S. E. Durrant Der Himmel über Appleton House

(23)

Lovelybooks Bewertung

  • 25 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 18 Rezensionen
(14)
(7)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Himmel über Appleton House“ von S. E. Durrant

Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer.

Das Buch beginnt so schüchtern und leise und endet in einem Wohlfühlbuch, das mich zu Tränen rührt.

— Fantasie_und_Träumerei

S.E. Durrant zeigt auf rührselige Weise durch die Perspektive, wie zerbrechlich das Herz und groß die Hoffnungen eines Kindes sind.

— Nightingale78

Ein wundervolles Kinderbuch..

— Schnudl

wunderschön, intensiv, berührend !!

— BlueOcean8519

Ira und Zac haben sich in mein Herz geschlichen.

— ReginaMeissner

Ein schönes, stilles Buch über Geschwister, Familie und Einsamkeit.

— Buchgespenst

Auf der Suche nach einem Zuhause, ist manchmal nicht weit davon entfernt. Denn Zuhause ist nicht immer ein Ort, sondern auch ein Gefühl.

— Kumosbuchwolke

Stöbern in Jugendbücher

Constellation - Gegen alle Sterne

Der Anfang war etwas schwach, aber ab der Hälfte wird es richtig spannend! Gerne mehr davom.

Friederike278b

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Die Geschichte ist nicht sonderlich originell, jedoch trotz einiger Schwächen eine gute Jugendfantasy Story. Es steckt mehr Potenzial darin.

Emmy29

Fangirl

Eine tolle Geschichte mit schrulligen Charaktere, die man lieben muss :)

Miss_Bookworld

Herrscherin der tausend Sonnen

Die Grundidee an sich ist gut, aber leider mangelt es an der Umsetzung. Alles wird sehr verworren erzählt

Kunterbuntegrunewelt

Viel näher als zu nah

Grandioses Jugendbuch über die Folgen eines Unfalls, Freundschaft, Schuld und Liebe...für Jungen und Mädchen trotz der pinken Schriftzüge

Isabell47

Mirror, Mirror

Spannend und mit überraschenden Wendungen...

JuliaAndMyself

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Himmel über Appleton House

    Der Himmel über Appleton House

    Fantasie_und_Träumerei

    11. November 2017 um 20:52

    "Ich glaube, das Leben wäre einfacher, wenn alle ein Schild hätten. Denn dann müsste man nicht laut aussprechen, was man denkt, und wäre nie unfreundlich. Es ist wie lautloses Schreien. Vielleicht könnte man sogar einen Krieg beenden." (S. 51)Ira und Zac leben im Kinderheim. Sie sind Waisen. Vielleicht aber auch nicht. Es gibt ein Foto von ihnen, ihrer Mama und einem schwarzen Hund. Zac glaubt, dass der Hund noch lebt. Dass er möglicherweise auf dem Foto noch jung war und dass er sich an Ira und Zac erinnern wird, wenn er sie wiedersieht. Der Hund, so glaubt er, ist bei ihrer Mama, die vielleicht auch noch lebt. Genaueres weiß man nicht, aber Zac möchte die Hoffnung nicht aufgeben.Ira versucht auch gar nicht sie ihm zu nehmen. Sie ist nur wenige Jahre älter als er. Gerade mal neun und doch übernimmt sie eine Art Mutterrolle. Sorgt sich um Zac, denn er ist nicht so ganz einfach. Manchmal tosen die Gefühle aus ihm heraus wie ein wilder Sturm. Dann macht er Dinge, die den Erwachsenen nicht so gut gefallen und dann müssen Ira und Zac wieder umziehen. So richtig Zuhause sind sie nie.In Appleton House ist es okay. Die anderen Kinder sind okay und auch die Angestellten sind okay. Außer Mrs Clanks, die Direktorin. Die schaut immer gleich verdrießlich und lacht sicher nie. Als Ira und Zac die Ferien in Appleton House verbringen dürfen, ist das wie ein schöner Traum, der nie enden soll. Doch dann ist es wieder einmal so weit. Zac lässt seinen Gefühlen freien Lauf. Und diesmal bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr."Aber unsere Gefühle liegen direkt nebeneinander, das heißt: Gerade noch sind wir fröhlich und dann plötzlich wütend und manchmal spüren wir auch gar nichts. Es ist beängstigend so zu sein." (S. 73)Unerwartet ist dieses zierliche Königskind zu einem meiner Lieblinge geworden. Die Sprache ist leise und ganz fein. Auf die kindliche Perspektive der Ich-Erzählerin ausgerichtet, die, bedingt durch ihre Erlebnisse, schüchtern und ängstlich in die Welt blickt, aber wie eine Löwin kämpfen kann, wenn es um ihren Bruder geht. Ein letzter Teil ihrer Familie. Die Autorin nimmt den Leser ganz sanft mit in eine Geschichte, die mich mit jeder Seite mehr berührte, am Ende sogar zu Tränen rührte. Da sind diese beiden Kinder, die so stark sein müssen und gleichzeitig so verletzlich sind, weil ihnen jeglicher Halt fehlt. Die nie Wurzeln bilden konnten und die Liebe, Geborgenheit und Nestwärme einer Familie nicht kennen. Die unsicher sind im Umgang mit anderen Menschen, weil man ihnen nie Stabilität bieten konnte, weil es immer wieder Bindungsabbrüche in ihrem Leben gab und die sich nichts mehr wünschen als eine Heimat. Einen Ort, an dem sich ihre Herzen niederlassen können."Egal, wie schlecht die Dinge stehen, man kann immer hinauf in den Himmel blicken, und dann geht es einem besser." (S. 18)Es gibt kaum ein Buch, das die Gefühle einsamer Kinder so gut auf den Punkt bringt, so gut veranschaulicht, wie "Der Himmel über Appleton House". Es wird deutlich wie schwer es für Kinder ist, wenn ihnen alle oben genannten Dinge fehlen, in welche emotionale Krise sie dadurch gestürzt werden. Wut und Trauer verschmelzen, Emotionen verlassen das Ausmaß des Angemessen, Gefühle sind nicht mehr greifbar, müssen in Formen verwendet werden, in den sie sichtbar werden. Zerstörung und Gewalt, gegenüber Gegenständen, Menschen, sich selbst.S.E. Durrant hat ein Buch geschrieben, das ich fest in mein Herz geschlossen habe. Es ist ein Buch, das Hoffnung gibt, wenn man glaubt, dass alles verloren ist. S. E. Durrant sorgt dafür, dass man den Himmel sieht.

