Der Himmel über Appleton House

von S. E. Durrant 
4,4 Sterne bei29 Bewertungen
Der Himmel über Appleton House
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-nicole-s avatar

Eine wundervolle und berührende Geschichte, die mir mit seiner ruhigen und besondern Art sehr gefallen hat.

Fantasie_und_Träumereis avatar

Das Buch beginnt so schüchtern und leise und endet in einem Wohlfühlbuch, das mich zu Tränen rührt.

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Inhaltsangabe zu "Der Himmel über Appleton House"

Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551560308
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:24.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    rosinchen_s avatar
    rosinchen_vor 2 Monaten
    Eine Geschichte über das Suchen und Finden einer Familie

    Zuerst noch kurz zum Inhalt:
    Ira und Zac sind zwei Waisengeschwister, die von einer Pflegefamilie und von einem Waisenhaus zum anderen gebracht werden. Da sie zusammenbleiben wollen, fällt es schwer, eine passende Familie zu finden. Und so haben die beiden kaum noch Hoffnung, als sie die ältesten Waisen des Kinderheims sind. Doch dann verbringen sie  zwei Ferienwochen bei Martha, die alleine in "Appleton House" wohnt. Auf Anhieb gefällt es ihnen dort, doch trotzdem ist die Angst, nicht bei ihr unterzukommen zu groß....

          2. Und jetzt dürft ihr gerne meine Meinung lesen ;):

    Schon ab der ersten Seite mochte ich Ira sehr gerne, da man mit ihr sehr schön durch die ganze Geschichte geführt wird. Man merkt, wie viel ihr an einer Familie mit ihrem kleinen Bruder Zac liegt und dass sie sich nichts sehnlicher wünscht. Zwischendurch war mir die Geschichte etwas zu langweilig, doch dann kamen sie zu Martha. Es gefiel mir, wie von der Gegend und von "Appleton House" erzählt wird und am liebsten hätte ich mich dorthin gewunschen. Fast als wäre man selbst dabeigewesen. Und dann kam natürlich noch sehr viel Spannung dazu, was das Ganze noch besser machte. Insgesamt ein echt tolles Buch zum Mitfühlen!

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundervolle und berührende Geschichte, die mir mit seiner ruhigen und besondern Art sehr gefallen hat.
    Eine berührende Geschichte, auf besondere Art erzählt

    Die Sehnsucht nach einem Zuhause…

    Das Mädchen Ira und ihr kleiner Bruder Zac leben seit einiger Zeit in dem Kinderheim „Skilly House“ – sie gehören mit zu den längsten Bewohnern, da sie unbedingt zusammenbleiben wollen. Sie haben schon in vielen Häusern gelebt, doch bisher hat sich noch keine passende Familie gefunden – dabei wünsche sich die beiden nichts sehnlicher, als endlich ein richtiges Zuhause zu haben. Doch dann schöpfen Ira und Zac neue Hoffnung: Sie werden in den Ferien von Martha Freeman ins „Appleton House“ eingeladen – staunend bewundern die beiden Geschwister das alte Haus mit dem großen, verwunschenen Garten. Zuerst noch unsicher, aus Angst gleich weder weggeschickt zu werden, fasst Ira langsam Vertrauen zu der gutmütigen Frau. Doch als sie anfängt, sich im Appleton House und bei Martha heimisch zu fühlen, geschieht etwas, das die Träume der beiden Geschwister in Frage stellt…

    „Und jetzt schläft er und sieht aus wie ein Engel und ich wünschte, Martha könnte ihn sehen, denn dann würde sie verstehen, dass er ganz verschiedene Seiten hat. Er ist tollpatschig und gerät immer in Schwierigkeiten und tut so, als wäre ihm alles egal, aber gleichzeitig ist er unheimlich liebenswert.“ – Seite 96

    „Der Himmel über Appleton House“ erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die schon früh bei mehreren Pflegefamilien gelebt haben und dann schließlich ins Kinderheim kamen. Das Mädchen Miracle, das von allen nur „Ira“ genannt wird, wünscht sich nichts sehnlicher, als das Zac und sie endlich ein Zuhause finden – und bleiben dürfen. Dann verbringen sie die Ferien bei Martha im Appleton House, das bei den beiden sofort einen Zauber auslöst. Doch dann geschieht etwas, was alles infrage stellt…
    Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Sicht der zehnjährigen Ira geschrieben, die hier anfangs von kleinen Momenten aus ihrem bisherigen Leben erzählt und dann ausführlich von der Zeit, als sie und ihr Bruder Zac das Appleton House besuchen. Die Geschichtespielt Ender 1980er Jahre und ist sehr einfühlsam und auch mal traurig – besonders Ira kommt sehr erwachsen rüber, da sie sich ständig um ihren jüngeren Bruder sorgt. Dabei hat sie auch eigene Träume. Die Schreibweise ist sehr angenehm und zieht den Leser trotz der eher leisen Töne in ihren Bann.

