort eintreffen, kann der Landstreicher Mika gerade noch aus dem Haus fliehen fliehen, in dem Greta ihm vor ihrer Abreise Zuflucht bot. Doch er hat seine Schuhe vergessen und muss zurück und trifft auf Cedric. Jetzt wird ihm klar, dass er Ihm von der Nacht vor neun Jahren erzählen müsste.Weil Cedric und Mika ihr Inneres offen legen, kommt man beiden sehr nahe. Sie zeigen ihre Wünsche, Sehnsüchte und Begierden ebenso wie ihre dunklen Seiten. Aber trotzdem wendet man sich nicht ab, sondern wird neugierig. Und so versteht man im Laufe der Geschichte, warum sie so und nicht anders handeln. Insbesondere der ungewöhnliche Mika bleibt in Erinnerung. Alleine diesen, im positiven eigentümlichen Menschen, kennenzulernen lohntes diese Story zu lesen.Trotz der unsäglichen Traurigkeit und Angst, die Cedric und Mika umgibt, schildert Sasori auch intensive Glücksmomente, die so wunderschön geschildert sind, dass sie lange im Gedächtnis haften bleiben. Der Text ist eindringlich, enifühlsam und berührend zugleich. Ich habe das Buch in kaum drei Stunden gelesen und es gehört nun zu meinen persönlichen Lieblingsgeschichten. Das Thema hat mich noch einige Zeit beschäftigt. Für mich klare 5 Sterne und eine begeisterte Leseempfehlung.

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  • Heikles Thema

    Schuldfrage

    Shinji

    05. July 2015 um 12:14

    Cedric tat mir anfangs unendlich Leid, doch auch Mika hatte kein leichtes Leben. Die Art und Weise, wie ihre Vergangenheit miteinander verwoben ist, kam für mich überraschend und hat sehr viel Spannug erzeugt. Der Schreibstil war gut nur haben mich ein paar kleine Tippfehler manchmal rausgebracht. Auch das Ende fand ich echt gelungen und habe mitgefiebert. Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte noch weiter geht und habe ein klein wenig Wehmut verspürt, als sie dann doch schon zu Ende war und ich mich von den Charkteren verabschieden musste. Vielleicht wird es ja noch einen zweiten Teil geben? Alles in allem kann ich den Kurzroman nur empfehlen, wenn man 3 spannende Stunden mit Micka und Cedric verbringen will.

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  • Eine wunderschöne, sehr emotionale Geschichte über Liebe, Ängste und Vergebung

    Schuldfrage

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. March 2015 um 15:08

    "Ich weiß wie nasse Betonbrückenpfeiler schmecken." Cedric schüttelte es. Der Mann war verrückter als er selbst. "Nach Einsamkeit." Cedric ist von Ängsten zerfressen, seelisch kaputt versucht er sie mit Fotos von Scherben aufzuarbeiten was ihm jedoch nicht gelingt, denn immer wenn es dunkel wird kehren sie zurück und bringen ihn an den Rand der Verzweiflung. Schutz sucht er dann in den Armen seines Freundes Niklas, der ihn mit Sex das Schlimme vergessen lässt das Cedric Nacht für Nacht verfolgt. Eine schicksalhafte Nacht vor Jahren hat sein Leben so verändert das er mit Niklas in einer Art Zweckgemenschaft lebt. Als er zu seiner Oma kommt, trifft er dort auf den Landstreicher Mika. Zwischen den beiden entsteht ziemlich schnell eine Verbindung. Während Niklas, sein Freund relativ kühl und lieblos wird. Phu ich musste mich nach dem Lesen erst einmal wieder beruhigen, das Buch ist sehr aufwühlend und man wird recht schnell in die Geschichte von Cedric und Mika hineingezogen. Dabei wird man als Leser sehr nahe an die Gefühlswelt der beiden Figuren herangeführt. Man erhält tiefste Einblicke in die Gedanken und Gefühle beider Männer und ist teilweise ein wenig schockiert was man da findet. Nichts destotrotz bin ich sehr begeistert. Einmal mit dem Lesen angefangen konnte ich auch nicht mehr aufhören. Ich liebe sowas. Cedric; er wirkt zerbrochen und psychisch am Ende. Tagsüber kompensiert er sein Trauma mit fotografieren und seinem Blog, der bei anderen für Begeisterung aber auch Entsetzen sorgt. Nachtsüber ist er hilflos und erliegt seinen Ängsten. Das klingt jetzt vielleicht nicht besonders toll aber ich muss gestehen das ich Cedric irgendwie gerne hatte. Er wirkt einfach wie ein Mensch dem man wünscht das alles wieder gut wird. Mika; Landstreicher mit Herz. Er war mir sofort sypmathisch, vielleicht lag es daran das er Dreadlocks hatte und nicht wie der typische Penner herüberkam, auch wenn er ab und zu "nicht nach Rosen" duftete. Aber seine Art sein Schicksal mit Humor zu meistern gefiel mir. Aber auch seine andere Seite Cedric gegenüber. Ein wirklich toller Charakter. Ich könnte noch länger darüber schreiben wie toll ich das Buch fand, wie klasse die Charaktere die mir noch immer im Kopf herumspucken, wie superschön und zugleich traurig die Handlung dazu ist. Aber ich will es mal so sagen; kauft euch das Buch, es ist wirklich toll. Kein Buch für schwache Gemüter da es ziemlich ans Eingemachte geht, man kommt den Charakteren sehr nahe und der eine oder andere könnte vielleicht ein wenig von der deutlichen Sprache geschockt sein. Somit würde ich auch Lesern unter 16 Jahren vom Lesen abraten. Auch voreingenommene Leser die mit GayRomance nichts anfangen können werden wohl nicht sehr glücklich mit "Schuldfrage" werden. Für alle aufgeschlossenen Leser aber, die eine wahnsinnig ergreifende und tiegfgehende Geschichte lesen möchten ist es ein ganz wundervolles Buch. In einem Satz: Eine wunderschöne, sehr emotionale Geschichte über Liebe, Ängste und Vergebung