    Mehr
  • Atmosphärisch und ergreifend aus der Sicht eines Kindes erzählt

    Der Himmel über Appleton House

    FaMI

    25. September 2017 um 16:25

    Was passiert mit der Seele eines Kindes, die von ihren Eltern weggegeben werden? S.E. Durrant erzählt in ihrem Debütroman leise und bildgewaltig die Geschichte des Geschwisterpaares Ira und Zac, dessen Mutter sie verlassen hat. Die Handlung spielt im England der späten 1980er Jahre. Das 10-jährige Mädchen und ihr 9-jähriger Bruder haben bereits bei vielen Pflegefamilien leben müssen, bis sie in dem Kinderheim Skilly House scheinbar ihr endgültiges zu Hause finden, denn adoptieren möchte sie niemand mehr. „Wenn wir hier nicht mal eine Woche lang glücklich sein können, werden die Leute denken, wir können nie glücklich sein, und dann will uns erst recht keiner haben.“ (S. 102) Die Handlung wird rückblickend aus der Sicht Iras in Tagebucheinträgen erzählt. Leise und vollkommen authentisch erzählt das junge Mädchen von ihrem Alltag, ihren Ängsten, ihrer Einsamkeit und ihrer Liebe zu ihrem Bruder. Es ist berührend von einem Kind zu lesen, dass für sein Alter viel zu ernst ist und sich viele zu viele Gedanken macht. Es ist der Autorin wunderbar gelungen den Ton eines Kindes zu treffen. „Ihr Stück war das schönste, weil sie nicht zu viele Christbaumkugeln aufgehängt hatte. Hortense sagte, sie sei dezenter. Das heißt, sie weiß, wann sie aufhören muss.“ (S. 153) Obwohl scheinbar fast ausschließlich alltägliche Situationen beschrieben werden, bekommen sie aus der Sicht dieses Kindes eine unheimlich große Bedeutung. Eine Flut an Emotionen springt dem Leser entgegen, weshalb ich mich kaum von dem Buch lösen konnte. Ich mag es, dass die Autorin, die ebenfalls Malerei studierte, diese in die Geschichte mit eingeflochten hat. So entstehen im Laufe der Handlung wunderbare Szenen, die an Ira völlig neue Seiten zum Vorschein bringen. Am Ende blieben ein paar Tränen nicht aus. Es ist schade, dass der Klappentext bereits so viel über die Handlung verrät, aber dennoch sollte man sich Iras und Zacs Geschichte nicht entgehen lassen. „Der Himmel über Appleton House“ ist ein beeindruckendes, ruhiges Buch über das Schicksal zweier im Stich gelassener Kinder.

    Mehr
  • Ungewöhnlicher Schreibstil durch kindliche Perspektive, aber sehr rührselig

    Der Himmel über Appleton House

    Nightingale78

    07. August 2017 um 11:20

    Meine Meinung Die Geschichte beginnt damit, dass die inzwischen Erwachsene Ira darauf hinweist, dass sie die folgenden Geschehnisse durch Tagebucheinträge aus ihrer Kindheit erzählen wird. Der Wechsel in diese Perspektive ist entsprechend kindlich. So versetzte sich die Autorin ganz offensichtlich in ein 10-jähriges Kind, was natürlich auch Auswirkungen auf die Sprache hat. Als Leser bekam ich so das Gefühl, die Geschichte persönlich von der kleinen Ira erzählt zu bekommen. Obwohl sich der Schreibstil manchmal etwas holprig las, gefiel mir die Idee sehr und man gewöhnt sich auch mit der Zeit daran. Unaufgeregt, leise, aber nicht minder gefühlvoll bringt Ira den Leser dazu, sich für sie und ihren kleinen Bruder Zac schnell zu erwärmen. So bekommt man ein sehr realistisch wirkendes Bild vom Leben eines Heimkindes. Die Hoffnung auf ein warmes Zuhause und Liebe, das ist alles wonach sich Ira und Zac sehnen. Und doch scheint dieser Wunsch unendlich weit weg. Ira reist mit dem Leser durch die Jahreszeiten. Lassen uns an ihrem und Zacs Leben und Rückschlägen im Heim teilhaben. Wir fahren mit ihnen aufs Land, wo wir auf die liebenswürdige Martha treffen. Bei ihr im malerisch, idyllischen Appleton House verbringen die Kinder ihren Sommer. Dieses kleine Büchlein beinhaltet eine Geschichte, die ans Herz geht. S.E. Durrant zeigt auf rührselige und glaubwürdige Weise durch die Perspektive der kleinen 10-jährigen Ira, wie zerbrechlich das Herz und groß die Hoffnungen eines Kindes sind. DER HIMMEL ÜBER APPLETON HOUSE ist ein nicht makelloses, aber sehr gefühlvolles Buch.

    Mehr
  • Wundervolles Kinderbuch

    Der Himmel über Appleton House

    Schnudl

    28. June 2017 um 09:48

    Hach Königskinder.. Ich kann es einfach nur immer wieder sagen, dass es so schön ist aus eurem Verlag ein Buch zu lesen. Immer wieder ganz besondere Geschichten und wunderschön gestaltete Cover.So auch "Der Himmel über Appelton House". Im Internet steht zwar, dass das Buch ab 12 Jahren ist, ich jedoch finde dass das schon ein Kinderbuch ist. Es hat einen sehr kindlichen Schreibstil, weshalb man es auch sehr schnell lesen kann. Ira und Zac sind zwei Geschwister, die keine Eltern mehr haben und in einem Waisenhaus leben. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als endlich ihre eigene Familie zu haben, doch die lässt auf sich warten. Das Buch ist ein Tagebuch von Ira und es wird ihr Leben im Waisenhaus erzählt. Eines Tages dürfen die beiden dann in einen Urlaub fahren und kommen nach Appelton House zu einer etwas älteren Dame namens Martha. Dort passieren kleinere Missgeschicke aber sie dürfen immer wieder zurück nach Appelton House. Als Martha sie dann endlich adoptieren möchte, passiert ein Unglück.Eine wirklich wundervolle Geschichte mit Höhen und Tiefen. Empfehlenswert.Das soll übrigens das September Buch vom Jahr der Königskinder werden.