    „Ich wünschte, wünschte wirklich von ganzem Herzen, wir wüssten, warum unsere Mutter uns verlassen hatte und wer und wo sie war. Denn nichts zu wissen bedeutet, dass alles Mögliche passiert sein könnte und alles, was Zac und ich uns ausdenken, wahr.“ – Seite 134

    Mein Fazit: Ein wundervoller und berührender Roman, der die Geschichte zweier Geschwister erzählt, die sich endlich ein richtiges Zuhause wünschen. Die Charaktere, besonders die Hauptfigur Ira, sind stark dargestellt und auch die Schauplätze, die oft etwas verwunschen wirken, runden diese Geschichte perfekt ab. Mir hat dieses Buch mit seiner einfühlsamen, ruhigen und besonderen Art sehr gut gefallen und kann es nur weiterempfehlen.

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    xxxSunniyxxxs avatar
    xxxSunniyxxxvor 7 Monaten
    herzerwärmend

    Da ich über den Königskinder Verlag erst kürzlich gestoßen bin und dieser bald nicht mehr sein wird, habe ich mir noch einige Schätze gekauft. Gerade dieses Buch hat mich durch sein Cover und den Klappentext sehr angesprochen. Die Geschichte selbst wird aus Iras Sichtweise erzählt, wir lernen beide Kinder und ihr bisheriges Leben besser kennen. Aber nicht nur das, sie stellt auch zahlreiche Vermutungen über das Land oder die Menschen die ihr begegnen an. Durch ihre kindliche Art und Weise wirkte es teilweise ziemlich glaubhaft. Wer hier große Action sucht ist falsch am Platz, dies ist eher ein ruhiges und emotionales Buch das einen auf eine unvergessliche Reise mitnimmt. Es geht viel mehr um die Hoffnung und die Zuversicht das alles anders kommt und man das Glück findet.

    Da ich selbst einen kleinen Sohn habe ist es für mich sehr schwer nachvollziehbar wie Kinder ohne Eltern, feste Bindungen sowie Ritualen und Geborgenheit aufwachsen müssen. Das ist gerade in diesem Buch das Thema. Hier geht es um die beiden Geschwister Ira und Zac, die schon einige Pflegefamilien besucht haben. Sie wurden sehr früh zu Waisenkinder dennoch sind sie nun in einem gewissen Alter wo sie nur noch schwer vermittelbar sind. Das sich beide nach einer Familie mit Mutter und Vater sehnen ist wohl verständlich, wer würde dies nicht tun?

    So übernimmt Ira für ihren Bruder dementsprechend die Mutterrolle, dadurch wirkt sie schon ziemlich erwachsen für ihr Alter. Trotzdem hat sie den sehnlichsten Wunsch nach Beständigkeit, ein Teil einer Familie zu sein und nicht weiter herumgereicht zu werden. Ich mochte Ira echt gern, sie ist so ein schöner und facettenreicher Charakter den man nur ins Herz schließen kann. Gerade deswegen wirkte sie auf mich ziemlich Authentisch. Zac dagegen ist ist ganz anders. Er ist mehr derjenige der sich zurückzieht und für sich ist. Aber mit der Zeit taut auch er langsam auf und kommt aus sich heraus. Wenn man überlegt was die beiden Geschwister bis jetzt alles durch gemacht haben ist das nur allzu verständlich das er sich so verhält. Ich denke viele würden dies tun um nicht noch mehr Verletzungen davon zu tragen.

    „Der Himmel über Appleton House“ ist eine schöne, emotionale und gefühlvolle Geschichte die einen nicht mehr loslässt. Gerade bei dem Thema Kinder reagiere ich sehr emotional. Die Charaktere wirkten auf mich alle sehr authentisch und die ruhige Stimmung passte perfekt. In diesem Buch geht es um die Suche nach Beständigkeit und Glück, das mit jeder Zeile spürbar war. Ich kann euch diese tolle Geschichte nur empfehlen!