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  • wie schmeckt Vergebung?

    Schuldfrage

    SabsiS

    In dieser Kurzgeschichte erzählt S. B. Sasori von zwei jungen Männern, die jeder auf seine Art mit ihren Abgründen leben. Cedric leidet seit einem traumatischen Erlebnis an Panikattacken und Beklemmungen, vor allem in der Dunkelheit. Bekämpfen kann er diese nur mit hartem, seelenlosen Sex. Seine - nach Meinung anderer Menschen äußerst ungesunde - Faszination für Glasscherben ist ein weiterer Mosaikstein von Cedrics kaputter Seele - und macht ihn für viele zum Freak, zum Psycho. Mika lebt außerhalb der Gesellschaft, ist obdachlos, schnorrt sich durch, kommt manchmal bei Greta - Cedrics Oma - unter, um sich aufzuwärmen. Auch er lebt mit einer großen Belastung, Schuldgefühlen, die sehnsüchtig auf Vergebung hoffen. Cedric und Mika treffen in Gretas Haus aufeinander und stellen sich ihren Ängsten. Diese Geschichte ist so düster und voller Abgründe, sie löst tiefe Beklemmungen aus und fasziniert einen dennoch auf ungeahnte Weise. S. B. Sasori versteht es den Leser in ihren Bann zu ziehen. Diesmal auf eine besonders bedrückende und hoffnungslose Weise. Typisch für die Autorin ist auch hier wieder der wunderbare Umgang mit Sprache, aber auch zB der Einfall, dass Cedric weiß, wie Dunkelheit riecht, Mika dafür zu gern wüsste, wie Unschuld oder Vergebung schmecken. Ich bin wie immer begeistert von S. B. Sasori, auch wenn diese Geschichte wirklich harte Kost ist. Kann man sich aber darauf einlassen, dann schenkt sie einem viel!

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  • Schuldfrage

    Schuldfrage

    clary999

    „Bröckelnde Mauern,zerbrochene Scheiben.“ „Ein Sturz, ein Aufprall. Benommenheit. Kein Licht. Eisige Hände.“                           Zitate aus dem Buch Eine verhängnisvolle Nacht vor neun Jahren… Seit damals wird Cedrics Leben von Ängsten, Panikattacken und erschreckenden Erinnerungen bestimmt. Sobald die Dunkelheit einbricht, kann er sich nur durch Schmerzen, die er sich selber zufügt, und abrufbaren Sex, halbwegs unter Kontrolle halten. Als sich Cedric und der junge Landstreicher Mika nach all den Jahren begegnen, muss sich Mika entscheiden. Er kennt die ganze Wahrheit über diese eine Nacht. Mika hat eine große Schuld, die ihn sehr bedrückt, auf sich geladen. Sein Geständnis könnte vielleicht Cedric helfen. Aber kann Cedric ihm verzeihen? Eine Kurzgeschichte über zwei unglückliche junge Männer. Voller Traurigkeit, Verzweiflung, Einsamkeit und unerfüllter Sehnsucht. Die Hoffnung auf Geborgenheit und Vergebung scheint unmöglich zu sein. Kleine Augenblicke mit ein bisschen Glück... S.B. Sasori hat mich mit ihrer dramatischen Geschichte gleichzeitig erschüttert und in den Bann gezogen! Ein sehr schönes Happy End, aber der Weg dahin ist steinig und schmerzhaft… Lesenswert! 5 Sterne  

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