    Mehr
  • Der Himmel über Appleton House

    Der Himmel über Appleton House

    Kleine8310

    22. June 2017 um 22:41

    "Der Himmel über Appleton House" ist ein Roman der Autorin S. E. Durrant. Auf dieses Buch bin ich schon in der Verlagsvorschau aufmerksam geworden, da der Klappentext für mich nach etwas besonderem klang!   In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Miracle, nur Ira genannt und ihren jüngeren Bruder Zackary, nur Zac genannt. Ira und Zac müssen sich zu Beginn des Buches einer Situation stellen, die sie leider nur allzu gut kennen und zwar einem Umzug. Die beiden waren schon bei vielen Pflegefamilien und jetzt müssen müssen sie sich in "Skilly House", einem Waisenhaus, einrichten.    Ira und ihr Zac wissen nichts über ihre Eltern und sie wünschen sich nichts sehnlicher, als eine Familie und ein liebevolles Zuhause. Leider ist dieser Wunsch nicht so leicht zu erfüllen, besonders, weil die Geschwister unbedingt zusammenbleiben wollen, was keine gute Vorraussetzung ist. Als sie völlig unerwartet das erste Mal in ihrem Leben Ferien machen können und dabei auch noch Martha, ihre Gastgeberin, lieb gewinnen, fällt ihnen die Rückkehr ins Kinderheim umso schwerer und sie müssen sich fragen, ob es nun für immer ihr einziges Zuhause bleiben wird ...  Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen. S. E. Durrant erzählt die Geschichte aus Sicht der Protagonistin Ira. Diese Erzählform ist sehr leicht und problemlos zu lesen und sie stellt die Tagebucheinträge, die Ira über mehrere Jahre geschrieben hat in einfacher, kindgerechter Form dar. Die Kapitel sind vorwiegend kurz gehalten, aber sie haben mir dennoch immer die Lust zum weiterlesen beschert.  Die Charaktere hat die Autorin schön ausgearbeitet, was mir richtig gut gefallen hat. Ich habe mit Ira, Zac und den anderen Charakteren mitgehofft, mitgelitten und mitgeträumt, was ich wunderbar fand. Häufig schwingt im Text eine unterschwellige Traurigkeit mit, die die Situation in der sich Ira und Zac befinden, aber nur noch authentischer macht.  Die Handlung erzählt die Zeit, die Ira und Zac in "Skilly House" verbringen und man erlebt als Leser/Leserin hautnah mit wie die Kinder kommen und gehen. Hier fand ich es schön, dass auch die Nebencharaktere toll ausgearbeitet waren und sich so ein schönes Gesamtbild ergeben hat.    Ich habe oftmals einen dicken Kloss im Hals gehabt und ich muss sagen, dass ich der Autorin die Sichtweise von Ira komplett abgenommen habe. Schade finde ich, dass der Klappentext so gut wie die ganze Handlung vorwegnimmt. Die Geschichte ist problemlos zu lesen und es ist auch nur eine mittlere Spannung vorhanden, aber dennoch ist sie mir unter die Haut gegangen und hat mich aufgewühlt. Das Ende war absolut zufriedenstellend, aber ich hätte mich auch über eine längere Schilderung gefreut! Positiv: * passender, kindlicher Schreibstil  * tolle Vermittlung der Emotionen * gute Ausarbeitung der Haupt - und Nebencharaktere * interessante Themen  Negativ:  * das Ende kam mir etwas zu schnell abgehandelt vor, ich hätte Ira und Zac gerne noch ein bisschen länger auf ihrem Weg begleitet "Der Himmel über Appleton House" ist eine warmherzige und gefühlvolle Geschichte, die lange nachwirkt und die mir tolle Lesestunden beschert hat!  

    Mehr
  • Berührend

    Der Himmel über Appleton House

    thebookpassion

    22. June 2017 um 00:29

    Die Geschwister Ira und Zac müssen ohne ihre Eltern aufwachsen. Für die beiden gehört es schon fast zur Routine, dass sie von Pflegefamilie zur nächsten gereicht werden. Doch dieses Mal ist alles anders und die beiden kommen ins Kinderheim. Voller Angst und Schrecken sind die beiden, als sie das erste Mal ihre neue Heimat sehen, doch dies legt sich schnell und beide sind recht glücklich. Dennoch sehen sich die Beiden nach einem eigenen Heim nur für sich, eine heile Familie voller Liebe.„Klein aber fein“ trifft bei diesem Roman wohl am ehesten zu. Der Roman umfasst gerade einmal 240 Seiten und dennoch erhalten die Probleme und Gefühle der Geschwister genug Raum, um sich authentisch entfalten zu können. Schon nach wenigen Seiten war ich absolut berührt und die Geschwister haben mir schnell mein Herz gestohlen.Die beiden sind entwurzelt und wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich eine Heimat zu haben und sich nicht fragen zu müssen, ob sie am nächste Tag wieder in einer anderen Pflegefamilie sind. Mich hat die grundsätzlich positive Darstellung des Kinderheims überrascht. Das Leben im Kinderheim wird nicht als schrecklich oder düsteren dargestellt aber auch nicht romanisiert.Der Roman lässt sich fast wie ein Tagebuch von Ira lesen und so ist die Sprache recht leicht, aber nicht unbedingt weniger poetisch, gehalten. Die Wortwahl wirkt absolut authentisch und nicht aufgesetzt. Durch kurze Kapitel verfolgt man so das Leben der beiden Protagonisten über mehrere Jahre. Ira besitzt eine gute Beobachtungsgabe und es interessiert sie sehr, was um sie herum passiert, sodass man auch die anderen Bewohner des Kinderheims sehr gut kennen lernt.(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

    Mehr
  • Einfühlsam, ruhig & ausdrucksstark ...