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    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch beginnt so schüchtern und leise und endet in einem Wohlfühlbuch, das mich zu Tränen rührt.
    Der Himmel über Appleton House

    "Ich glaube, das Leben wäre einfacher, wenn alle ein Schild hätten. Denn dann müsste man nicht laut aussprechen, was man denkt, und wäre nie unfreundlich. Es ist wie lautloses Schreien. Vielleicht könnte man sogar einen Krieg beenden." (S. 51)
    Ira und Zac leben im Kinderheim. Sie sind Waisen. Vielleicht aber auch nicht. Es gibt ein Foto von ihnen, ihrer Mama und einem schwarzen Hund. Zac glaubt, dass der Hund noch lebt. Dass er möglicherweise auf dem Foto noch jung war und dass er sich an Ira und Zac erinnern wird, wenn er sie wiedersieht. Der Hund, so glaubt er, ist bei ihrer Mama, die vielleicht auch noch lebt. Genaueres weiß man nicht, aber Zac möchte die Hoffnung nicht aufgeben.

    Ira versucht auch gar nicht sie ihm zu nehmen. Sie ist nur wenige Jahre älter als er. Gerade mal neun und doch übernimmt sie eine Art Mutterrolle. Sorgt sich um Zac, denn er ist nicht so ganz einfach. Manchmal tosen die Gefühle aus ihm heraus wie ein wilder Sturm. Dann macht er Dinge, die den Erwachsenen nicht so gut gefallen und dann müssen Ira und Zac wieder umziehen. So richtig Zuhause sind sie nie.

    In Appleton House ist es okay. Die anderen Kinder sind okay und auch die Angestellten sind okay. Außer Mrs Clanks, die Direktorin. Die schaut immer gleich verdrießlich und lacht sicher nie. Als Ira und Zac die Ferien in Appleton House verbringen dürfen, ist das wie ein schöner Traum, der nie enden soll. Doch dann ist es wieder einmal so weit. Zac lässt seinen Gefühlen freien Lauf. Und diesmal bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr.

    "Aber unsere Gefühle liegen direkt nebeneinander, das heißt: Gerade noch sind wir fröhlich und dann plötzlich wütend und manchmal spüren wir auch gar nichts. Es ist beängstigend so zu sein." (S. 73)

    Unerwartet ist dieses zierliche Königskind zu einem meiner Lieblinge geworden. Die Sprache ist leise und ganz fein. Auf die kindliche Perspektive der Ich-Erzählerin ausgerichtet, die, bedingt durch ihre Erlebnisse, schüchtern und ängstlich in die Welt blickt, aber wie eine Löwin kämpfen kann, wenn es um ihren Bruder geht. Ein letzter Teil ihrer Familie. 

    Die Autorin nimmt den Leser ganz sanft mit in eine Geschichte, die mich mit jeder Seite mehr berührte, am Ende sogar zu Tränen rührte. Da sind diese beiden Kinder, die so stark sein müssen und gleichzeitig so verletzlich sind, weil ihnen jeglicher Halt fehlt. Die nie Wurzeln bilden konnten und die Liebe, Geborgenheit und Nestwärme einer Familie nicht kennen. Die unsicher sind im Umgang mit anderen Menschen, weil man ihnen nie Stabilität bieten konnte, weil es immer wieder Bindungsabbrüche in ihrem Leben gab und die sich nichts mehr wünschen als eine Heimat. Einen Ort, an dem sich ihre Herzen niederlassen können.

    "Egal, wie schlecht die Dinge stehen, man kann immer hinauf in den Himmel blicken, und dann geht es einem besser." (S. 18)
    Es gibt kaum ein Buch, das die Gefühle einsamer Kinder so gut auf den Punkt bringt, so gut veranschaulicht, wie "Der Himmel über Appleton House". Es wird deutlich wie schwer es für Kinder ist, wenn ihnen alle oben genannten Dinge fehlen, in welche emotionale Krise sie dadurch gestürzt werden. Wut und Trauer verschmelzen, Emotionen verlassen das Ausmaß des Angemessen, Gefühle sind nicht mehr greifbar, müssen in Formen verwendet werden, in den sie sichtbar werden. Zerstörung und Gewalt, gegenüber Gegenständen, Menschen, sich selbst.