    Der Himmel über Appleton House

    SharonBaker

    27. May 2017 um 21:03

    Ira und Zac sind Geschwister und Waisenkinder. Die beiden zu vermitteln, ist ziemlich schwer, da sie zusammenbleiben wollen und nicht mehr so klein sind. So werden sie von einer Pflegefamilie zur Nächsten weitergereicht, bis sie am Ende in einem Kinderheim landen. Skilly House, kommt einem Richtigen zu Hause schon recht nah, aber es ist trotzdem nicht dasselbe. Sie sehen, wie Kinder kommen und gehen und bleiben selbst zurück. Je älter sie werden, umso mehr schwindet die Hoffnung, aber dann dürfen sie eine Woche in den Urlaub fahren, zu Martha nach Appleton House. Wird sich hier ihr Schicksal wenden? Werden die Geschwister ein zu Hause finden? Und wird der Himmel für sie aufbrechen, damit noch mehr Träume in ihr Leben fallen? Eine Geschichte über zwei Waisenkinder, für mich eine total neue Erfahrung, denn ich hatte eine Familie und bin wohl behütet aufgewachsen, umso gespannter war ich auf diese Erfahrungen. Wie ist es keine wirklichen Vorbilder zu haben, sich selbst im Leben einzufinden und ohne Geborgenheit und Liebe der Eltern aufzuwachsen? Ira ist die Ältere, der beiden Geschwister und erzählt uns ihre Geschichte, wie eine Art Tagebuchauszug. Über ihre Eltern wissen sie nichts, immer wenn sie sich an eine Pflegefamilie gewöhnt haben und Zuversicht gefasst haben, mussten sie wieder weg. Vor dem Kinderheim hatte sie am meisten Angst und wurden überrascht, dort ist es nicht so schlimm, wie erwartet. Es sind nicht so viele Kinder da und ihre Betreuer geben sich reichlich mühe, für jeden da zu sein und zu geben, was sie brauchen. Für Ira und Zac wird Skilly House ein zu Hause. Aber trotzdem fühlen sie sich verloren, je mehr Kinder sie kommen und gehen sehen, nimmt ihre Verzweiflung ein eigenes zu Hause zu finden immer mehr zu. Je älter sie werden, umso mehr begraben sie ihre Hoffnungen und Träume.Dabei muss Ira am meisten einstecken, da sie die große Schwester ist, macht sie sich immer Sorgen um Zac. Versucht für ihren überbrodelnden Bruder da zu sein und alle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. So bleibt sie allerdings auf der Strecke und trotzdem entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte. Am Anfang wirkte sie noch recht abgeklärt und hoffnungslos, ihr scheint von Anfang klar zu sein, in welcher Situation sie sich befinden und entschied für sich, still ihr Schicksal zu ertragen. Aber je mehr sie sich wohlfühlte und Zuspruch von ihren Betreuern bekam, erwacht auch die Sehnsucht nach einem richtigen zu Hause. Und obwohl Ira eher zurückhaltend und still ist, wurde sie auch ein Halt für die anderen Kinder und verschenkt ihr Herz, trotz Angst, ihre Freunde nie wieder zusehen.Was mich überrascht hatte, ist, dass die Geschichte in den achtziger Jahren spielt, irgendwie hatte ich Geschichten über Kinderheime, die schockierenden Tatsachen aus einem anderen Jahrhundert berichten, im Kopf. Hier allerdings ist es überhaupt nicht der Fall und das Erstaunlichste dabei, war für mich, die Vorstellung, dass ich zur fast gleichen Zeit geboren wurde wie diese beiden. Ab und zu war es für mich wirklich schwer, mich im richtigen Zeitraffer wieder zu finden, aber das ist wohl eher nebensächlich.Wirklich großartig gelungen war die Art des erzählen‘s. Ira‘s ruhige Art zu beobachten und dann in Worte zu kleiden, ergab eine reale Sicht auf die Dinge und Begebenheiten. Man konnte trotz, oder gerade durch ihren nüchterne Sicht der Dinge, besonders mitfühlen. Ihre Gedankenwelt wurde so gut umgesetzt, dass man sich sehr in sie hineinversetzen konnte und diese Gefühle und Sorgen wurden perfekt auf den Leser übertragen, sodass man sich einfach gut in die Situation einer Waise hineinversetzen konnte. Erst spürten wir ihre Verzweiflung, dann ihre Sehnsucht und am Ende sogar Hoffnung. Je mehr man las, umso unruhiger wurde man, trotz der Ruhe von Ira, entwickelte sich gerade deshalb, solch ein Wunsch, dass die beiden doch noch einen Ort für sich finden würden.   Eine unglaubliche Geschichte über zwei Waisenkinder, sehr ruhig, aber mit  einem geballten emotionalen und tiefgründigen Thema, das durch ein ausdrucksstarken Erzählen überzeugt und den Wunsch nach mehr Glück im Leben weckt.

    Mehr
  • Berührend

    Der Himmel über Appleton House

    LillianMcCarthy

    18. May 2017 um 19:09

    Meine Meinung: Der Himmel über Appleton House ist eines der fünf Bücher aus dem aktuellen Königskinder Programms. Wie immer ging ich mit sehr hohen Erwartungen als Lesen und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Appleton House empfing mich direkt sehr warm mit dem rührenden Schreibstil der Protagonistin Ira und der Schilderung ihres Lebens zusammen mit ihrem Bruder Zac. Die beiden kommen zu Beginn der Erzählung nach Appleton House, einem Waisenhaus, nachdem sie von mehreren Pflegefamilien schlecht behandelt wurden. Eine neue Familie zu finden, glauben die beiden nicht so wirklich, denn sie wollen nicht getrennt werden. Dennoch bewunderte es mich tief, wie viel Hoffnung in Iras Schilderung liegt und mit welcher Hingabe sie von ihren Erlebnissen dort erzählt, die zwischen glücklich und tieftraurig liegen. S.E. Durrant schafft es sehr gut, den Charakter Iras in ihren Schreibstil zu legen. Beim Lesen hat man immer so stark dieses kleine Mädchen im Kopf, dass es scheint, als sei der Roman autobiografisch und als hätte die Autorin all das selbst erlebt. Dass der Roman in den 80er Jahren spielt, schafft meiner Meinung nach eine eigene Atmosphäre, die das Geschriebene in jedem Satz umgibt. Obwohl diese Zeit noch nicht allzu lange her ist, kommt man dort ohne Smartphones, PCs und Social Media aus und das schafft einen ganz anderen Rahmen für die Geschichte. Dazu kommt noch der aktuelle geschichtliche Hintergrund, den S.E. Durrant sehr gut in ihren Roman eingefädelt hat. Die Geschichte selbst und ihr Verlauf gefallen mir sehr gut, denn sie vermitteln permanent eine große Spannbreite von Gefühlen und machen mir somit nicht nur Spaß am Lesen sondern vermitteln auf verschiedenen Ebenen so viel mehr, was die Geschichte sehr wertvoll werden lässt. Dennoch: Obwohl ich sehr begeistert von Iras und Zacs Geschichte bin, konnte mich nicht alles voll und ganz überzeugen. Zum einen liegt das sicher an der Kürze der Geschichte, die trotz des kleinen Buchformats nur 240 Seiten umfasst. Ich hatte das Gefühl, dass viele Stellen, besonders Stellen gegen Ende, die für mich Schlüsselszenen waren, letztendlich viel zu kurz kamen. Darüber hinaus gefielen mir einzelne Szenen der Geschichte nicht, die auf eine schnelle Entwicklung zielen aber für mich eleganter hätten gelöst werden können. Mit ein paar Seiten mehr, hätte mich Der Himmel über Appleton House sicher voll und ganz begeistern können. Fazit:  Der Himmel über Appleton House ist ein sehr wertvolles Königskinder Buch, das mich besonders durch die transportierten Emotionen und die Authentizität der Handlung überzeugen konnte. Besonders Ira ist dem Leser sehr nah und berührt ihn dadurch direkt. Einige Schwächen, die meiner Meinung nach durch die Kürze des Buches kamen, hatte Appleton House in meinen Augen jedoch. Das macht es allerdings nicht weniger wichtig und lesenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Himmel über Appleton House" von S. E. Durrant

    Der Himmel über Appleton House

    kathrineverdeen

    13. May 2017 um 13:27

    Für mich sind die Empfindungen eines Kindes, welches seine Eltern verloren hat, etwas Unvorstellbares. Plötzlich werden die zarten Wurzeln, die ihm bisher den nötigen Halt gaben, ausgerissen. Unvorstellbar ist es auch, dass ein Kind nach dieser traumatischen Erfahrung wieder einen Ort und eine Familie finden kann, bei denen es sich geborgen fühlt. Das Gefühl von sicherem Halt und Geborgenheit hat Ira, die literarische Hauptfigur aus „Der Himmel über Appleton House“, nie kennenlernen dürfen. Nachdem sie und ihr kleiner Bruder Zac von ihren Eltern zur Adoption freigegeben wurden, führten beide ein sehr rastloses Leben. Sie wurden von einer Pflegefamilie in die nächste gegeben. Immer, wenn sie sich an ihre neuen Pflegeeltern gewöhnt hatten, mussten sie erneut umziehen. Seit ihrem letzten Umzug prasseln viele neue und ungewohnte Dinge auf sie ein. In "Skilly House" werden beide Geschwister mit einem für sie neuen Leben konfrontiert, denn dieses Waisenhaus beherbergt nicht nur zahlreiche Kinder, sondern auch viele Erwachsene, die ihnen viel Herzlichkeit und eine Beständigkeit entgegenbringen. Trotz der Liebe und des Halts, den Ira und Zac dort erfahren, wächst tief in ihnen die Sehnsucht nach einem richtigen Zuhause. Als ich in der Programmvorschau des Königskinder Verlags den Klappentext zu „Der Himmel über Appleton House“ von S. E. Durrant las, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss, weil ich sehr gerne tiefgründige Geschichten über bewegende Schicksale lese. Besonders, wenn sie aus der Perspektive eines Kindes erzählt werden.Obwohl die Beschreibung des Inhalts für meinen Geschmack etwas zu viel von der Handlung verrät, konnte ich die Geschichte ganz unbefangen lesen, weil genügend Zeit vergangen war und ich mich nicht mehr an alle Details erinnern konnte.Nach einer kurzen Einführung in ihr bisheriges Leben entführt Ira uns nach "Skilly House". Hier werden wir Leser mit dem Alltag in einem Waisenhaus vertraut gemacht, erfahren aber auch viel von den äußeren Umständen Großbritanniens Anfang der 1990`er Jahre. Obgleich Ira uns durch die Handlung führt, lernen wir Leser - dank ihrer vortrefflichen Beobachtungsgabe und ihrer Ausdruckskraft - sehr viel über die Menschen, die sie umgeben. Vordergründig wird jedoch die Beziehung der Geschwister Ira und Zac abgehandelt. Beide sind wie Feuer und Wasser und ihre Blickwinkel auf die Geschehnisse absolut konträr. Jeder bewältigt sein Schicksal auf eigene Weise und doch ergänzen sie sich perfekt. Durch Ira und Zac erfährt man wie eine erschütternde Erfahrung ein Kind verstören und ihm fast alle Hoffnungen auf ein Wunder nehmen kann. Umso schöner war es für mich, dass ich miterleben durfte, wie ein wunderbares Ereignis die Hoffnungen der Geschwister erblühen ließ."Der Himmel über Appleton House" von S. E. Durrant, Jugendbuch, KinderbuchFaszinierend war für mich die literarische Hauptfigur Ira, die trotz ihrer kindlichen Sprache auf so reife und ausdrucksvolle Weise über ihr Leben berichtet. Ira ist die "Große", die Verantwortung für ihren kleineren Bruder übernimmt - immer darauf bedacht, dass Zac nie von anderen missverstanden wird. Leider bleibt bei den vielen Sorgen um Zac eine auf der Strecke: die um sich selbst. Ira wirkt anfangs so abgeklärt und desillusioniert. Und doch schwingt zwischen den Zeilen eine tiefe Sehnsucht nach einer richtigen Familie mit. Mit jedem gelesenen Kapitel erlaubt Ira sich, ein bisschen mehr zu träumen und zu hoffen.In einer Rezension über dieses Buch las ich, dass die Verfasserin die Geschichte mit dem Wort still beschrieben hat. Dem muss ich deutlich widersprechen, denn obgleich sich die Handlung zeitweise in einem gemächlichen Tempo durch diese Geschichte zieht ist das, was die Ich-Erzählerin Ira zum Ausdruck bringt, alles andere als still. Ihre Träume, Hoffnungen und ihre mannigfaltigen Emotionen haben mich als Leserin buchstäblich angebrüllt. Und da gab es noch etwas Verblüffendes: Noch nie hatte ich einen Roman gelesen, dessen Handlung so ruhig verlief und mir trotz dieser Beschaulichkeit eine tiefe Ruhelosigkeit vermittelte, die sich auch auf mich übertragen hat.„Der Himmel über Appleton House“ von S. E. Durrant ist trotz des sehr emotionalen Themas ein sehr ruhiger und tiefgründiger Roman, der nicht nur durch seine ausdrucksstarke Erzählerin begeistert.www.kathrineverdeen.blogspot.de

    Mehr
  • Von dem Wunsch nach einer richtigen Familie...