    S.E. Durrant hat ein Buch geschrieben, das ich fest in mein Herz geschlossen habe. Es ist ein Buch, das Hoffnung gibt, wenn man glaubt, dass alles verloren ist. S. E. Durrant sorgt dafür, dass man den Himmel sieht.

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    FaMIs avatar
    FaMIvor einem Jahr
    Atmosphärisch und ergreifend aus der Sicht eines Kindes erzählt

    Was passiert mit der Seele eines Kindes, die von ihren Eltern weggegeben werden? S.E. Durrant erzählt in ihrem Debütroman leise und bildgewaltig die Geschichte des Geschwisterpaares Ira und Zac, dessen Mutter sie verlassen hat.

    Die Handlung spielt im England der späten 1980er Jahre. Das 10-jährige Mädchen und ihr 9-jähriger Bruder haben bereits bei vielen Pflegefamilien leben müssen, bis sie in dem Kinderheim Skilly House scheinbar ihr endgültiges zu Hause finden, denn adoptieren möchte sie niemand mehr.

    „Wenn wir hier nicht mal eine Woche lang glücklich sein können, werden die Leute denken, wir können nie glücklich sein, und dann will uns erst recht keiner haben.“ (S. 102)

    Die Handlung wird rückblickend aus der Sicht Iras in Tagebucheinträgen erzählt. Leise und vollkommen authentisch erzählt das junge Mädchen von ihrem Alltag, ihren Ängsten, ihrer Einsamkeit und ihrer Liebe zu ihrem Bruder. Es ist berührend von einem Kind zu lesen, dass für sein Alter viel zu ernst ist und sich viele zu viele Gedanken macht. Es ist der Autorin wunderbar gelungen den Ton eines Kindes zu treffen.

    „Ihr Stück war das schönste, weil sie nicht zu viele Christbaumkugeln aufgehängt hatte. Hortense sagte, sie sei dezenter. Das heißt, sie weiß, wann sie aufhören muss.“ (S. 153)

    Obwohl scheinbar fast ausschließlich alltägliche Situationen beschrieben werden, bekommen sie aus der Sicht dieses Kindes eine unheimlich große Bedeutung. Eine Flut an Emotionen springt dem Leser entgegen, weshalb ich mich kaum von dem Buch lösen konnte.

    Ich mag es, dass die Autorin, die ebenfalls Malerei studierte, diese in die Geschichte mit eingeflochten hat. So entstehen im Laufe der Handlung wunderbare Szenen, die an Ira völlig neue Seiten zum Vorschein bringen.

    Am Ende blieben ein paar Tränen nicht aus. Es ist schade, dass der Klappentext bereits so viel über die Handlung verrät, aber dennoch sollte man sich Iras und Zacs Geschichte nicht entgehen lassen. „Der Himmel über Appleton House“ ist ein beeindruckendes, ruhiges Buch über das Schicksal zweier im Stich gelassener Kinder.

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    FrauNightingales avatar
    FrauNightingalevor einem Jahr
    Kurzmeinung: S.E. Durrant zeigt auf rührselige Weise durch die Perspektive, wie zerbrechlich das Herz und groß die Hoffnungen eines Kindes sind.
    Ungewöhnlicher Schreibstil durch kindliche Perspektive, aber sehr rührselig

    Meine Meinung

    Die Geschichte beginnt damit, dass die inzwischen Erwachsene Ira darauf hinweist, dass sie die folgenden Geschehnisse durch Tagebucheinträge aus ihrer Kindheit erzählen wird. Der Wechsel in diese Perspektive ist entsprechend kindlich. So versetzte sich die Autorin ganz offensichtlich in ein 10-jähriges Kind, was natürlich auch Auswirkungen auf die Sprache hat.