    Der Himmel über Appleton House

    Enaria

    09. May 2017 um 18:38

    Das grüne Cover mit dem Baum, den Sonnenstrahlen und dem Mädchen am Fenster fängt genau ein, was uns zwischen den Buchdeckeln erwartet. Die Optik flüstert von Träumen, von der Suche nach Glück und vielen Funken Hoffnung. Wunderschön.Der Königskinder-Titel „Der Himmel über Appleton House“ handelt von zwei Kindern, die in den 1980er Jahren in London leben und ohne Eltern aufwachsen müssen. Die 10 jährige Ira und ihr kleiner Bruder Zac ziehen schon lange von einer Pflegefamilie zur nächsten bis sie im „Skilly House“ ein vorläufiges Zuhause finden. Wenn man an solche Waisenhäuser denkt, dann assoziiert man das durch Film- und Fernsehen oft mit schlechten Zuständen und diktatorisch geführten Einrichtungen. Aber dieses Buch stellt all jene in den Mittelpunkt, die sich mit Sorge und Aufmerksamkeit um einsame Kinder kümmern. Das ist einfühlsam und wunderbar dargestellt.Erzählt wird „Der Himmel über Appleton House“ aus Iras Perspektive, die authentisch ihre eigene Geschichte nieder geschrieben hat, aus ihrem Alltag berichtet und dem ganzen so eine glaubhafte, kindliche Stimme verleiht. Die Geschwister stehen sich sehr nahe und obwohl Ira selbst noch ein Kind ist, wirkt sie schon sehr reif. Gleichzeitig ist sie auch viel zu ernst für ihr Alter, was ich aber aufgrund ihrer Vergangenheit für nachvollziehbar halte. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, spürte ihre Verletzlichkeit, die Fürsorge ihrem Bruder gegenüber und habe mich für und mit ihr gefreut. Aber manchmal war ich auch dicht dran ein paar Tränen zu verdrücken.Der Schreibstil von S.E. Durrant ist dabei flüssig, passt hervorragend zu Iras kindlichem Ich und trägt mit Schwung durch die Seiten. Die Geschichte lebt von der erzeugten Atmosphäre. Es ist ein Buch, das nicht laut sein will, das sensibel und herzerwärmend von Träumen und dem Wunsch nach Familie und Geborgenheit erzählt.Fazit„Der Himmel über Appleton House“ habe ich an nur einem Abend gelesen, denn dieser Buchschatz marschiert direkt ins Herz. Es ist ein wahres Königskind: Wunderschön und hochwertig in Optik und Haptik, stimmig und auffallend in seiner Covergestaltung und eine Geschichte, die berührt und im Gedächtnis bleibt. Dieses Buch empfehle ich all jenen, die gerne Kinder- und Jugendbücher lesen, die durch eine besondere Atmosphäre überzeugen. Lest es! 

    Mehr
  • Sehr angehnemes Buch

    Der Himmel über Appleton House

    riris_buecher

    04. May 2017 um 15:13

    Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer. Ira und ihr kleiner Bruder Zac landen nach einigen misslungenen Versuchen Teil einer Familie zu sein, im Skilly House. Ihre Kindheit war voller Traurigkeit und Kummer, aber auch Hoffnung und Liebe. Beide sind es gewönnt ständig umzuziehen und immer wieder neue Leute in ihr Leben rein zulassen, um immer wieder aufs Neue enttäuscht zu werden. Die Geschichte basiert auf Iras Tagebucheinträgen, die sie angefangen hat als sie und Zac in Skilly House angetroffen sind. Ira ist eine einzigartige Protagonistin. Ihre Beobachtungsgabe und ihre Verwendung von intelligenter und detaillierter Sprache spiegeln ihre kreativen Fähigkeiten wider. Dadurch ist eine kraftvolle und flüssige Geschichte entstanden, die ich sehr mochte. Ira ist erst 11 Jahre alt, aber es gab Stellen an den sie sehr erwachsen wirkte, das lag zum Größten Teil daran, dass sie und ihr Bruder bereits so viel durchgemacht haben. Sie wurden von einer Pflegefamilie zu der anderen geschickt und fanden nie eine in der sich beide Kinder zuhause fühlen würde. Am meisten wunderte mich, dass Ira nie die Hoffnung verlor dass alles noch gut wird. Sie kümmerte sich einfach um ihren Bruder und vergaß dabei nicht selten, an sich selbst zu denken. Durch Ira lernte ich alle Kinder in Skilly House kennen, genauso wie die Sehnsucht und Einsamkeit die diese Kinder verspürten wehrend sie auf eine richtige Familie warteten. Sie alle auch Ira und Zac wollen nur dazugehörig und endlich das Gefühl bekommen am richtigen Ort angekommen zu sein. Ich fand alle Charaktere im Buch toll, besonders Ira natürlich. Die Sprache war sehr kindlich gehalten was mir besonders passend erschien und die einzelnen Kapiteln recht kurz, was ebenfalls angenehm beim Lesen war. Das Cover ist sehr passend zum Buch und strahlt dieselbe Atmosphäre aus wie die Geschichte auch. Sehr sonnig, hoffnungsvoll und voller wundervoller auch wenn kleiner Momente, wie zum Beispiel die Sonne die durch die Baumkrone hindurch schimmert. Außerdem ist Grün meine Lieblingsfarbe. Der Himmel über Appleton House klingt für mich eher wie eine Biographie. Es ist sehr persönlich. Das Buch ist nicht traurig, obwohl die angesprochenen Themen und die Schicksale der Kinder von Zeit zu Zeit sehr emotional sind. Es ist eine Geschichte über wahrgewordene Träume, über Hoffnung und endlose Möglichkeiten auch in den Zeiten in den alles voller Dunkelheit zu sein scheint.

    Mehr
  • Ein absolut emotionales und bildgewaltiges Lesehighlight!

    Der Himmel über Appleton House

    Samy86

    01. May 2017 um 14:57

    Inhalt:Als Waisenkinder haben Ira und Zac schon einiges Seiten des Lebens kennen gelernt. Zwischen Glück, Hoffnung und Verlust besteht nur ein kleiner Grad dessen überschreiten zu großen Folgen führen kann. So führt sie dieses Mal ihr Weg von einer Pflegefamilie ins Kinderheim nach Skilly. Doch es warten nicht nur die Schattenseiten des Lebens auf die Geschwister, denn ein Ferienaufenthalt öffnetet ihnen einige Türen und sie kommen ihrem innigsten Traum - Endlich ein zu Hause für immer zu finden - immer Näher. Martha gibt ihnen eine Chance um gemeinsam in Appleton House glücklich zu werden. Der Weg ist steinig und auch wenn Abschied nehmen ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben geworden ist, so fällt es Ira und Zac wiedererwartend schwer von ihren Freunden und auch kleinen Familie im Kinderheim Lebewohl zu sagen, aber am Ende der Reise wartet endlich ihr kleines Stück Himmel in Appleton House!Meine Meinung:Der Ausgang der Handlung war eigentlich nach dem Lesen des Klapptext klar - Es wird ein Happy End für Miracle ( Ira ) und Zac geben, doch der Weg bis dahin ist interessant, ergreifend, überraschend und auch irgendwie sehr traurig gestaltet. Ich muss gestehen, dass ich mit etwas anderem gerechnet habe, als mich am Ende erwartete, aber genau dieser Punkt machte dieses Büchlein zu einem bewegenden Highlight!Miracle kurz Ira genannt, hat in ihrem Leben eine Aufgabe gefunden, denn sie hat gegenüber ihrem jüngeren Bruder Zac schon sowas wie eine Mutterrolle eingenommen, auch wenn sie sehr reif wirkt, so merkt man, dass sie tief im Inneren immer noch Kind geblieben ist. Diese beiden Eigenschaften machten sie so menschlich und zeigten mir als Leserin, mit welchen Dingen ein junger Mensch zu kämpfen hat, wenn er solch einer Situation ausgesetzt ist. Ich liebte das kleine Mädchen und hätte sie & Zac am liebsten gleich selbst adoptiert. Zac geht im Gegensatz zu seiner Schwester ganz anders mit der Situation um. Er baut sich seine Brücken um sich über die Traurigkeit hinweg zu trösten. Ist weitaus emotionaler als Ira, hat eine in sich gekehrte Art und wenn er einmal aus seinem Schneckenhaus herauskommt so ist er ein absoluter Tollpatsch - Zum Leidwesen seiner Schwester. Ich hätte ihn durchweg knuddeln können!Die Handlung wird aus der Sicht von Ira erzählt, was sie als Person dem Leser sehr nahe bringt, denn so durchlebt man auf sehr schöne, aber auch traurige Weise die Emotionen, Hoffnungen und Ängste der Beiden sehr intensiv. Was bei solch einer Handlung so wichtig ist, denn erst so wird sie glaubhaft und realistisch. Der Schreibstil von S.E. Durrant ist emotional, bildgewaltig und fesselnd. Appleton House ist ein Ort an dem man sich heimisch fühlt. Er ist so bildgewaltig, lebendig und träumerisch beschrieben, dass ich selbst mich nach einem solchen Zufluchtsort sehnte und in meinen Gedanken bzw. auch Träumen dort Zeit verbrachte!Das Cover spiegelt soviel Details aus der Handlung wieder und dennoch wirkt es sehr dezent und ansprechend. Wirklich toll - Voller Hoffnungen & Träume!Fazit:Auch wenn ich wusste welches Ende auf mich wartet, so war dieses Buch ein unvergessliches Erlebnis durch das Leben zweier Pflegekinder, die mich mit ihrem Glauben an das Gute, ihren Ängsten und Hoffnungen, aber auch ihrem Kampfgeist total überraschten und ansteckten.Ein absolut emotionales und bildgewaltiges Lesehighlight!

    Mehr
  • Wunderbar authentisch erzählte Geschichte über den Wunsch nach Zugehörigkeit, Familie und Glück !