    Als Leser bekam ich so das Gefühl, die Geschichte persönlich von der kleinen Ira erzählt zu bekommen. Obwohl sich der Schreibstil manchmal etwas holprig las, gefiel mir die Idee sehr und man gewöhnt sich auch mit der Zeit daran.
    Unaufgeregt, leise, aber nicht minder gefühlvoll bringt Ira den Leser dazu, sich für sie und ihren kleinen Bruder Zac schnell zu erwärmen. So bekommt man ein sehr realistisch wirkendes Bild vom Leben eines Heimkindes. Die Hoffnung auf ein warmes Zuhause und Liebe, das ist alles wonach sich Ira und Zac sehnen. Und doch scheint dieser Wunsch unendlich weit weg.
    Ira reist mit dem Leser durch die Jahreszeiten. Lassen uns an ihrem und Zacs Leben und Rückschlägen im Heim teilhaben. Wir fahren mit ihnen aufs Land, wo wir auf die liebenswürdige Martha treffen. Bei ihr im malerisch, idyllischen Appleton House verbringen die Kinder ihren Sommer.

    Dieses kleine Büchlein beinhaltet eine Geschichte, die ans Herz geht. S.E. Durrant zeigt auf rührselige und glaubwürdige Weise durch die Perspektive der kleinen 10-jährigen Ira, wie zerbrechlich das Herz und groß die Hoffnungen eines Kindes sind. DER HIMMEL ÜBER APPLETON HOUSE ist ein nicht makelloses, aber sehr gefühlvolles Buch.

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    Schnudls avatar
    Schnudlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wundervolles Kinderbuch..
    Wundervolles Kinderbuch



    Hach Königskinder.. Ich kann es einfach nur immer wieder sagen, dass es so schön ist aus eurem Verlag ein Buch zu lesen. Immer wieder ganz besondere Geschichten und wunderschön gestaltete Cover.
    So auch "Der Himmel über Appelton House". Im Internet steht zwar, dass das Buch ab 12 Jahren ist, ich jedoch finde dass das schon ein Kinderbuch ist. Es hat einen sehr kindlichen Schreibstil, weshalb man es auch sehr schnell lesen kann.
    Ira und Zac sind zwei Geschwister, die keine Eltern mehr haben und in einem Waisenhaus leben. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als endlich ihre eigene Familie zu haben, doch die lässt auf sich warten. Das Buch ist ein Tagebuch von Ira und es wird ihr Leben im Waisenhaus erzählt. Eines Tages dürfen die beiden dann in einen Urlaub fahren und kommen nach Appelton House zu einer etwas älteren Dame namens Martha. Dort passieren kleinere Missgeschicke aber sie dürfen immer wieder zurück nach Appelton House. Als Martha sie dann endlich adoptieren möchte, passiert ein Unglück.


    Eine wirklich wundervolle Geschichte mit Höhen und Tiefen. Empfehlenswert.


    Das soll übrigens das September Buch vom Jahr der Königskinder werden.

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Der Himmel über Appleton House

    "Der Himmel über Appleton House" ist ein Roman der Autorin S. E. Durrant. Auf dieses Buch bin ich schon in der Verlagsvorschau aufmerksam geworden, da der Klappentext für mich nach etwas besonderem klang!

     

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Miracle, nur Ira genannt und ihren jüngeren Bruder Zackary, nur Zac genannt. Ira und Zac müssen sich zu Beginn des Buches einer Situation stellen, die sie leider nur allzu gut kennen und zwar einem Umzug. Die beiden waren schon bei vielen Pflegefamilien und jetzt müssen müssen sie sich in "Skilly House", einem Waisenhaus, einrichten. 

     

    Ira und ihr Zac wissen nichts über ihre Eltern und sie wünschen sich nichts sehnlicher, als eine Familie und ein liebevolles Zuhause. Leider ist dieser Wunsch nicht so leicht zu erfüllen, besonders, weil die Geschwister unbedingt zusammenbleiben wollen, was keine gute Vorraussetzung ist. Als sie völlig unerwartet das erste Mal in ihrem Leben Ferien machen können und dabei auch noch Martha, ihre Gastgeberin, lieb gewinnen, fällt ihnen die Rückkehr ins Kinderheim umso schwerer und sie müssen sich fragen, ob es nun für immer ihr einziges Zuhause bleiben wird ... 


    Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen. S. E. Durrant erzählt die Geschichte aus Sicht der Protagonistin Ira. Diese Erzählform ist sehr leicht und problemlos zu lesen und sie stellt die Tagebucheinträge, die Ira über mehrere Jahre geschrieben hat in einfacher, kindgerechter Form dar. Die Kapitel sind vorwiegend kurz gehalten, aber sie haben mir dennoch immer die Lust zum weiterlesen beschert. 



    Die Charaktere hat die Autorin schön ausgearbeitet, was mir richtig gut gefallen hat. Ich habe mit Ira, Zac und den anderen Charakteren mitgehofft, mitgelitten und mitgeträumt, was ich wunderbar fand. Häufig schwingt im Text eine unterschwellige Traurigkeit mit, die die Situation in der sich Ira und Zac befinden, aber nur noch authentischer macht. 


    Die Handlung erzählt die Zeit, die Ira und Zac in "Skilly House" verbringen und man erlebt als Leser/Leserin hautnah mit wie die Kinder kommen und gehen. Hier fand ich es schön, dass auch die Nebencharaktere toll ausgearbeitet waren und sich so ein schönes Gesamtbild ergeben hat. 

     

    Ich habe oftmals einen dicken Kloss im Hals gehabt und ich muss sagen, dass ich der Autorin die Sichtweise von Ira komplett abgenommen habe. Schade finde ich, dass der Klappentext so gut wie die ganze Handlung vorwegnimmt. Die Geschichte ist problemlos zu lesen und es ist auch nur eine mittlere Spannung vorhanden, aber dennoch ist sie mir unter die Haut gegangen und hat mich aufgewühlt. Das Ende war absolut zufriedenstellend, aber ich hätte mich auch über eine längere Schilderung gefreut!


    Positiv:

    * passender, kindlicher Schreibstil 

    * tolle Vermittlung der Emotionen

    * gute Ausarbeitung der Haupt - und Nebencharaktere

    * interessante Themen 


    Negativ: 

    * das Ende kam mir etwas zu schnell abgehandelt vor, ich hätte Ira und Zac gerne noch ein bisschen länger auf ihrem Weg begleitet


    "Der Himmel über Appleton House" ist eine warmherzige und gefühlvolle Geschichte, die lange nachwirkt und die mir tolle Lesestunden beschert hat!

     

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    thebookpassions avatar
    thebookpassionvor einem Jahr
    Berührend

    Die Geschwister Ira und Zac müssen ohne ihre Eltern aufwachsen. Für die beiden gehört es schon fast zur Routine, dass sie von Pflegefamilie zur nächsten gereicht werden. Doch dieses Mal ist alles anders und die beiden kommen ins Kinderheim. Voller Angst und Schrecken sind die beiden, als sie das erste Mal ihre neue Heimat sehen, doch dies legt sich schnell und beide sind recht glücklich. Dennoch sehen sich die Beiden nach einem eigenen Heim nur für sich, eine heile Familie voller Liebe.


    „Klein aber fein“ trifft bei diesem Roman wohl am ehesten zu. Der Roman umfasst gerade einmal 240 Seiten und dennoch erhalten die Probleme und Gefühle der Geschwister genug Raum, um sich authentisch entfalten zu können. Schon nach wenigen Seiten war ich absolut berührt und die Geschwister haben mir schnell mein Herz gestohlen.

    Die beiden sind entwurzelt und wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich eine Heimat zu haben und sich nicht fragen zu müssen, ob sie am nächste Tag wieder in einer anderen Pflegefamilie sind. Mich hat die grundsätzlich positive Darstellung des Kinderheims überrascht. Das Leben im Kinderheim wird nicht als schrecklich oder düsteren dargestellt aber auch nicht romanisiert.

    Der Roman lässt sich fast wie ein Tagebuch von Ira lesen und so ist die Sprache recht leicht, aber nicht unbedingt weniger poetisch, gehalten. Die Wortwahl wirkt absolut authentisch und nicht aufgesetzt. Durch kurze Kapitel verfolgt man so das Leben der beiden Protagonisten über mehrere Jahre. Ira besitzt eine gute Beobachtungsgabe und es interessiert sie sehr, was um sie herum passiert, sodass man auch die anderen Bewohner des Kinderheims sehr gut kennen lernt.

    (c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor einem Jahr
    Einfühlsam, ruhig & ausdrucksstark ...

    Ira und Zac sind Geschwister und Waisenkinder. Die beiden zu vermitteln, ist ziemlich schwer, da sie zusammenbleiben wollen und nicht mehr so klein sind. So werden sie von einer Pflegefamilie zur Nächsten weitergereicht, bis sie am Ende in einem Kinderheim landen. Skilly House, kommt einem Richtigen zu Hause schon recht nah, aber es ist trotzdem nicht dasselbe. Sie sehen, wie Kinder kommen und gehen und bleiben selbst zurück. Je älter sie werden, umso mehr schwindet die Hoffnung, aber dann dürfen sie eine Woche in den Urlaub fahren, zu Martha nach Appleton House. Wird sich hier ihr Schicksal wenden? Werden die Geschwister ein zu Hause finden? Und wird der Himmel für sie aufbrechen, damit noch mehr Träume in ihr Leben fallen?
    Eine Geschichte über zwei Waisenkinder, für mich eine total neue Erfahrung, denn ich hatte eine Familie und bin wohl behütet aufgewachsen, umso gespannter war ich auf diese Erfahrungen. Wie ist es keine wirklichen Vorbilder zu haben, sich selbst im Leben einzufinden und ohne Geborgenheit und Liebe der Eltern aufzuwachsen?

    Ira ist die Ältere, der beiden Geschwister und erzählt uns ihre Geschichte, wie eine Art Tagebuchauszug. Über ihre Eltern wissen sie nichts, immer wenn sie sich an eine Pflegefamilie gewöhnt haben und Zuversicht gefasst haben, mussten sie wieder weg. Vor dem Kinderheim hatte sie am meisten Angst und wurden überrascht, dort ist es nicht so schlimm, wie erwartet. Es sind nicht so viele Kinder da und ihre Betreuer geben sich reichlich mühe, für jeden da zu sein und zu geben, was sie brauchen. Für Ira und Zac wird Skilly House ein zu Hause. Aber trotzdem fühlen sie sich verloren, je mehr Kinder sie kommen und gehen sehen, nimmt ihre Verzweiflung ein eigenes zu Hause zu finden immer mehr zu. Je älter sie werden, umso mehr begraben sie ihre Hoffnungen und Träume.

    Dabei muss Ira am meisten einstecken, da sie die große Schwester ist, macht sie sich immer Sorgen um Zac. Versucht für ihren überbrodelnden Bruder da zu sein und alle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. So bleibt sie allerdings auf der Strecke und trotzdem entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte. Am Anfang wirkte sie noch recht abgeklärt und hoffnungslos, ihr scheint von Anfang klar zu sein, in welcher Situation sie sich befinden und entschied für sich, still ihr Schicksal zu ertragen. Aber je mehr sie sich wohlfühlte und Zuspruch von ihren Betreuern bekam, erwacht auch die Sehnsucht nach einem richtigen zu Hause. Und obwohl Ira eher zurückhaltend und still ist, wurde sie auch ein Halt für die anderen Kinder und verschenkt ihr Herz, trotz Angst, ihre Freunde nie wieder zusehen.

    Was mich überrascht hatte, ist, dass die Geschichte in den achtziger Jahren spielt, irgendwie hatte ich Geschichten über Kinderheime, die schockierenden Tatsachen aus einem anderen Jahrhundert berichten, im Kopf. Hier allerdings ist es überhaupt nicht der Fall und das Erstaunlichste dabei, war für mich, die Vorstellung, dass ich zur fast gleichen Zeit geboren wurde wie diese beiden. Ab und zu war es für mich wirklich schwer, mich im richtigen Zeitraffer wieder zu finden, aber das ist wohl eher nebensächlich.

    Wirklich großartig gelungen war die Art des erzählen‘s. Ira‘s ruhige Art zu beobachten und dann in Worte zu kleiden, ergab eine reale Sicht auf die Dinge und Begebenheiten. Man konnte trotz, oder gerade durch ihren nüchterne Sicht der Dinge, besonders mitfühlen. Ihre Gedankenwelt wurde so gut umgesetzt, dass man sich sehr in sie hineinversetzen konnte und diese Gefühle und Sorgen wurden perfekt auf den Leser übertragen, sodass man sich einfach gut in die Situation einer Waise hineinversetzen konnte. Erst spürten wir ihre Verzweiflung, dann ihre Sehnsucht und am Ende sogar Hoffnung. Je mehr man las, umso unruhiger wurde man, trotz der Ruhe von Ira, entwickelte sich gerade deshalb, solch ein Wunsch, dass die beiden doch noch einen Ort für sich finden würden.  

    Eine unglaubliche Geschichte über zwei Waisenkinder, sehr ruhig, aber mit  einem geballten emotionalen und tiefgründigen Thema, das durch ein ausdrucksstarken Erzählen überzeugt und den Wunsch nach mehr Glück im Leben weckt.

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