    Der Himmel über Appleton House

    InaVainohullu

    25. April 2017 um 12:49

    Wenn man an Geschichten denkt, die in Waisenhäusern oder Kinderheimen spielen, dann hat man als Erstes doch irgendwie immer ein ganz anderes Jahrhundert und eher grausige Zustände im Sinn. Genau deshalb hatte ich eine solche Geschichte auch in "Der Himmel über Appleton" erwartet. Doch schon auf den ersten Seiten wurde ich eines Besseren belehrt und positiv überrascht, denn die Geschichte spielt in den 1980er Jahren in London. Ira, die eigentlich Miracle heißt, aber nicht gerne so genannt wird, weil sie mit ihren 10 Jahren schon lange nicht mehr an Wunder glaubt, und ihr Bruder Zac sind es gewohnt von einer Pflegefamilie zur Nächsten zu ziehen. Als die aktuellen Pflegeeltern sich nicht mehr kümmern können, kommen sie ins "Skilly House". Ein Londoner Kinderheim. Dort ist es aber wider Erwarten gar nicht so schrecklich, wie man als Leser im Vorfeld vielleicht befürchtet hat. Die Kinder leben sich recht schnell ein, erfahren durch die Betreuerin Hortense und den Hausmeister Silas so etwas wie Familie und Liebe, sie schließen eine eigentümliche Art von Freundschaft mit den anderen Kindern. Eigentümlich deshalb, weil man sein Herz besser nicht an Kinder hängt, die das Skilly House irgendwann sowieso wieder verlassen. Und das tun sie. Scharenweise. Ira und Zac müssen lange Zeit zusehen, wie Kinder Kommen, aber vor allem Gehen, neue Familien, ein Heim und Geborgenheit erfahren. Das tut weh, besonders Ira, denn auch sie wünscht sich einen Ort den sie ihr Zuhause nennen kann. Doch Geschwister zu vermitteln ist schwierig und Ira und Zac sind sich einig, das sie sich niemals voneinander trennen werden. Als sie die Nachricht bekommen, das sie in die Ferien fahren dürfen und dort bei einer Frau namens Martha in einem Haus namens Appleton House wohnen, sind sie begeistert, aber auch ängstlich. Besonders Ira. Was geschieht, wenn sie sich nicht benehmen ? Wenn sie etwas versehentlich kaputtmachen ? Zunächst läuft alles prima, doch dann leistet sich Zac einen fatalen Schnitzer, der ihr Glück gefährden könnte... "Der Himmel über Appleton House" ist wie all seine königlichen Brüder und Schwestern ein ganz besonderer Schatz. Es ist eine Geschichte über Hoffnung und Träume und über den Wunsch von Zugehörigkeit, aus dem Blickwinkel eines Kindes, das sich nichts sehnlicher wünscht als glücklich zu sein, sich geborgen zu fühlen und ein richtiges Zuhause zu haben. Erzählt wird die Geschichte komplett aus Iras Sicht. Sie beginnt mit einem kurzen Vorwort das sie als erwachsene Frau verfasst hat, die auf die Zeit in Skilly House zurückblickt und wird dann zum Tagebuch einer 10-jährigen, die uns an ihrem Alltag im Kinderheim teilhaben lässt. Die Kapitel sind recht kurz und der Schreibstil ist sehr kindlich gehalten, es wird nichts unnötig ausgeschmückt, was das Ganze noch authentischer für mich machte. Mit Ira fühlte ich mich sehr verbunden, ich konnte mich gut in sie hineinfühlen und ihre Emotionen nachvollziehen. Sie ist ein tolles Mädchen, hat Talent zum Schreiben und Malen. Zacs Glück steht für sie immer im Vordergrund, wodurch sie für ihr Alter schon viel zu erwachsen und reif erscheint. Das sollte kein Kind sein. Zac ist weniger ernst als Ira, aber die macht sich ja auch so viele Sorgen, das er sich eigentlich keine mehr zu machen braucht. Er ist ein absoluter Wildfang und sobald er nach draußen kommt, nicht mehr zu bremsen. Reden allerdings ist nicht so seine Stärke. Da wirkt er eher scheu und zurückhaltend. Und dann ist da noch Martha. Martha ist einfach nur großartig, aber das solltet ihr beim Lesen selbst erleben :) Bevor ich zum Fazit komme, möchte ich noch kurz vom Cover schwärmen. Es ist so wunderbar stimmig und passt perfekt zur Geschichte. Eine besondere Überraschung erlebe ich bei den Königskindern außerdem immer dann, wenn ich sie aus ihren bezaubernden Schutzumschlägen befreie, denn darunter kommt immer ein ganz toll bedrucktes Buch zum Vorschein. Im Fall von "Der Himmel über Appleton House" ist es der Blick in die Baumkrone durch die die Sonne blinzelt. Wunderschön. Fazit: "Der Himmel über Appleton House" von S.E.Durrant ist ein wundervolles, harmonisches Königskind. Eine wunderbar authentisch erzählte Geschichte, voller Hoffnung und dem Wunsch nach Glück und Zugehörigkeit.

    Mehr
  • Die Sprache ist kindlich und sehr einfach und der Spannungsverlauf ging gegen Null.

    Der Himmel über Appleton House

    Johannisbeerchen

    22. April 2017 um 14:47

    Das Frühjahrsprogramm des Königskinder Verlags lockte mich mit diesem Buch, gänzlich überzeugen konnte es mich leider nicht.Die junge Miracle, genannt Ira, lebt mit ihrem Bruder Zac in Skilly, einem Waisenhaus in London. Sie verbringen dort lange Zeit, sehen neue Kinder kommen und gehen, aber selbst kommen sie dem Traum einer Familie nicht näher. Erst als sie Ferien auf dem Land machen dürfen und bei Martha wohnen, lernen sie, was Familie bedeutet.Mal davon abgesehen, dass der Klappentext extrem spoilert, so kommen Zac und Ira erst im letzten Drittel des Buchs zu Martha. Ich persönlich habe mir eine andere Geschichte erhofft, eine, in der man die Geschwister trennen will, diese sich aber vehement wehren und daher keine Familie finden. Stattdessen erfährt man von solchen Situationen rein gar nichts. Es geht viel um das Leben im Kinderheim, die Tage bei Martha, was Familie bedeutet und wie sich Ira für Zac aufopfert.Ich empfand die Spannung als extrem unterschwellig, es war eines der Königskinder, die mich zwar in ihren Bann zogen, aber nicht halten konnten. Immer wieder habe ich während des Lesens Pausen eingelegt, weil ich gelangweilt war von Iras Erzählungen.Ein großes Problem war für mich, dass das Buch aus Iras Sicht erzählt wird. Dadurch ist die Sprache und der Schreibstil sehr kindlich und extrem einfach gehalten. Das ist nicht jedermanns Geschmack und in diesem Fall auch nicht meiner.Die Kapitel sind immer kurz gehalten, manche gehen gerade mal eine oder zwei Seiten, mache auch etwas länger. Die Überschriften verraten uns oftmals schon, was darin passiert, somit wurde die Spannung gänzlich abgebaut.Fazit: Die Sprache ist kindlich und sehr einfach und der Spannungsverlauf ging gegen Null.

    Mehr
  • LL rezensiert

    Der Himmel über Appleton House

    lenasbuecherwelt

    17. April 2017 um 08:44

    Der Himmel über Appleton House sprang mich tatsächlich sofort in der Verlagsvorschau an. Es war eines der Bücher, von denen man, bevor man sie überhaupt in der Hand hält, Großes erwartet. Dabei ist die Buchausgabe selbst ganz klein und zierlich und erinnert an seine jungen Protagonisten, die sich nach einer Familie sehnen. Ira berichtet in Tagebuchform über ihr Leben im Kinderheim mit Zac und über ihre Ausflüge zu Martha und dem Appleton House. Dabei schreibt sie natürlich sehr kindlich, schließlich ist sie teilweise erst 9 Jahre. Trotzdem schaffte sie eine emotionale Nähe und gerade ihre kindliche Offenheit und Direktheit machten sie besonders. „Der Himmel über Appleton House“ ist eine ruhige Geschichte, die auf knapp 250 Seiten erzählt wird. Obwohl man das Buch in kurzer Zeit lesen kann, klingt die Geschichte noch länger nach. Wie wenig schätzen wir es im Alltag doch, eine Familie zu haben? Ira und Zac habe ich beim Lesen alles Glück der Welt gewünscht, damit sie endlich irgendwo angekommen und geliebt werden. Das Buch strotzt nicht vor Spannung, aber es hat mich trotzdem berührt und bewegt und genau das ist es doch, was ein gutes Buch ausmacht.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks